Ist Wild Bio

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Ich habe für mich festgestellt, daß ich das Zeug von den Wein-Bio-Freaks einfach besser vertrage. Soll heißen: ich kann deutlich mehr trinken ohne mich am nächsten Tag wie ein ausgewrungenes Handtuch zu fühlen. Ist das kein Grund?:)
Wein ist Lebensmittel (Silvaner = fränkisches Grundnahrungsmittel) und "lebt" von der sauberen Verarbeitung.
Sprich ob fauliges Lesegut mit vergoren wird, wie im Keller gearbeitet wird, welche Zusätze mit rein kommen.
Konventionelle Spitzenwinzer arbeiten "sauber", da hast Du am nächsten Tag auch nach drei Flaschen keinen Schädel. Trinke ich jedoch eine halbe bis eine Flasche eines "Massenweingutes", so habe ich am Folgetag Sodbrennen und Kopfschmerzen. Da spielt Bio oder nicht keine Rolle.

Fun Fact: ein großes Weingut hat einen Betriebsleiter, der im Nebenerwerb noch ein paar ha bewirtschaftet und eigenen Wein herstellt. Besser und billiger als sein Hauptarbeitgeber. Wenn er liest, dann sortieren mehr Menschen die Trauben bevor sie in den Keller wandern, als es bei dem Großbetrieb der Fall ist...
 
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Ich denke, daß man auch vortrefflich an einander vorbei reden kann, v.a. wenn man unterschiedliche Definitionen hat, was denn Bio überhaupt ist.

Ich argumentiere ja aus der Sicht des Verbrauchers. (...) Sie wollen Lebensmittel die sie nicht krank machen sondern gesund, wenn wir den geschmacklichen Aspekt mal beiseite lassen.
Es gibt nicht zwei Definitionen von Bio. Es gibt eine EU-Verordnung, die Bio ganz klar definiert. Das muss man einhalten. Die Bioverbände setzen dann noch teilweise etwas punktuell oben drauf.

Es gibt falsche Ansichten und Erwartungen zu Bio, aber nur eine einzige Definition! Du darfst nicht einfach deine ungespritzten Gartenfrüchte als Bio verkaufen, weil dir der Zettel dazu fehlt. Das ist verboten!

Der konventionellen Landwirtschaft kann man nicht anlasten, dass die Menschen zu viel Zucker fressen. Die Lebensmittel sind so gesund und sicher wie noch nie. Die paar Ausnahmen bestätigen die Regel. Die letzten vielen Todesfälle stammen wahrscheinlich aus der bioveganen Sprossenfreserecke.
 
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Die paar Ausnahmen bestätigen die Regel. Die letzten vielen Todesfälle stammen wahrscheinlich aus der bioveganen Sprossenfreserecke.

Darüber wird mittlerweile nicht mehr berichtet.

Hängt unter anderem damit zusammen, dass die mangelhafte Kenntnisse über die Zubereitung von Speisen haben. So landen dann durchaus mal ungekochte Bohnen im Salat, oder eben im Smoothie.
 
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Es gibt in Singen aus meiner Sicht einen der Top 3 Käseläden in Deutschland. Der Eigentümer hat mir mal erklärt, dass seine Lieferanten nicht nur das allerbeste Heu/Kräuter versuchen zu produzieren, sondern, daß sie sogar das getrocknete Heu nur vorsichtig rollen damit so wenig wie möglich bricht. Warum? Weil das aus Erfahrung die Ziegenmilch und den daraus resultierenden Käse verbessert.
Vielleicht schmeckst Du es nicht, oder der Unterschied ist Dir den Preis nicht wert, aber Du könntest ja trotzdem würdigen, daß es eben nicht egal ist.
Das würde ich absolut unterschreiben! Das Wort Bio kommt in deinem Text übrigens gar nicht vor.
 

die

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Es gibt nicht zwei Definitionen von Bio. ....
Eben doch, sonst würde ja weniger Konfusion entstehen. Nämlich die offizielle, also Deine. Und die des Verbrauchers, also meine.

