Ist Wild Bio

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Danke z/7. das verstehe ich. Würde aber dann eher ein Argument gegen eine komplette Substitution sein. Also kann einzelne Kraftwerke ersetzen aber nicht vollständig da Grundlast abgesichert werden muss. Richtig?
Windenergie ist - richtig eingesetzt - eine Ergänzung. Aber bitte dort, wo kein Flatterstrom erzeugt wird.
 
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Interessant. Also keine Argumente sondern pauschale Verunglimpfung. Sag viel über deinen Charakter und deine Einstellung zu einem sachlichen Diskurs.
Schade die Frage war erst gemeint. Im Gegensatz zu dir interessiert mich die Meinung Andersdenkender um meine Sicht auch mal kritisch zu reflektieren. Aber jeder wie er meint.
Einer zwölfjährigen Klimaschwänzerin würde ich das erklären, aber doch keinem erwachsenen Mann im Jagdforum.
 
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Dabei ist die Antwort einfach. Sie ist nicht grundlastfähig.

In Verbindung mit Speichertechnik kann sie das sein.

Daneben:
Netzstabilität
Windschatten in Windparks (Wirkungsgrad)
Austrockung der Böden
Verwirbelung von Wasserdampf in die Atmosphäre
Bodenversiegelung
Landschaftsfraß

Gravierende Nachteile findet man bei allen "Energieerzeugungsformen."
Man erwähnt sie nur nicht im Vergleich.



Einer zwölfjährigen Klimaschwänzerin würde ich das erklären, aber doch keinem erwachsenen Mann im Jagdforum.

Pures Geschwätz.
 
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17 Feb 2016
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Lieber Wildacker.

zum Glück gibts hier noch andere die die Antwort auf erst gemeinte Fragen nicht vom Alter und Geschlecht abhängig machen. Kann für dich nur hoffen dass wenn du ein Forum mal für Fragen nutzt Dir nicht nur deinesgleichen als Ratgeber zur Verfügung stehen.
Habe die Ehre
Christian
 
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So, damit werde ich mich auch noch einmal zurückmelden.

Es wurden unter anderem die von mir eingestellten Links kritisiert.

Die betreffenden Personen (also die Ersteller dieser Artikel sowie deren Interviewpartner) haben eine grundsolide Ausbildung in einer Universität oder einer Landwirtschaftlichen Fachoberschule genossen.

In der heutigen Zeit ist es leicht wissenschaftlich arbeitende Menschen zu diskreditieren, weil Dogmen mit Emotionen, aber eben nicht mit Fachkompetenz aufgeladen sind. Dementsprechend befinden wir uns jetzt bereits in dem Bereich einer echten Idiokratie.

Ich selber habe ein Jahr Fachpraxis im Bereich Bio hinter mir, ich habe viele Freunde die als Landwirte Bio betreiben, manche davon aus betrieblicher Notwendigkeit, in der Hoffnung das irgendwann mal wieder eine "normalisierte" Menschheit dieses Land bevölkert in dem ehrliche Arbeit wieder mehr zählt als dummes Gewäsch von Hinz und Kunz. Nur wenige als echte Idealisten - Demeter ist halt auch nicht für jeden geeignet, wenn Du Dich nicht mit den Zielen der Anthroposophie und dem holistischen Weltbild inklusive Hokuspokus identifizieren kannst, dann ist Demeter der Falsche Verband für Dich. Aber auch bei Bio-Land, Neuland und Naturland gibt es Ideologen, wobei Neuland und Naturland noch die realistischsten und Bio-Land oft die pragmatischsten Landwirte hat.

Das kann man aber so auch nicht über den Kamm scheren genauso wie die Aussage das konventionell nur schlecht ist. Was bedeutet denn Konventionell?

Ich hatte schon etliche Themen gelistet, in denen Bio halt schlechter abschneidet als konventionell. Düngung des Boden (auch von anderen angeführt), die oftmals höhere Belastung mit Pilzgiften, die schlechteren Erträge, Bodenverdichtung, die höheren Kosten bei der Produktion (Investition, Erhalt, Akh und Lohner) und halt der Schindluder durch sogenannte Eigenbio-Marken von Aldi und Co sind dabei nur die Spitze des Eisberges.

Es gibt da ein sehr gutes Beispiel das Top-Aktuell ist.


Dazu muss man folgendes wissen. Staaten wie Ägypten, Marokko und Algerien (die Kartoffeln herstellen und im europäischen Markt absetzen) produzieren zwar Kartoffeln aber oft werden dort Bio-Zertifikate erst nach Ernte eingekauft (Zwischenhändler). Die Umverpackung findet in der EU-Statt. Bio Siegel anhängend.

Das LAVES hat in diesem Jahr bei Bio-Kartoffeln aus Ägypten und Marokko Metalaxyl (Fungizid) nachgewiesen, außerdem enthielten die Ägyptischen Bio-Kartoffeln zur Verhinderung der Keimung Chlorpropham und die marokkanischen Propamocarb aus dem gleichen Grund. Alle drei Stoffe sind Ausschlusskriterien für EU-Bio. Trotzdem haben die Kartoffeln ein Bio-Siegel.

Hintergrund ist der, das Drittstaaten wie z. B. Indien, China, die Türkei oder eben Ägypten etc. Sondergesetze und Regeln haben, welche im Rahmen der Globalisierung für eine "Chancengleichheit" sorgen sollen - daraus folgen dann auch längere Übergangsfristen für bestimmte Pflanzenschutzmittel.

Sehr zum Leidwesen der europäischen und deutschen Bio-Bauern.

