Jagd braucht Traditionsbewusstsein

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Warum muss ich die Jagd begründen oder rechtfertigen? Hab es aufgegeben, warum auch. Werde keinen Jagdgegner überzeugen.
Ich mach mein Ding, halte mich an geltende Gesetze und gut ist es.
Ich muss nicht Jedermanns Freund sein.
Und zur Tradition bei der Jagd. Wer meint den letzten Bissen zu geben und noch ne Viertelstunde am Stück zu sinieren, soll es machen. Habe und werde ich bei mir im Revier immer akzeptieren.Ich mach es nicht.
Meine Prioritäten liegen wo anders.

Robert
 
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1 Feb 2015
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Du meinst die vielen verqueren Schüsse bei Maisjagden?
Ja genau (y) die meine ich auch meinetwegen :D

Deshalb finde ich solche Diskussionen so müßig, in denen man gewisse Auswüchse mit den Gründen des für und wider aufrechnet; das hatte ich oben beschrieben, dass ich mich für die Interpretation (obendrein) solcher Schlagzeilen nicht hergebe.
Dass es diese Themen gibt, stelle ich aber nicht in Zweifel. Nur sind die Gründe (ob überhaupt und was genau) getrennt zu bearbeiten von den Methoden: Wie.

Sonst glaube ich wird man sich damit ewig im Kreise drehen.
 
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Auch beim perfektesten Schützen ist die Wahrscheinlichtkeit auf angedrücktes flüchtiges Wild mal einen Fehler einzubauen erheblich höher als bei anderen Jagdarten.
Das ist eine Tatsache die man nicht wegdiskutieren kann und wenn man wie ich oft am Schießstand ist, weiß man wie wenige dieser perfekten Schützen es wirklich gibt.
Das halte ich für dünnes Eis, denn es führt geradezu in den verpflichtenden Treffsicherheitsnachweis mit allem, was dann dranhängt, wie z.B. dann Pachtverträge erfüllt werden und ggf. aus Nichterfüllung entstehende Schadensersatzforderungen der Verpächter usw.
Ich gehe z.B. auf keine Drückjagd mehr, weil ich keine Lust habe, das Schießen auf bewegte Ziele regelmäßig zu üben. Es gibt da sicher Naturtalente, die da ohne Übung auskommen (bei Schrot scheine ich das zu sein, nach 15 Jahren ohne Kipphase oder sonst Flinteneinsatz 9/19 getroffen), beim Kugelschuss müsste ich üben, vielleicht passt auch der Schaft nicht perfekt. DJ machen mir keinen "Spaß", die waldbaulichen Ziele erreichen wir ohne DJ, also warum sollte ich dafür Zeit und Geld einsetzen? Vielleicht muss ich das mal wieder machen, wenn die ASP kommt, aber derzeit reicht es mir, vom Ansitz aus zu jagen und dann eben nur zweidreimal im Jahr einen Schießstand zu besuchen. Aus meiner Sicht reicht es aus, wenn der Schütze seine eigenen Fähigkeiten kritisch hinterfragt und Ausrichtende einer DJ Teilnehmer, die negativ auffallen, aussortieren.
 
