Jagd in Afrika vs Jagd in Deutschland

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Wie mancher der Vorredner schon schrieb, ist es schwer einen Vergleich zu ziehen.
Namibia ist wunderschön, exotisch, ursprünglich, unendlich weit und einfach anders. Die Wildarten dort faszinieren uns (die Holde und mich), man kann endlos pirschen oder verträumt am Wasserloch sitzen, die Jagd mit anderen Aktivitäten koppeln etc. pp.
Dennoch habe ich auch hier spannende, aufregende Jagden erleben dürfen als Hundeführer, Bau- und Krähenjäger, privat und beim Forst.
Ich würde fast meinen, dass die Jagd hierzulande, wenn man alle Möglichkeiten ausschöpft, noch etwas vielfältiger ist wie unten in Afrika. Nichtsdestotrotz bleibt unser Ziel, mind. alle 2 Jahre rüber zu fliegen und in absehbarer Zukunft auch mal länger dort zu bleiben.
Namibias Zauber ist unvergleichlich, allein die Sonnenauf- und -untergänge oder der Nachthimmel :)
 
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Deutschland versus Namibia bedeutet vor allem völlig unterschiedliche Reviergrössen und die Möglichkeit zur Pirschjagd in menschenleerer Landschaft.
Man kann es nicht vergleichen, sollte aber beides erlebt haben.
 
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Mir ist die vielfältige Jagd vor der Haustür mehr wert als ein Erlebnis auf einer Jagdreise. Es gibt Sachen, die ich "gerne mal machen" würde oder auch Gegenden in Deutschland in denen ich auch gut leben und jagen könnte aber ich würde die Jagd hier nicht aufgeben und dafür ein paar Wochen im Jahr nach Afrika reisen.
Ich denke, es sollte auch nicht "das ganze Jahr über in Deutschland jagen" mit 14 Tagen Afrika verglichen werden.

...sondern eher die ganzheitlichen Verhältnisse drunten und hier.

Und da kommt einfach immer das Geld ins Spiel.

Es ist ein Unterschied, ob du dir hier locker ne 1000 ha Hochwildjagd pachten kanns, oder der Kirrdödel in einem Niederwildrevier mit Lizenz zum IIIb Rehbock bist.

Genau so dürfte es in Afrika sein..... mit genug Kohle kann man's sich überall schön machen.

Gleiche finanzielle & zeitliche Verhältnisse vorausgesetzt, find ich's drunten interessanter.


Gruß

HWL
 
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die afrikanische Jagd bei Tageslicht finde ich perönlich gut.

Das ist es was auch für mich den Reiz an so mancher Auslandsjagd ausmacht, nicht die tolle Trophäe oder das exotische Wild. Hier bietet Afrika sicherlich traumhafte Möglichkeiten... Namibia leider wieder verschoben :confused:

Der Trend zur "Nachtjagd" gefällt mir gar nicht, mache ich so auch nicht mit.
 
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Das ist es was auch für mich den Reiz an so mancher Auslandsjagd ausmacht, nicht die tolle Trophäe oder das exotische Wild. Hier bietet Afrika sicherlich traumhafte Möglichkeiten... Namibia leider wieder verschoben :confused:

Der Trend zur "Nachtjagd" gefällt mir gar nicht, mache ich so auch nicht mit.

In unseren Regionen was bleibt dir übrig wenn du nicht abends und in der Nacht ansitzen willst. Nur an Drückjagden teilzunehmen ist sicher auch nicht aufregend. In unserer überbevölkerte Kulturlandschaft kann man tagsüber nur sehr bedingt jagen. Anders effektiv in Afrika wo man sowieso in vielen Ländern nur tagsüber jagen darf und auch problemlos kann. Der Jäger in Afrika wird ganz anders eingeschätzt als in Europa.
 
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In unseren Regionen was bleibt dir übrig wenn du nicht abends und in der Nacht ansitzen willst. Nur an Drückjagden teilzunehmen ist sicher auch nicht aufregend. In unserer überbevölkerte Kulturlandschaft kann man tagsüber nur sehr bedingt jagen. Anders effektiv in Afrika wo man sowieso in vielen Ländern nur tagsüber jagen darf und auch problemlos kann. Der Jäger in Afrika wird ganz anders eingeschätzt als in Europa.
Ich Sitze natürlich auch in die Dämmerung und in die Nacht hinein.
Besonders bei Schwarzwild geht anders kaum noch etwas.

Was ich meinte ist der "Trend" zur Techniknutzung auf alles was keucht und fleucht.
 
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Auch wenn ich noch nicht in Afrika war, möchte ich meine Ansicht schreiben:

Ich bin überzeugt, dass es viele Dinge gibt, die mich in Afrika faszinieren würden. Flora, Fauna, Kulturen und vieles mehr. Jagdlich zieht es mich aber bisher überhaupt nicht dorthin. Dies hängt damit zusammen, dass ich keinerlei Bezug zu den Arten dort habe. Gleiches gilt bei uns z.B. für Birkwild, Gams usw., zu denen ich keinen Bezug habe. Von daher reizen sie mich jagdlich überhaupt nicht.

Ob sich das noch mal ändert bezweifle ich momentan. Außerdem tickt die biologische Uhr.

wipi
 
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Auch wenn ich noch nicht in Afrika war, möchte ich meine Ansicht schreiben:

Ich bin überzeugt, dass es viele Dinge gibt, die mich in Afrika faszinieren würden. Flora, Fauna, Kulturen und vieles mehr. Jagdlich zieht es mich aber bisher überhaupt nicht dorthin. Dies hängt damit zusammen, dass ich keinerlei Bezug zu den Arten dort habe. Gleiches gilt bei uns z.B. für Birkwild, Gams usw., zu denen ich keinen Bezug habe. Von daher reizen sie mich jagdlich überhaupt nicht.

