Jagd auf Eisbären vom Schiff aus

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#16
Es bleibt dabei die provokative Frage, ob die Eisbären nicht besser totgeschossen werden sollten, als mangels schwindender Jagdmöglickeit durch Rückgang des Eises auf Robben zu verhungern.
:unsure: Die Eisbären werden sich den (klimatischen) Bedingungen anpassen (müssen). Und ob die Jagd auf die ,,weissen Riesen" der allgemeinen Aktzeptanz der Jagd dienlich ist:unsure:.
Aussen vor wären die Inuit, aber die jagen ja auch weil sie jaagern müssen. Jedenfall's die, die weitab der Zivilisation leben.
MfG.
 
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#17
spätestens seit dem Washingtoner Artenschutzabkommen (1975 ) kommst Du nur über die Eskimoquote an diese Bären.
Russland war ja damals zu.
Haben die das auch unterschrieben ?
Ich empfehle jedem Bärenfreund,ob Weiß oder Braun -(die Bären meine ich)
Frank Dufresne "die große Bärenstory"
 
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#18
:unsure: Die Eisbären werden sich den (klimatischen) Bedingungen anpassen (müssen). Und ob die Jagd auf die ,,weissen Riesen" der allgemeinen Aktzeptanz der Jagd dienlich ist:unsure:.
Aussen vor wären die Inuit, aber die jagen ja auch weil sie jaagern müssen. Jedenfall's die, die weitab der Zivilisation leben.
MfG.
Müssen tun die Inuits auch nicht mehr. Die Kleidung ist schon lange zum größten Teil nicht mehr traditionell , und es gibt keine Abnehmer für die Felle. So die Aussage von lokalen Jägern aus Scoresbysund vor mehr als 10 Jahren. Dazu kommt das es kaum noch Jägernachwuchs gibt. Damals gab es in diesem Gebiet in Nordost Grönland zwar offiziell noch circa 20 Jäger die Eisbären jagen dürften , aber angeblich haben nur 3 Jäger wirklich den Bären gejagt , dafür aber die Abschuss Quote für die anderen erfüllt. Ausländer dürfen schon lange keine Bären mehr in Grönland jagen.

Was in Canada läuft weiß ich nicht. Das Angebot mit der Sommerjagd entlang der Küste mit Boot ist zwar sportlich so lange man den Bären auf Land und nicht im Wasser verfolgt , kommt mir aber trotzdem seltsam vor. Früher waren nur Winterjagden für die Ausländer in Canada erlaubt.

Bei der Eisbärjagd ist es wie bei der Elefantenjagd. Auch wenn alles rechtlich zugeht sollte man trotz allem sehr vorsichtig sein bezüglich Information und Medien.
 
Zuletzt bearbeitet:
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#19
Im letzten Jahrhundert wurden Jagdreisen auf Eisbären vom Schiff aus angeboten. ... Meine Fragen: Gibt es noch weitere Literatur zu dieser Art der Eisbärenjagd? Gibt es Fotos von diesen Schiffen und was hat damals so eine Jagdreisen gekostet?
Der Thread ab diesem Posting könnte für Dich von Interesse sein:
https://forum.wildundhund.de/threads/mannl-schoenauer-gk.49723/page-310#post-1143884

Ansonsten gibt es aus der Zeit 1890 bis 1939 unzählige Expeditionsberichte namhafter deutscher Jäger und jagender Forscher, die zumeist im damals ganz besonders rührigen Paul Parey Verlag Berlin veröffentlicht wurden und hohe Auflagen erreichten. (Mir fielen auf Anhieb ein gutes Dutzend ein, aber will mich nicht in Details verlieren.) Dies aus dem Grund, weil der Eisbär damals in der Bevölkerung überaus hohe Popularität genoss als Sinnbild einer durch moderne Verkehrsmittel endlich erschlossenen Welt und des Überlebens unter widrigsten Bedingungen. Die vielen Bronzeskulpturen, die in dieser Zeit gegossen wurden und heute antiquarisch gehandelt werden, legen davon ein weiteres Zeugnis ab.

Die Epoche der Eisbärjagd zu Schiff fand ihr Ende übrigens unter reichlich ungewöhnlichen Umständen, nämlich auf dem U 307 in der Albertini-Bucht. Danach wurde dem Ursus maritimus eigentlich nur noch mit Schlittenhunden oder gar Motorschlitten nachgestellt, hauptsächlich von US-Amerikanern. Davon künden dann die neuzeitlichen Expeditionsberichte beispielsweise aus der Feder der Klineburger-Brüder.
 
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#22
Ich muß mal wieder sagen, ein sehr interessanter Faden! Dank an alle Beitragenden.

Es ist schon interessant wie vor Jahr und Tag geweidwerkt wurde, ich werde mich an der Stelle nicht den Vorwürfen anschließen, sie haben es damals so gemacht und fertig.
Ich finde Eisbären sehr interessant, aber als Jagdwild werden sie für mich vermutlich nie in Betracht kommen.


CdB
 
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#23
Meine Güte, Perkeo, was für ein rätselhaftes Posting. Eine regelrechte Denksportaufgabe. Gehirnjogging vom Feinsten. Musste lange nachdenken, bis der Groschen endlich fiel.

