Jäger schießt Rehwild: Gesunder Wald ohne Zaun | Wald schützen | Jagd | Unser Land | BR

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Danke für den Beweis, dass Verpachtung die unsinnigste Art ist, sein Jagdrecht auszuüben.

Ach.
Hier in der Gegend versucht der Forst gerade, sich der Verantwortung bei allen mühsam bejagbaren Feldern zu entledigen, und diese lieber den langjährigen Pächtern unterzuschieben.

Kann es sein, daß des Försters Horizont genau bis zum Waldrand reicht?
 
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Dann hoffen wir mal das der Forstberuf noch lange bestand hat denn danach gibt's hier keinen Wald mehr. Schade-wenn wir Menschen verschwinden wird der Wald uns unweigerlich folge leisten 🤣 wird ja immer besser hier🤣
???
Das bezog sich auf die Buchen mit 50 Buchen/Hektar.
 
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Ach.
Hier in der Gegend versucht der Forst gerade, sich der Verantwortung bei allen mühsam bejagbaren Feldern zu entledigen, und diese lieber den langjährigen Pächtern unterzuschieben.

Kann es sein, daß des Försters Horizont genau bis zum Waldrand reicht?
Warum sollte der Forst sich mit Feldflächen befassen?
 
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Warum sollte der Forst sich mit Feldflächen befassen?

Zwei Gründe:

1. Weil die Feldflächen eben zum Gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören und

2. Weil der Forst sich herausnimmt, die Verpachtung als unsinnigste Art, sein Jagdrecht auszuüben zu bezeichnen - und damit für die Bauern zu sprechen.
 
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Zwei Gründe:

1. Weil die Feldflächen eben zum Gemeinschaftlichen Jagdbezirk gehören und

2. Weil der Forst sich herausnimmt, die Verpachtung als unsinnigste Art, sein Jagdrecht auszuüben zu bezeichnen - und damit für die Bauern zu sprechen.
1) Das ist aber nicht "Der Forst", sondern der jeweilige Jagdausübungsberechtigte.
2) OVS ist auch nicht "Der Forst" und spricht genausowenig für den selben. Und auch wenn seine Meinung unter Förstern sicher häufiger Zustimmung findet, es bleibt seine Meinung.
 
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1) Das ist aber nicht "Der Forst", sondern der jeweilige Jagdausübungsberechtigte.

Der JAB ist in diesem speziellen Zusammenhang nunmal der Forst.

2) OVS ist auch nicht "Der Forst" und spricht genausowenig für den selben. Und auch wenn seine Meinung unter Förstern sicher häufiger Zustimmung findet, es bleibt seine Meinung.

Die kann er ja haben. Und ich hoffe, „Der Forst“ verfügt über einen weiteren Horizont als ein einzelner Förster. Vorzugsweise einen, der nicht genau an der Waldkante des beauftragten Reviers endet.
 
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Ich habe eine Frage gestellt. Keine rhetorische.

Oft endet ein Eigenjagdbezirk an der Waldgrenze. „Der Forst“ müsste also Feld anpachten. Das fände der Rechnungshof seltsam.
Wenn es geht, findet man eine gemeinsame Lösung. Wir machen das bei den Jagderlaubnisscheinen regelmäßig so, weil mit der Jagdgenossenschaft gutes Einvernehmen besteht und ein Interesse an einer Schadminimierung in Wald und Feld. Ohne dieses Einvernehmen wäre die Waldgrenze die Jagdgrenze.
 
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@Busch
Mit Wohlleben willst du mich beleidigen, schade, er hat es nicht verdient.

@OberförsterVS

50 Eichen/ha +/-14m Abstand: Ja, das kann man natürlich auch machen aber was hat man damit? hungrige, durstige, dünne, lange, kronenarme, mit fächerförmige Kronen, keine Verjüngung, keine grüne Bodenschicht, Reiser bei jedem Eingriff, rein rechnerisch höchstens 40cm starke Bäume, die nur mm-weise wachsen , jedenfalls kein genug dickes Wertholz.
Ausser wenn man alte Beichtstühle und Kirchenchor- Wandpanele restaurieren will, nur daran denken, ND von Paris wird nicht jedes Jahr brennen, braucht man so eine Qualität nicht mehr: die Industrie ist von der Handarbeit mit handbetriebenen Werkzeugen zu maschinellen Werkzeugen übergegangen, nur brauchen diese Maschinen regelmässige Zuwachsringe UND keine Knoten. Hier ist wieder Beobachtungsvermögen gefragt: fertige Möbelstücke, Innenschreinerei unter die Lpe nehmen, da sieht man keine 1mm Zuwachsringe sondern eher 4-6mm.
Da müssen die Bäume richtig wachsen können, also eine gross genug Laubfläche d.h. keine fächerfömige Kronen sondern Kugelförmige, die man erst mit weniger Bäumen im Hektar erreichen kann.
Mit 30-35 Stck/ha (+/-18m Abstd.) kriegt man alles was die Industrie will: besonderes Wertholz, stark (80cm), 8-9m lang, knotenfrei mit regelmässigen Zuwachsringen aber nur, wenn man am Anfang, d.h. im Alter von höchstens 25 Jahren, besser mit 20, eine Auslese vom Endbestand praktiziert hat, was nicht bedeutet, dass man alle anderen Bäume wegschafft, im Gegenteil: die werden noch lange leben, bis sie z.B. die Ausgelesenen zu bedrängen drohen. Bei dieser ziemlich geringen Zielbestandsdichte, erlaubt man auch dier Natur, sich auszudrücken: andere Arten, grüne Bodenschicht, also Verjüngung wird auch möglich.
Nicht vergessen: die Stärke macht den Preis, nicht die Länge.
Das sieht man allerdings auf den Wertholz-Lagerplätzen: ausser bei speziellen Arten wie Mehlbeere, Kirsche, Birne usw. wird man keinen Stamm finden unter 80cm.

