Ist Wild Bio

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Jo...

für die ganz Bio-Betuchten haben wir dann in der Zukunft das hier.

https://www.dlg-mitteilungen.de/mediathek/podcast

Es geht um Laborfleisch, die Produktion ist mittlerweile serienreif zu herzustellen. Noch kostet die Herstellung viel, aber da steckt schon durchaus ein gewisser "Produktionszwang" mittlerweile hinter.

Macht Euch aber keine Falschen Hoffnungen, das ist dann gleichzeitig auch das Ende der Jagd - ohne Wenn und Aber.

Der Artikel in der aktuellen DLG-Mitteilungen zeigt da durchaus schon konsequente Ansätze.

Die AHO im übrigen ist das Verbandsblatt der Tiergesundheitsbranche, es wird unter anderem von Tierärzten, interessierten Landwirten und Produzenten von Tiermedizin gelesen. Es ist eine internationale Redaktion. Daher sind manche Artikel, weil Übersetzt aus dem Englischen, umständlich zu lesen.
 
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Es gibt nicht zwei Definitionen von Bio. Es gibt eine EU-Verordnung, die Bio ganz klar definiert. Das muss man einhalten. Die Bioverbände setzen dann noch teilweise etwas punktuell oben drauf.

Es gibt falsche Ansichten und Erwartungen zu Bio, aber nur eine einzige Definition! Du darfst nicht einfach deine ungespritzten Gartenfrüchte als Bio verkaufen, weil dir der Zettel dazu fehlt. Das ist verboten!

Der konventionellen Landwirtschaft kann man nicht anlasten, dass die Menschen zu viel Zucker fressen. Die Lebensmittel sind so gesund und sicher wie noch nie. Die paar Ausnahmen bestätigen die Regel. Die letzten vielen Todesfälle stammen wahrscheinlich aus der bioveganen Sprossenfreserecke.
Du wirfst da einiges durcheinander.

Die Bio-Verordnung hat nichts mit Geschmack zu tun, und auf den kommt es an. Muss man aber von Kindesbeinen an gelernt haben. Die Ü-40 müssen weiter Tiefkühlfertigpizza und Fischstäbchen von Käpt‘n Iglu essen und an Krebs sterben.

Den Zucker haben die US-amerikanischen maiserzeugenden Industriellen auf den Markt und ins Essen geworfen, weil sie nicht mehr wussten, wohin mit dem ganzen Mais, den sie aus kriegsbedingten Notwendigkeiten in Massen angebaut hatten. Da sind unsere Landwirte eher wenig schuldig. Unsere Zuckerindustrie dagegen ist mehr schuldig, weil sie den „Geschmack“ 3-er Generationen verdorben hat.

Gruß,

Mbogo
 
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Mal eine kleine Anekdote aus dem vorletzten Jahr.

Im August 2019 hatte ich 14 Tage besuch von einem Verwandten von über den großen Teich, Chris mein Cousin xten Grades kam zu besuch nach Good Old Germany, der Stammheimat seiner Vorväter. Chris ist, wie viele Lüders ein Landwirt, in seinem Falle ein Schweinemäster aus Iowa, seine Großmutter sprach noch Deutsch und er erinnert sich daran wie sie ihm als Kind oft Märchen der Gebrüder Grimm vorgelesen hatte. Sein Bruder Marcus oder kurz Marc, ist Sheriff in Polk County.

So hatte ich nun 14 Tage einen Verwandten um dem ich mich kümmern musste. Zum Glück ist er Landwirt, so hatten wir zumindest keine Probleme mit dem Aufstehen. Da ich zu dem Zeitpunkt bereits auf einen Zeitplan von 4 Uhr Weckzeit umgestellt war.