Nun müssen die sich zwangsläufig unterscheiden, da der Kunde und Laie, also ich, eine fixe Vorstellung davon hat was Bio zu sein hat und sich damit im Zweifel nicht beschäftigen will inwiefern die Behörden diesen Wunsch mehr oder weniger unvollkommen in rechtlichen Text gegossen haben.

Da ich aber der Kunde bin, kaufe ich völlig subjektiv das was ich als Bio empfinde.
 

die

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20 Jan 2017
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....Konventionelle Spitzenwinzer arbeiten "sauber", da hast Du am nächsten Tag auch nach drei Flaschen keinen Schädel.
Ich schon:whistle:... und bei den Weinen der Freaks halt noch weniger.
Trinke ich jedoch eine halbe bis eine Flasche eines "Massenweingutes", so habe ich am Folgetag Sodbrennen und Kopfschmerzen. Da spielt Bio oder nicht keine Rolle.....
Bei dieser Art von Gütern gibt es auch recht große Unterschiede. Man kann auch in einer Massenproduktion gut oder weniger gut arbeiten.
 
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Mal einige Fakten zur Tiergesundheit in Bio-Betrieben, zwar nicht mehr taufrisch, sie spiegeln jedoch immer noch die Verhältnisse wieder, und das nicht nur in Deutschland!
Zu den Verhältnissen eines hohen Anteils einiger Biobetriebe könnte ich persönlich aus erster Hand auch einige nette Fakten beitragen!








Die Original - Quellen sind mmer mit angeführt und die Situation hat sich nicht signifikant verbessert!

Es geht bei den angeführten Veröffentlichungen auch nicht um Öko-Bashing, es sind einfach sachlich zusammengeführte Daten.
Und btw :
es gibt natürlich auch Bio-Betrieb, welche ihre Tierproduktion vernünftig führen und "Schwarze Schafe" gibt es auf beiden Seiten der Medaille, aber im Schnitt gibt es im Biobereich in den meisten Aspekten der Tiergesundheit deutlich schlechtere Kennzahlen als bei den konventionellen Betrieben.
Merke: Bio hat nicht atomatisch etwas mit besserer Tierhaltung zu tun,
das ist eine Mär!!
 
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Ja, das mit den Bio-Schweinen, da gab's mal was im Fernsehen, eine Landwirtsfamilie die nach ein paar Jahren das "Experiment" beendet hat, weil die Tiere staendig krank waren.
Das andere Extrem, also die echte "Fabrikhaltung" ist aber auch nicht tiergerecht.
Hier in Daenemark sieht man an etlichen Orten freilaufende Schweine, was mich immer regelmaessig entzueckt, weil ich Schweine so mag (also nicht nur Schweinefleisch *). Herdenschutzhunde sieht man auch gelegentlich dabei. Die Daenen lieben Schweinefleisch, wir unken immer rum eines der liebsten Gerichte hier sei Speck im Speckmantel.


(* Das liegt an meinem Vater: Er ist in Ostlutter bei Lutter am Barenberge aufgewachsen, und es wurden ein paar Schweine gehalten. Mein Vater hat den Sauen immer mit dem groben Besen den Ruecken geschrubbt, was diese mit wohligem Grunzen quittierten. Er hat die Schweine wirklich geliebt, aber natuerlich trotzdem das Blut geruehrt, bei der Hausschlachtung.. Hat mich wohl gepraegt).
 

z/7

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Ich könnt mir vorstrllen, daß gerade körperliche Verschleißerscheinungen was mit der Rasse zu tun haben. Nicht jede Rasse dürfte sich für Freilandhaltung eignen.
 
