Jäger erschiesst wildernden Hund in unmittelbarer Nähe von Spielplatz

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Das Problem ist, es gibt keine einschneidenden Strafen für die Hundehalter. Der Hund geht seinen natürlichen Instinkten nach.
Man stelle sich nur mal vor, jeder H-Halter dessen Hund frei !!! rumläuft 1000 Eu's Strafe bezahlen muß. Bei Wilderei 5000 Eu's. Den Leuten sollte man an den Geldbeutel gehen, nicht die Hunde Erschießen.
MfG.
 
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Auch nicht jeder. Eher die wenigsten. Erregtes Schwanzwedeln wird leider sehr oft fehlinterpretiert, und wenn's dann aus "heiterem Himmel" kracht, ist der angepöbelte schuld, und nicht der unerkannt pöbelnde.
Auch auf die Gefahr hin, mich jetzt massiv unbeliebt zu machen: Wer einen Hund so wenig lesen kann, dass er nur auf Schwanzwedeln achtet, der sollte ohnehin keinen Hund führen.

Die meisten Hunde kommunizieren relativ klar. Mimik, Blick, Gehabe, Körperspannung, Rückenfell, Ohren (sofern nicht komplette Schlappohren) usf. sind klare Indikatoren.

Auch wenn es seltene Ausnahmen gibt, wo ein Angriff wie ein Blitz aus heiterem Himmel kommt: In der überwiegenden Mehrzahl der Fälle kündigt sich eine Konfrontation an.
 

z/7

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Oh mei. Frommer Wunsch. Die große Mehrzahl weiß von ihrem Hund doch nicht viel mehr als den Namen. Kommunikation? Bellen. Fiepen. Knurren.

Optik kommt in der Vorstellung gar nicht vor. Darum haben die doch auch solche Probleme, selber eindeutig mit dem Hund zu kommunizieren, weil ihre eigene Körperhaltung was ganz anderes sagt, als sie akustisch vermitteln wollen.
 
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Oh mei. Frommer Wunsch. Die große Mehrzahl weiß von ihrem Hund doch nicht viel mehr als den Namen. Kommunikation? Bellen. Fiepen. Knurren.

Optik kommt in der Vorstellung gar nicht vor. Darum haben die doch auch solche Probleme, selber eindeutig mit dem Hund zu kommunizieren, weil ihre eigene Körperhaltung was ganz anderes sagt, als sie akustisch vermitteln wollen.

(y)(y)(y)
 
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Hunde grundsätzlich an der Leine? - die Forderung könnte man hier ablesen. Als Jäger und Revierinhaber kann man das gut finden, als Hundehalter nicht. Tatsächlich ermuntere ich die in meinem Revier spazieren gehenden Hundehalter ihre Hunde auch frei laufen zu lassen - sie, die Hunde, müssen sich aber natürlich rufen lassen, im Einwirkungsbereich bleiben usw. - und natürlich nicht in der Setz- und Brutzeit. Die Alternative: ein Hundeleben an der Leine, im Ergebnis depressive, unsozialisierte Angstbeißer. In Großstädten findet man sie massenhaft. Arme Kreaturen, meinen KLM musste ich im Grunewald auch gegen sowas verteidigen.
Aber ich hatte in der Nachbarschaft auch mal einen dieser südafrikanischen Löwenjäger in Rot-braun. Der fällt im Sommer in einem Sprung Rehwild so fast gar nicht auf. Ich sah ihn trotzdem, die Besitzerin war eigentlich einsichtig. 6 Wochen später gleiches Spiel, die Dame war nicht mehr so einsichtig, erklärte, der Hund müsse auch mal frei laufen und den Hinweis, wildernde Hunde können auch abgeschossen werden empfand sie offenbar als unverschämt. Und wieder 6 Wochen später - genau, wieder der Hund hinter den Rehen. Die Büchse stand zufällig griffbereit, da habe ich geschossen. Damit war die wilde Jagd vorbei.
Ich brauchte auch nicht mal zu der Dame hingehen, der Felsbrocken, der ihr beim Anblick ihres heimkehrenden Hundes vom Herzen fiel lies den halben Landkreis beben. Vermutlich wird sie fälschlich gedacht haben, der böse Jäger hat glücklicher Weise vorbei geschossen. Die Dame hat dann alles getan, dass es keine vermeintlich 2. Chance gab - damit war ich voll zufrieden.
Eigentich die Lösung nach dem kleinen Dienstweg, voller Erfolg bei geringstem Aufwand - Heute muss ich den Hund/ Halter anzeigen, bevor ich lethal schießen dürfte, so ist der Warnschuss heute eher eine Dummheit, eben auch noch wirkungslos, möglicher Weise sogar unzulässig(?). Die Anzeige aber schafft Aktenlage - vermutlich zum Nachteil des Hundebesitzers.
 
