Ineos Grenadier - der urtümliche Defender Nachfolger

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Sandwüste! Sandbleche hat er ja schon dabei.
 
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Toyota HiLux sind auch im arabischen Raum sehr begehrt, vor allem zum Aufbau einer Lafette für schwere Maschinengewehre oder 20 mm-Maschinenkanonen auf der Ladefläche. Abertausende IS-Kämpfer können nicht irren......
Nein, sind sie nicht,

die nehmen Toyota LandCruiser Pickup dafür, weil die stärkere Motoren und einen stärkeren Rahmen haben. Die kommen auch schon ab Werk in der unbewaffneten Militärversion. Wenn lokale Bastler die billigeren und zahlreicheren Hilux umrüsten, sieht man das und sie halten auch nicht so lange. Und es gibt keine abertausende von IS Kämpfern, nur in der eigenen Propaganda.

Mbogo
 
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Frage mich gerade nach dem Prozentsatz der Wagen ob nun der neue Ineos oder andere Modell die im südlichen Mali auf ein Ersatzteil angewiesen sind? 0,000000001%?
Kann man als Kriterium erheben aber dann auch nur für 0,000000001% aller Käufer. Hab manchmal den Eindruck hier erklärt nen US Marine Sniper dass ne Jagdwaffe für den 1.000 killshot nicht geeignet sei.

Bin auf jeden Fall auf den neuen gespannt
Man merkt deutlich,

dass Du noch nie in Afrika irgendein Einsatzfahrzeug der 4x4 Art gefahren oder gewartet hast ...

Und Mali steht hier als Synonym für Sahel und Nachbarregionen, also leicht größer, als Europa. Es gibt eben auch ein Afrika jenseits von Kapstadt.

Mbogo
 
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Man merkt deutlich,

dass Du noch nie in Afrika irgendein Einsatzfahrzeug der 4x4 Art gefahren oder gewartet hast ...

Und Mali steht hier als Synonym für Sahel und Nachbarregionen, also leicht größer, als Europa. Es gibt eben auch ein Afrika jenseits von Kapstadt.

Mbogo

Ja, was kann manschon von einem Auto erwarten, das speziell für solche Bedingungen entwickelt wurde? Und das auch noch von und mit Profis aus dem Gebiet? Wo Stabilität, Zuverlässigkeit und Reparaturmöglichkeiten in ungeeigneter Umgebung im Mittelpunkt stehen?

Manche sagen, einiges. Und andere glauben, sie wüssten schon alles und hätten alles gesehen.
 
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Stimmt hab ich noch nicht. Hab auch viel Respekt vor deiner Erfahrung.
mir ist nur aufgefallen dass in deinen Beiträgen immer Kriterien angesprochen werden die sicher nur für einen sehr geringen Teil der ineos Fahrer eine wirkliche Relevanz haben werden.
 
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Stimmt hab ich noch nicht. Hab auch viel Respekt vor deiner Erfahrung.
mir ist nur aufgefallen dass in deinen Beiträgen immer Kriterien angesprochen werden die sicher nur für einen sehr geringen Teil der ineos Fahrer eine wirkliche Relevanz haben werden.
Ganz sicher,

der Ineos Grenadier wird nicht für Afrika gebaut, sondern für Europa und ggf. Amerika und oder China, weil da die Klientel ist, die dafür Geld ausgibt / ausgeben kann. Das ist auch vollkommen in Ordnung, nur sollte man es dann auch hier so sagen. Es macht doch keinen Sinn dauernd so zu tun, als bräuchte man die vollen Offroad Fähigkeiten eines Fahrzeugs, das diese nie ausnutzen wird (müssen).