Ob sich das noch mal ändert bezweifle ich momentan. Außerdem tickt die biologische Uhr.

wipi
Das Ticken der biologischen Uhr kann nur an einem afrikanischen Lagerfeuer ausgebremst werden. :cool:

Gruß

HWL
 
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…in Afrika wo man sowieso in vielen Ländern nur tagsüber jagen darf und auch problemlos kann.

Zum Glück gibt es für mich als Einheimischen in Südafrika diese Einschränkungen bzgl. Nachtjagd nicht. Auch benötige ich keinen Führer, sondern kann allein losziehen.

Die afrikanischen Nächte beim Licht des Mondes werde ich niemals vergessen. Im Staatswald und auf Farmen war ich unzählige Nächte hinter Bushpigs her. Diese verursachten in Maisfeldern, Nussplantagen etc immense Schäden. Manche Farmer boten mir sogar Prämien für erlegte Sauen an, was ich jedoch stets ablehnte. Stattdessen nahm ich ab und zu etwas von den besten Teilen mit, wie Rücken und Filets. Das Fleisch von Bushpigs zählt mit zum besten in Afrika.
 
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Zum Glück gibt es für mich als Einheimischen in Südafrika diese Einschränkungen bzgl. Nachtjagd nicht. Auch benötige ich keinen Führer, sondern kann allein losziehen.

Die afrikanischen Nächte beim Licht des Mondes werde ich niemals vergessen. Im Staatswald und auf Farmen war ich unzählige Nächte hinter Bushpigs her. Diese verursachten in Maisfeldern, Nussplantagen etc immense Schäden. Manche Farmer boten mir sogar Prämien für erlegte Sauen an, was ich jedoch stets ablehnte. Stattdessen nahm ich ab und zu etwas von den besten Teilen mit, wie Rücken und Filets. Das Fleisch von Bushpigs zählt mit zum besten in Afrika.
Interessant! Ich war leider noch nie in Afrika, da mangelt es bisher an den Mitteln. Kommt aber sicher in der Zukunft. Alle deutschen Jäger bzw. "namibischen" Farmer die ich bisher kennengelernt habe, versicherten mir, das Wildbret der Warzenschweine würde nicht (vom Farmer und Gästen) gegessen werden. Das Fleisch würde lokal vermarktet. Oftmals wurde die Trichinenproblematik als Grund aufgeführt. Wie läuft das als local? Hast du die Möglichkeit einen Test durchzuführen? Oder wird ausreichend erhitzt? Lg und WH
 
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Warzenschweine leben vegetarisch, Trichinen spielen hier keine Rolle.
Die Bushpigs ähneln unseren Wildschweinen, diese leben auch in anderen Regionen (zumindest nicht in Namibia), ob Trichinen hier eine Rolle spielen vermag ich nicht zu sagen.
 
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Interessant! Ich war leider noch nie in Afrika, da mangelt es bisher an den Mitteln. Kommt aber sicher in der Zukunft. Alle deutschen Jäger bzw. "namibischen" Farmer die ich bisher kennengelernt habe, versicherten mir, das Wildbret der Warzenschweine würde nicht (vom Farmer und Gästen) gegessen werden. Das Fleisch würde lokal vermarktet. Oftmals wurde die Trichinenproblematik als Grund aufgeführt. Wie läuft das als local? Hast du die Möglichkeit einen Test durchzuführen? Oder wird ausreichend erhitzt? Lg und WH

Ich kenne keinen einheimischen Jäger, der das Fleisch von Warzenschweinen verschmähen würde, ganz im Gegenteil. Es kommt u. a. auf Alter und Geschlecht des Stückes an. Einmal erlegte ich nahe Okahandja auf der Farm eines Cousins einen uralten abgekommenen Keiler. Niemand rührte ihn an, kein Wunder. Jedoch erlegte ich in Südafrika mehrmals junge Bachen, deren Wildbret ganz vorzüglich war. Meine Frau machte daraus Gulasch, dazu Kartoffelbrei und Gemüse. Ein Gedicht!

Eine offizielle Trichinenbeschau nahmen wir nicht in Anspruch m. Jedoch wurden von uns erlegte Stücke gründlichst untersucht und das Fleisch gut durchgebraten. Haben wir alle überlebt…
 
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Ich denke, es sollte auch nicht "das ganze Jahr über in Deutschland jagen" mit 14 Tagen Afrika verglichen werden.

...sondern eher die ganzheitlichen Verhältnisse drunten und hier.

Und da kommt einfach immer das Geld ins Spiel.

Es ist ein Unterschied, ob du dir hier locker ne 1000 ha Hochwildjagd pachten kanns, oder der Kirrdödel in einem Niederwildrevier mit Lizenz zum IIIb Rehbock bist.

Genau so dürfte es in Afrika sein..... mit genug Kohle kann man's sich überall schön machen.

Gleiche finanzielle & zeitliche Verhältnisse vorausgesetzt, find ich's drunten interessanter.


Gruß

HWL
Da wirst du wohl recht haben. Und so schlecht sind deine Jagdmöglichkeiten ja nicht wenn ich richtig aufgepasst habe ;)
 
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@Woodleigh, @Lüderitz danke für eure Antworten. Ich hab den Fehler gemacht Bushpigs und Warzenschweine gleichzusetzen. Hier sieht man mein mangelnde Kenntnis. Ich werde nachbessern. Lasst euch die Schweine schmecken. :)
 
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