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Das Thema Warnschuß hatte ich auch schon mehrfach,
sehr wirkungsvoll!!

Der Bausaujäger war damals erst Saujäger und hatte einen KLM am Strick, respektive bei Fuß.
Mit diesem streifte ich durchs Revier und kam an einer aufgelassenen Kiesgrube vorbei, plötzlich auf 35-40m eine Gais mit zwei Kitzen an mir vorbei in den Einstand, die Kiesgrube, und knapp dahinter ein Schäferhund......
Der Besitzer des Hundes mir gegenüber am anderen Ende der KG kommt mit hängenden Schultern auf mich zu, der Schäferhund jagt fröhlich in der KG, was ich am brechen der trockenen Äste gut hören kann, sonst ist er stumm.
Als der SH Besitzer und ich noch etw. 30 m auseinander sind, habe ich demonstrativ den Drilling von der Schulter genommen und mit zwei Schrotpatronen geladen.
Der Hundebesitzer wird noch kleiner und ich schieße zweimal in Richtung der brechenden Äste in die Baumkronen.
Wie vermutet kommt Rex fast kriechend auf uns zu und ich fordere den Menschen auf, seinen Hund anzuleinen und mache ihm unmißverständlich klar, dass ich seinen Hund nie wieder frei laufen sehen möchte.
Der Hundebesitzer hat hörbar aufgeschnauft und sich tausendmal bedankt dass ich den Hund nicht erschossen habe. Weder Herr, noch Hund waren jemals wieder in unserem Revier zu sehen.......

Beim zweiten Fall, den ich erzählen möchte, war der Bausaujäger schon komplett und an einer großen Dachsburg alleine am fuxen.
Reineke war daheim und an einem Osthang ging es wild zu, Hunde laut im Bau, immer wieder mal einer raus und eine andere Röhre mit lautem Kriegsgeschrei wieder annehmend.
Mitten in diesem Tohuwabohu sehe ich auf gut 100m einen Spaziergänger mit Hund, unangeleint, auf einem Feldweg paralell zum Hang latschen. Mist!
Es kommt wie es kommen muss, Waldi, ein Terriermischling will mitspielen und rennt auf den Hang zu und genau als er den Weißdorn am Hangrand erreicht, springt ein Fuchs.
Bumm, Bummm und Waldi bleibt im Hang stehen, nicht sichtbar vom Feldweg aus, Herrchen steht völlig belämmert auf dem Weg.
Ich nehme den Fuchs auf und gehe Richtung Waldi und seinem Herrchen, der mit sichtbar schlotternden Knien immer noch auf dem Weg steht. Waldi läuft jetzt doch zu seinem Herrn und ich höre den Stein von seinem Herzen fallen.
Als ich ihn erreiche, meine Hunde beschäftigen sich mitlerweile mit dem geschossenen Fuchs, erkläre ich ihm dass hier gejagt wird und dass es furchtbar schlecht ist wenn da ein fremder Hund mitmischt...........
"Nie wieder lass ich ihn laufen, nie wieder!"
Hat er auch so gehalten, ich hab den Hund später immer nur brav am Strickk gesehen und Herrchen hat mich freudigst gegrüßt.

Bausaujäger
 
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Haben sie recht, Hundebesitzer am Land wissen genau, dass früher ohne wenn und aber, sehr schnell geschossen wurde, wenn der Hund am falschen Zeitpunkt am falschen Ort ohne Leine angetroffen wurde, auch die jüngeren wissen es von Erzählungen, die sind dann einsichtig und höflich wenns vom Jäger ermahnt werden. Bin vermutlich noch weit genug von der Stadt und dem Speckgürtel weg, um mit dem jungen Hundemuttis konfrontiert zu werden die nur Rechte aber keine Pflichten im Alltag kennen, dem entsprechend Rücksichtslos und egoistisch mit Scheuklappen unterwegs sind.....
 