Klar kann man damit die Sahara durchqueren (machte man in den 70ern mit dem 2 CV oder dem R 4 oder dem 504 von Peugeot), aber das macht den Wagen für diesen absurden Preis nicht zu einem NGO Fahrzeug. Die NGO Mitarbeiter, die im humanitären Bereich arbeiten, haben anderes zu tun, als andauernd im Gelände herum zu düsen. Die benutzen Schotter- und Sandpisten, wenn sie zu entfernten Krankenhäusern und / oder Ortschaften wollen, fahren i.d.R. während der Regenzeit nur Pisten, die frei(gegeben) sind und hüten sich vor Offroad Abenteuern, bei denen man am Ende nicht dann da ankommt, wo man zu einer bestimmten Tageszeit sein wollte. Wenn sie das anders machten, hätten sie bald Ärger mit ihren i.d.R. staatlichen Geldgebern, und ohne die Geldgeber wären sie nicht da, wo sie sind.

Seit einiger Zeit mieten die übrigens ihre Fahrzeuge, die werden dann weniger häufig gestohlen bzw, geraubt.

Profis. die schwierige Pisten fahren müssen, nehmen in Afrika Toyota. Und Projetmanager, die ihre Flotte auf der Straße haben wollen und nicht ewig und 3 Tage in irgendwelchen Werkstätten 700 km weit weg, auch. Deshalb sollte man diese Zielgruppe ernsthaft arbeitender Menschen aus der Diskussion heraushalten, damit nicht demnächst irgendein ahnungsloser Wichtigtuer postet, die NGO führen alle extrem teure Luxusautos (hatten wir ja schon, nur wusste der oberschlaue Spiegelschreiber nicht, was die Fahrzeuge der Bwana wa M'benzi wirklich gekostet hatten, in der BW Version. Das einzig teure daran waren die Ausfallzeiten beim Warten auf Ersatzteile aus Deutschland).

Bei dem verlinkten Video des Grenadier-Spezialisten stimmen außer seinem Automatikgetriebe-Exkurs und seiner vorgeblichen afrikanischen Zielgruppe auch so einige andere Sachen nicht, die Eingeweihten verraten, dass da mehr Meinung, als Wissen dargeboten werden. Der soll lieber weiter über die verwerfliche Modellpflege des indisch besessenen Landrovers lamentieren.

Gruß,

Mbogo
 
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Das verspricht Grenadier. Inklusive Online Zugriff auf alle technischen Dokumente , Hilfe per Kurznachricht, Telefon etc. ab Werk und - zur Not - weltweiten Fly-In Service, falls man mitten in der Kalahari steht.

Das „Wartungs und Reparatur“-Team arbeitet mir den Entwicklern zusammen, um das Ding „Dschungel-Reparatur-tauglich“ zu bauen.
Das hört sich gut an, und ich hoffe dass Grenadier das Versprechen hält. Wie sieht es mit freier Diagnose-Software aus? Ohne die wird man sich mit einem derart modernen Fahrzeug doch eher schwer tun. Dann bin ich gespannt wie BMW&ZF mitziehen: An diesem Triebstrang ist doch so manches Gimmick verbaut das bei einer Reparatur im Graben Freude bereiten dürfte und von vollständigen&kostenlosen Service-Unterlagen ab Werk brauchte man bisher nicht mal zu träumen. Schon gar nicht in Deutschland - da gilt man ja schon als parasitärer Ketzer wenn man sich erdreistet einen Bremsenservice durchzuführen zu wollen.

Aber das dem Projekt eigene Grundwesen finde ich sehr sympathisch. Wird übrigens interessant ob der sich abzeichnende grundsätzliche Rohstoffmangel auf Erden in Zukunft etwas "pro Reparatur älterer Dinge" ändern wird bevor es die Chinesen ultimativ erzwingen.
 
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Ach herje, was wird hier teilweise verbissen diskutiert.

Der Grenadier scheint mir ein stimmiges Auto zu werden, was seine Kundschaft findet. Der Preis ist sportlich, aber nicht total überzogen. Wer würde denn nicht von uns Geld verdienen wollen, wenn es geht.

Der Wagen dürfte - aufgrund der geringen Stückzahlen, die in Deutschland geliefert werden - recht wertstabil sein. 6 Zylinder-Fahrzeuge werden auch immer weniger. Die Karre wird in Europa ziemlich lange halten, ähnlich wie die alte Defender.