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Das halte ich für dünnes Eis, denn es führt geradezu in den verpflichtenden Treffsicherheitsnachweis mit allem, was dann dranhängt,
Dieser Treffsicherheitsnachweis sagt auch nicht allzuviel aus. Ich sehe mich anhand der Standbeobachtungen und diverser Medaillien und Pokale die ich gewonnen habe eher überdurchschnittlich. Obwohl es sehr wenige sind, sind nicht alle 50 Schuß am laufenden Keiler dort wo sie sein sollen.
Ich gehe z.B. auf keine Drückjagd mehr, weil ich keine Lust habe, das Schießen auf bewegte Ziele regelmäßig zu üben. Es gibt da sicher Naturtalente, die da ohne Übung auskommen (bei Schrot scheine ich das zu sein, nach 15 Jahren ohne Kipphase oder sonst Flinteneinsatz 9/19 getroffen), beim Kugelschuss müsste ich üben, vielleicht passt auch der Schaft nicht perfekt. DJ machen mir keinen "Spaß", die waldbaulichen Ziele erreichen wir ohne DJ, also warum sollte ich dafür Zeit und Geld einsetzen?
So seh ich das auch, ich geh auch nur mehr auf wenige DJ und die wo ich gehe wissen das ich nicht um jeden Preis schieße.
Vielleicht muss ich das mal wieder machen, wenn die ASP kommt, aber derzeit reicht es mir, vom Ansitz aus zu jagen und dann eben nur zweidreimal im Jahr einen Schießstand zu besuchen. Aus meiner Sicht reicht es aus, wenn der Schütze seine eigenen Fähigkeiten kritisch hinterfragt und Ausrichtende einer DJ Teilnehmer, die negativ auffallen, aussortieren.
Das tun leider zu wenige, und so manch Ausrichtender fällt negativ auf, weil er verantwortungsvolle Schützen anblafft, warum er den nicht auf die tieffliegend Stücke geschossen hat. Wenn das Ganze dann noch mit Sprüchen wie "gar ned gschossen is a gfeit" garniert wird muss ich mich dann schon sehr beherrschen.
 
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#1385 und #1385 sprechen einige Punkte an, aber ein paar Anmerkungen möchte ich doch machen.

Das halte ich für dünnes Eis, denn es führt geradezu in den verpflichtenden Treffsicherheitsnachweis mit allem, was dann dranhängt, wie z.B. dann Pachtverträge erfüllt werden und ggf. aus Nichterfüllung entstehende Schadensersatzforderungen der Verpächter usw.
Na und? wer auf Tiere schießt oder schießen will, sollte eine Mindestschießfertigkeit nachweisen können. Und ich wäre sogar damit zufrieden, wenn das auf stehende Scheiben geprüft werden würde.

Ich gehe z.B. auf keine Drückjagd mehr, weil ich keine Lust habe, das Schießen auf bewegte Ziele regelmäßig zu üben.
Bevor ich im Januar dieses Jahres meine DJ-Teilnahme aus Altergründen beendet habe, hatte ich an etwa 80 DJ teilgenommen. Um mich nicht auf DJ, sondern generell, vorzu bereiten, habe ich lediglich meine dafür eingesetzt Waffe auf 50m Fleck eingeschossen. Nachdem ich mir aus meiner etwas anspruchsvollen Einstellung her auf flüchtiges Wild vielleicht nur zu 70% sicher war, habe ich mich auf stehendes Wild konzentriert. Das trug dann insofern zu meiner DJ-Strecke bei, dass ich von den verhoffenden Rehen, Sauen (und auch Füchsen) keines krankgeschossen oder gar gefehlt habe. Das ist überhaupt nix besonderes, denn aufgelegt auf stehendes Wild sauer zu treffen, kann von jedem Jäger verlangt werden.
Wenn was zu schnell, zu weit, zu spitz oder mit dem Hund dahinter kommt, bleibt es bei eben unbeschossen. Das schließt bei mir nicht aus, auch auf der DJ Dubletten auf Rehwild schießen zu können.


Es gibt da sicher Naturtalente, die da ohne Übung auskommen (bei Schrot scheine ich das zu sein, nach 15 Jahren ohne Kipphase oder sonst Flinteneinsatz 9/19 getroffen), beim Kugelschuss müsste ich üben,
Letztes Jahr bei der DEVA in Berlin 13 von 15 Blechrammler geschossen, wären wohl alle umgefallen, wenn statt 7er Schrot Nr. 5 gesponsert worden wären. Bei Kugel 30% unter der 5 zu schießen, verbietet sich für mich der Flüchtigschuss.

vielleicht passt auch der Schaft nicht perfekt. DJ machen mir keinen "Spaß", die waldbaulichen Ziele erreichen wir ohne DJ, also warum sollte ich dafür Zeit und Geld einsetzen?
Der Schaft sollte immer passen, wie alles andere auch. Auf DJ ging ich nicht um "Spaß" zu haben, sondern weil gerne jage.

