Immer weniger Hundeführer? (aus Dank an alle Nachsuchenführer)

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280 DK auf VJP und/oder HZP geführt, 66 davon waren spl oder sil
Als ich meine damaligen DK auf Derby geführt (ca 2008) habe waren alle 8 Hunde Sichtlaut, ein kurzer Spurlaut von max. 80-100 Meter kam erst als 3-4 jähriger Hund durch. Ich glaube die meisten sind im Laut Spätzünder.

Mir ist und bleibt es einfach unbegreiflich, warum man, insbesondere aus den genannten Gründen, in eine Rasse-Wurfkiste für Hühnerhunde greifen sollte, wenn man einen Hund für Schalenwild-Stöberjagden braucht!
Solche Leute soll es ja geben..... Verstehen kann ich es auch nicht (n)
Und es wird sicher nicht gut gehen..... Gibt dann Kofferaum Hunde.

Aber ein gut abgeführter "Vorsteher" wie von @Bollenfeld und anderen oft geschrieben, wird in manchen Revieren immer eine sehr, sehr gute ergänzung sein.
Und abhängig vom Revier auch ausreichend.

Wobei ich es letztens sehr angenehm empfand als zwei Bracken den weg in unsere Dickung fanden, zum Dackel unterstützen.:D

Gruß Weichei
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
Bedeutet? Wie soll man sich das vorstellen?
Du, ich weiß das jetzt nicht mehr so genau. Ist für mich und mein Hundl auch noch net relevant.
Das Buch v. Hr. Borngräber ist nicht gerade dünn. Hol Dir die neueste Auflage und lies es nach, wenn es Dich interessiert. Ist eh fast geschenkt für so ein geiles Teil. Soweit ich mich erinnere, nimmt er einen Strick, macht daran ne Schwarte fest und zieht sie an der Hängerkupplung durchs Revier mit ein paar Haken und grad lustig ists. Dann baut er noch ein paar Verleitungen ein. Wie lang er das dann stehen lässt, bzw. wie er die Standzeiten differenziert, weiß ich nicht mehr.

BTW: Auch seinen Sch.Riemen find ich wesentlich angenehmer in der Hand, wie dieses moderne Biothane-Zeug. Das nur mal nebenbei, weils mir grad einfällt...
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
Gute Idee, aber es würde nur was bringen, wenn der Geist des Lernenden willig ist, auch das an sich heranzulassen, was neben uralten jagdlichen "Skills" an moderner Technik ausgesprochen hilfreich ist. ;)
++++Ironie an++++
Das käme darauf an, was wir so alles saufen, wenn ich da bin. Im nüchternen Zustand allerdings wäre ich nur an dem interessiert, was Du an handwerklichen Fähigkeiten weiterzugeben hast, um zehn Sauen pro Woche ohne Technik zu schießen. :cool: Ich bekäm nämlich sonst Ärger mit Greta, wenn ich für nixn so weit fahre und das Klima verdiesle. Die sagt nämlich dann glatt zu mir, für so einen Schmarren kannst auch daheim bei deinen bayerischen Hanswürsten bleiben und mir nicht meine Träume von der fair u. waidgerecht erlegten Biosau zerstören. :cool: ++++Ironie aus++++
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
Der Mangel an guten Hundeführern liegt doch nicht an zu wenig Zeit, der liegt meiner Meinung nach an mangelnder Einstellung zur Jagd und Jagdhundearbeit. Und das hat verschiedene Ursachen.
In vielen Fällen bedingt wohl das eine das andere. Ansonsten kennst Du meine Auffassung zu dem Thema, zumindest hinsichtlich jener Leut, die ICH im realen Leben ernst nehm und im Netz sogt ma ja nix, ma redt ja bloß . :cool:;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 26188

Guest
Dann guck Dir einfach die Mitgliederlisten etc. an! Das ist zumindest im KBGS und im VH so!
Genau wie auch im VDW, DBC, DBV ....

Da fehlt Dir sicher der Überblick!
Ja Du hast recht. Hier fehlt mir der Überblick, aber ich habe mich auch nur näher mit dem BGS und öffentlich zugänglichen Führern der einschlägigen Anbieter beschäftigt. Ist jemand beim Forst angestellt oder höher verbeamtet, findet man i.d.R. etwas über diese Person mit bestimmten Suchtechniken. Eine sehr hohe "Försterdichte" wäre mir 2018 bei der gezogenen Stichprobe zwar nicht aufgefallen. Aber ich glaubs Dir mal, zumindest nach der Entscheidung, offensichtlich nun auch Rehwild für die HP zuzulassen. Das könnten die Försterischen gewesen sein. :cool:
 
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Rehwild zugelassen für die HP? Wäre mir neu, gilt dann aber wohl nur für den KBGS!
Übrigens ist die „Försterdichte“ auch im KBGS extrem hoch!
Sagen Dir die Namen Schober, Scherr und Keck etwas?
 
