Jadgschloß Kladska

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#1
Hallo Freunde!

Ich fahre am Wochenende mit ein paar Jungs nach Kladska (Tschechien). War da schon mal jemand von Euch? Springe ziemlich spontan ein bei der Tour und war auch noch nie im Ausland. Dokumente hab ich alle, mich interessiert eher, was für kosten auf einen zukommen. Die Preisliste im Netz ist irgendwie missverständlich. Abschüsse sind mir relativ klar, auch wenn ich 0 Ahnung habe was CIC Punkte angeht. Da wird einem aber sehr gut geholfen sagte man mir.

Vielleicht hat der ein oder andere dort Erfahrungen gesammelt.

Danke!
 
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#2
Was sagen denn die Leute mit denen Du hinfährst so? Die werden sich doch hoffentlich schlau gemacht haben oder nicht?
 
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#3
Die waren alle schon ein paar mal dort, empfehlen das Ganze als sehr preiwerte Geschichte. Aber ich muss sowas immer von mehr als einer Seite hören... :)
 
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#5
ich war vor ein paar Jahren dort. Habe einen Sikaspiesser erlegt für EUR 70, einen Sika-Sechser ca EUR 350. Mir ging es nur ums Wildbret.
Schöne Reviere, Kladska selbst liegt traumhaft an einem See. Jagdführer sind unterschiedlich und fordern einen gern auf , auf alles mögliche zu schiessen. Bei mir kam z.B. Schwarzwild und auch ein starker Rothirsch - habe dankend abgelehnt, da ich nur Sika wollte.
Es kommt halt drauf an, was man möchte und was man anlegen will.
Aber grundsätzlich war es ein schöber Jagdausflug, ich würde es empfehlen.
 
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#6
Hallo Freunde!
Ich fahre am Wochenende mit ein paar Jungs nach Kladska (Tschechien).
Vielleicht hat der ein oder andere dort Erfahrungen gesammelt.
Danke!
Wie es Dir ergangen? Hab den Faden zu spät entdeckt. Die Kladzka kenn ich natürlich, aber nicht den Jagdbetrieb. Beim Essen bin ich einmal fürchterlich reingefallen. War einige Jahre auf der Nordseite des Kaiserwaldes "unterwegs".
Das Punktesystem ist auch für mich noch gewöhnungsbedürftig. Die Grundaussage ist etwa so:
Alle symethrischen Trophäen kosten Geld, die geben Punkte. Für Abnorme gibt es gewaltige Abzüge. Interessante Trophäen sind somit preisgünstiger, ich würde mal sagen unser Ib, IIb, IIIb. Wer halt einen a schießen will, muss zahlen. Es gibt in dem Sinn keine Güteklassen, sondern nur Altersklassen.
 
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#7
Wieso benutzt ihr nicht den deutschen Namen: Glatzen (Ortsteil von Marienbad) ?
 
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#9
Wieso benutzt ihr nicht den deutschen Namen: Glatzen (Ortsteil von Marienbad) ?
Ganz einfach:
Spreche ich mit Tschechen verwende ich die tschechischen Namen. Macht sich gut, glaub mir.
Vor ein paar Tagen war ich dort. Habe ein durchaus freundschaftliches Verhältnis mit einigen tschechischen Waidkameraden. Bei uns schüttete es aus Kübeln. Drüben kam die Sonne raus. Ich fragte den Freund auf tschechisch: Woher kommt das? Bei uns daheim Regen, hier Sonne?" Er antwortete mit Schulterklopfen und Lachen: "Vielleicht laufen da noch einige Kinder vom A. herum!"

Es ist in CZ so wie in Ostdeutschland nach der Wende: Neben Sypathie gab es immer auch Ablehnung gegen Wessi horibilis.

Spreche ich mit deutschstämmigen Tschechen - sprich die nicht vertrieben wurden und unseren Dialekt lupenrein sprechen - dann nehmen wir beide die deutschen Namen.

Nachdem aber hier doch einige Foristi dann im Internet etwas suchen, finden sie unter den deutschen Namen vielleicht nur die Hälfte.
 
