Jagdgäste und andere Überraschungen

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Das mit den scheiß Schmalrehen habe ich noch nie verstanden. Das ist wirklich etwas für Profis und man muss auch nicht jedes schmales schießen, eher mal den Bestand verjüngen.
......oder man kennt "sein Wild" , und sein Revier.....oft rausgehen, wissen was wo geht , viel beobachten, wenig schießen und wenn, dann gezielt , .....einem Jagdgast würden wir nur männliches Rehwild bzw SW freigeben, gerade einem Anfänger , welcher dazu noch etwas trottelig ist , dazu vorher aufn Stand, und weite Schüsse würde ich nicht erlauben, und Träger bzw Tellerschüsse strikt verbieten, geht gar nicht.....der käme mir nur auf ne Lichtung....! ....und führe ihn nicht in Versuchung, sondern erlöse ihn von schlechten Schüssen......
Grüße +WMH Olli
 
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Wenn Rehwild noch im Sprung steht, ist das Ansprechen von Schmalrehen auch für Nichtprofis
kein Problem.
Hier helfen auch die Jagdzeiten ab April deutlich.
Sobald die Sprünge aufgelöst/die Ricken gesetzt haben ist bei mir Schicht mit Schmalreh.
Sprünge gibts hier nicht. Imho eher eine Geschichte in einem Feldrevier.

Bei einem Anfänger im Revier, setzt man sich auf Rehwild dazu und beobachtet was der betroffene so treibt. im übrigen ist es für den ungeübten nicht so einfach Entfernungen abzuschätzen. mein erster Bock bei einem Freund im Revier stand auf 140m. Er lag nach 10m sichtbar im Feld, aber die tatsächliche Distanz sah ich erst als wir am Stück standen.
Auf Sauen des nachts sollte nur der, der nicht auch noch mit sich, seiner Kanone und seiner Optik beschäftigt ist.
Im Moment ist der ideale JJ Ansitz der Fuchsbau.
Genügend Licht, einen Jungfuchs anzusprechen ist kein Thema, Optik braucht es nicht außer dem ZF und man hat Zeit sich mit der Situation zu beschäftigen.
Dazu drückt man ihm eine Magnum in die Hand, das nimmt die Angst vorm dicken Kaliber.
Genügend Zeit zum nachdenken.
Bei Erfolg gibt das Vertrauen.
 
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Ein unsicherer Jungjäger mit fremder Büchse - eine schwierige Kombination. So gut, wie es auch gemeint war.

Geh mit raus und gib ihm eine weitere Möglichkeit.

Am wichtigsten: Ruhe bewahren.
 
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......oder man kennt "sein Wild" , und sein Revier.....oft rausgehen, wissen was wo geht , viel beobachten, wenig schießen und wenn, dann gezielt , .....einem Jagdgast würden wir nur männliches Rehwild bzw SW freigeben, gerade einem Anfänger , welcher dazu noch etwas trottelig ist , dazu vorher aufn Stand, und weite Schüsse würde ich nicht erlauben, und Träger bzw Tellerschüsse strikt verbieten, geht gar nicht.....der käme mir nur auf ne Lichtung....! ....und führe ihn nicht in Versuchung, sondern erlöse ihn von schlechten Schüssen......
Grüße +WMH Olli
Ich kenne die Reviere und ich kann auch Schmalrehe ansprechen;) Anfängern überlässt man ganz sichere Situationen. Und das hat auch nichts mit weit schießen zu tun. 120 m sind nicht weit . Mir persönlich ist bei mehreren hundert Abschüssen mehr Mist im Nahbereich passiert als auf Entfernung .
Das mit den Schmalrehen und den Jährlingen ist doch wohl eher so , dass die meisten Leute da eh keine Lust zu haben. Also soll der Anfänger das machen, wobei das die Abschüsse sind ,auf die es in Sachen Know how ,ankommt.
 

JBB

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Guten Morgen euch,

Danke fürs Feedback, damit kann ich etwas anfangen.

Thema Erfahrenheit... Ich habe zwar erkannt, dass in der Waffenhandhabung es etwas hakt, aber nicht, dass der Kamerad sonst noch recht grün hinter den Ohren ist. Somit muss ich hier mehr Augenmerk drauf werfen, da habt ihr recht. Dazu muss ich anmerken, dass es mir selber mit einem R93 auch mal so ging, sprich eine fremde Waffe die Handlungssicherheit schon einschränken kann, obwohl man sonst sehr sicher ist (war damals die erste Begegnung mit einem solchem System). Der Probeschuss bei einem solchem Kandidaten muss eingebaut werden, seh ich ein.