Am ersten Tag war natürlich Einkaufen auf dem Plan, ich fragte ihn nach Dingen die er "gerne" isst - und war natürlich nicht überrascht als er "Breakfast - Pancakes, Bacon and Eggs" sagte.
Ich lächelte, weil ich weder ein Freund pappsiger US-Amerikanischer Pancakes bin noch sonderlich erfreut über den Schmalzüberschuß am frühen Morgen. Also besorgte ich was typisch deutsches, die Rolls (Brötchen) kannte er wohl von seiner Großmutter, nicht aber die verschiedenen Sorten (Mohn, Sesam, Sonnenblumen, und Mischung von allendem mit Chia)... Und genausowenig war er vorbereitet auf zwei typisch deutsche Spezialitäten Mett und Sauerrahmaufstrich mit Petersilie und Schnittlauch. Ans Mett wollte er erst gar nicht ran gehen, ich musste ihn mit Engelszungen erklären was es damit auf sich hat - und das es in Deutschland unbedenklich ist.

Er wurde allerdings daraufhin neugierig auf Deutsche Supermärkte und was es hier zu kaufen gibt - so ging dann der ganze Dienstag dafür drauf jeden einzelnen Supermarkt zwischen Cuxhaven und Hamburg nach irgendwelchen Dingen zu durchsuchen die er noch nicht kannte. Er war neugierig geworden, die Preise haben ihn dann aber letztendlich beleidigt. Auch wenn in den USA viele Lebensmittel sehr billig sind, so haben diese dann auch meistens die unterste Qualität. Gute Qualitäten an Lebensmitteln sind in den USA teilweise unerschwinglich teuer, zumindest für Leute die ihren Lebensunterhalt mit Arbeit bestreiten müssen.

Dann kamen wir auch auf das Thema Bio bzw. Organic zu sprechen. Also über die Mechanismen der Lizensierung und das Trust-Siegel in den Staaten. Die Systeme sind da sehr unterschiedlich, in den Staaten bekommst Du das Trust-Siegel nur dann wenn Du Organic produce nur innerhalb Deines Bundesstaates anbietest, und das 10 Jahre lang. Sobald Du Agrarprodukte über die Grenze des Bundestaates verkaufst verlierst Du das Siegel. Damit soll die "Lokal"-Komponente des Bio-Siegels gewährleistet werden. Es gibt dort ähnlich wie hier verschiedene Organic-Verbände, mit unterschiedlichen Anforderungen, diese sind aber anders als hier in Agrarprodukte unterteilt und damit hochspezialisiert.

Es gibt in den USA sehr viele Coupons für allen möglichen Kram ausgenommen davon sind aber einige Agrarprodukte und Organic-Produce dürfen gar nicht rabattiert werden. Dadurch sind dort hochwertige Lebensmittel verhältnismäßig teuer. Convenience und anderer Krempel werden durch Werbung und Subventionen so günstig gehalten, dass viele Leute eher auf die billigen Produkte umsteigen - statt sich selber mit guten Lebensmitteln zu beschäftigen.

Am Ende des Abends stellte er nach der Ankunft am nächsten Morgen um 3.00 konsterniert fest. "Germans are fucking mad selling good food as cheap as crap."

Chris und ich stehen noch immer in Kontakt, er sagte mir als ich ihm von diesem Thread berichtete... "Schreib deinen Jägern mal, dass die sich in ihrem Paradies noch freuen können - in anderen Ländern wachsen keinem die Tauben ins Maul."
 
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Wahnsinnsartikel. Man hält die Tiere ohne prophylaktische Medikamentengabe und sie bilden mehr Parasiten und Krankheiten aus.
Am besten ist der Artikel mit den Gelenkkrankheiten. Bitte haltet die Schweine weiterhin auf 0,75m², die Bewegung könnte zu Gelenkkrankheiten führen.

Ich bedauere unser Wild das sich Parasiten und Krankheiten einfangen kann, weil niemand es mit Medikamenten prophylaktisch behandelt oder es in der Bewegung beschränkt.
Dabei ist es bestimmt erwiesen das Gatterwild deutlich weniger in Verkehrsunfälle verwickelt ist.
Und wer Kinder ins Kinderzimmer sperrt, riskiert auch deutlich weniger Verletzungen als mit ihnen auf den Spielplatz zu gehen.