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Das Problem ist, es gibt keine einschneidenden Strafen für die Hundehalter. Der Hund geht seinen natürlichen Instinkten nach.
Man stelle sich nur mal vor, jeder H-Halter dessen Hund frei !!! rumläuft 1000 Eu's Strafe bezahlen muß. Bei Wilderei 5000 Eu's. Den Leuten sollte man an den Geldbeutel gehen, nicht die Hunde Erschießen.
MfG.
Dir ist aber schon klar, dass diese Strafen nicht in den Geldbeutel des Jagdpächters wandern, oder? Wildernde Hunde stellen herrenlosem Wild nach. Beweise mal eine Schädigung Deiner Jagdausübung! 1000€ fürs freie Rumlaufen??? 5000€ wenn er wildert??? Bestenfalls bekommst Du für ein Stück Rehwild das Wildpret bezahlt. Der Rest geht an eine Tierschutzeinrichtung oder in die Staatskasse.

Der Nachweis, welcher Hund da gewildert hat, wird auch schwierig, Wie willst Du die Identität einwandfrei feststellen ohne den Hund einzufangen? Der Besitzer wird jeden Eid schwören, dass es nicht sein Hund war. dann steht Aussage gegen Aussage. Vergess die Idee gleich wieder.
 
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Dir ist aber schon klar, dass diese Strafen nicht in den Geldbeutel des Jagdpächters wandern, oder?
Sicher, dass wäre ja auch nicht der Plan, der ist im immernoch das die Hunde nicht unangeleint in Wald und Feldflur ihren natürlichen Instinkten nachgehen. Das Thema ist nicht einfach, aber wenn die Hundebesitzer uneinsichtig sind und denken das sie draußen machen können was sie wollen 🤷‍♂️, dann geht's nur so.

Der Rest geht an eine Tierschutzeinrichtung
Das würde ich begrüßen (y)

Der Nachweis, welcher Hund da gewildert hat, wird auch schwierig
Mittlerweile hat doch fast jeder ein gut gehendes Handy, dass hat man schnell bei der Hand.

Besser ist es, man versucht den/die Hundebesitzer zu überzeugen ihre Tiere nicht frei laufen zu lassen. Konfrontation egal in welcher Hinsicht, zieht immer Ärger nach sich!!!
MfG.
 
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In Brandenburg hast Du gute Karten, als "Verteidiger" ohne Einstufung davonzukommen, in NIedersachsen wird die Schuldfrage nicht gestellt. Wie es dann weitergehen kann kannst Du Dir mit etwas Verwaltungserfahrung ja denken.

Wie ich bereits ausführte: sie können NICHTS und das auch nicht!


grosso
 
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Das mit den Hunden nervt nur noch . Ich meine da schon, einen Kulturwandel sehen zu können.
Wir haben die ersten Hunde vor 16 Jahren angeschafft. Damals waren es gefühlt weniger Hunde, klassische Rassen—mir ist zumindest nicht Erinnerung, dass viele Leute meinten sie bräuchten Akita oder kaukasische Hütehunde im Format 70 kg plus , die Hunde mussten gehorchen oder es war ne Leine dran und man blieb auf dem Forstweg. Dagegen ist es heute gefühlt Standard irgendeinen Exoten, mit der Größe eines Bären, quer durch die Botanik über Rückegassen zu bewegen, weil a, Bärchen nicht auf Frauchen hört und b, Bärchen andere Hunde verkloppen will. Ferner ist das Klientel auch ein anderes geworden, dass sind zumeist sture Weiber außerhalb des gebärfähigen Alters , die weder körperlich noch mental in der Lage sind solche Hunde entsprechend zu führen. Von der Anschauung her, fahren die mit dem Hund einfach in die Botanik und es darf ums verrecken keine Leine dran.
Hundemuddis sind Teufelsweiber.
 
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