Inflation bei fast 4% - jetzt sind Sachwerte gefragt;

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Das ist aber ein allgemeiner Nachfrageeffekt, also systemgetrieben, nicht politikbedingt.

Was für die Inflation aber erst mal egal ist. Davon abgesehen hat da die Niedringzinspolitik der EZB, über den Umweg günstiger Baukredite und mangelnder Alternativen, sicher einen Einfluss.

Was soll ich sagen, ich wollte den Euro damals nicht haben, zumindest nicht ohne vorher das Wirtschaftsniveau der Staaten anzugleichen, jetzt habe ich den Schlamassel…

Ich sehe da kein Problem beim Bauen.

Beim Neubau ist es vielleicht nicht mal so schlimm, da kann man sich vorher überlegen ob man das will und es sich bei steigenden Zinsen (die wir so schnell nicht sehen werden) noch leisten kann. Aber auch der Unterhalt des Bestandes wird deutlich teurer.

Ein zweites Problem ist, dass es zur Zeit keine Möglichkeit zur sicheren Geldanlage unter Erhalt der Kaufkraft gibt. In jungen Jahren kann man das durch den Kauf von Aktien ausgleichen und sollte das tun. Aber im hohen Alter, wenn die Altersvorsorge im wesentlichen aus eigenem Vermögen besteht, ist das auch nicht immer eine Option.
 
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Ich denke, dass dieses Forum auch kein Geeignetes für Finanztipps ist. Im Frühjahr 20 ist man hier für wahnsinnig erklärt worden, wenn man Aktien gekauft hat. Gucke ich heute auf den DAX, dann hält sich der Wahnsinn der Käufer in Grenzen… ;)
Ja, man sollte eben kaufen, wenn die Kanonen donnern. Der alte Kostolany war schon ein Fuchs.
Wir hatten schon stärkere Inflation. Der Systemfehler sind die jetzt fehlenden Guthabenzinsen, die die Inflation mehr als ausgleichen. Das wird noch zum riesigen Problem.
 
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Und die Inflationsrate bleibt hoch :

"28-Jahres-Hoch
Inflationsrate kratzt an Vier-Prozent-Marke"

 
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An der Tanke kann man ja heulen,wenn man sieht,wie Marktwirtschaft funktioniert. Da fahr ich halt jetzt weniger und für die eingesparten Teuros hab ich nun paar Unzen Gold bestellt und werde demnächst meine Büchsen vergolden lassen. :cool:
 
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An der Tanke kann man ja heulen,wenn man sieht,wie Marktwirtschaft funktioniert. Da fahr ich halt jetzt weniger und für die eingesparten Teuros hab ich nun paar Unzen Gold bestellt und werde demnächst meine Büchsen vergolden lassen. :cool:
Das ist keine Marktwirtschaft, sondern Klima-Planwirtschaft.
Kauf zum Gold noch die zehnfache Menge Silber, dann hast Du auch Kleingeld zum Wechseln, wenn das Bargeldverbot kommt und man wieder mit Gold- und Silbermünzen bezahlt.
Ausserdem ist Silber auch ein Industriemetall und wird im Zuge der Klimahysterie deuitlich mehr verbraucht und entsprechend wertvoller werden.
 
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Es ist an der Zeit am europäischen und weltweiten Leitzinz zu drehen aus meiner Sicht.
Viel zu spät!
Eine Erhöhung des Leitzinses würde die Wirtschaft sofort kollabieren lassen, weil sich im Wirtschaftskreislauf bereits zu viele Firmen tummeln, die nur noch wegen des niedrigen Zinses leben und die ebenso bankrotten Banken ihnen das Geld quasi hinterherwerfen müssen, um sich selbst noch eine Weile über Wasser zu halten.
Wir haben unser Pulver verschossen!
Ich denke, aus der Nummer kommen wir ohne Crash oder einer massiven Inflation nicht mehr heraus.
Hätte man wegen Corona weltweit nicht Billionen in den Markt gepumpt, wäre es schon 2020 zum Schwur gekommen.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass viele Protagonisten im linken Lager es regelrecht darauf anlegen, unsere „verschleißende und überlebte Wirtschaft“ zu ruinieren.
 

