Jagd braucht Traditionsbewusstsein

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:LOL::LOL::LOL:
Sorry, aber (nicht nur) von Wildbiologie hast Du offensichtlich KEINE Ahnung!
Rehwild: "Schlüpfertyp", zu finden in allen Biotoptypen von der Nordseeküste bis zur Waldgrenze in den Alpen.
Diese "Schüpfertypen" brauchen aber Einstand, um schlüpfen zu können. Deshalb bin ich auch der Überzeugung, dass es den Rehen in "meinem" verjüngungsreichen Wald deutlich besser geht als in der kahlgefressenen Wüste bei den Privaten.

Ich rede von den Wäldern vor den Monokulturen Bei denen Förster noch keine sch...... gebaut haben 😉
Die Wälder auf die du hier wahrscheinlich anspielst stammen aber aus einer Zeit, zu der sich gezeigt hat, was passiert, wenn Jagd und Grund in einer Hand sind, nämlich die, die vor jeder Kaiser Wilhelm- oder Göringidiologie entstanden sind. Damals durften Bauern erstmals auf ihrem eigenen Grund und Boden jagen und das taten sie auch...wahrscheinlich noch radikaler als es irgendein Ökojäger heute tun würde. Etwas besseres hätte dem Wald gar nicht passieren können.
Leider wurde das Ganze von Kaiser Wilhelm und später Göring, deren weltfremde Idiologien teilweise bis heute fortgesetzt werden, wieder zunichte gemacht. Das Ergebnis lässt sich heute vielerorts in Form der eingangs erwähnten Monokulturen bewundern.
 
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Diese "Schüpfertypen" brauchen aber Einstand, um schlüpfen zu können. Deshalb bin ich auch der Überzeugung, dass es den Rehen in "meinem" verjüngungsreichen Wald deutlich besser geht als in der kahlgefressenen Wüste bei den Privaten.

Die Wälder auf die du hier wahrscheinlich anspielst stammen aber aus einer Zeit, zu der sich gezeigt hat, was passiert, wenn Jagd und Grund in einer Hand sind, nämlich die, die vor jeder Kaiser Wilhelm- oder Göringidiologie entstanden sind. Damals durften Bauern erstmals auf ihrem eigenen Grund und Boden jagen und das taten sie auch...wahrscheinlich noch radikaler als es irgendein Ökojäger heute tun würde. Etwas besseres hätte dem Wald gar nicht passieren können.
Leider wurde das Ganze von Kaiser Wilhelm und später Göring, deren weltfremde Idiologien teilweise bis heute fortgesetzt werden, wieder zunichte gemacht. Das Ergebnis lässt sich heute vielerorts in Form der eingangs erwähnten Monokulturen bewundern.
Wir konstatieren:
- Wildbiologie: mangelhaft
- Forstgeschichte: ungenügend
 
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- Wildbiologie: mangelhaft
- Forstgeschichte: ungenügend
Wenn du das einfach nur so schreibst, ohne weiteren Inhalt zu bieten kommt das Ganze ziemlich ärmlich rüber. Belehr mich doch eines Besseren! Wenn nicht muss ich davon ausgehen, dass du das nicht kannst, was deinen Auftritt hier noch mehr ins Lächerliche zieht.
 
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Ich habe bisher nicht alle posts gelesen, trotzdem verstehe ich die eine und auch die andere Seite, pro und contra Traditionsbewußtsein.Vielleicht ist es ein gewaltiger Gedankensprung - aber in allen anderen Bereichen, in denen Tradition eine Rolle spielt, sind oder waren ähnliche Auseinandersetzugen INNERHALB einer Gruppierung (notwendig) und an der Tagesordnung. Wer erinnert sich noch an die Studentengeneration, die anläßlich feierlicher, traditionsbetonter Einführungen an Universitäten in der Prozession "mitmarschierten" und dabei Transparente hochhielten, die mit "UNTER DEN TALAREN, DER MUFF VON TAUSEND JAHREN" beschriftet waren. Sie haben die Traditionen der Unis verändert, nicht aufgehoben oder entgültig beseitigt. War das falsch? Vielleicht kommen wir hier durch entsprechende Diskussionen zu einem ähnlichen Ergebnis. Ich bin gespannt!
 
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Ich habe bisher nicht alle posts gelesen, trotzdem verstehe ich die eine und auch die andere Seite, pro und contra Traditionsbewußtsein.Vielleicht ist es ein gewaltiger Gedankensprung - aber in allen anderen Bereichen, in denen Tradition eine Rolle spielt, sind oder waren ähnliche Auseindandersetzugen INNERHALB einer Gruppierung (notwendig) und an der Tagesordnung. Wer erinnert sich noch an die Studentengeneration, die anläßlich feierlicher, traditionsbetonter Einführungen an Universitäten in der Prozession "mitmarschierten" und dabei Transparente hochhielten, die mit "UNTER DEN TALAREN, DER MUFF VON TAUSEND JAHREN" beschriftet waren. Sie haben die Traditionen der Unis verändert, nicht aufgehoben oder entgültig beseitigt. War das falsch? Vielleicht kommen wir hier durch entsprechende Diskussionen zu einem ähnlichen Ergebnis. Ich bin gespannt!
Ja , war kacke!
Hat uns Gender und Sozen-Wissenschaft gebracht.
 
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Traditon hat eine Basis und gewachsene Regeln- die nicht verhandelbar sind.
DAS ist zentral.
Ob das im Jagdlichen so ist - streitbar.
Ich komme mit den ,von mir anderswo aufgefuehrten, Wandergesellen parat, ebenso mit MCs alter Garde.
 