Du stellst also die These auf, dass der Zweite Weltkrieg verloren ging, weil eine Handvoll der Feindfahrten in einer stinkenden Sardinenbüchse überdrüssige Ubootfahrer einen weißen Gamsbock äääh weißen Bären erlegten, damit Unglück heraufbeschwörten und somit quasi das Schicksal des Dritten Reichs besiegelten?
Charmanter als die These, dass eine Handvoll gestandener Generäle nicht genug Eier in der Hose hatte, um einem „böhmischen Gefreiten“ bei seinen gelinde gesagt unkundigen Monologen am Kartentisch Einhalt zu gebieten und den Freiheitskampf (vor dem Hintergrund von Versailler Vertrag, Hungerblockade, Weltwirtschaftskrise, Wirtschaftsboykotten und so weiter) auf konziliantere Weise (bekanntlich kann man mit dem Kopf spätestens dann nicht mehr durch die Wand, wenn man mit dem Rücken an ihr steht) zu betreiben, ist Deine Variante allemal. Zumal sie den (gerade wohl wieder zu voller Blüte gelangenden) Kadavergehorsam der Deutschen bequem übertüncht.

Kurzum, ich bin vom gedanklichen Hakenschlag von einem weißen Gamsbock, den zu erlegen dem Volksmund zufolge Unglück bringt, hin zu einem vermittels Vollmantel aus MP 40 und K98k abgeknallten, naturgemäß (perkeo vulgo fatalerweise) weißen Eisbär auf einem Uboot ganz schön beeindruckt. So kühn vermag man als normal vernunftbegabter Mensch gar nicht zu denken. Schreibe das vor dem Hintergrund, dass ich in meinen wohl lichteren Momenten, wenn ich also in ganz besonders eisigen Winternächten dem Schwarzwild nachstelle, zuweilen schon darüber nachgedacht habe, ob nicht Schäfer mit der Erlegung von einigen Schapi auf dem Dach der Welt die Götter erzürnt haben könnte und das Verhängnis davon ausgehend seinen Lauf nahm. Nicht zuletzt, weil er das Wildbret dieses sagenumwobenen Wildes verschmähte (in his own words: „…verbreitete sich im Küchenzelt ein wahrhaft pestilenzartiger Gestank. … Ich schüttelte mich vor Ekel und konnte keinen Bissen hinunterwürgen. Die Leptschas aber machten eine kultische Handung aus ihrem Essen.“).

Wie dem auch sei, Du hast Dir ein Schnapserl redlich verdient.
 
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#24
Meine Güte, Perkeo, was für ein rätselhaftes Posting. Eine regelrechte Denksportaufgabe. Gehirnjogging vom Feinsten. Musste lange nachdenken, bis der Groschen endlich fiel.

Du stellst also die These auf, dass der Zweite Weltkrieg verloren ging, weil eine Handvoll der Feindfahrten in einer stinkenden Sardinenbüchse überdrüssige Ubootfahrer einen weißen Gamsbock äääh weißen Bären erlegten, damit Unglück heraufbeschwörten und somit quasi das Schicksal des Dritten Reichs besiegelten?
Charmanter als die These, dass eine Handvoll gestandener Generäle nicht genug Eier in der Hose hatte, um einem „böhmischen Gefreiten“ bei seinen gelinde gesagt unkundigen Monologen am Kartentisch Einhalt zu gebieten und den Freiheitskampf (vor dem Hintergrund von Versailler Vertrag, Hungerblockade, Weltwirtschaftskrise, Wirtschaftsboykotten und so weiter) auf konziliantere Weise (bekanntlich kann man mit dem Kopf spätestens dann nicht mehr durch die Wand, wenn man mit dem Rücken an ihr steht) zu betreiben, ist Deine Variante allemal. Zumal sie den (gerade wohl wieder zu voller Blüte gelangenden) Kadavergehorsam der Deutschen bequem übertüncht.

Kurzum, ich bin vom gedanklichen Hakenschlag von einem weißen Gamsbock, den zu erlegen dem Volksmund zufolge Unglück bringt, hin zu einem vermittels Vollmantel aus MP 40 und K98k abgeknallten, naturgemäß (perkeo vulgo fatalerweise) weißen Eisbär auf einem Uboot ganz schön beeindruckt. So kühn vermag man als normal vernunftbegabter Mensch gar nicht zu denken. Schreibe das vor dem Hintergrund, dass ich in meinen wohl lichteren Momenten, wenn ich also in ganz besonders eisigen Winternächten dem Schwarzwild nachstelle, zuweilen schon darüber nachgedacht habe, ob nicht Schäfer mit der Erlegung von einigen Schapi auf dem Dach der Welt die Götter erzürnt haben könnte und das Verhängnis davon ausgehend seinen Lauf nahm. Nicht zuletzt, weil er das Wildbret dieses sagenumwobenen Wildes verschmähte (in his own words: „…verbreitete sich im Küchenzelt ein wahrhaft pestilenzartiger Gestank. … Ich schüttelte mich vor Ekel und konnte keinen Bissen hinunterwürgen. Die Leptschas aber machten eine kultische Handung aus ihrem Essen.“).

Wie dem auch sei, Du hast Dir ein Schnapserl redlich verdient.
Danke Seamaster für den Williams Birne,

Ich wollte nur den Bericht zeigen wo der alte D... aus der Seilbahn seine Gamsen schoss,
es ist ein Unterschied ob Geldsack aus einem warmen Schiff auf Eisbärjagd geht oder eingeborener Inuit,der von der Jagd überleben muss.
 
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#25
Charmanter als die These, dass eine Handvoll gestandener Generäle nicht genug Eier in der Hose hatte, um einem „böhmischen Gefreiten“ bei seinen gelinde gesagt unkundigen Monologen am Kartentisch Einhalt zu gebieten.... ist Deine Variante allemal.
Merksatz aus der Historie:
"Generäle putschen nicht, sondern Obristen."
 
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