Jagdgäste und andere Überraschungen

Anzeige
Mitglied seit
12 Nov 2014
Beiträge
1.364
Gefällt mir
297
Noch eine Geschichte:

Ich wwar im vergangenen Herbst bei nem Freund auf Enten eingeladen. Am ersten Weiher kam mir zwar eine, aber die hab ich glatt weg gefehlt. Nicht schön, aber kommt vor.

Am zweiten Weiher werden die Enten gefüttert und sind auch Menschen gewöhnt. Wir umstellen das Wasser und die Breitschnäbel schwimmen immer noch vergnügt vor unseren Füßen und Augen auf dem Wasser. Irgendwann is es so weit, die ersten Vögel stehen auf und werden auch gleich befunkt. Ich mach es bei solchen Gelegenheiten ganz gern, dass ich warte, bis die anderen leer ham und nutze dann meine Chancen auf die Nachzügler. So auch hier, rechts und links mehrfach Bummbumm, dann kommt mir ein fetter Erpel wie auf Stand 1 die Niederhaustaube, Bumm, der Erpel bricht und fällt dumpf 2m neben mir aufs Ufer. die letzte Ente kommt mir dann schon über den Bäumen aber immer noch in angenehmer Höhe und auch bei der bin ich mir ziemlich sicher, dass sie getroffen die Schwingen faltet und hinter den Erlen ist ein dumpfer zu hören. Der Labby meiner Frau findet kurz drauf auch die Ente. die letzten beiden Schüsse waren meine, die anderen waren schon beim Nachladen. Ich grins mir einen und freu mich, dass mein Plan aufgegangen ist. Aber zu früh gefreut: Ein anderer Jagdgast hat eine Bekannte mitgebracht. Ich meine mich zu erinnern, dass sie aus Südafrika kommt, jedenfalls spricht sie nur Englisch. Der Jagdherr fragt die Dame dann auch, ob sie denn erfolgreich war. Sie strahlt von einem Ohr zum anderen und meint, sie hat mit beiden läufen getroffen. Dabei zeigt sie ziemlich unverholen auf die beiden Enten, die ich mittlerweile in der linken halte...:eek::eek::LOL:

Naja, ich bin ja auch kein Jungjäger mehr und so freut man sich halt mit den "Neuen"...:cool::sneaky:

Zum Schluss wird durchgefragt, wer wieviel geschossen hat: Klare Sache, die anwesenden haben acht Enten erlegt. Komischerweise liegen aber nur 5 auf der Strecke und da hab ich meine noch nichtmal angegeben, die hatte ja die Dame aus Südafrik zweifelsfrei erbeutet...:oops:;)
 
Mitglied seit
23 Sep 2007
Beiträge
6.031
Gefällt mir
2.687
Keine Angst, ich war auch schon auf solch langweiligen Drückjagden und auf Sch...plätzen, wo mir der Gedanke gekommen ist, auf Tauben, Eichelhäher und co das Feuer zu eröffnen, nur getraut hab ich mich es bislang nicht, v.a. wegen mangelhaftem Kugelfang...

dafür hab ich schon drei Kugelhasen zu den Sauen und Hirschen auf den Streckenplatz gelegt...
Auch das habe ich vom selben Stand ein anderes Jahr mal gemacht . Diese Jagden fanden immer bei meinem Reviernachbarn an den für die grosse Drückjagd nicht machbaren Revierteilen statt .
Kleine ausgesuchte Truppe und alles frei was der Schein hergibt . Am Ende stand immer das Treiben eines grösseren Schilfgebietes auf Füchse , also war man gehalten entweder Kugel und Flinte ,oder kombinierte Waffe mitzunehmen . Dadurch das die Flächen eher klein und dadurch die Treiben nicht sehr lang ,dafür aber mehrere waren gestalteten sich diese Jagden immer sehr kurzweilig und ob der örtlichen Gegebenheiten auch recht Anspruchsvoll . Der Berufsjäger des Reviers hat mir auch immer nette Plätzchen ausgesucht , angemessen dessen das ich dort hauptsächlich aufgrund meiner edlen Gesichtszüge eingeladen wurde ;).
 
Mitglied seit
25 Dez 2000
Beiträge
312
Gefällt mir
10
Gestern ein befremdliches Erlebnis auf einer Ansitzdrückjagd. Ich hatte eine Gruppe anzustellen, der letzte Schütze und ich stellten unsere Autos nebeneinander ab, ich zeigte ihm den von weiten zu sehenden Drückjagdbock und wies auf die Gefahrenbereiche hin. Anschließend ging ich in die entgegengesetzte Richtung zu meinen Stand, der Schütze kramte unterdessen seine Ausrüstung aus dem Auto. Kurze Zeit später ein Schuss aus Richtung der Autos: Wie der Schütze mir nach dem Treiben mitteilte, war er gerade vom Auto losgegangen, als eine Sau seinen Weg kreuzte und er das Feuer eröffnete. Auf meine deutlichen Worte, dass eigentlich erst geschossen wird wenn der Stand eingenommen wird und nicht vorher irgendwo in die Botanik geballert wird, reagierte er beleidigt und uneinsichtig. Überflüssig zu erwähnen, dass er die Sau nur angeschweißt hatte.
 
