Jagdhund & Allergie

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Moin,

sicher sind hier im Forum ein paar Leidgeplagte in Sachen Hundehaarallergie, oder man kennt bspw. welche im Freundes- oder Bekanntenkreis. Mich interessiert, mit welchen Jagdhunderassen gute Erfahrungen in Sachen Allergie vorliegen. Recherchen haben bei mir bisher nur Nicht-Jagdhunderassen erbracht. Ich finde die Hundearbeit & Hundewesen faszinierend, und ich erlebe es bei meinen Mitjägern, daß jagen mit dem treuen Kameraden an der Seite eine andere Nummer ist, als ohne. Leider bin ich nicht mit Allergiefreiheit gesegnet. Natürlich gibt es medizinische Lösungen wie Antiallergika oder Desensibilisierung, aber da es Rassen wie bspw. Pudel gibt, mit denen ich auch so gut klarkomme, dachte ich, daß es unter Jagdhunden evtl. auch solche gibt.

Danke im Voraus für Info.
 

z/7

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Schwer zu sagen. Habe die Aussage einer allergischen Mitarbeiterin, daß der DW vom Kollegen schlimmer ist als meine kurz- bis stockhaarigen Mixe.

Wie das zustande kommt? Wenig Haarverlust und damit wenig Verteilung potentiell allergischer Enzyme ist wohl ein Faktor. Kann ich von meinen nicht behaupten. Bei Pudel und Lagotto kommt also sicher noch anderes hinzu. Mir ist zum Beispiel schon aufgefallen, daß ich auch leichten Juckreiz bekomme, wenn besagter DW mich an der Hand leckt. Bei anderen Hunden nicht, und ich bin auch ganz und gar nicht allergisch disponiert.

Vllt einfach mal versuchen, verschiedene Rassen durchzutesten.

Schlimmstenfalls sind auch Pudel und Lagotto für ne Totsuche geeignet.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Wars nicht auch der Milbenkot ? (Haut)-Milben hat jedes Tier.

Zumindest bei Hausstauballergikern gibts den Zusammenhang.
 

ElCaracho

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Ich würde den Weg über die Desensibilisierung in Betracht ziehen an deiner Stelle.
Nur weil ein Hund weniger Allergene verteilt, ist ja nicht gesagt, dass du Symptomlos und problemlos mit ihm zusammenleben kannst. Wäre doch schlimm, wenn es eines Tages nicht mehr geht und du deinen treuen Vierbeiner wegen einer allergie abgeben müsstest.
Jagdhund kostet eh Geld, Zeit, Nerven. Da könntest du vorher schon den Weg zum Allergologen antreten.
Du wirst es nicht bereuen!
 
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War zwar kein Jagdhund, aber ich hatte lange einen Airedale, also einen Drahthaarterrier. War ich über Bekannte drauf gekommen, die auch starke Allergiker sind. Ich konnte also vorher auch etwas testen. Nach meinem subjektiven Empfinden ging das bei Haltung in der Wohnung echt gut, das Trimmen war aber natürlich schon eine echte Herausforderung für mich. Da war ich nachher fertig. Sonst war es aber prima. Ist aber wie immer bei Allergien sehr individuell. Desensibilisierung hat bei mir gar nichts gebracht. Bitte nicht lachen, aber Akkupunktur hat mir nach meinem Empfinden geholfen. Was macht man nicht alles, wenn man verzweifelt ist. Ob tatsächlich ein kausaler Zusammenhang besteht, weiß ich nicht.
 
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Mir hat ein Arzt mal gesagt, es lege nicht an der Rasse des Hundes, sondern an der "Rasse" der Milben, die ihn besiedeln. Ich bin selber Allergiker. Mit manchen Hunden von Freunden und Mitjägern komme ich ganz gut klar, bei anderen führt schon eine kurze gemeinsame Autofahrt zu tränenden Augen. Ich konnte dabei keine besondere Verteilung auf bestimmte Arten oder Größen feststellen. Daher bleibt mein Leben (leider) hundefrei.
 
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Barbet - französischer Wasserhund, klappt bei einem hundehaarsensiblen Familienmitglied top.
 
