Ineos Grenadier - der urtümliche Defender Nachfolger

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#31
Ich glaube, das Ding könnte ein ganz brauchbarer Untersatz werden. Was gibt es im Neuwagensegment denn für Alternativen in Europa?
  • Der Defender ist mit der Zulassung nicht mehr durchgekommen, weil Fußgänger von seiner Motorhaube zbazt werden wie Fliegen.
    Wie könnte ein Grenadier, der wesentliche Konstruktionselemente des Defender übernommen hat, diese Zulassungshürde schaffen?

  • Es gab schon einmal eine Raubkopie vom Defender. Das war der Iveco Massiv. Hat eine ganz schlechte Presse gehabt und wurde bald vom Markt genommen. Selbst der mächtige Fiat-Konzern konnte damit am Markt nicht landen. Und Ineos will da erfolgreicher sein???
 
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#32
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#34
In dem Zusammenhang:
Ich stell mir grad jemand vor, der damit um/durch die Welt abseits Europa reisen will. Nimmt der dann einen Anhänger mit um den Harnstoff unterzukriegen? :devilish: :evil:
Der Verbrauch von AdBlue(Diesel exhaust fluid) liegt bei Lastkraftwagen bei etwa 1,5ltr/1000km. So viel Fluessigkeit muss nicht mitgefuehrt werden um etwas zu reisen.
 
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#35
In dem Zusammenhang:
Ich stell mir grad jemand vor, der damit um/durch die Welt abseits Europa reisen will. Nimmt der dann einen Anhänger mit um den Harnstoff unterzukriegen? :devilish: :evil:
Mit einer Füllung AdBlue komme ich schon mal etliche tausend Kilometer weit. Einen Anhänger wird man wohl kaum benötigen, eher einen Kanister.
 
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#36
  • Der Defender ist mit der Zulassung nicht mehr durchgekommen, weil Fußgänger von seiner Motorhaube zbazt werden wie Fliegen.
    Wie könnte ein Grenadier, der wesentliche Konstruktionselemente des Defender übernommen hat, diese Zulassungshürde schaffen?

  • Es gab schon einmal eine Raubkopie vom Defender. Das war der Iveco Massiv. Hat eine ganz schlechte Presse gehabt und wurde bald vom Markt genommen. Selbst der mächtige Fiat-Konzern konnte damit am Markt nicht landen. Und Ineos will da erfolgreicher sein???
Der G hat auch immer noch eine Zulassung. Meinst du wirklich der ist so blöd und versenkt Unmengen von Geld, wenn es an der Zulassung scheitern sollte? Über Sinn oder Unsinn solcher Fahrzeuge brauchen wir hier nicht anzufangen.
Als Fiat die Kopie auf den Markt brachte, gab es noch das Original. Der neue Defender ist doch mehr ein Fahrzeug für Leute, die das Ding kaum im Gelände bewegen werden und findet bei den Puristen wenig Anklang. Das gilt natürlich auch für den Ineos, wegen genau der Zulassungsproblematik. Nur kommt er mit einigem an mehr "Retrotechnik" daher.
 
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#37
Falls man wirklich in die Verlegenheit kommt ständig durch Zentralafrika fahren zu müssen kann man sich das AdBlue Thema in findigen Werkstätten dort auch rausprogrammieren lassen
 
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#38
Wir reden von einem Fahrzeug, das auch dazu gemacht ist in Gegenden mit äußerst widrigen Bedingungen genutzt werden zu können. (Zumindest wenn man sich am Vorgänger orientiert.)
Und nicht von "kann ich damit auf der Autobahn bis an den Gardasee fahren". :rolleyes:

Aber gut zu wissen, dass hier einfach die echten Experten sitzen. (y)
Vielleicht veröffentlicht ihr mal einen Artikel in der Fachpresse?

Sowas zum Beispiel:
https://matsch-und-piste.de/der-diesel-als-fernreisemotor-probleme-und-losungen/
 
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#39
  • Es gab schon einmal eine Raubkopie vom Defender. Das war der Iveco Massiv. Hat eine ganz schlechte Presse gehabt und wurde bald vom Markt genommen. Selbst der mächtige Fiat-Konzern konnte damit am Markt nicht landen. Und Ineos will da erfolgreicher sein???
Der war einfach am Markt vorbei, Iveco hatte geplant dieses Modell an Kunden zu verkaufen die einen Geländewagen als Nutzfahrzeug brauchen und schon mit anderen Fahrzeugen Iveco Kunde sind, davon gab es dann wohl nicht die Welt. Für praktisch alle Freizeitnutzer war der Massif völlig uninteressant weil es ja noch den original Defender gab.
 
