[Bayern] Jagd Youtuber erhält Strafbefehl wegen Video

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Hmmm, dann wäre es ja auch richtig alle Waffen zu verbieten wenn jemand damit Unsinn macht? Ein Argument bei dem wir ganz schnell unser Gerödel abgeben müssen! Wer einen Hund quälen will, macht das auch ohne E- Gerät! Das E - Gerät richtig angewendet ist ein "Skalpell" in der Hundeausbildung. Sauber und punktuell einsetzbar, einfach und stressfrei für den Hund zu verstehen und vorallem Kontrolle auch auf Entfernung! Hier hätte nur ein Sachkundenachweis gereicht und viel mehr geholfen, als ein Verbot!


Nein, das hat eher mit einer "dichtbesiedelten" und "Straßen / Dörfer" durchzogenen andschaft zu tun. In Schweden, Kanada usw. könnte ich mir so etwas vorstellen! Hier in Deutschland muss mein Hund in meinem Kontrollbereich bleiben
Sehr richtig, und natürlich ist es eine Frage von Erfahrung, Passion und Eignung der Hundeführer, für mich käme die Ausbildung eines solchen selbständigen Hundes nie in Frage, dazu mangelt es mir an Wissen und Zeit, leider reflektiert sich nicht jeder.:(
 
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Das hat nix mit der "grünen" Welt zu tun. Es würde wohl jede Menge HF geben, die diese Methoden wieder einsetzen würden. Gleiches gilt für Würger ohne Begrenzung, die man gelegentlich noch sieht. Depperte HF finden sich in allen möglichen Hundelagern und deshalb finde ich, dass es richtig ist und war, bestimmte Dinge zu verbieten. Es gibt ja auch noch Leut, die glauben, mit dem Gartenschlauch bringt man den "schwer erziehbaren" Hund gut hin.
Und genau die würden permanent auf die Taste drücken. Ansonsten denk ich ganz genauso. Der Hund muss auf Kommando da sein und muss nicht allzu lange den Einflussbereich seines Führers verlassen. Wo der Hund arbeitet, bin ich nicht weit und im Idealfall noch ein paar Schützen. Ferdisch ist die Laube. :cool:
Also ich diszipliniere den Hund eines Bekannten regelmäßig mit dem Wasserschlauch!

Aber der scheint auf SM zu stehen, der findet das richtig geil... immer diese Labbis!

ZUM THEMA:

Selber schuld. Ich kann dazu nur sagen: „Die Geister die ich rief...“

Ich kann nicht sagen ob das ein Zusammenschnitt ist aus mehreren Jahren oder ob das die Anzahl der Einsätze der kalten Waffe einer einzigen Jagd ist.

Soll wohl sensationsgeil so wirken als wenn das alles ein Vormittag gewesen wäre.

Richtig ist was er sagt:
- Die Sauen werden schlauer.
- Die Sauen werden mehr.
- Eine Sau die die Hunde oder Treiber angeht sollte wenn mgl. erlegt werden.
- Wo die Hunde dran sind wird nicht drauf geballert.

Falsch ist - wenn es tatsächlich so ist-:
Dass er es wohl explizit drauf anlegt. Er geht mit Hunden durch die darauf konditioniert sind die Sauen nicht auf die Läufe zu bringen sondern sie zu packen. Dann sticht er sie ab.

Braucht wohl den Adrenalinspiegel, hm?
 
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Also ich diszipliniere den Hund eines Bekannten regelmäßig mit dem Wasserschlauch!

Aber der scheint auf SM zu stehen, der findet das richtig geil... immer diese Labbis!

ZUM THEMA:

Selber schuld. Ich kann dazu nur sagen: „Die Geister die ich rief...“

Ich kann nicht sagen ob das ein Zusammenschnitt ist aus mehreren Jahren oder ob das die Anzahl der Einsätze der kalten Waffe einer einzigen Jagd ist.

Soll wohl sensationsgeil so wirken als wenn das alles ein Vormittag gewesen wäre.

Richtig ist was er sagt:
- Die Sauen werden schlauer.
- Die Sauen werden mehr.
- Eine Sau die die Hunde oder Treiber angeht sollte wenn mgl. erlegt werden.
- Wo die Hunde dran sind wird nicht drauf geballert.