Mein Defender aus 2003 ist nie ganz heile und nie ganz kaputt. Er läuft aber ;-)

Und es gibt genug Jäger, die mit einer G-Klasse im Wald herumfahren (könnten); mit einem Grenadier wird man aber nicht so auf die K*cke hauen. Auch ein cooles Auto zum Holzmachen, zum Wohnwagenziehen, Spaß haben.

Man muss auch Gönnen können ;-)
 
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Danke für die ausführliche Antwort. Kann ich so wie du es schreibst alles nachvollziehen. Hatte dich ürsprunglich anders verstanden. Sorry
 
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Danke für die ausführliche Antwort. Kann ich so wie du es schreibst alles nachvollziehen. Hatte dich ürsprunglich anders verstanden. Sorry
Kein Problem,

das Ding muss ja nicht schlecht sein, ist aber ein Funmobil, kein ernsthaftes Arbeitstier, weil diejenigen, die sich das kaufen, nicht damit arbeiten. Der G hat wenigstens noch Komfortanmutung und ist geschmackvoller designed, natürlich auch sehr viel teurer, als der Grenadier sein wird. Und es steht ein renommierter Konzern dahinter, der in Europa flächendeckend Service bereitstellen kann und es auch tut.

Für die ersten 3 Generationen hätte ich Probleme mit Wagen, die aus Einzelteilen verschiedener Hersteller zusammengestellt sind, da stecken viele Teufel in noch mehr Details. Eigene Erfahrung mit einem 2nd generation SUV des indischen Land Rover Konzerns in Indien. Dafür wusste der eigens mitgeführte Fahrer immer, wo der nächste Dorfschmied zu finden war, wenn‘s zum Corbett ging, oder nach Maharashtra. Aber diese geniale Lösung scheitert in Europa leider für Normalsterbliche an der Lohnfrage...

Gruß,

Mbogo
 
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Für die ersten 3 Generationen hätte ich Probleme mit Wagen, die aus Einzelteilen verschiedener Hersteller zusammengestellt sind, da stecken viele Teufel in noch mehr Details.
Gruß,

Mbogo
Das Zusammenpuzzeln von Autos aus den Modulen verschiedener Hersteller (zur Verringerung exorbitanter Entwicklungskosten) ist schon lange Standard.
Du kannst einen Opel Combo auch als Peugeot Rifter kaufen oder als Citroen Berlingo,; der viertürige Smart heißt anderswo Renault Twingo. Der Mercedes Citan und der Renault Kangoo sind baugleich; der Volvo V40 ist unterm Blech ein Mitsubishi Lancer. Schlimm war es zu Zeiten von DaimlerChrysler: der Chrysler PT Cruiser hatte den Dieselmotor aus der C-Klasse, der Jeep Patriot einen Dieselmotor von Volkswagen. Der Jeep KJ Liberty hatte die Vorderachse aus der M-Klasse, und der Grand Cherokee den Dieselmotor OM642 von Daimler, den konstruktiv wenig geglückten 3-Liter-V6 CRD Motor. Dazu haben diverse Jeep als Automatikgetriebe das Daimler NAG resp. NAG 2 drin.
Mein Daihatsu hat einen 1,5-Liter-Vierzylinder Benziner. Diesen Motor gibts auch im Toyota Aygo. Die australische GM-Tochter Holden baut Autos mit amerikanischen Benziner-Antriebssträngen und europäischen Karossen. Als Holden Commodore kannst du einen Opel Omega mit einem 5,7-Liter-V8 Motor kaufen. Über die Gemeinsamkeiten von Ford und Mazda brauch ich nichts mehr zu schreiben, die sind hinlänglich bekannt, über VW und Skoda und Seat auch nicht.

Fazit: dass Autos aus Modulen und Einzelteilen verschiedener Herkunft zusammengebaut werden, ist eher der Standard denn die Ausnahme.
 
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Der Grenadier ist alles mögliche, aber sicher kein Funmobil. Er ist Arbeitstier für die, die ihn sich leisten können und wollen.

Ob er - bei Flottenpreisen - in diversen NGO oder GO auftauchen wird, zeigt die Zukunft.
 
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