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#40
Iveco Massif war keine Raubkopie.
Ursprünglich hieß der Santana PS10 und war eine offizielle spanische Lizenzproduktion von LandRover
Iveco hat Santana übernommen als die in Konkurs gingen und dann das Thema versemmelt.
 
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#41
[...]
Der Grenadier wird mit niedrigeren Ladedrücken arbeiten zur Bauteilschonung heisst es.
Erwarte so 200-250PS. Mehr als notwendig.
Den Umweltauflagen geschuldet kommt der Diesel mit AGR, Harnstoffeinspritzung, NOx-Kats, DPF.
Der Benziner mit AGR, Kat, Partikelfilter.
sind halt hochkomplexe und prinzipiell fehleranfällige Regelsysteme. Besonders bei Einsatz abseits befestigter Wege.
[...]
Ich denke das Zauberwort heißt hier "Notlauf".
Es wird sich wohl erst nach den ersten Tests einschätzen lassen in wie weit sich Ineos hier ins Zeug gelegt hat um dem Motor echte Outbacktauglichkeit einzuimpfen.

Es ist natürlich unbestritten, dass die ganzen elektronischen Notwendigkeiten zur Abgasbehandlung den Motor auch fehleranfällig machen.
Knackpunkt wird sein wie sich der Motor verhält wenn irgendein System ausfällt. Mittels moderner Motorsteuerung kann man einen 300PS Turbodiesel wenn der Turbolader verreckt als 180PS Sauger laufen lassen. Und auch ohne Harnstoff bleibt ein Diesel nicht einfach stehen. Ebenso kann man DPF und AGR etc. so implementieren dass sie sich bei einem Defekt deaktivieren oder umgehen lassen.
Das ist zunächst mal eher eine Frage der Gesetzeslage und nicht der technischen Machbarkeit. In Deutschland sollte ich im Notlauf nur noch zur nächsten Werkstatt fahren und mich nicht im Notlauf erwischen lassen. Die Zulassung ist ja grundsätzlich an die Einhaltung der Abgasgrenzwerte gebunden wie wir im Dieselskandal gelernt haben.
Aber anderswo auf der Welt kümmert das keinen.
Heißt also nicht, dass ich im Notlauf im Busch nicht noch überall hin und auch wieder zurück fahren könnte.

Ich bin daher auf die Lösung im Serienmodell gespannt. In dieser Richtung kann man viel machen, aber da steckt natürlich Entwicklungsaufwand dahinter den Ineos bestimmt bei BMW beauftragen müsste, denn selbst werden sie nicht das Know-How haben.
Bereits bekannt ist ja, dass der Motor gedrosselt betrieben wird um die Bauteile zu schonen und demnach auch die Zuverlässigkeit zu erhöhen, evtl. auch um mit schwankenden Treibstoffqualitäten klar zu kommen. Gedanken scheinen sie sich also schon zu machen.

Klarheit wird erst der Test eines Serienmodells bringen. Aber ein K.O.-Kriterium sehe ich in dem modernen Motor keinesfalls.
 
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#42
Wie könnte ein Grenadier, der wesentliche Konstruktionselemente des Defender übernommen hat, diese Zulassungshürde schaffen?
Nur im Wald fahren außerhalb der Schwammerlzeit. Spaten mitnehmen...

Der Verbrauch von AdBlue(Diesel exhaust fluid) liegt bei Lastkraftwagen bei etwa 1,5ltr/1000km. So viel Fluessigkeit muss nicht mitgefuehrt werden um etwas zu reisen.

Guter Einwand - und wenn die Anlage mackt?
Hatte wir mit dem Trecker, der kam im Notlaufprogramm noch aus dem Wald, das war es. LKW hat auch noch Notlauf und irgendwann macht der Bordcomputer die Karre aus.

In der Kalahari stehen und nach dem Service telefonieren, Spitzensache.


CdB
 
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#45
Ja, theoretisch finden die Dinger immer Interessenten. Praktisch stehen die sich beim Anbieter die Räder eckig, weil lein Mensch 60K€ oder mehr für so ein Din ausgibt. Standzeiten vor Verkauf von 2 Jahren und mehr sind keine Seltenheit. Klasse Verzinsung für den Verkäufer. Und auch so ein Auto muss elektronsich ausgelesen werden wenn die MKL angeht, das geht auch nicht mit dem Engländer und dem Handbuch.......
 
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