Anders ausgedrückt: die Natur bietet eine gewisse Menge von Nährstoffen, diese ist nicht elastisch: die sind auf alle "Mitesser" verteilt, genauso wie beim Wild.
Je weniger desto stärker.
Bei Buche gilt das gleiche Prinzip, und etwa die gleiche Zahlen.
Wer hat schon die längsten Äste von einer starken freien Eiche, Buche, Lärche (!), Ahorn, Esche... gemessen (nicht abgeschritten sondern richtig)? Ich habe es öfters gemacht und +/-10m sind die Regel.
@Caramboswachter: Ich denke, Du wärst für den Faden Waldbau ohne Forstbashing ein potenter Schreiber. Schau Dir den doch mal an! ( Aktuelles - Off-Topic)
 
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Dann sollten die Waldbesitzer ihre Jäger auch als Dienstleister bezahlen anstatt Pacht zu verlangen. Oder selber dezimieren wie gewünscht.
Kommt in vielen Revieren den Waldbesitzer am Ende sogar günstiger.
Schnell überschlagen: 500ha Revier, 5ha Kultur pro Jahr: Kosten die Zäune knapp 30000. Dazu Verbiss und Fegeschäden außerhalb. Zaununterhalt entfällt. Ist die Verjüngung ist bereits unter dem sterbenden Fichtenbestand vorhanden, entfällt die Pflege komplett. Ja! Warum nicht!
 
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Klar, dass die Abschussmeldungen nicht immer ganz korrekt sind ist mir auch klar… aber warum dann nicht gleich die Abschusspläne für Reh- und Rotwild abschaffen!?

Bei den Vorpächtern wurde immer gejammert, dass nur 7 Böcke frei wären, ohne den unsinnigen Abschussplan, wären sicher das ein oder andere Jahr mal mehr geschossen worden. Für das weibliche und die Kitze gilt das selbe.. die Zahl der Böcke überziehen wollte man nicht.

P.S. Hat der Waldbauer auch erwähnt, wieviele dicke Bäume jetzt durch die Trockenheit umgefallen sind und wieviele der Harvester kaputt gefahren hat!?
Die Abschusspläne stimmen leider meistens schon nicht, zumindest in den verpachteten Revieren die ich kenne und kennengelernt habe.
Durch Trockenheit fallen keine Bäume um und der Harvester ist immer noch die schonendste Aufarbeitungsmethode. Der Landwirt hat auch Fahrspuren in seinem Acker. Da fragt auch kein normaler Mensch nach umgefahrenen Gräsern.
 
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Ich habe eine Frage gestellt. Keine rhetorische.

Oft endet ein Eigenjagdbezirk an der Waldgrenze. „Der Forst“ müsste also Feld anpachten. Das fände der Rechnungshof seltsam.
Wenn es geht, findet man eine gemeinsame Lösung. Wir machen das bei den Jagderlaubnisscheinen regelmäßig so, weil mit der Jagdgenossenschaft gutes Einvernehmen besteht und ein Interesse an einer Schadminimierung in Wald und Feld. Ohne dieses Einvernehmen wäre die Waldgrenze die Jagdgrenze.
Man kann aus keinen Streifen entlang der Waldgrenze Jagdbezirke mit mind. 250 oder 300ha basteln.
Wie funktioniert denn dieses Einvernehmen bzw. wie sieht es aus? Die Flächen werden mitbejagt und der Pächter bekommt Geld dafür? Oder werden vom Pächter Begehungsscheine für die im Wald Jagenden vergeben? Ich versteh den Ansatz ehrlich nicht.
 
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Ich glaube nicht, dass wir solche guten Buchen wie das Elsass hier erzeugt bekommen.
Richtig ist, die haben eine deutlich kürzere Walze und deutlich mehr Platz.
Aber ich würde behaupten, die Buche würde unter unseren Bedingungen mit mehr Platz trotzdem nicht schneeweiß.
Die Theorie sagt ja, dass der Rotkern über Verletzungen wie Astabbrüchen in den Stamm eindringt. Wenn der Baum frei steht und die Krone immer Platz zum Wachsen hat, brechen weniger Äste ab.
MMn. ist die Buche waldbaulich völlig überbewertet. Mit der Trockenheit hat sie große Probleme und das Holz ist auch nicht gefragt. Für Waldstillegungsflächen sind Buchenbestände sicher toll. Vielleicht wird der Voranbau deshalb so gut bezahlt.
 
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Die Theorie sagt ja, dass der Rotkern über Verletzungen wie Astabbrüchen in den Stamm eindringt. Wenn der Baum frei steht und die Krone immer Platz zum Wachsen hat, brechen weniger Äste ab.
MMn. ist die Buche waldbaulich völlig überbewertet. Mit der Trockenheit hat sie große Probleme und das Holz ist auch nicht gefragt. Für Waldstillegungsflächen sind Buchenbestände sicher toll. Vielleicht wird der Voranbau deshalb so gut bezahlt.
Freistehende Buchen mit viel Platz sind bei uns aber auch rotkernig.
 
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