Falsch ist - wenn es tatsächlich so ist-:
Dass er es wohl explizit drauf anlegt. Er geht mit Hunden durch die darauf konditioniert sind die Sauen nicht auf die Läufe zu bringen sondern sie zu packen. Dann sticht er sie ab.

Braucht wohl den Adrenalinspiegel, hm?
Sollte der einzige Zweck sein, gesunde Sauen mit den Hunden zu binden, um sie als Hundeführer zu erlegen, wäre das zwar zu missbilligen. Jedoch würde es allein noch nicht die in dem Strafbefehl genannten Tatbestandsmerkmale erfüllen. Dort heißt es sinngemäß, dass die Sauen durch die Hunde bis zur Erschöpfung (zu Stande) gehetzt werden. Das dürfte selbst mit Meuten eher nicht der Fall sein.
 
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Ich hab mal die rechtliche Seite aus der Wiki rausgesucht, da kann man sich dann denken, wo der Staatsanwalt einhaken wird:

"Nach § 19 Abs. 1 Nr. 13 BJagdG ist die Hetzjagd in Deutschland verboten. Als (rechtliche) Definition für Hetzjagd im Sinne des BJagdG wird angeboten: eine Jagdausübung in der Form, dass das gejagte Tier von dem hetzenden Tier festgehalten wird, bevor es durch den Jäger getötet wird[11].
Das Wildbret von stark gehetztem Wild gilt rechtlich als genussuntauglich.[12]

In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz[13], ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen. Dabei wird unter Hetzen jede, an ein Tier gerichtete Aufforderung zur Verfolgung oder zum aktiven Greifen eines anderen Tieres verstanden, unabhängig davon, ob das dem anderen Tier tatsächlich gefährlich werden kann[14].
Ausgenommen von diesem grundsätzlichen Verbot ist das Hetzen nach den Grundsätzen weidgerechter Jagdausübung. Dieses Jagdprivileg gestattet in Bezug auf jagdbares Wild etwa den Einsatz von Greifen zur Beizjagd, von Frettchen zum Treiben von Kaninchen und von Erdhunden zum Treiben von Füchsen aus ihrem Bau, oder von sonstigen Jagdhunden, sofern es zur rechtmäßigen Jagdausübung oder zur Ausbildung dieser Tiere erforderlich ist.
Die Nachsuche mit einem Schweißhund oder einem anderen Jagdhund auf angeschossenes oder angefahrenes Wild, um diesem durch möglichst schnelles Erlegen unnötiges Leid zu ersparen, kann in diesem Sinne Hetze bedeuten, ist aber weidgerecht und dem Jäger sogar geboten[15].
Die Brackierjagd, als eine Art Hetzjagd ist nach BJagdG[16] auf einer Fläche von weniger als 1000 Hektar verboten, aber darüber hinaus weidgerecht. Ebenfalls weidgerecht ist die Drückjagd, bei der es aber im Gegensatz zur Hetzjagd darum geht, das Wild nur in eine Bewegung zu versetzen, die möglichst langsam sein soll, damit die Schützen es gut erkennen (ansprechen) und sicher erlegen können."
 
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Dem Solojäger nimmst du mit zuviel Gehorsam die Selbständigkeit und die Unabhängigkeit und dann macht der Hund ohne dich, im schlechtesten Fall, nichts mehr!

Der braucht den Freiraum, da wirkt zu viel Gehorsam eher wie Gift. Das ist leider so!
So war´s bei meinem seligen Foxlrüden. Ich hab sogar die Brauchbarkeit abgebrochen deswegen. Der Kursleiter war DD-Führer und der Rest führte alles Vorsteher. Erste Maßnahme war Koralle, zweite ein Stock. Nach vier, fünf Trainingseinheiten hat mein Hund die Welt nicht mehr verstanden und es brauchte Monate, bis er wieder Vertrauen zu mir hatte.
Auf Drückjagd kam er so alle 10 min. zu mir, war er an Sauen dran, ging er weit mit, aber mehr als eine Dreiviertelstunde war er nie fort.
Auch im Bau mußte er selber entscheiden, lieg ich weiter vor, wechsel ich die Röhre, bedräng ich mit der Zeit schärfer etc. Sind halt andere Verhältnisse bei Terriern.
Dem Führer gegenüber absolut weich (auch die jetzige Madame), an Raubwild und Sau gnadenlos.
 