Vielleicht muss ich das mal wieder machen, wenn die ASP kommt, aber derzeit reicht es mir, vom Ansitz aus zu jagen und dann eben nur zweidreimal im Jahr einen Schießstand zu besuchen.
Das passt doch so

Aus meiner Sicht reicht es aus, wenn der Schütze seine eigenen Fähigkeiten kritisch hinterfragt und Ausrichtende einer DJ Teilnehmer, die negativ auffallen, aussortieren.
Geeenau - aber wer macht schon beides??
 
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27 Nov 2016
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hört doch mit diesen unsäglichen Forderungen nach noch mehr Nachweisen auf:mad::mad::mad:
Hier, in der Weite Niedersachsens ist es jetzt schon bescheiden, was die Schießstanddichte angeht und es werden noch mehr Schießstände schließen. Das führt dann dazu, dass die, welche noch Ihr täglich Brot erarbeiten müssen, sich einen Tag Urlaub nehmen müssen um xy km zu einem Schießstand zu fahren.
Immer schön fordern, noch mehr Auflagen, bis es ganz vorbei ist. Die "Ballerbrüder" werden über Einladungen ausgesiebt und gut,
 
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wenn man sich 5 Tage für einen Hirschen in Osteuropa "gönnt", könnte ein Tag für die Jagd im Jahr oder von mir aus auch alle 3 Jahre schon drin sein. Von 5 oder 10 DJ, die von weit her oder nach weit hin gefahren werden, redet auch keiner und weiß nicht einmal ob er Anlauf hat oder wenn er schießt was trifft. Auf Jagdmessen, nach wer weiß wo hin, wird ja auch gefahren.
Mit "fordern" hat das nix zu tun.
 
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doch, es hat mit fordern zu tun. Ich lehne alles ab, was man versucht mir zusätzlich auf zu erlegen. Man zwingt uns u.U. neue Waffenschränke zu beschaffen, welche die gleichen wie vorher sind, ein anderes Typenschild bekommen und dann 500 mehr kosten. Man zwingt uns etliche alte Gewehre nicht mehr nutzen zu können weil man es bleifrei möchte, jetzt fragt man sogar noch beim Verfassungsschutz nach, warum wir nicht die Grynen wählen. Ich weiß was die Unterhaltung von Schießständen kostet, muß mittlerweile 60 km einfache Fahrt bewältigen, um GK schießen zu können. Lustig ist das alles nicht mehr.
 
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doch, es hat mit fordern zu tun. Ich lehne alles ab, was man versucht mir zusätzlich auf zu erlegen. Man zwingt uns u.U. neue Waffenschränke zu beschaffen, welche die gleichen wie vorher sind, ein anderes Typenschild bekommen und dann 500 mehr kosten. Man zwingt uns etliche alte Gewehre nicht mehr nutzen zu können weil man es bleifrei möchte, jetzt fragt man sogar noch beim Verfassungsschutz nach, warum wir nicht die Grynen wählen. Ich weiß was die Unterhaltung von Schießständen kostet, muß mittlerweile 60 km einfache Fahrt bewältigen, um GK schießen zu können. Lustig ist das alles nicht mehr.
Du musst ja auch alle 2 Jahre zum TÜV und wenn du mehr Autos hast, das dann mehrmals.
Der Verfassungsschutz wird bereits bei der Verlängerung oder neuer Jagdkarte befragt.
 
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31 Aug 2009
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Mir erscheint es so, als hätten viele Jäger Probleme damit, zwischen dem Eigentum an Grund und Boden und dem damit verbundenen Nutzungsrecht, auch dem Recht der jagdlichen Nutzung, und den HERRENLOSEN freilebenden Tieren, die sich auf diesem Eigentum bewegen, zu unterscheiden.