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Ja , war kacke!
Hat uns Gender und Sozen-Wissenschaft gebracht.
(y)

Das hast Du sehr treffend formuliert und daher ist es mir ein fullquote wert. Heute belästigen uns genau diese ehemaligen Studenten als wertschöpfungsferne Ideologen in der Politik und lamentieren da über irrelevanten Unfug.

Helmut Schmidt hatte schon recht, als er sagte, die 68er hätten damals nicht Recht gehabt und heute auch nicht.


Grosso
 
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... wenn Jagd und Grund in einer Hand sind, nämlich die, die vor jeder Kaiser Wilhelm- oder Göringidiologie entstanden sind. Damals durften Bauern erstmals auf ihrem eigenen Grund und Boden jagen und das taten sie auch...
Dir ist aber schon klar, dass das von den Ökos so gerne gescholtene Jagdrecht mehr oder minder buchstabengetreu aus der Feder eines Sozen stammt, oder? Das Jagdrecht wurde zur NS Zeit ohne relevante Veränderung aus der Vorlage von Otto Braun (SPD) übernommen.

Nur um zu verhindern, dass Du hier weiter mit der Nazikeule rumwedeln möchtest.

Göring hat sicher auch Hirsche gejagt, dürfte aber ansonsten diesbzgl. (!) wohl eher relativ ideologiefrei, wenn auch ggf. jagdneidisch, gewesen sein.


Grosso
 
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(y)

Das hast Du sehr treffend formuliert und daher ist es mir ein fullquote wert. Heute belästigen uns genau diese ehemaligen Studenten als wertschöpfungsferne Ideologen in der Politik und lamentieren da über irrelevanten Unfug.

Helmut Schmidt hatte schon recht, als er sagte, die 68er hätten damals nicht Recht gehabt und heute auch nicht.


Grosso
Danke. Nicht mein Verdienst.
 
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Wenn du das einfach nur so schreibst, ohne weiteren Inhalt zu bieten kommt das Ganze ziemlich ärmlich rüber. Belehr mich doch eines Besseren! Wenn nicht muss ich davon ausgehen, dass du das nicht kannst, was deinen Auftritt hier noch mehr ins Lächerliche zieht.
Ich glaube ja nicht, dass Du's überhaupt verstehst, aber die Hoffnun stirbt ja bekanntlich zuletzt!
Der grundsätzliche Fehler, den Du und Deine Gesinnungsgenossen regelmäßig in völlig einseitiger Verblendung macht, ist die dümmliche Verallgemeinerung (ohne die aber andererseits Dein/Euer Gedankengebäude gar nicht funktionieren würde) und, v.a. wenn's um das Thema Jagd geht, die völlig einseitige Fokussierung auf den Wald.
Zunächst: Rehwild lebt in Biotopen, in denen es überhaupt keinen Wald i.S.d.G. gibt - und es lebt und lebte in ALLEN Walderscheinungformen. Wo es ihm "besser gefällt" ist damit eine rein menschliche Einstufung.

Deine waldbauliche Anspielung nun, die ja so eindeutig auf 1848 aus die angebliche "Befreiung" der armen geknechteten bäuerlichen Grundeigentümer abzielt, ist dann die nächste Dummheit - in gleich mehrfacher Hinsicht!
1. Monokulturen gibt es, seit der Mensch in den Wald eingreift und diesen aktiv beeinflusst. Aufforsung nach Devastierung unterschiedlichster Ursachen ist seit dem 14. Jh ein übliches Verfahren.
Ebenso gibt es andere Waldbewirtschaftungsformen von vor diesem Ereignis, von dem die Grundeigentümer heute noch profitieren, obwohl dies ja gar nicht sein dürfte, weil die damaligen Wild-"Horden" sie angeblich aufgefressen haben müssten. Wo kommen also die 300jährigen Furniereichen z.B. aus dem Pfälzerwald her?
2. Der Wildbestand VOR diesem Jahr wird damit auf die Fläche gesehen völlig überhöht dargestellt, zudem wird die vielerorts damals übliche Waldweide mit Haustieren in ihrer Wirkung völlig ausgeblendet.
3. Gleichzeitig wird die von Dir so "idealisierte" Befreiung der bäuerlichen Jagd in ihrer letztlichen Bedeutung vollkommen überbewertet. Denn: die Phase der freien Jagd dauerte lediglich ein paar Jahre, schon in den 1850ern gab es in den meisten dt. Ländern die ersten Jagdgesetze, durch die die u.a. Ansätze des Reviersystems eingeführt wurden bzw. durch die eine Mindestgröße für die Jagdausübung vorgegeben wurde. Berücksichtigt man dabei die allgemeinen Lebensumstände der damaligen "Bauernjäger" und ihre (technischen) Möglichkeiten, müssen das ja regelrechte Superjäger gewesen sein gegen die die heutigen ÖJV-Schergen als regelrechte Luschen dastehen müssen.
Innerhalb von ca. 10 Jahren haben die also überbordende Wildmassen nachhaltig so reduziert, dass sie neuen Wald nach ihrer Facon begründen (ich meine dabei die reine damit verbundene zeitliche Arbeitsleistung) - und gleichzeitig diesem die gewünschte Struktur- und BA-Vielfalt geben konnten, ihre ureigene Arbeit auf dem Feld bewältigt - und zudem noch Kinder am laufenden Band gezeugt. Wirklich erstaunlich!
 
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Hast du schon mal? Ich schon und das sogar häufig erfolgreich.
Monokulturen, vor allem wenn sie erst bis 10 Jahre alte sind, lassen sich speziell bei Buche, wo das Dürrlaub bis März dranhängt, ungleich schwerer bejagen, als junge Saat im Spätherbst.
Irgendwann verlässt Rehwild schon diesen Verhau, aber der Hi-Hech-Jäger bingt dafür nicht die Zeit auf.
 

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