Zum Glück ist der Spuk in naher Zukunft vorbei.
Wie so oft vergleichen primär emotional angetriebene Menschen Äpfel und Birnen und entwickeln daraus irreale Vorstellungen und Forderungen .
Der Vergleich von Nutztierhaltung zum Wildtier ist geradezu absurd und zeugt in erster Linie von mangelnden Basiswissen und Differenzierungsfähigkeit, was du hier nicht zum ersten Mal dokumentiert!
Ich würde bei dir sogar einen Schritt weiter gehen:
wer den Unterschied zwischen Nutztierhaltung, Gatterwild und Wild nicht erkennen kann oder will, muss im Tunnel der Eindimensionalität schon sehr weit gekommen sein.
Wenn du die Ergebnisse einiger dieser Studien auch nur annähernd bewerten könntest, wozu du offensichtlich nicht in der Lage bist, dann wüsstest du, das viele Aspekte den Bereich einer Straftat im Rahmen des Tierschutzgesetzes erreichen!
Dein letzter Satz ist geradezu ein Paradebeispiel für deinen schmalen Horizont und gnadenlose Ignoranz, was das Thema Tierhaltung betrifft.
Natürlich ist die moderne LW einem permanentem Wechsel und Änderungen unterworfen, aber einen kompletten Paradigmen - Wechsel werden wir wohl "in naher Zukunft" nicht erleben.
Uns zum Schluss zitiere in mich noch mal selber aus einem anderen Thread:
"Also ich diskutiere über dieses oder auch ähnlich gelagerte Themen aus dem Bereich Landwirtschaft i. d. R. nicht mehr mit Menschen, deren Argumentationsketten in allererster Linie auf emotionale Ausbrüche/Auswüchse basieren!"
Genau in diesem Sinne bist auch du kein ernstzuehmender Diskussionsteilnehmer für mich;
das darfst du dann gerne auch als arrogant bezeichnen, kein Problem!
 
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Wie so oft vergleichen primär emotional angetriebene Menschen Äpfel und Birnen und entwickeln daraus irreale Vorstellungen und Forderungen .

So irreale wie Auslauf für Nutztiere, Verbot von Kastration ohne Betäubung oder Reglementierung von Antibiotikagaben ?

Der Vergleich von Nutztierhaltung zum Wildtier ist geradezu absurd

Viele Folgen "Deiner" Studien treffen aufgrund der Lebensweise auf Wildtiere zu.
Absurd ist da was ganz anderes.


Wenn du die Ergebnisse einiger dieser Studien auch nur annähernd bewerten könntest, wozu du offensichtlich nicht in der Lage bist, dann wüsstest du, das viele Aspekte den Bereich einer Straftat im Rahmen des Tierschutzgesetzes erreichen!

Zum Beispiel Gelenkerkrankungen durch Bewegung ?
Mehr Parasiten durch Freilandhaltung ?
Oder durch solche Sätze:
"Zudem werden Ferkel in Freilandhaltung häufig Opfer von Raubvögeln und Füchsen." ?



Genau in diesem Sinne bist auch du kein ernstzuehmender Diskussionsteilnehmer für mich;
das darfst du dann gerne auch als arrogant bezeichnen, kein Problem!

Du bist nicht arrogant. Du hast nur "Deine" eigenen "Studien" nicht gelesen.
Sonst wären Dir solche Peinlichkeiten nicht unterlaufen.
 
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Die "Peinlichkeiten" reiche ich mit Hochachtung zurück, danke dafür!
Für dich :
Alles nochmal konzentiert lesen und den Inhalt auch verstehen und erkennen wollen;
und damit du nicht immer als nur emotionaler, lauter und meinungsstarker, aber leider ahnungsloser Protagonist bei derartigen Themen hier herum polterst, empfehle ich dir vorher noch etwas etwas Literatur!

-Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung

- Antibiotikamonitoring (zumindest den Leitfaden) der verschieden Nutztierarten

-aktuelle Abgabenmengen von AB und deren Entwicklung der letzten 10 Jahre in der Nutztierhaltung

Solltest dies dich das alles überfordern, und ich weiss ja nicht wann du persönlich das letzte Mal in deinem Leben einen tierhaltenden Betrieb ausserhalb des Ab Hof/Verkaufsladen mal besucht hast; egal ob Öko oder Konventionell, solltest du vielleicht einen Großtierpraktiker, landwirtschaftlichen Berater oder Stallbauplaner mal ein paar Tage begleiten, um auch Zugang zu den Tierhaltungen und den aktuellen Haltungs-Formen zu bekommen, und da wirst mit Sicherheit auch Betriebe beider Produktionsrichtungen begutachten.
Derartige persönliche Erfahrungen machen auch für vollkommene Laien wie dich absolut Sinn!
So das war jetzt vorerst meine letzte Laiennachhilfe für dich; viel Spass auf der Suche nach realistischen Impressionen aus der landwirtschaftlichen TIerhaltung!
 
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Die "Peinlichkeiten" reiche ich mit Hochachtung zurück, danke dafür!
Für dich :
Alles nochmal konzentiert lesen und den Inhalt auch verstehen und erkennen wollen;
und damit du nicht immer als nur emotionaler, lauter und meinungsstarker, aber leider ahnungsloser Protagonist bei derartigen Themen hier herum polterst, empfehle ich dir vorher noch etwas etwas Literatur!

-Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung

- Antibiotikamonitoring (zumindest den Leitfaden) der verschieden Nutztierarten

-aktuelle Abgabenmengen von AB und deren Entwicklung der letzten 10 Jahre in der Nutztierhaltung

Solltest dies dich das alles überfordern, und ich weiss ja nicht wann du persönlich das letzte Mal in deinem Leben einen tierhaltenden Betrieb ausserhalb des Ab Hof/Verkaufsladen mal besucht hast; egal ob Öko oder Konventionell, solltest du vielleicht einen Großtierpraktiker, landwirtschaftlichen Berater oder Stallbauplaner mal ein paar Tage begleiten, um auch Zugang zu den Tierhaltungen und den aktuellen Haltungs-Formen zu bekommen, und da wirst mit Sicherheit auch Betriebe beider Produktionsrichtungen begutachten.
Derartige persönliche Erfahrungen machen auch für vollkommene Laien wie dich absolut Sinn!
So das war jetzt vorerst meine letzte Laiennachhilfe für dich; viel Spass auf der Suche nach realistischen Impressionen aus der landwirtschaftlichen TIerhaltung!

Lass Dir von einem Laien sagen, das die Würfel in der Landwirtschaft längst gefallen sind. Was Nutzviehhaltung betrifft erst recht.
Da kann sich ein "Profi" wie Du wenden wie er will, die eh schon schlechten Argumente laufen ins L.eere.
 
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Lass Dir von einem Laien sagen, das die Würfel in der Landwirtschaft längst gefallen sind. Was Nutzviehhaltung betrifft erst recht.
Da kann sich ein "Profi" wie Du wenden wie er will, die eh schon schlechten Argumente laufen ins L.eere.
Dein Wort in Gottes Ohr, Nathan!
Irgendwie habe ich geahnt, das null Interesse an Fortbidung über ein Thema besitzt; eingefahrene Meinung und fertig.
Das mit den "Würfeln...Gefllen" höre ich mir schon seit Jahren von einigen Protagonisten auf höchster Ebene in einigen Bundesländern an, Landwirtschaft hat einen langen Atem!
 
Zuletzt bearbeitet:

die

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Landwirtschaft hat einen langen Atem!
Schon möglich, aber vermutlich nicht im freien Markt.
Was mir bei den ganzen Diskussionen zur Landwirtschaft als Verbaucher und Industrieteilnehmer auffällt, ist das die Worte Kunde und Kundenzufriedenheit quasi nie benutzt werden. Es geht hier gefühlt immer nur um Verordnungen, die Politik, etc.
Woran liegt das? An der Subventionsorientierung? Die Politik als eigentlicher Kunde?
 
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