Sonst ist mir halt aufgefallen dass er eher dem gemütlichem Teil der Jagd zugewandt ist und nicht dem auch mal monotonerem Teil der Jagd, sprich dem längerem Hocken, wenn es sich denn lohnen kann oder sein muss.

Bei der Freigabe... Wir haben Anfang Mai, da liegt mein Augenmerk halt auf diesen Stücken, somit habe ich die auch freigegeben. Ich nehme aber mit, dass ich hier den Kandidaten mit in die Betrachtung nehmen muss, sprich beim Unerfahrenen das Schmalreh rausnehmen sollte. Wenn ich schwachher Jährling sage, dann ist das erlegte Stück voll ok, mit fast lauscherhoch hat er zwar recht gut auf, aber mit gerade mal 10kg ist das Stück eher schwach. Hier schlägt die Mast durch, habe ich den Eindruck.

Einen starken Jährling, ich sage mal Sechser deutlich über Lauscher, der auch körperlich gut beieinander ist, der darf gerne leben. Aber selbst dann wäre ich nicht übertrieben stinkig.

Nur die mehrjährigen, die habe ich diesmal ausgenommen, so viel Rehwild fällt nicht bei mir, dass ich jedem Gast diesen erlauben kann und ich habe hoffentlich noch Besuch von Gästen dies Jahr, die diese legen. Von daher halte ich die Freigabe für im Rahmen, mehr, bis auf mehrjährige Böcke, gibt das Gesetz gerade nicht her, ok, Jungdachs noch, aber dann ist Ende. Außerdem sind die mehrjährigen auch noch im Laufe des Jahres gut bejagbar, die Jährlinge werden oft unsichtbar, so meine Erfahrung.

Thema Sitz und Auflage... Eigentlich ist die Kanzel, wenn auch vom Vorpächter übernommen, nicht schlecht. System Eiderheim. Nach vorne sind es maximal 70m, rechts und links halt bis zu 200m drin wenn man das ganze Tal ausnutzt. Verschiebbare Latte als Auflage auch vorhanden, nur halt nach rechts, bei Rechtsschützen nun einmal die Problemrichtung, ist sie nicht ideal, da ich den rechten Arm nicht aufgelegt bekomme. Und wenn dann das Stück so weit rüber zieht, dann muss man sich auch irgendwann sehr stark verdrehen, was das System noch instabiler macht.

Gewählt habe ich ihn, da ich erst vor ein paar Tagen runde Gais und Schmalreh dort noch zusammen gesehen habe, was einfach das Ansprechen erleichtert und ich auch wusste, es gibt hier ein paar schwächere Jährlinge.

Jetzt kurz zu dem, was mich innerlich auf die Palme gebracht hat. Nicht nachzugehen bei dem Stück war vollkommen richtig, aber bitte den Anschuß suchen und verbrechen wenn es hell ist und das auffinden noch gut machbar ist. Das war halt eine Erwartung die ich hatte und habe, aber unausgesprochen, von daher verzeihbar.

Der schlechte Schuss, kann jedem passieren. Und das Nachschiessen war auch vollkommen richtig, hätte ich auch so gemacht.

Der einzige Punkt, der mich wirklich gestört hat, war der Satz, dann hab ich ja alles richtig gemacht. Bei gutem Tageslicht auf diese Entfernung einen fast lauscherhohen Gabler als Schmalreh anzusprechen, obwohl das Stück nicht flüchtig ist, da ist nix richtig gelaufen. Was du nicht kennst, das schieß nicht tot. Ja, hier hätte auch ne Gais liegen können, vollkommen richtig.

Bei dem Rest hast du vollkommen Recht. Und ich hoffe es ist auch so rüber gekommen, dass ich ihm sein Erlebnis nicht zerstört habe. Er hat sein Stück bekommen, bekommt auch noch seine Trophäe. Ebenso Bruch wie auch Foto sind ebenfalls erledigt worden und ich habe kein schlechtes Wort verloren.

Den Punkt, mit ihm noch eine Chance geben und ihm auch jetzt das Erlebte nicht zu verderben nehme ich mit. Beim ersten Punkt schaue ich mal, wie und ob ich das noch sauber und sicher für mich realisieren mag.