In dieser Thematik sind Begriffe wie Tierwohl und Tierschutz explizit ausgeklammert - weil wenn man dann einen Vergleich selbst auf europäischer Ebene anstellt - dann wird einem sehr schnell bewusst, das die Bevölkerung hier in Deutschland sehr ahnungslos ist, wie im Ausland mit Tieren umgegangen wird.

Für mich ist eine nachhaltige Landwirtschaft wichtiger, als irgendein ideologischer Kampfbegriff wie Bio, oder eben Öko - beides sind zudem noch Phrasen, die in etwa so nichtssagend und geschmacklos sind wie eine Hand voll gebleichter Kartoffelstärke.

Vor elf Jahren habe ich den folgenden Artikel aus einer US-Amerikanischen Fachzeitschrift übersetzt und dieser ist auch zu einem Teil die Grundlage meiner Argumentation.
 

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  • Die Charts der Mythen über Nachhaltigkeit.pdf
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Einer zwölfjährigen Klimaschwänzerin würde ich das erklären, aber doch keinem erwachsenen Mann im Jagdforum.

Doch gerade dann sollte man das erklären, wir leben zwar alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht den gleichen Horizont. Und das ist keineswegs negativ oder abschätzig gemeint. Jemand der 50 Jahre lang nicht aus seinem Dorf heraus gekommen ist, wird auch Probleme haben sich in der Stadt zurechtzufinden. Jemand der seit seiner Geburt in einer sterilen Umgebung in der Stadt lebt, wird auch vieles nicht verstehen was auf dem Land gemacht wird.

In der heutigen Zeit ist es mitunter notwendig auch erwachsenen Menschen zu erklären warum man was als Landwirt leistet - oder halt eben nicht, weil die meisten überhaupt nicht die Produktionsketten nachvollziehen können (weder in der Ur-Produktion, noch in der Veredelung) - teilweise nicht einmal in den Berufen die direkt mit der Veredelung befasst sind.

Nur ich frage mich ernsthaft wie man das bewerkstelligen soll, wenn es schon am Grundverständnis fehlt?

Mein heute abgereister Besuch und ich sind eine Generation, er ist als Landwirt in den Außenbezirken des Ruhrpotts groß geworden. Bei mir wurde die Landwirtschaft zwei Generationen kriegsbedingt übersprungen. Wir haben aber beide einen relativ vergleichbaren Erfahrungsschatz, das ist bei jüngeren Generationen nicht mehr so unbedingt gegeben. Bedauerlich, aber das kann man nun nicht ändern - man kann höchsten versuchen, dem anderen Verständnis entgegen zu bringen. Aber auch das hat Grenzen, wenn zum Beispiel nicht ordentlich "zugehört" im Sinne von nur Querlesen und dann mit dem gleichen dogmatischem Sermon weiterfrickeln betrieben wird.
 
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Also als Jäger bist du doch ab und zu draußen unterwegs und siehst doch auch Zusammenhänge.

Wenn kein Wind weht, hat man keinen Strom. Wie soll das in einem Industrieland funktionieren?

Dann kommt vom Rand das Wort "Speichertechnik" in den Raum geworfen. Ja toll. Gibt's jetzt langsam und ist nur wirtschaftlich, weil wir eh schon die höchsten Strompreise der Welt haben - dank EEG. Und die ersten Windparks werden schon wieder abgebaut. D.h. sie liefen 30 Jahre. Geil, wir bauen erst Windräder und Solarparks und denken dann 30 Jahre darüber nach, was man mit dem Strom macht. So ähnlich baut man ja auch Flughäfen.
 
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Also als Jäger bist du doch ab und zu draußen unterwegs und siehst doch auch Zusammenhänge.

Wenn kein Wind weht, hat man keinen Strom. Wie soll das in einem Industrieland funktionieren?

Dann kommt vom Rand das Wort "Speichertechnik" in den Raum geworfen. Ja toll. Gibt's jetzt langsam und ist nur wirtschaftlich, weil wir eh schon die höchsten Strompreise der Welt haben - dank EEG. Und die ersten Windparks werden schon wieder abgebaut. D.h. sie liefen 30 Jahre. Geil, wir bauen erst Windräder und Solarparks und denken dann 30 Jahre darüber nach, was man mit dem Strom macht. So ähnlich baut man ja auch Flughäfen.

Erntest Du eigentlich richtig dicke Kartoffeln ?
 
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Antworte ihm doch auf der Sache Ebene

Man kann nur auf der Sachebene argumentieren wenn man davon Ahnung hat - bei manchem Protagonisten kann man das einfach nicht voraussetzen.

Der Spruch "Die dümmsten Bauern, ernten die dicksten Kartoffeln." mag früher einmal wahr gewesen sein, weil früher viele Dinge machbar und möglich waren welche die heutige Gesetzeslage nicht mehr hergibt - und das seit ungefähr 50 Jahren.

Daher ist dieser Spruch als eine reine Provokation zu sehen, welche wie üblich aus dem gleichen Dunstkreis von Spaltern und Dummschwätzern kommt.

Würde da mal wirklich ein fachlich und sachlich kompetenter Einwand kommen, dann kann man sich daran ja einmal abarbeiten - aber so ist das einfach nur lästig und im Zweifel führt das genau zu dem was ich schon einmal in einem anderen Thread angedeutet habe. Mistrauen gegen Jäger aus dem nicht dörflichen oder betrieblichen Umfeld.

Die Leute schießen sich über kurz oder lang in den eigenen Fuß, soll uns egal sein die Klarnamen sind leichter zu ermitteln als mancher denken mag. Das hängt mit der Phraseologie zusammen die hier jeder im Kontext verwendet.
 
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