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Barbet - französischer Wasserhund, klappt bei einem hundehaarsensiblen Familienmitglied top.
Obama hatte so einen, genau wegen diesen Grundes
Man muss aber daran glauben
Wiki
Ein Portugiesischer Wasserhund wurde gewählt, da Malia Obama an einer Hundehaarallergie leidet; Hunde dieser seltenen Rasse haaren nicht und gelten daher als hypoallergen.[4] Nach heutigen Erkenntnissen existieren hypoallergene Hunde allerdings nicht.[5][6]
 
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@Steinkauz
Zunächst wirklich die Diagnose sichern und erst dann über weiteres Gedanken machen. Hast Du, habt Ihr überhaupt eine Tierhaarallergie ? Und wenn ja, wie ausgeprägt ist diese ? Nur Rhinokonjuktivitis ("brennende Augen" und "Heuschnupfen") oder sogar Asthma ?

Das ist ein Bluttest (also spezifisches IgE in CAP oder RAST Klassen quantifiziert) sowie ein Prick oder Scratch Test, der dann die spezifische Allergie und den Schweregrad derselben einzuordnen hilft. Dein Allergologe wird hier sicher beraten.


Und wenn das alles fertig ist macht es ggf Sinn sich über die Frage nach dem "hypoallergenen" Jagdhund weitere Gedanken zu machen....;)
 
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Allergisches Asthma ist sicher auch nichts tolles, wenn man sich dauerhaft dem Allergen aussetzt, wenn vllt auch nur schwach.

Und wegen einem Hund, den man evtl nicht mal braucht, sondern "nur" haben will, würd ich mir kein Asthma ans Bein binden wollen.

Und sollte es dann nach 2 Jahren gesundheitlich nicht mehr funktionieren, muss das arme Tier seine Familie verlassen, weil man einfach zu blauäugig auf die Sache rangegangen ist.

Bitte daher auch ans Tier denken und nicht nur an sich selbst :)

Gruß Flo
 
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@FloriPi: selbstverständlich! Schon die grundsätzliche derzeitige pandemieverbundene Entwicklung mit unüberlegten Haustieranschaffungen und dann wieder -abschaffungen ist ein sehr traurig und wütend machendes Unding!

Danke an alle fürs Feedback. Bekannter von mir hat sich grad einen KLM zugelegt. Werde mir mal ein paar Haare zuschicken lassen zur Probe, um mal einen grundsätzlichen Eindruck zu dieser Rasse zu bekommen in Sachen Allergie.
 
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Bin ebenfalls im Elternhaus mit Jagdhunden (Jagdterrier, KLM) aufgewachsen und ich habe leider später irgendwann mit der Zeit eine Hundeallergie entwickelt die sich bei mir auf die Lunge/Asthma schlägt.
Habe auch schon sei einiges an "Sensibilisierungen" durch bis hin zu teilweise esotherische Dingen wie "Bioresonanz" und "Kinesiologie" ... leider hat das bei mir nicht so weit zum Erfolg geholfen dass ich mir reines Gewissens aktuell selbst einen Hund ins Haus holen würde (obwohl ich wirklich sehr gerne einen vierbeinigen Jagdkumpel hätte).

Bei mir ist es ebenfalls sehr fellspezifisch - zB gehen die Rauhaar/Stichelhaarrassen (DJT, Welsh-Terrier, Rauhaardackel...) gut aber Rassen mit einem eher "speckige" Glatthaarfell wie etwa BGS, Dt. Kurzhaar, Kurzhaar-Weimaraner merke ich leider sofort und bekomme dann in geschlossenen Räumen meist recht bald Probleme beim Luftholen.

Das Problem ist eigentlich jetzt erst beim aktuellen Jagdhund meines Vaters, einem BGS, wieder prominenter aufgetreten ...da hat es aber etwas geholfen das Futter etwas umzustellen und wir geben ihm eine Mischung aus ein paar Schüssler-Salzen aus der Apotheke dazu (auch das ist wieder so ein homöopathisches Zeug/Mineralsalze dass ich eigentlich zu Beginn eher belächelt habe) ... aber es führt dazu dass er sich weniger häufig das Fell putzt und somit lindert es bei mir auch die Allergie wenn ich zu Besuch bin.
Also mit der Ernährung des Hundes lässt sich da unter Umständen auch noch etwas rausholen.

Zur Ausgangsfrage des Threadstarters:
... vielleicht ist ein Blick auf den Irish Terrier eine Option?
Der haart nicht und muss dafür manuell getrimmt werden ... diese Rasse ist aber wahrscheinlich auch mehr Familienhund als eine wirkliche Jagdhunderasse (die jagen aber lautlos, also auch eher nix für Drückjagden; Nachsuche und Fährtenarbeit geht aber bestimmt).


Falls sonst noch jemand einen Tipp hat welche Therapie (beim Zweibeiner) noch gegen die Allergien wirklich geholfen hat wäre ich für einen Hinweis dankbar!
 
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