Momentan ist Jagd bei mir halt Einzelansitz, sry, aber die Seuche mag ich mir auf den letzten Metern nicht mehr einfangen. Dafür hab ich zu viel Respekt davor, der Depp mit monatelanger Erschöpfung danach zu sein. Dann hab ich ein zu großes Problem im Leben danach, finanziell, familär und zu guter letzt jagdlich. Die neun Maisäcker dies Jahr zäunen sich nicht von alleine, z. B.

Viel Text, wenig Inhalt, geb ich zu 😂

Aber zu guter Letzt, wie sagte der Unausprechliche Dude zu mir. Dafür hast du jetzt ne Story, an die erinnerst du dich dein Leben lang ✌️

P. S..: Keine Angst, Gäste dürfen weiterhin aufschlagen.
 

JBB

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Im Moment ist der ideale JJ Ansitz der Fuchsbau.
Genügend Licht, einen Jungfuchs anzusprechen ist kein Thema, Optik braucht es nicht außer dem ZF und man hat Zeit sich mit der Situation zu beschäftigen.
Dazu drückt man ihm eine Magnum in die Hand, das nimmt die Angst vorm dicken Kaliber.
Genügend Zeit zum nachdenken.
Bei Erfolg gibt das Vertrauen.

Im Grün-Schwarzen BW nicht so einfach möglich. Fuchs erst ab 01.08., ausser in Hegegemeinschaften zum Schutz von Wild gegen Prädation. In meinem Landkreis nur mit Konzept dahinter und zusätzlichen Hegemaßnahmen auf größerer Fläche.

Es lagen 27 Füchse auf 160ha nur mit der Kugel das JJ, dass läst ahnen, wie hoch die Chancen sind, diese Gemeinschaft hier zu gründen.

Es gibt nur Sauen, Rehwild männlich oder einjährig weiblich und Jungdachs gerade. That's it.
 
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@Nick Adams : 120m sind auf Pappe nicht weit , schiesstechnisch auf ein Lebewesen sehr wohl , ein kurzes Zucken, drehen, ein kleiner Schritt, schon liegt der Schuss nicht mehr im Leben......das ist reine Physik , die Kugel braucht bis zum Ziel ca 1,6 Zehntel Sekunden ( bei 750 m/s) .....in dieser Zeit kann grade bei einem kleinen Ziel wie zB ein Schmalreh sehr viel passieren.....ein Blinzeln zB dauert ca 1 Zehntel Sekunde ....!
Grüße +WMH Olli
 
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@Nick Adams : 120m sind auf Pappe nicht weit , schiesstechnisch auf ein Lebewesen sehr wohl , ein kurzes Zucken, drehen, ein kleiner Schritt, schon liegt der Schuss nicht mehr im Leben......das ist reine Physik , die Kugel braucht bis zum Ziel ca 1,6 Zehntel Sekunden ( bei 750 m/s) .....in dieser Zeit kann grade bei einem kleinen Ziel wie zB ein Schmalreh sehr viel passieren.....ein Blinzeln zB dauert ca 1 Zehntel Sekunde ....!
Grüße +WMH Olli
Mit dabei vergeht immer noch die Zeit, die vergeht von dem Weg Auge sieht, Gehirn gibt Feuerbefehl bis das Geschoss dann die Mündung passiert. Das ist je nach Schütze unterschiedlich aber tatsächlich auch ein Faktor.

Ich finde es sehr gut wenn der Jagdherr da zuerst eine Nacht drüber schläft und reflektiert. Vieles ist im Zorn schnell ausgesprochen. Und wenn auch davon wahrscheinlich vieles Wahr ist, die Worte kann man nicht mehr zurücknehmen.
 
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Mit dabei vergeht immer noch die Zeit, die vergeht von dem Weg Auge sieht, Gehirn gibt Feuerbefehl bis das Geschoss dann die Mündung passiert. Das ist je nach Schütze unterschiedlich aber tatsächlich auch ein Faktor.

Ich finde es sehr gut wenn der Jagdherr da zuerst eine Nacht drüber schläft und reflektiert. Vieles ist im Zorn schnell ausgesprochen. Und wenn auch davon wahrscheinlich vieles Wahr ist, die Worte kann man nicht mehr zurücknehmen.
.......die Kugel kannst Du auch nicht mehr zurück nehmen.....wenn der Finger mal krumm ist übernimmt das Schicksal die Regie....✌🏼😎

Grüße +WMH Olli
PS: ein alter Pächter sagte immer , " ist die Kugel aus dem Lauf , hältst Du sie nicht mehr auf !"
 
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