Mitglied seit
8 Apr 2016
Beiträge
5.655
Gefällt mir
5.231
Bei einem der Ansitze die ich mit JJ-Mike durchführte um ihn auf seinen ersten Bock zu führen, saßen wir recht lange bei geringem Anblick:confused: Es kam zwar gelgentlich mal ein Böckchen und die ein oder ander Gais aus dem Wald, verschwand aber meis sehr schnell wieder, so das kaum Zeit blieb um das Ansprechen mit Mike zu Üben, an einen Schuß war nicht zu denken.:(
Mit einbrechender Dämmerung meinte Mike mir Zuhause noch ein neues PC-Program zeigen zu müssen, und mit dem leeren Feld vor Augen, stimmte ich zu abzubaumen.:unsure:
Also haben wir möglichst leise unser Sachen eingpackt und sind lautlos abgebaumt, unten an der Leiter angekommen sehe ich noch mal über die Wiese und sehe 2 passende Böcke und 3 Gaisen in unser Schußfeld wechseln,:oops: das Wiederaufbaumen haben sie leider mitbekommen, sodas wir Schneider blieben. Manschmal sollte mann eben doch das letzte (legale) Licht nutzen und einfach Geduld haben.
Na ein paar Tage später hat es ja doch geklappt(y):
https://forum.wildundhund.de/threads/es-ist-vollbracht.122196/
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
22 Dez 2015
Beiträge
140
Gefällt mir
91
Die Story ist schon etwas her.
Als ich als JJ das erste mal mit Vater seinem repetierer los bin saß ich an einer schadfläche im mais an, Direkt am stark verbuschten Wald grenzent auf einem Plastestuhl am Boden(keine 50m sicht und in der breite vllt 10m)
Es wurde langsam finster und sauen waren überall um mich Rum zu hören. Sogar die Büsche neben mir wackelten und ich machte mich zum Schuss bereit. Das Licht schwand und ich wollte eigentlich los....aber überall sauen zu hören.
Also mich bemerkbar gemacht und ich hörte erst das Schnaufen der Chefin und dann das Gepolter der Rotte im Mais.
Jetzt kommt es......ich wollte die Waffe entladen und stellte fest das ich nur unterladen hatte und keine Murmel im Lauf.
Mir war schon etwas mulmig mit ner ganzen Rotte auf Augenhöhe zu sitzen.....und dann noch ohne geladener Waffe 🙈
 
Mitglied seit
6 Jan 2013
Beiträge
833
Gefällt mir
15
Hallo Törtel, ist zwar OT, aber wo kommst Du denn wech??? ("... mit Vater (gesprochen: Fattah) seinem Repetierer..."). Etwa bei mir aus der Nähe?

PS: Die Story, das is halt Lebenserfahrung!(y)
 
Zuletzt bearbeitet:
Mitglied seit
22 Mai 2019
Beiträge
42
Gefällt mir
23
Ich packe gerade mein Zeug zur Jagd und verspreche dem Hund, dass
er einen Teil vom Geräusch bekommt sofern ich nen Bock erlege.

Da fragt meine Frau von der Couch warum der arme Hund denn das A-loch essen soll... ;-)
 
Mitglied seit
25 Nov 2009
Beiträge
95
Gefällt mir
53
Die Gäste kommen doch eher schlimm weg in den Stories, zumindest ueberwiegend.

Ich muss als langjähriger und häufiger Gast in Revieren im deutschsprachigen Raum eine Lanze für die Gäste brechen:

