Immer weniger Hundeführer? (aus Dank an alle Nachsuchenführer)

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Ohne jetzt neue Gräben aufreißen zu wollen , ist die Nachsucherei mMn das "härtere Geschäft". Da muss ich dem Hund immer hinterher (Hetze mal außen vor) und wie lange die Arbeit dauert, weiß ich vorher auch nicht.
Da stimme ich dir uneingeschränkt zu. Aber Jagd mit Hund besteht ja auch noch aus was anderem wie nachsuchen. Was meinst du denn mit dem nicht so harten Geschäft?
Mir macht Spaß wenn ich sehe wie mein Hund anfängt jagdverstand zu entwickeln, ebenfalls Spaß an seinen Aufgaben entwickelt, ich mit dem Hund zusammen Beute machen kann und man ein Gespann wird. Das wächst. Dafür muss ich mich aber auch der Witterung aussetzen, dem Hund durch das Terrain folgen, mein Möglichstes tun um meinem Hund beistehen zu können und meinen Teil der Abmachung einhalten wenn ich den Hund nicht verantwortungslos als jagdutensil ansehe. Muss Zeit und Geld investieren um ihn auszubilden und ihm Jagdgelegenheit zu geben, ihm durch die Dornen folgen und ihn auch mal vor sich selbst schützen so gut es geht. Das ist bei der entenjagd so, bsplw. Bei der Baujagd mit dem erdhund, wenn ich mit dem Hund durchgehe. Das muss man sich auch erstmal abringen. Mit Schönwetterlustjagerei wo ich den Hund 3x im Jahr auspacke wenn das Sternbild zur Umgebungstemperatur und dem diebstplan passt wird das Nicht weit führen befürchte ich.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
Mal ne einfache Frage, lieber Anthas, wie lange gehst Du schon zur Jagd?
Ich gehe davon aus, dass Du diese Frage nicht beantworten wirst - was aber auch eine Antwort ist!
Wovon DU ausgehst, bleibt sich wurscht. Persönliches spielt keine Rolle, zumal die Aussagekraft ohnehin relativ wäre. Denn zehn Jahre mit einer Strecke p.a. von 30 Stück ist anders zu interpretieren, wie 20 Jahre mit der Strecke eines deutschen Durchschnittsjägers und dann ist es auch nochmal ein Unterschied, unter welchen Verhältnissen jemand jagd. Ein schönes gepflegtes Niederwildrevier für den Spassjäger, der sich das als Naturgenießer leistt oder ein rotes Problemrevier. ;)
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

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....und v.a. die mit Abstand familienfeindlichste Art der Jagdausübung!
So ist das und deshalb braucht es ein gewisses Alter und geregelte Verhältnisse. Und DESHALB hat der Anthas den jungen Leuten hier auch grundehrlich die Reihenfolge der Lebenspräferenzen so empfohlen, wie er es getan hat. Kluge Leute verstehen das. ;) Die weniger Klugen stellen das auf den Kopf. Das nennt sich dann Ideologie oder Fanatismus. So einfach ist das, mein lieber FSK.
 

Rotmilan

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Was meinst du denn mit dem nicht so harten Geschäft?
Durchgehen mit dem Hund. Kann ebenfalls sehr anstrengend sein, aber irgendwann ist das Treiben ja vorbei.

Zudem bin ich da meist im Team unterwegs und muss nicht alles alleine entscheiden bzw. erledigen.
 
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Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
Das oben deckt sich ja nicht mit Bewegungsjagd bzw gesellschaftsjagd und den anfallenden nachsuchen, dem Schuss auf flüchtiges oder gestelltes wild und dem abfangen von noch lebenden wild mit der kalten Waffe. Daher frag ich warum du das tun willst wenn’s nicht dein Ding ist.

Auf so viel Klugheit neuzeitlicher Jäger habe ich gewartet. Es ist mir ein völliges Rätzel, wie die ganzen BGS-Leute früher (anständige Förster und Berufsjäger) nur ohne Bewegungsjagden einen BGS haben ordentlich abführen können, bzw, auch heute noch absolut intigäre Jägersleut in Deutschland und Österreich dies ohne Bewegungsjagden schaffen.
 
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So ist das und deshalb braucht es ein gewisses Alter und geregelte Verhältnisse. Und DESHALB hat der Anthas den jungen Leuten hier auch grundehrlich die Reihenfolge der Lebenspräferenzen so empfohlen, wie er es getan hat. Kluge Leute verstehen das. ;) Die weniger Klugen stellen das auf den Kopf. Das nennt sich dann Ideologie oder Fanatismus. So einfach ist das, mein lieber FSK.
Das hat überhaupt nichts mit dem Alter und/oder geregelten Verhältnissen zu tun. Der einzige limitierende Faktor ist die zeitliche Verfügbarkeit. Deshalb sind oft Forst-Angestellte in diesem Metier. Kein Nachsuche-Führer wird bestehen, wenn er nur am Wochenende für Nachsuchen Zeit hat.
 
