Jagd braucht Traditionsbewusstsein

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Die Lust an der Konfrontation und Spaltung kann ich nicht nachvollziehen, angesichts der großen Probleme, die in vielen Wäldern aktuell herrschen.
Werter @Stoeberjaeger , zum Thema Spaltung fällt mit zu aller erst Dein Nickname ein;)
Du bist ziemlich der Einzige hier, der ständig mit dem Finger auf die "Bauernjäger" zeigt, der Prädatorenbejagung als nicht notwendig erachtet, der die ausufernden Sauenbestände durch Schonung im Wald regeln möchte und der als Wildschaden nur Verbiß und Schäle kennt.
Deine jagdlichen Präferenzen und Deine Definition von Jagd sind so weit von meiner Vorstellung entfernt, dass man kaum gemeinsame Positionen fände.
 
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Werter @Stoeberjaeger , zum Thema Spaltung fällt mit zu aller erst Dein Nickname ein;)
Du bist ziemlich der Einzige hier, der ständig mit dem Finger auf die "Bauernjäger" zeigt, der Prädatorenbejagung als nicht notwendig erachtet, der die ausufernden Sauenbestände durch Schonung im Wald regeln möchte und der als Wildschaden nur Verbiß und Schäle kennt...
Da haben wir uns aber gründlich missverstanden:
Auch SW-Fraß- und Wühlschäden erkenne ich als Wildschäden an, zeige NICHT mit dem Finger auf Bauernjäger, habe nichts gegen Prädatorenbejagung, so lange sie verwertet werden und will Sauen im Wald NICHT schonen, nur effizient bejagen, statt mit ständig hohem Jagddruck bei Nacht.
 
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... Die Lust an der Konfrontation und Spaltung kann ich nicht nachvollziehen, angesichts der großen Probleme, die in vielen Wäldern aktuell herrschen ...
Vorgestern fand die Jahreshauptversammlung unseres (klassischen LJV-) Hegerings statt. Ohne einen einzigen Widerspruch hat dieser Hegering den jagdlichen Vertretern im Jagdbeirat die Absolution erteilt, auf der nächsten Versammlung des Beirates aufgrund der großen Probleme, die in vielen Wäldern aktuell herrschen einer Ausweitung der Jagdzeiten für Schmalrehe und Böcke in unserem Landkreis für die nächsten 5 Jahre zuzustimmen. Der Jagdbeirat hat hier in NRW die Aufgabe, die untere Jagdbehörde in jagdfachlichen Angelegenheiten zu beraten. Darüber hinaus kommt ihm die Aufgabe zu, zum Wohle der Allgemeinheit auf einen gerechten Ausgleich zwischen den jagdlichen Interessen und den Belangen der Land- und Forstwirtschaft, der Fischerei, der Jagdgenossenschaften und des Naturschutzes hinzuwirken. Das scheint zu funktionieren.
 
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habe nichts gegen Prädatorenbejagung, so lange sie verwertet werden
das ist SDUSS:cool: es geht nicht um Verwertung, es geht um Prädation von Bodenbrütern und Niederwild und es geht um Seuchenprävention, Räude und Staupe sind grausamer als ein Schuß, oder der Genickschlag eines ordentlichen Eisens. die "Verwertungsmöglichkeiten" halten sich bei Sommerfüchsen und Räudekranken doch sehr in Grenzen.
 
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[QUOTE="Stoeberjaeger, post: 4204031, member: 6072"

Nächtliche Saujagd in der "Schonzeit" ist aber ganz sicher der Versuch, Probleme zu lösen, die man ohne eine solche Wildschwein-Feldrevierpacht nicht hätte. ;)[/QUOTE]

@Stoeberjaeger ""Zeige nicht mit dem Finger auf Bauernjäger"" habe ich was verpaßt.:unsure:

Gruß Seppel
 
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..... es geht nicht um Verwertung, es geht um Prädation von Bodenbrütern und Niederwild und es geht um Seuchenprävention, Räude und Staupe .....
Zitat:

"....Jörg Finze erlebte bereits an seinem zweiten Arbeitstag bei einer Drückjagd, welcher Wind in Bayern weht. Der frisch zugereiste Berufsjäger sah, wie ein Durchgehschütze einen Fuchs erlegte und einfach zum Verfaulen in eine Astgabel hängte. „Das hat mich wahnsinnig erschreckt, so was kannte ich nicht, rein ethisch war das für mich völlig ausgeschlossen“, sagt er. Hinterher erfuhr er, dass die Jäger Mitglieder des ÖJV waren...."