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#10
Gibt der Jagdführer denn eine Einschätzung über den Preis vor dem Schuss? Ich hätte da auch Interesse, jedoch keine Lust auf teure Überraschungen.
 
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#11
Ich denke einen Preissprung nach oben sollte man immer einkalkulieren. Wer es ganz genau wissen will ,der muss in eine Gatter gehen. Da gibt es u. U. Punktlandungen. Grundsätzlich kann man sagen, dass alle Regelwidigkeiten beim Cerviden den Preis nach unten drücken. Das gleichmäßge Geweih ist teuerer als die Regelwidrigkeit, ungleiche Sprossen etc.
Die Abschussentgelte sind in aller Regel gestaffelt.
Hier die Sikapreise auf der Kladzka
Hirsch bis 170 400 €,
170,01 - 180 450 €,
180,01 - 190 560 €,
190,01 - 200 680 €,
200,01 - 220 1.000, €
Ich kenne Reviere wo die Sprünge zwischen den Klassen nicht so eng sind. Normal müsste der Führer schon in etwa wissen was Sache sit. Also in dem Fall, dass ein Sika der für 400 Euro zu Buche schlägt plötzlich 1000 kostet, ist unwahrscheinlich.
Viele Umstände spielen außerdem mit: Da wird am letzten Tag im letzten Licht unter Erfolgszwang geschossen und......
Man sollte sich auch vielleicht vorher einfach anhand von Bildern einen Eindruck machen. Oder mal die sicherlich sehenswerte Hegeschau auf der Kladzak besuchen.
Beim Sika beginnt Bronze bei 225 Punkten, das ist eine ganze Menge.
Irgendwie ist das Punktesystem ein Stück weit ehrlicher als mit dem Gewicht, wo die Trophäe frisch abgekocht gewogen wird, was da an Wasser rausgeht......
Wenn ich immer die Trophäengewichte ausländischer Hirsche höre.....dann sage ich hast Ihn jetzt mal nach einem Jahr auf die Waage gelegt?
Ggf. würde ich mich vorher absichern wenn der Jagdführer total daneben liegt. Auch Jagdführer können nicht zaubern und bei bestimmten Verhältnissen in Sachen Entfernung und Licht darf man keine Wunder erwarten. Mein Lebenskeiler mit 24cm/33,5 cm blieb auch in Bulgarien. Er hätte mit 9.800 zu Buche geschlagen. Hab nur ein paar schlechte Fotos, aber nichts bezahlt.
 
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#12
Wer es ganz genau wissen will ,der muss in eine Gatter gehen.
Leider sind sind in CZ viele ( oder die meisten ) Reviere staatlicher Herkunft, da wo man als Jagdtouri im Netz einfach Kontakte herstellen kann, in der Regel gegattert. Auch das o.g. Revier bietet Jagd im Gatter an.
Offene Jagdgründe zu finden, die auch halten was versprochen wird, ist schon schwieriger. Ohne persönliche Kontakte vor Ort geht da nichts. Ich war ein paar Mal dort zur Drückjagd, immer in offenen Revieren, muss ich nicht mehr haben.

Die Jagdführer ( war mal als Begleiter in Lany auf Muffel, dort war es zumindest so )sprechen aber in der Regel auf der Einzeljagd recht genau an, ansonsten wird halt im Jagdvertrag festgelegt was erlegt werden möchte, dies ist dann die Grundlage für die Jagd. Hier sind meiner Meinung nach die Ungarn aber besser aufgestellt, Jagdvertrag ist obligatorisch mit festgelegter Trophäendifferenz. Keine Überraschungen, ausser bei Keilern.
 
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#13
Das es Sprünge geben kann und der Jagdführer sich auch mal irren kann ist logisch und verständlich für mich. Ich finde Kladzka sehr interessant, daher habe ich auch speziell hiernach gefragt.

Mir geht es nur darum, ich würde gerne einen Hirsch oder Muffel im mittleren Preissegment erlegen. Ich würde dies auch vorher klar kommunizieren. Beim Damwild z.B. wäre ich nicht in der Lage die Trophäe zu beurteilen. Dafür habe ich Zuwenig Erfahrung und muss mich dann schon auf die Leute in Kladzka verlassen.
 