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Ja, das mit den Bio-Schweinen, da gab's mal was im Fernsehen, eine Landwirtsfamilie die nach ein paar Jahren das "Experiment" beendet hat, weil die Tiere staendig krank waren.
Das andere Extrem, also die echte "Fabrikhaltung" ist aber auch nicht tiergerecht.
Hier in Daenemark sieht man an etlichen Orten freilaufende Schweine, was mich immer regelmaessig entzueckt, weil ich Schweine so mag (also nicht nur Schweinefleisch *). Herdenschutzhunde sieht man auch gelegentlich dabei. Die Daenen lieben Schweinefleisch, wir unken immer rum eines der liebsten Gerichte hier sei Speck im Speckmantel.


(* Das liegt an meinem Vater: Er ist in Ostlutter bei Lutter am Barenberge aufgewachsen, und es wurden ein paar Schweine gehalten. Mein Vater hat den Sauen immer mit dem groben Besen den Ruecken geschrubbt, was diese mit wohligem Grunzen quittierten. Er hat die Schweine wirklich geliebt, aber natuerlich trotzdem das Blut geruehrt, bei der Hausschlachtung.. Hat mich wohl gepraegt).

Dänemark ist was Schweinehaltung angeht derzeit Vorreiter in vielen Projekten was artgerechte Haltung angeht. Dazu zählen auch die von Dir genannten Freilaufenden.

Ja, Schweine sind richtig dankbar für Zuneigung von ihren Haltern. Leider bei dem Durchlauf, baut sich da nicht wirklich eine gute Bindung auf - je nach dem in welchem Bereich Du arbeitest (Ferkelaufzucht, Mast, oder Sauenhaltung) laufen die Tiere viel zu schnell durch den Betrieb.
 
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Ich könnt mir vorstrllen, daß gerade körperliche Verschleißerscheinungen was mit der Rasse zu tun haben. Nicht jede Rasse dürfte sich für Freilandhaltung eignen.

Stimmt - das ist fakt! Deutsche Landrasse ist in der Hinsicht anfälliger als Sattelschwein oder Duroc. Und Duroc ist wiederum Anfälliger als Rotbunte Husumer.
 
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Mal einige Fakten zur Tiergesundheit in Bio-Betrieben, zwar nicht mehr taufrisch, sie spiegeln jedoch immer noch die Verhältnisse wieder, und das nicht nur in Deutschland!
Zu den Verhältnissen eines hohen Anteils einiger Biobetriebe könnte ich persönlich aus erster Hand auch einige nette Fakten beitragen!








Die Original - Quellen sind mmer mit angeführt und die Situation hat sich nicht signifikant verbessert!

Es geht bei den angeführten Veröffentlichungen auch nicht um Öko-Bashing, es sind einfach sachlich zusammengeführte Daten.
Und btw :
es gibt natürlich auch Bio-Betrieb, welche ihre Tierproduktion vernünftig führen und "Schwarze Schafe" gibt es auf beiden Seiten der Medaille, aber im Schnitt gibt es im Biobereich in den meisten Aspekten der Tiergesundheit deutlich schlechtere Kennzahlen als bei den konventionellen Betrieben.
Merke: Bio hat nicht atomatisch etwas mit besserer Tierhaltung zu tun,
das ist eine Mär!!


Wahnsinnsartikel. Man hält die Tiere ohne prophylaktische Medikamentengabe und sie bilden mehr Parasiten und Krankheiten aus.
Am besten ist der Artikel mit den Gelenkkrankheiten. Bitte haltet die Schweine weiterhin auf 0,75m², die Bewegung könnte zu Gelenkkrankheiten führen.

Ich bedauere unser Wild das sich Parasiten und Krankheiten einfangen kann, weil niemand es mit Medikamenten prophylaktisch behandelt oder es in der Bewegung beschränkt.
Dabei ist es bestimmt erwiesen das Gatterwild deutlich weniger in Verkehrsunfälle verwickelt ist.
Und wer Kinder ins Kinderzimmer sperrt, riskiert auch deutlich weniger Verletzungen als mit ihnen auf den Spielplatz zu gehen.

Zum Glück ist der Spuk in naher Zukunft vorbei.
 
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