Quelle

;)
 
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ich fange und schieße jeden Räuber den ich bekommen kann. einige Jungfüchse gehen zur Hundearbeit, die anderen kannst Du, bei großem Interesse Deinerseits, gern abholen, ich schick Dir die Koordinaten vom jeweiligen Stoppelfeld, Du solltest aber schneller als Rotmilan und Kolkraben sein;)
 
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ich fange und schieße jeden Räuber den ich bekommen kann. einige Jungfüchse gehen zur Hundearbeit, die anderen kannst Du, bei großem Interesse Deinerseits, gern abholen, ich schick Dir die Koordinaten vom jeweiligen Stoppelfeld, Du solltest aber schneller als Rotmilan und Kolkraben sein;)
Lass das nicht den Herrn Finze lesen, das würde ihn "wahnsinnig erschrecken" und er würde Dich zu den ÖJV-Mitgliedern zählen. ;)
 
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Das ist mir ziemlich egal, was Herr Finze liest, oder lesen möchte.
ÖJV oder Gryne sind nicht auf meiner Wellenlänge, von daher besteht keine Gefahr;)
 
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Trotzdem - zum Thread-Thema Jagd braucht Traditionsbewusstsein: was würde man denn einem Jungjäger antworten, auf die Frage, ob man traditionell Wild zur Schadensabwehr auch erlegen und einfach entsorgen dürfe, wenn man es nicht verwerten will oder kann?
 
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@äsungsfläche: Ich hüpf über's Stöckchen... ;)

Trotzdem - zum Thread-Thema Jagd braucht Traditionsbewusstsein: was würde man denn einem Jungjäger antworten, auf die Frage, ob man traditionell Wild zur Schadensabwehr auch erlegen und einfach entsorgen dürfe, wenn man es nicht verwerten will oder kann?
Tradition im Wandel der Zeit; Mein Urgroßvater hat seine Jagd noch mit den reifen Winterbälgen finanziert, dieser wertvolle Rohstoff wäre nie im Sommer vergraben worden.
Wegen der kleinteiligen, heute würde man sagen rückständigen, Landwirtschaft waren sie im Herbst trotzdem regelmäßig Hühner jagen und hatten jagdlich nutzbare Niederwildbesätze.

Ich finde es auch sehr traurig, dass uns oft nur noch diese eine Stellschraube "intensive Raubwildbejagung" bleibt, um den Niedergang der klassischen Niederwildarten zumindest regional noch etwas zu verlangsamen. Bestenfalls kann man vielleicht zusätzlich noch mit großem Aufwand und Idealismus ein paar Wildäcker realisieren.
Ich kann meine Sommerfüchse zwar wenigstens dem Schleppwildhandel zur Verfügung stellen, trotzdem entspricht es zugegebenermaßen nicht meinem Idealbild von Jagd.

Aber die Frage kann man auch genausogut auf die Streifenhörnchen ausdehnen, die zur Schadensabwehr und angeblichen ASP-Prophylaxe gestreckt werden.

Jagd greift heute da ein, wo der Mensch schon lange und immer intensiver eingreift. Deswegen braucht "Ihr" jetzt ja auch möglichst Reh-arme Wälder, um die forstlichen Fehler der Vergangenheit möglichst billig auszubügeln (und dabei vielleicht neue zu machen), und "wir" kämpfen mit den neuen Gegebenheiten einer völlig veränderten Kulturlandschaft.

Dabei ist jede Seite davon überzeugt dass die eigenen Maßnahmen richtig und erforderlich sind...

Gruß, rauhbart
 
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