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Ich hab mal die rechtliche Seite aus der Wiki rausgesucht, da kann man sich dann denken, wo der Staatsanwalt einhaken wird:

"Nach § 19 Abs. 1 Nr. 13 BJagdG ist die Hetzjagd in Deutschland verboten. Als (rechtliche) Definition für Hetzjagd im Sinne des BJagdG wird angeboten: eine Jagdausübung in der Form, dass das gejagte Tier von dem hetzenden Tier festgehalten wird, bevor es durch den Jäger getötet wird[11].
Das Wildbret von stark gehetztem Wild gilt rechtlich als genussuntauglich.[12]

In Deutschland verbietet das Tierschutzgesetz[13], ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen. Dabei wird unter Hetzen jede, an ein Tier gerichtete Aufforderung zur Verfolgung oder zum aktiven Greifen eines anderen Tieres verstanden, unabhängig davon, ob das dem anderen Tier tatsächlich gefährlich werden kann[14].
Ausgenommen von diesem grundsätzlichen Verbot ist das Hetzen nach den Grundsätzen weidgerechter Jagdausübung. Dieses Jagdprivileg gestattet in Bezug auf jagdbares Wild etwa den Einsatz von Greifen zur Beizjagd, von Frettchen zum Treiben von Kaninchen und von Erdhunden zum Treiben von Füchsen aus ihrem Bau, oder von sonstigen Jagdhunden, sofern es zur rechtmäßigen Jagdausübung oder zur Ausbildung dieser Tiere erforderlich ist.
Die Nachsuche mit einem Schweißhund oder einem anderen Jagdhund auf angeschossenes oder angefahrenes Wild, um diesem durch möglichst schnelles Erlegen unnötiges Leid zu ersparen, kann in diesem Sinne Hetze bedeuten, ist aber weidgerecht und dem Jäger sogar geboten[15].
Die Brackierjagd, als eine Art Hetzjagd ist nach BJagdG[16] auf einer Fläche von weniger als 1000 Hektar verboten, aber darüber hinaus weidgerecht. Ebenfalls weidgerecht ist die Drückjagd, bei der es aber im Gegensatz zur Hetzjagd darum geht, das Wild nur in eine Bewegung zu versetzen, die möglichst langsam sein soll, damit die Schützen es gut erkennen (ansprechen) und sicher erlegen können."

Das ist aber nicht die Definition, welche die Staatsanwaltschaft in dem Strafbefehl gegen Lasse Böckmann zugrundegelegt hat. Zumindest, wenn die Bilder im Netz authentisch sein sollten.
 
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Du führst aber selbst keinen Hund auf der Nachsuche oder?
Wenn doch, wie transportierst Du die Saufeder dabei?
Wenn nein, der Hundeführer lässt zu, dass Du mit einer „Lanze“ versuchst um den Hund zu stochern?
Am Anschuss wird entschieden was mitgenommen wird. Die Begleitung trägt die Saufeder und reicht sie im Bedarfsfalle zu. Die Lanze ist eine Zeiler Klinge von 1,40m Länge. Der firme Hund sieht meine Absicht und macht Platz.
 
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Am Anschuss wird entschieden was mitgenommen wird. Die Begleitung trägt die Saufeder und reicht sie im Bedarfsfalle zu. Die Lanze ist eine Zeiler Klinge von 1,40m Länge. Der firme Hund sieht meine Absicht und macht Platz.
Wow, jetzt bin ich echt tief beeindruckt! Wenn ich mal groß bin, möchte ich so etwas auch können.


grosso
 
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Ich denke er stand mit seinem grenzwertigen Auftreten schon länger im Visier. Jetzt wurde einfach der Sack zugemacht.
Der große Fanclub - auch hier im Forum - macht mir Angst. Wo sind wir inzwischen gelandet?
Auf seiner Homepage wertet er sogar einen Teil seiner Hunde als Packer ein.
Jeder Jäger sorgt mit seinem Auftreten für unser Image. Mit dem Seidl Bier in der Hand und Kippe bei einem Monolog wird halt jedes Klischee erfüllt, das unsere Gegner, aber so gerne pflegen. Der neutrale Beobachter bekommt einen Eindruck den er entweder mag oder nicht.
Er suchte und pflegte eine andere Einstellung zur Jagd. Die ist ihm zum Verhängnis geworden.
 