Grundeigentümer müssen im Rahmen der Sozialpflichtigkeit des Eigentums in gewissem Rahmen diese Wildtiere auf ihren Flächen dulden, ohne sie bejagen zu dürfen. Die Entscheidung, ob und in welchem Umfang eine Tierart bejagt werden darf, trifft die Gesellschaft via Politik. DESHALB halte ich es für eine gute Idee, dass Jäger sich dazu positionieren, warum sie eine bestimmte Tierart bejagen wollen und wie sie sich das praktisch vorstellen. Nicht jeder einzelne Jäger muss das ständig tun, aber die Interessenvertretung schon.

Kann die Jägerschaft ihre Wünsche nicht authentisch und gut begründet darstellen, muss sie sich nicht wundern, wenn sie immer weniger Zustimmung von der Bevölkerung bekommt. Das sind nicht alles militante Tierschützer oder Jagdgegner, die sich kritisch zeigen, sondern ganz normale, empathische Menschen, die Tiere lieben und sie möglichst unversehrt wissen wollen.

Wer eine Wildart bejagt, geht immer das Risiko ein, dass Tiere nicht blitzartig getötet, sondern nur verletzt werden und Qualen leiden. Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich und nicht vermittelbar, dieses Risiko nur deshalb einzugehen, weil man grad mal Lust zur spannenden Jagd und Lust auf Beute hatte. Es sollte imo schon ein sinnvollerer Grund als reine Jagdlust zum Schuss auf ein Wirbeltier vorhanden sein. Wenn man sich z. B. solche (#6394) Videos anschaut, und das kann im Netz jeder, wird man schwer vermitteln können, dass dort 20 hungrige Leute nach Schweden gereist sind, um sich mal einen Entenbraten zu schießen oder dem Altersheim mit Entenfleisch was Gutes zu tun. ;)
Ich glaube, du hast das mit dem Jagdrecht welches am Eigentum land und forstwirtschaftlicher Fläche gebunden ist, nicht wirklich verstanden. Das Jagdrecht gehört den Eifentümern der LN und FN, nicht den Jägern. In der Regel übertragen die Eigentümer das Jagdrecht an Jäger, manchmal nutzen sie das auch selber, wenn sie Eigentümer eines Eigenjagdbezirkes sind.
 
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27 Apr 2009
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Ich glaube, du hast das mit dem Jagdrecht welches am Eigentum land und forstwirtschaftlicher Fläche gebunden ist, nicht wirklich verstanden. Das Jagdrecht gehört den Eifentümern der LN und FN, nicht den Jägern. In der Regel übertragen die Eigentümer das Jagdrecht an Jäger, ......
Nein, sie verpachten das Jagdausübungsrecht an Jäger.

Offensichtlich habe ich das doch ganz gut verstanden. ;)
 
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Lieber Skogman,
auch wenn wir uns hier etwas reiben, mag ich Deine Position und würde mir wünschen, DU wärst einer der vordersten Funktionäre im traditionellen Verbandslager. Von dort erlebe ich leider überwiegend reine Verhinderungs-Strategie, keine konsensorientierte Zusammenarbeit. Die Lust an der Konfrontation und Spaltung kann ich nicht nachvollziehen, angesichts der großen Probleme, die in vielen Wäldern aktuell herrschen.
Na würde ich doch einen Verein oder gleich eine Partei gründen, auch die Grünen haben mal klein angefangen. Dann wärst als Gründer der Oberfunktionär. Die Spaltung ist die Lust der herrschenden, denn dadurch lässt sich leichter regieren, dirigieren, kontrollieren, die Bürgerrechte minimieren. Burkard Hirsch z.B. trat für die Bürgerrechte ein und wurde gebashed. Trump hätte ihn "gefeuert". Heute schwimmt doch jeder auf der Softwave des Mainstreams und traut sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht aufzumucken.
Was Verbandslager und Funktionäre angeht, wird man sich dem Zwang der Realität anpassen, wie sich z.B. die aktuellen Oppis in der Regierungsverantwortung anpassen werden.
 
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