Jagd braucht Traditionsbewusstsein

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das letzte und auch schon das vorletzte Reh wird die Kirrung meiden
Ohne zu wissen, ob diese beiden die letzten oder vorletzten an der Kirrung (und Salzlecke) sind:
Ein Tag nach der Kirrung mit 500g Sauerkraut, was kaum als "Fütterung" auslegbar ist.
Wahrscheinlich treibt sie der Hunger hin, weil draußen in der Flur alles kahl ist.
Die Geiß scheint dem Hungertod nahe und legt sich schon nieder. :oops:
 

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Der Film war im Ganzen gesehen für Nichtjäger gut gemacht.
Aufbrechen von SW im Wald ist heute der ASP wegen ein no go.
Wasser gilt als Pfui, auswischen reicht.
Mir sagt sagt das ab 12:40 nix, denn ich praktiziere das ohnehin nicht.
 
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17 Jun 2019
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Einen alten Text aus heutiger moralischer und semantischer Sicht zu beurteilen kann nur falsch sein, da sich Denkweisen und Prämissen verändert haben. In einigen Jahren wird man über aktuelle Texte, welche heute das Non Plus Ultra der Moral darstellen genauso verständnislos den Kopf schütteln. Jeder Mensch ist ein Kind seiner Zeit und in aller Regel in seinem Zeitgeist gefangen.
 
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Das ist eine Respektsbekundung. Respekt vor dem Lebewesen, der Kreatur, der Schöpfung.....
So habe ich das nie empfunden, weil ich schon als Kind (Treiber) öfter Jäger beobachten konnte, die diesen Respekt vor LEBENDEN Tieren, denen es noch was gebracht hätte, ziemlich deutlich vermissen ließen, um dann am toten Tier eine totale "Show" abzuziehen. Seit dieser Zeit mit diesen Erlebnissen habe ich nur noch Verständnis für Respektsbezeugungen gegenüber Lebewesen, der Kreatur und Schöpfung, die auch dort ankommt.
 
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Das ist eine Respektsbekundung. Respekt vor dem Lebewesen, der Kreatur, der Schöpfung. Daran ist nichts verwerfliches und es ist nicht unnötig geworden.
Hier lässt sich aber schonmal über die "bruchgerechten" Baumarten streiten. Warum wurden die nicht angepasst/ausgeweitet?
Klar, wenn nichts passendes in der Nähe ist darf man (wie großzügig) auch was anderes nehmen.
Wenn ich richtig dran bin, wurde früher (keine Ahnung wann das gewesen sein soll) wohl auch nur dem männlichen Schalenwild ein letzter Bissen gereicht.
 
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der letzte Bissen hat genau 0 mit Respekt vor dem Lebewesen zu tun.

Das ist ein rückwirkendes waidgerecht machen von evtl nicht so ganz einwandfreiem Verhalten vor dem Schuss. In dem Moment, wenn man vor der erlegten Kreatur steht ist man mit der Tragweite des eigenen Handelns konfrontiert. Hat man jetzt wirklich sauber angesprochen? Oder ging es vielleicht doch ein bißchen mit einem durch und man hätte eigentlich gar nicht oder nicht gerade in der Situation abdrücken sollen?
Da brauchts dringend etwas um die Absolution für das eigene Handeln zu erlangen. Da kommt so ein schön traditionelles Ritual gerade recht. Damit hat man dann rückwirkend doch noch Respekt vor der Kreatur gezeigt und kann sich einreden alles richtig gemacht zu haben. Für nichts anderes ist das gut.

Wer vor dem Schuss waidgerecht handelt, der braucht diese abstruse Ersatzhandlung nicht. Wer nur damit Respekt zeigen will, der kann einem leid tun.

Ich will natürlich nicht unterstellen, dass das für alle gilt. Die große Mehrheit dürfte das machen ohne drüber nachzudenken was das eigentlich soll, weil man das halt schon immer so gemacht hat und sie Tradition nicht hinterfragen.

Der Ursprung lässt sich aber eigentlich nur wie von mir beschrieben erklären. Da hats ein Ritual gebraucht um sich besser zu fühlen. Das Wild hat nichts davon und ein Zusammenhang zwischen dem abstrusen Vorgang dem toten Tier einen Zweig in den Mund zu stecken und Respekt vor dem Wild zu haben lässt sich vernünftigerweise auch nicht herstellen.
 
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#1418 und #1420
Da ist was dran, wenngleich ich das der "Waidgerechtigkeit" wegen, gelegentlich auch mache, aber dann auch beim Kitz und weiblichem Wild. Als Entschuldigung für einen miesen Treffer ist der schönste Eichenbruch aus Herbstlaub völlig daneben.
Ein Gewissen in irgendeiner Richtichtung müsste oder sollte man sich vooor dem Schuss machen.
Ist der Schuss mit hoher Wahrscheinlichkeit bestmöglich tödlich und liegt das Stück am Anschuss, dann stellen sich als Fragen:
beschossen wie angesprochen
getroffen wie angehalten
Wenn wir als Jäger dem Wild Respekt zollen wollen, dann vooor dem Schuss.
Das gilt für die seitens der Jäger dem Wild eingeräumte mögliche Lebensweise wie auch für eine "anständige" Bejagung, die in hohem Maße von der Schießfertigkeit abhängt.
Wer in seinem Umfeld eine mögliche Verbesserung der Umstände unterlässt, der handelt nicht waidgerecht. Nur so am Rande: Besser lässt sich vieles machen, aber eines Aufwandes wegen nicht unterlassen werden.
 
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Genau wird darauf gepfiffen, ob und wie der deutschen Sprache mächtigen Jäger/innen die provokante progressive Kleinschreiberei empfinden.
 
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Das hat Gründe in der schwammigen Smartphone Tastatur

Aber so wie ich die Reaktion sehe ist meine message angekommen!
 
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