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Eine grundsätzliche Frage: Mich würde interessieren, warum ein sog. "Hühnerhund" bei bestimmungsgemäßer Verwendung überhaupt besonders "hart" (außer schusshart) und "wildscharf" sein muss? Da ich kein Niederwildjäger bin, stellt sich mir die Frage, ob es denn tatsächlich so viele "Kampfhühner" gibt, die derartige Hunde beim Vorstehen erfordern?
Die Frage ist im Kern durchaus ernst gemeint. ;)
Weil die alten deutschen "Hühnerhunde", bzw. deren Nachfahren, heute auch Vollgebrauchshunde heißen. Und zu einem Vollgebrauchshund gehört, dass er alle im Revier anfallenden Arbeiten erledigt, zu denen er körperlich imstande ist. Dazu gehört auch das stellen und ggf. das binden kranker Sauen, sowie das würgen und abtun von angebleitem Raubwild. Nichts ist erbärmlicher anzusehen als ein um den kranken Fuchs hüpfender Hund mit 30 kg der bellt und bellt bis der Hundeführer das Drama endlich beendet. Von krank verlorengegangenen Füchsen mal ganz zu schweigen...
Ein solcher Allrounder wird leistungsmäßig in den meisten Fällen hinter ausgesprochenen und entsprechend eingearbeiteten Spezialisten zurückstehen, erledigt seine Aufgaben aber meist auf solidem, guten Niveau.
Gerade vor dem hier schon angesprochenen Aspekt der Auslastung bin ich froh einen Hund zu haben, der alles kann außer in den Bau zu kriechen.

Allerdings muss man das Leistungsniveau seines Vierläufers immer ehrlich und selbstkritisch einschätzen und sich auch mal eingestehen wenn man Hilfe braucht. Das gilt aber für jeden Führer mit jeder Rasse...

Gruß, rauhbart
 
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....allerdings wäre ich nur an dem interessiert, was Du an handwerklichen Fähigkeiten weiterzugeben hast, um zehn Sauen pro Woche ohne Technik zu schießen. :cool: .....-
Das ist ein Oxymoron.

Schießen IST bereits Technik, also müssten wir erst mal klären, wo Du aus nostalgisch-sentimentalen Gründen gern Deinen persönlichen Schnitt bei der Anwendung von Schießtechnik machen würdest: Blasrohr, Feldbogen, Compoundbogen, Steinschlossgewehr, Hahnbüchsflinte mit o. V., Repetierbüchse mit oder ohne Zielfernrohr, mit oder ohne Leuchtpunkt, Fernglas bis 4x32, 8x56, 15x60, Wärmebildkamera,...?

Tja, und 10 Sauen pro Woche ist schon realistisch, aber nur von Oktober bis Januar und ausschließlich bei Bewegungsjagden. Sauen bei der Einzeljagd sind nur wenige Zufallsbegegnungen, da müsstest Du zur Fortbildung einen Nachtjäger konsultieren, oder mit mir in einem vermittelten Feldrevier pirschen, allerdings niemals ohne WBK, weil es keinen Sinn macht. Es werden ja auch keine chirurgischen Fortbildungen unter Einsatz von Küchenmessern und Allohol+Mundknebel zur Schmerzbewältigung mehr angeboten. ;)
 
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....Ein solcher Allrounder wird leistungsmäßig in den meisten Fällen hinter ausgesprochenen und entsprechend eingearbeiteten Spezialisten zurückstehen, erledigt seine Aufgaben aber meist auf solidem, guten Niveau.
Das habe ich in den letzten 40 Jahren allerdings nicht "meist", sondern nur ausnahmsweise erlebt.
 
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Interessant finde ich das Schniete seiner Homepage nach anscheinend Wachteln mit knappen Laut bevorzugt.
Man mag von ihm halten was man will, aber er hat sicher Erfahrung bei der Saujagd.

Dieses augenscheinliche Zurückziehen auf Sichtlaut oder eben wirklich knapp Spurlaut (meinetwegen auch "Fährtenlaut") erfahre ich ja wie bereits geschrieben auch auf den Saujagden in MV.
 
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Interessant finde ich das Schniete seiner Homepage nach anscheinend Wachteln mit knappen Laut bevorzugt.
Man mag von ihm halten was man will, aber er hat sicher Erfahrung bei der Saujagd.

Dieses augenscheinliche Zurückziehen auf Sichtlaut oder eben wirklich knapp Spurlaut (meinetwegen auch "Fährtenlaut") erfahre ich ja wie bereits geschrieben auch auf den Saujagden in MV.
Das liegt daran, dass der Schniete kein Interesse daran hat Rehwild zu jagen. Zumindest nicht auf DJ. Was ich sehr begrüße und genauso handhabe.
Und viel zu viele Wachtel sind näher am Waidlaut als am sinnvollen Fährtenlaut.
 
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Genau. Das berichten seit Jahren ja auch die Hundeführer aus Schweden und Finnland.
Es ist ein Riesenunterschied, wie die Nordmänner mit Stöberern jagen und wie wir es hier machen ! Die Hunde jagen dort oft stundenlang auf sich gestellt !

Wir haben seit 20 Jahren in einige Ecken D´s standortfeste Wölfe, die auf vielen Jagden vorkommen - noch nie wurde während einer DJ ein solojagender Stöberhund gegriffen.

Die bekannten Fälle gehen auf bestimmte Umstände zurück, bei deren Herbeiführung der Führer des Hundes großen Anteil hatte.
 
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