Jagd braucht Traditionsbewusstsein

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@Sir Henry: Mir ging es ganz speziell um die Anspielung von @äsungsfläche auf Franz Albrecht zu Oettingen-Spielberg, der ja für seine, oft von der Kamera begleiteten, vorzüglichen Schießkünste bekannt ist. Da kommt in den Videos manchmal ganz schön was an Sauen zusammen, wo der schießgeile Eventjäger vor Youtube nur noch das Sabbern anfängt...

Ich kenne übrigens auch beide Reviertypen. Reine Waldjagd mit reichlich "Dschungel", und das abwechsungsreich strukturierte Feldrevier. Aber ich kuck schon gerne mal weiter als 80 Meter... ;)

Gruß, rauhbart
 
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Mein Ansatz zur Jagd ist im Lauf des Jägerlebens ein anderer geworden, auch unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Veränderungen und Anforderungen an Jagd und Jäger: heute stelle ich nicht mehr meine persönlichen Wünsche und jagdlichen Träume in den Vordergrund, sondern richte die Jagd danach aus, was offensichtlich vernünftig und nötig ist. Das kann man auch authentisch vertreten und Akzeptanz bei Politik und Bevölkerung finden. Jagdfreude macht es auch.

Wer gern auf eine größere Vielzahl an Wildarten jagen möchte, weil "er die Abwechslung liebt", sollte m. E. die guten Gründe dafür auch nachvollziehbar erklären können, denn das Töten von Wirbeltieren ohne Betäubung fordert nach dem Tierschutzgesetz zwingend einen sinnvollen Grund und der ist nicht allein mit "Liebe zur Abwechslung" gegeben.
Sorry das hört sich nach unbezahltem Schußknecht der Forst & Landwirtschaft an!
Eine Passion/ Hobby/Freizeitbeschäftigung soll mir Freude & Entspannung bringen. Solange ich nach Recht & Gesetz handele meine Tätigkeit mit Anstand verrichteman, man verzeihe mir da gehen mir das was irgendwelche "Menschen" erwarten am Arsch vorbei!
Interessiert es irgend einen Fahradfahrer/Ruderer was andere von Ihm erwarten?

Waldwicht
 
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Wer macht heute noch Stangen????

PZ - Ernte „händisch“?

Sirius, schreib von mir aus was über Patronen von anno dazumal, aber bitte nicht zu forstlicher Thematik! Da hat es doch nie gereicht!!
Ich morgen früh & ich schäle die sogar.
Das bringe ich sogar jetzt meinem Sohn bei und er darf sogar mit der Fiskas ausasten!
:cool:

Waldwicht
 
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#1231
und Sabberer glauben, wenn sie sich ne schnelle Waffe beschaffen (der schoss übrigens mit keiner Waffe schlecht) und ein "fürstliches Kaliber" verschießen, dann legen sie auch einen Haufen Sauen in die Schneise.
 
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Ich schon und deshalb weiß ich, dass ich "einen Haufen" selbst erlegter Sauen dem frühen Sommermorgen im Feld vorziehen würde, ganz einfach deshalb, weil der frühe Sommermorgen für jeden ganz leicht und regelmäßig wiederholt erlebbar ist, ein Haufen toter Sauen auf der Schussschneise vor dem eigenen Drückajgdstand nicht. ;)
Wer die Veränderungen im Feldrevier auch nur annähernd beobachtet hat, dem müsste eigentlich aufgefallen sein, dass ein Morgen, wie ich ihn meine, mittlerweile alles andere als eine Selbstverständlichkeit ist.
Flurbereinigung, Flächenfraß, Biogas, industrielle Landwirtschaft, Strukturwandel etc.pp bedrohen die Bilder, die ich bei dem Gedanken im Kopf habe, ganz gewaltig!

Sauen wird es weiterhin viele geben. Entsprechende Schießfertigkeiten und guten Anlauf vorausgesetzt ist das vielerorts künftig wohl leichter und regelmäßiger wiederholbar, als ein Fasanengesperre in der Morgensonne zu beobachten. ;)

Ich finde es natürlich auch toll wenn ich hochflüchtige Sauen rollieren lasse. Aber mehr Zauber hat für mich der stille Morgen mit Anblick, oft sogar ganz ohne Beute.