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Durchgehen mit dem Hund. Kann ebenfalls sehr anstrengend sein, aber irgendwann ist das Treiben ja vorbei.

Zudem bin ich da meist im Team unterwegs und muss nicht alles alleine entscheiden bzw. erledigen.
Ich hab oben in der zwischenzeit noch mehr geschrieben. Wenn mein Job fertig ist beginnt der des nsf. Ich muss da aber auch auf meinen u ggf noch weitere Hunde achten, die anderen Treiber und die Schützen, das wild. Da ist auch ein gewisses gefährdungspotential und man muss Entscheidungen alleine treffen und Dinge alleine erledigten. Ich empfinde das auch als ziemlich anspruchsvoll.
 
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Auf so viel Klugheit neuzeitlicher Jäger habe ich gewartet. Es ist mir ein völliges Rätzel, wie die ganzen BGS-Leute früher (anständige Förster und Berufsjäger) nur ohne Bewegungsjagden einen BGS haben ordentlich abführen können, bzw, auch heute noch absolut intigäre Jägersleut in Deutschland und Österreich dies ohne Bewegungsjagden schaffen.
Ok, aber selbst wenn du Förster oder berufsjäger bist, bist du das ja jetzt und nicht früher. Wobei deine Aussagen eher nach Politiker von Beruf klingen. Nur unverständlicher.
 
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So ist das und deshalb braucht es ein gewisses Alter und geregelte Verhältnisse. Und DESHALB hat der Anthas den jungen Leuten hier auch grundehrlich die Reihenfolge der Lebenspräferenzen so empfohlen, wie er es getan hat. Kluge Leute verstehen das. ;) Die weniger Klugen stellen das auf den Kopf. Das nennt sich dann Ideologie oder Fanatismus. So einfach ist das, mein lieber FSK.
...und deshalb wird der lebenserfahrene Anthas nie das Leistungsniveau der Nachsuchenführer erreichen, die in jungen Jahren damit angefangen haben!
Ja, Anthas. ohne Bewegungsjagden und ohne die unglaublich hohen Schalenwildstrecken (im Vergleich zu früher) haben die anständigen Förster und Berufsjäger früher erheblich länger gebraucht, einen zuverlässigen Hund zu erreichen!
Und deshalb wird das, was Du vorhast, immer Stümperei bleiben!
 
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Steile These - kann man ja mal in den Raum stellen...
Unlogisch ist sie trotzdem!
Wenn ich als HF weiß, dass mein Hund laut ist - und wenn ich dies als Voraussetzung für z.B. eine Jagdteilnahme im Wald brauche, melde ich zu einer Prüfung, bei der er das auch mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigen kann - spätestens bei der HZP. Ansonsten ist der Hund eben als stumm anzusehen und bleibt aus dem Wald raus; der Rest ist Selbstbetrug!
Deine These ist Unfug.
 
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Korrekt! Nur der Schuß auf bewegtes Wild eignet sich nicht zum Üben und zum Abfangen eines lebenden Stückes muss man ein lebendes Stück vorhaben. Deshalb sucht man sich Praktiker, aber nicht solche, die im dumm daher labern Meister sind, sondern eher solche, die viel viel jagen und weniger Klugscheißern. In Deutschland findet man diese Spezis Mensch tendenziell mehr im Osten und es sind gern mal Leut, die mit einfachen Mitteln Dinge zuwege bringen, von denen im jagdlichen Westen selbst die Klugscheißer mit viel Erfahrung nicht zwingend hinstinken können. ;)
Ich habe eines gelernt, passionierte und erfahrene Jäger und Hundeführer gibt es überall, man muß sie nur finden und darf sie nicht mit dummen Gelaber verschrecken, dann nehmen sie einen auch unter ihre Fittiche.
 
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Mit anderen Worten: Es gibt "den" alllgemeinen Jagdgebrauchshund nicht, was wiederum die Frage beantwortet, weshalb es immer weniger HF gibt. Die Leut kaufen sich keinen Hund mehr, weil sie keine Rasse auslasten können. Lang hats gedauert .... :D
Unfug, die guten Hundeführer haben genug zu tun, meistens sogar mehr Nachfrage, als sie denn bedienen könnten. Die Hundeführer, die nicht genug zu tun haben wollen nicht wirklich oder das Gespann taugt nicht.
 
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Das Problem besteht v.a. darin, dass man nie weiß, wann man zur Nachsuche muss und man nie wissen kann, wann man wieder zurück ist!
 
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