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#14
Also... Ich hatte mich noch gar nicht gemeldet. Das Jagdschloss und vor allem die Jagdhütte ist doch sehr runter gekommen. Das Frühstück so lala und ansonsten passiert da oben auf der Kladzka auch nicht viel. Morgens raus und abends raus. Mehr läuft nicht...

Die Leute sind nett und man wird jagdlich gut betreut, Tröphäenpreise sind annehmbar es wird meiner Meinung nach auch fair gemessen. Preise im Internet zu finden...

In den 4 Tagen, an denen ich da war sind 2 Sika- und 2 Rothirsche gefallen.

Essen, die Getränke und die Unterkunft sind sehr sehr günstig. Wir haben mit einem ordentlichen Deckel, 3 Übernachtungen und 3x Frühstück 180€ pro Person bezahlt. Das rechnet manch Kegelbruder für einen sparsamen Tag Malle...

Was ich happig fand waren die Preise für den Transport ins Revier. Während ein Ansitz nur 13€ kostet (die Jagdführer sehr sehr nett und engagiert), kommt der Transport mit 50 Cent pro km noch mal dazu. Fahrten von 10-25 Minuten sind da die Regel. Ich habe insgesamt 75€ alleine nur für den Transport zum Ansitz bezahlt. Plus dann 140€ plus ein ordentliches Trinkgeld für meinen Guide, mit dem ich viel Spaß gehabt habe.

Dort finden sich in dem Zeitraum, in dem ich da war, Leute zusammen, die schon seit teilweise 30 Jahren dorthin fahren um Hirsche zu schießen. Der Älteste war um die 90, mein Kollege mit 39 der Jüngste... Wie das alles mal werden soll, da macht der Staat Tschechien sich anscheinend nicht viel Gedanken drum.

Ich muss diese Art von Jagd nicht unbedingt nicht noch einmal haben. Die Tour mit meinen Jungs war allerdings sehr sehr schön. Wir haben viel Spaß gehabt und auch für viel Unterhaltung gesorgt... Deswegen würde ich noch einmal mit hin fahren. Nicht unbedingt wegen der Jagd.

Obwohl das Sikawild schon einen neuen Fan in mir gefunden hat. Die schwarzen Teufel des Waldes sind schon sehr interessant zu beobachten.
 
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#15
Das es Sprünge geben kann und der Jagdführer sich auch mal irren kann ist logisch und verständlich für mich. Ich finde Kladzka sehr interessant, daher habe ich auch speziell hiernach gefragt.

Mir geht es nur darum, ich würde gerne einen Hirsch oder Muffel im mittleren Preissegment erlegen. Ich würde dies auch vorher klar kommunizieren. Beim Damwild z.B. wäre ich nicht in der Lage die Trophäe zu beurteilen. Dafür habe ich Zuwenig Erfahrung und muss mich dann schon auf die Leute in Kladzka verlassen.
Kladska bot Jagd im Gatter, aber auch in freien Revier an. Die Preise waren dann unterschiedlich, Gatterjagd auf Muffel oder Dam etwa 30% günstiger. Nur der Abschuss, die anderen vielfältigen Gebühren blieben gleich.

Irgendwie ist das Punktesystem ein Stück weit ehrlicher als mit dem Gewicht, wo die Trophäe frisch abgekocht gewogen wird, was da an Wasser rausgeht......
Beim Auspunkten von Rot- und Damwild geht das Gewicht immer mit ein. Zumindest wenn man die Sache nach CIC betreibt. Das muss aber der Anbieter nicht zwingend oder nicht komplett. Dann ist es hilfreich nachzufragen, nach welchen Regeln der Punktwert bestimmt wird. Bei vielen Anbietern steht dann im Kleingedruckten, daß kein Anrecht/Gewährleistung auf vollständig CIC konformes Auspunkten besteht. Das soll keine Unterstellung von Betrug sein, wie du schon geschrieben hast, geht das bei einer frisch gewässerten Trophäe eigentlich ja auch nicht.
 
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