Bin zu Besuch beim Inhaber eines von unserer Firma beauftragten Ingenieursbüro. Tolles österreichisches Gams und Rotwild-Revier knapp 10 km hinter deutscher Grenze. Die beiden Pächter super-nette ältere Herren, wir verstanden uns prima und die Freundschaft besteht immernoch, lange nach dem Auftrag.
Einer der beiden Berufsjäger war jedoch ein Ar...h. Vor der Fahrt mit ihm sagt er mir im Auto: bei uns san 50 euro Schussgeld iblich, des wissetse scho? Klar, die Pächter habens mir gesagt.
Sein völlig gehorsamsloser BGS jault auf der Rückbank, auf halber Fahrt drescht er auf den Hund ein, dass er still sein möge. Papiere hat der Hund auch keine ("brauchts net"). Unterwegs tolle Geschichten was er doch fuer ein Meisterjaga sei.
Ich schiesse später auf 140 m einen braven Bock in leichter Hangwiese aus Schneidersitz, 2 Ricken gehen rauf, Bock torkelt runter und kommt hinter einem Busch nicht mehr hervor.
BJ meint gleich: gefehlt, sehr schlecht geschossen. Ich bestehe auf Nachschauen. Es fängt an Bindfäden zu regnen. Er schlendert unwillig mit mir durch die Wiese, wiederholt mehrfach : Fehlschuss. Meine Ausführungen werden ignoriert. Der muss das Abkommen aus dem Auto mit FG doch auch gesehen haben !!! Dann sage ich recht streng: Sie können heim, ich laufe dir Wiese selbst ab und rufe dann an. Er holt mit mieser Miene den BGS raus. Der düst gleich vollgas in den Wald ab, gibt dann dort laut.
Ich laufe im Sturzregen meine Kreise um den Busch. BGS kommt zurück und findet gleichzeitig mit mir den guten verendeten Bock nit sauberem Kammerschuss. Der ging max 50m.
Auf der Rückfahrt Stille im Auto. Dann kriegt er vor Wildkammer seine 50 Euro und fängt sofort wieder an glücklich zu plappern.
Mit den Pächtern wurde der Bock die halbe Nacht ausgiebig und gesellig tot getrunken.

Ein ander Mal war kam der BJ gar nicht um mich zur Fahrt zur Hütte, von der es 2 Tage auf Gams gehen sollte, abzuholen. Kriege per sms seine Adresse vom Jagdherren, laufe vom Gasthaus die paar hundert m zu ihm nach Hause. Seine Frau macht auf und meint verschämt: der H. sei leider zu betrunken, er schläft jetzt den Rausch aus...

Hab auch sehr faule und wenig ortskundige Jäger auf Gastgeberseite kennengelernt. und manchmal auch ohne jedwede Ethik gegenüber Wild.
 
Mitglied seit
25 Nov 2009
Beiträge
95
Gefällt mir
53
Um diesen tollen Thread nun auch zweckgemäß zu ergänzen:

In Kasachstan werden Gänse entweder aus "Liege-blinds" oder aus ausgehobenen Erdlöchern gejagt.
Wir packen nach Morgenanflug zusammen um mittags zu pennen und abends wiederzukommen. Ich räume das Lockbild und werfe es in die Erdlöcher damit es nicht geklaut wird. Oben drüber lege ich Stroh und sage zu den beiden Gästen: passt auf dass Ihr da nicht reinfallt. Nächste Sekunde tapp ich selbst rein und haue mir übelst den Oberschenkel an. Wir wälzten uns dann die nächsten 5 Minuten am Boden, ich vor Schmerz und Lachen, die beiden nur vom Lachen...

Eine Woche Maraljagd im Altai. Ein Geschäftsfreund wollte mit, perfekt ausgerüstet mit R8 Luxus, Sitka, Swaro etc. Nach 2 Tagen hat er die Reiterei und das Laufen satt, bleibt im Camp. Als wir einen Tag Pause machen um Fleisch und Trophäen zu versorgen, packt er und will ums Camp pirschen. Kommt nach halber Stunde recht nervös zurück und erzählt aufgeregt, dass er eine Riesenbärin mit Junge soeben 500 m vom Camp im Wald gesehen hat. Wir gratulieren zum Anblick. 5 Minuten später reitet der zuständige Förster ins Camp und fragt uns warum unser Kumpel ihn soeben so aufdringlich beim Kacken im Gebüsch neben seinem Pferd und unweit unseres Camps mit dem Fernglas beobachtete )))
 
Mitglied seit
25 Nov 2009
Beiträge
95
Gefällt mir
53
Derselbe Typ kam zu unserer Entenjagd mit seinem DK, fuer 5.000 euro in Deutschland aus toller Linie samt bestandener VGP gekauft. Als er den Hund aus dem Auto lässt, fliegen Enten ueber unser Camp, zwei werden runtergeholt. Er schreit wir sollen aufhören zu schiessen. Der Grund: DK ist schusscheu, ist abgehauen. Nachts kam der Hund zurück...
 
Mitglied seit
27 Jun 2014
Beiträge
9.570
Gefällt mir
8.544
5 Minuten später reitet der zuständige Förster ins Camp und fragt uns warum unser Kumpel ihn soeben so aufdringlich beim Kacken im Gebüsch neben seinem Pferd und unweit unseres Camps mit dem Fernglas beobachtete )))
Ich habs nun dreimal gelesen, bin mir aber immer noch nicht schlüssig, ob der Förster oder der Kumpel im Gebüsch gek***t hat. :unsure:
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Oben