doa

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23 Aug 2001
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Viel zu spät!
Eine Erhöhung des Leitzinses würde die Wirtschaft sofort kollabieren lassen, weil sich im Wirtschaftskreislauf bereits zu viele Firmen tummeln, die nur noch wegen des niedrigen Zinses leben und die ebenso bankrotten Banken ihnen das Geld quasi hinterherwerfen müssen, um sich selbst noch eine Weile über Wasser zu halten.
Wir haben unser Pulver verschossen!
Ich denke, aus der Nummer kommen wir ohne Crash oder einer massiven Inflation nicht mehr heraus.
Hätte man wegen Corona weltweit nicht Billionen in den Markt gepumpt, wäre es schon 2020 zum Schwur gekommen.
Erschwerend kommt noch hinzu, dass viele Protagonisten im linken Lager es regelrecht darauf anlegen, unsere „verschleißende und überlebte Wirtschaft“ zu ruinieren.
Wohl die beste Möglichkeit für eine Währungsreform, (Staats-)kredite auf 0, Europa ist saniert-
nur die Lösung mit den Privatkrediten ist noch schwierig... :mad::mad:
 
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Ich denke, aus der Nummer kommen wir ohne Crash oder einer massiven Inflation nicht mehr heraus.

Massiv ist ja ein dehnbarer Begriff. Ich erwarte keine Hyperinflation von 10% und mehr, aber auch wenn wir längere Zeit eine mittlerer Inflation im Bereich deutlich über 2%, vielleicht so zwischen 4%-6%, wie zur Zeit, haben wird sich das Problem, zumindest für den Staat, recht schnell erledigen. Und genau das Szenario erwarte ich.

Eine Erhöhung des Leitzinses würde die Wirtschaft sofort kollabieren lassen, weil sich im Wirtschaftskreislauf bereits zu viele Firmen tummeln, die nur noch wegen des niedrigen Zinses leben und die ebenso bankrotten Banken ihnen das Geld quasi hinterherwerfen müssen, um sich selbst noch eine Weile über Wasser zu halten.

Nicht zu vergessen Italien, Griechenland und noch ein paar andere, höhere Zinsen werden wir so schnell nicht sehen.
 
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Man könnte beschönigend sagen, daß die Inflation in Deutschland nur bei 60% der Bevölkerung Vermögen vernichtet...

Vermögen.jpg
 
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10 Jun 2009
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Man könnte beschönigend sagen, daß die Inflation in Deutschland nur bei 60% der Bevölkerung Vermögen vernichtet...

Ich wage mal die Steile These, dass es in Deutschland kaum jemandem mit einem Vermögen unter 10.000 Dollar gibt, sicherlich aber mit einem verfügbaren Vermögen unter 10000 Dollar. Aber alleine die Ansprüche an die Sozialsysteme dürften, abgezinst, schon deutlich drüber liegen. Außer vielleicht in den Grenzfällen kurze Zeit vor dem Tod. Nur wird so etwas, wie auch Renten- und Pensionsansprüche bei der Vermögensbetrachtung häufig außen vor gelassen.

Aber klar, eine Inflation betrifft sicher nicht jeden in gleichem Maß, auch eine Geldanlage in Aktien oder andere Sachwerte schützt zumindest bei einer moderaten Inflation.

Es Trift aber durchaus auch Personen ohne großes verfügbares Vermögen. Ob die erreichbaren Gehaltssteigerungen nach Steuern wirklich dauerhaft den Kaufkraftverlust ausgleichen können darf zumindest bezweifelt werden. Bei der Steuer stellt sich zudem das Problem der kalten Progression.
 
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Die offizielle Inflation war schon immer fragwürdig, aber eine wichtige Beruhigungspille. Mit dem richtigen Warenkorb und der Ermittlung seiner Durchschnittspreise, hat der Statistiker einigen Spielraum.

Meinen Landig LU 9000 hat ein Kumpel vor ca. 3 Jahren für ca. 350€ weniger erstanden und unser jüngstes Fahrrad kostet dieses Jahr 10% mehr als letztes Jahr. Beim Diesel zahle ich nun ca. 20-25ct/L mehr als 2020.

Günstiger scheint nichts mehr zu werden. Von daher sollte man Anschaffungen nicht warten lassen. Die Inflation ist letztendlich für alle Schuldner wichtig und der Staat ist von allen der Größte von allen. Das ist übrigens klassische mediterrane Finanzpolitik. Blöd ist es nur für die Sparer, die sich dabei enteignen lassen.
 
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Die offizielle Inflation war schon immer fragwürdig, aber eine wichtige Beruhigungspille. Mit dem richtigen Warenkorb und der Ermittlung seiner Durchschnittspreise, hat der Statistiker einigen Spielraum.

Das ist zwar Richtig, der Warenkorb passt halt für viele nicht. Fairer Weise mussman aber auch sagen, dass das statistische Bundesamt deutlich detailliertere Zahle veröffentlicht, die aber in den Medien meistens nicht kommuniziert werden.
 
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