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Ich denke er stand mit seinem grenzwertigen Auftreten schon länger im Visier. Jetzt wurde einfach der Sack zugemacht.
Der große Fanclub - auch hier im Forum - macht mir Angst.
Meine Wahrnehmung ist nicht, dass er hier Fans hat. Es gibt wohl den einen oder anderen, der argumentiert, er sei Jäger und damit einer von uns und wir sollten entsprechend Korpsgeist beweisen.

Ich habe für mich einen Moment darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, ihn nicht unterstützen zu wollen. Die Art des Hundeeinsatzes habe ich vorher kritisch kommentiert und erachte sie nach wie vor als 'juristisch' grenzwertig und aus meiner sehr individuellen Sicht als nicht wünschenswert (vorsichtig formuliert). Ich mag hier gar nicht all die Debatten um spurlaute Hunde, Durchgeher und Standschnaller wieder aufwärmen, es bewegt sich aber - aus meiner individuellen Sicht - u.a. auch in dem Fahrwasser und das ist ein durchaus komplexes und sensibles Thema.

Wo sind wir inzwischen gelandet?
Auf seiner Homepage wertet er sogar einen Teil seiner Hunde als Packer ein.
Das spricht nicht für seine Auffassungsgabe, respektive seine Fähigkeit, das rechtliche Umfeld zu bewerten, in dem er sich mit seiner Art der Hundeführung bewegt. Er hat aber, expressis verbis, mit seiner vergleichbar kurzen Historie in Sachen (Jagd)Hundeführung, deutlich zum Ausdruck gebracht, was er von anderer Hundeführung/ anderem Hundeeinsatz hält.

Da meine Auffassung dazu in fast jedem Punkt absolut konträr ist, hat er meine Sympathie und moralische Unterstützung eher nicht. Wer da vollmundig sehr ausgrenzend argumentiert, muss dann auch die Eier haben, wenn es eng wird mit dem eigenen exklusiven Standpunkt.

Jeder Jäger sorgt mit seinem Auftreten für unser Image. Mit dem Seidl Bier in der Hand und Kippe bei einem Monolog wird halt jedes Klischee erfüllt, das unsere Gegner, aber so gerne pflegen. Der neutrale Beobachter bekommt einen Eindruck den er entweder mag oder nicht.
Er suchte und pflegte eine andere Einstellung zur Jagd. Die ist ihm zum Verhängnis geworden.
Mit der Menge und Breite der Plattformen (youtube, facebook, tictoc ...) werden wir gegen Windmühlenflügel kämpfen, wenn wir das 'sauber' halten wollen. Wir, die wir hier schreiben, haben ja auch ein wenig Sendungsbewusstsein und auf den anderen Plattformen ist das, mit Blick auf die Protagonisten, dann halt nochmals intensiver ausgeprägt.

Es scheint eher gebote, positive jagdliche Beiträge zu liefern, denn, die missliebigen werden wir nicht verhindern können. Mit den positiven Beiträgen meine ich auch kein romantisch verklärte Darstellung von Jagd, sondern eher das, was da beispielsweise auf DMAX gesendet wurde.


grosso
 
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Selbst an einer noch mobilen, hochgradig angep*ssten Sau? Klingt für mich nicht gerade lebensverlängernd aber vielleicht reden wir hier im Internet aneinander vorbei...
So sehe ich das auch....ich sagte doch - am Anschuss wird entschieden, wie vorzugehen ist. Es kam selten vor, dass der Schütze über die Dimension seiner angeschossenen Sau falsche Angaben gemacht hatte. Wer eine mobile starke Sau >80kg mit einer Saufeder oder "hemdsärmelig" angeht ist suizidgefährdet. Nachsuchen sind ernsthafte und durchdachte Angelegenheiten ; das ist nichts für "Freizeitjäger" sondern kann Schwerstarbeit sein. Deshalb ist eine Nachsuche reine Teamarbeit zwischen Hund, Herr und ggf. Begleitung. Nichts zum Bespaßen und für den Biertisch.
 
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