Gruß, rauhbart

(entgegen den Beteuerungen seiner Frau scheinbar doch ein hoffnungsloser Romantiker)
 
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Die werden aber auch nicht jedem, in einem Ostblock-Jagdgatter , evtl entlang E-Zäunen???, vor die Büchse getrieben:unsure:
und wenn man mir sie so treiben würde, könnte ich trotzdem nicht so "hinlangen" und wollte es auch nicht. Aber das die Sauen dort immer schön nacheinander kommen ist schon auffällig, bei uns kommen sie oft wie die "Zirkuspferde" der zweite auf halber höhe des ersten usw...
 
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.....Aber mehr Zauber hat für mich der stille Morgen mit Anblick, oft sogar ganz ohne Beute.....

Gruß, rauhbart

(entgegen den Beteuerungen seiner Frau scheinbar doch ein hoffnungsloser Romantiker)
Ja, wilde Tiere im zarten Morgenlicht sind ein schönes Erlebnis, nicht nur solche Tierarten, wie z. B. Fasane, die man später mal schießen kann. ;)

Aber ich bin Jäger, kein Gucker. Deshalb ist es das schöne Gefühl von Beute, das mich besonders antreibt. Wäre ich kein Jäger, könnte ich mir vorstellen, als Fotograf die schönen Bilder zu erjagen, nicht nur zu erleben und im Gedächtnis abzuspeichern.
 
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Möchten Radfahrer oder Ruderer für ihr Hobby die Erlaubnis der Gesellschaft haben, freilebende herrenlose Tiere umzubringen, die von den meisten Menschen geliebt werden und deren Wohlbefinden ihnen am Herzen liegt?
Sorry deine Wahrnehmung & Erfahrung nicht meine.
Wenn Du meinst du musst Kotau machen, bitte.
 
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vor allem diese Hinterfotzigkeit.
Wenn wir irgendwas tot machen oder wegräumen, was (vielleicht) Jagdgegner angekarrt haben sind wir gut, wenn wir am Samstag mit Hund und Flinte ins Feld ziehen sind wir Lustmörder. Verlogenes Pack:cool:

Und Traditionen, natürlich brauchen wir die, wie jede andere Gemeinschaft auch, egal ob Sportvereine, Karneval im Rheinland, Reiter, Schützen usw. jede Gemeinschaft hat Traditionen und Regeln, nur hier versuchen einige sich abzugrenzen und lehnen vieles ab... Sucht Euch ein anderes Hobby!
 
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Möchten Radfahrer oder Ruderer für ihr Hobby die Erlaubnis der Gesellschaft haben, freilebende herrenlose Tiere umzubringen, die von den meisten Menschen geliebt werden und deren Wohlbefinden ihnen am Herzen liegt?
Seit wann braucht es die "Erlaubnis der Gesellschaft", freilebende, herrenlose Tiere umzubringen?
Und wie kommst darauf, dass dieser "Gesellschaft" das Wohlbefinden der Tiere nicht am Herzen liegt, die DU in vorbildlich preußisch-hessischen Pflichterfüllung umbringst? Nur weil Du ihnen die Story vom bösen Knospenbeißer erzählst?!
 
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Eher denke ich, dass ganz besonders bei der Jagd "der Wunsch Vater der Gedanken ist"! Da werden Dinge so lange schön geredet, bis das herauskommt, was herauskommen soll. ;)
Ist es das, womit Du Deine Art der Bejagung rechtfertigst? Dann erklärt sich mir was. ;)

Übrigens habe ich überhaupt nix gegen eine scharfe Bejagung, revierübergreifenden Bewegungsjagden und Jagdruhe im Wald - das mache ich nämlich selber auch. Dennoch ist mir Dein Ansatz völlig fremd und erscheint mir sehr "hausgemacht".
Vor 20 Jahren schrieb ein bekannter Schweißhundführer der beruflich als Förster seinen Dienst versah, dass man sich vor Berufskollegen hüten müsse, die noch keine vierzig Jahre alt sind. Da muss man heute vorsichtig sein, bei denen die unter sechsig Jahre alt sind.

wipi
 
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