Jagdhund und Jagdhundewesen! Wissen für Jungjäger - Fakten, Hinweise, Anekdoten

Anzeige
Mitglied seit
1 Jan 2019
Beiträge
1.259
Gefällt mir
724
Frage an Bluadwurz: hast Du eigentlich schon einmal einen Hund geführt und wenn ja, welcher Rasse gehört er an?
Im meinem Umfeld gabs immer Hunde. Bin damit aufgewachsen, hab aber einen super Multikulti (Brackenmischling) bekommen. Beide Eltern m. P. und die Gene auch schon wieder weiter gegeben. ;) Ist mein 3. aber erst der 2., der jagen darf.
 
Mitglied seit
31 Aug 2009
Beiträge
5.935
Gefällt mir
3.785
So ist das, aber diejenigen, die Hunde o.P. führen, reiten halt da nicht drauf rum oder bilden sich was drauf ein, so nach dem Motto Besserhunde mit Papieren, sondern die jagen einfach mit Hunden, die was taugen. Natürlich sinds immer die Führer, aber wenn ich jagdlich klar weis, was ich will, brauch ich weder Papier noch Prüfung, sondern nur nen guten Hund, der mir das tut, was ich jagdlich mit ihm tun will, was also vernünftig ist und dazu gehört nun mal für mich nicht Luxuriöses wie Hasen sprengen, Enten jagen, etc. oder irgendwelche Vorschriften, wie ich was zu machen hab. Ich hab zB auch noch nie Schweiß eingesetzt bei der Kunstfährte. Immer nur der Schuh und nie selber getreten. Trotzdem findet er alles, was angeflickt war. Ich mach doch mit dem Hund keinen Apport oder Zwangsapport, wenn ich es gar nicht brauche und darüber hinaus bestimmte Sachen sowieso am Liebsten verbieten würde. Völliger Krampf sowas, blos weils in ner depperten Ordnung steht....
Die Hundevermehrung ist doch auf die JGHV-Zucht angewiesen, weil die immer wieder Nachschub an durchgeprüften, gut veranlagten Zuchthunden brauchen. Ohne diesen Nachschub läuft sich die ganze Vermehrung schnell tot. Das habe ich in den letzten Jahren immer daran gemerkt, daß die Hunde ohne Papiere im Durchschnitt mehr Wesensmängel und auch mehr Anlagenmängel hatten. Ohne Anlagenprüfungen kann man auf Dauer nicht erfolgreich züchten!
 
Mitglied seit
1 Jan 2019
Beiträge
1.259
Gefällt mir
724
Die Hundevermehrung ist doch auf die JGHV-Zucht angewiesen, weil die immer wieder Nachschub an durchgeprüften, gut veranlagten Zuchthunden brauchen. Ohne diesen Nachschub läuft sich die ganze Vermehrung schnell tot. Das habe ich in den letzten Jahren immer daran gemerkt, daß die Hunde ohne Papiere im Durchschnitt mehr Wesensmängel und auch mehr Anlagenmängel hatten. Ohne Anlagenprüfungen kann man auf Dauer nicht erfolgreich züchten!
Du unterstellt dabei, dass jeder der außerhalb des JGHV was macht, automatisch ein Depp ist, der keine Ahnung hat. Und Du brauchst mir nicht zu erzählen, dass Hunde außerhalb des JGHV im Durchschnitt mehr Wesensmängel haben, denn im JGHV gibts genug Gestörte. Außerhalb des JGHV was zu unternehmen, heißt nicht, den Dackel von Tante Frieda mit dem Wachtel von Jäger Onkel Otto zu kreuzen, um dann zu sagen, hurra ich hab nen Jagdhund. ;) Ein Hund ist jagdlich gut veranlagt, wenn er tut, was er tun soll und das ohne großen Klimbim bei der Ausbildung. Je mehr Aufwand und Kopfstände du bei der Ausbildung machen musst, desto schlechter ist die Veranlagung deines Hundes. Verkauft wird das natürlich immer als Führerfehler, nur wenn man etwas instinktiv handelt und ein bisschen denkt bei der Sache, ist alles nicht so schwer. Ob einer gut veranlagt ist (für das, wozu du ihn einsetzen willst), siehst relativ früh. Ganz wunderschön zB im Saugatter beim 2. Besuch, wenn er ran darf. Es gibt Angsthasen, Trottel und Jagdhunde, sowohl mit und ohne Papiere.

So kompliziert ist das alles nicht, aber es wird sehr kompliziert gemacht, um die Wichtigkeit als Verband, Rasse, Prüfung, oder oder oder deutlich hervor zu heben. Und die Gehirnwäsche funzt seit Jahrzehnten. Die Leute schauen nicht nach links, nicht nach rechts, geschweige denn dass sie den Hund wirklich wahrnehmen, Hauptsache die PO läuft schnurgerade durch. :D
 
Mitglied seit
31 Aug 2009
Beiträge
5.935
Gefällt mir
3.785
@Bluadwurz
der Anteil schlecht veranlagter und mit Wesensmängeln ausgestatterer Jagdhunde ohne Papiere ist höher, als bei denen mit Papieren. Woran liegt das? Es fehlen oftmals Informationen oder es werden bewußt falsche Informationen weiterverbreitet. Das die Hunde ohne Anlagenprüfungen die besten und gesündesten sind liegt in der Natur der Sache. Kann ja keiner das Gegenteil beweisen!:cool:

Das Prüfungssystem des JGHV hat mit Sicherheit seine Macken und muß immer wieder verbessert werden, aber zur Zeit gibt es kein besseres!

PS. Ich bilde mir nichts auf die Papiere und Prüfungen meiner Hunde, aber ich freue mich darüber wenn wir jagdlich was bewegen. Die Ausbildung und Prüfung sind nur ein Werkzeug dafür!
 
Mitglied seit
4 Feb 2009
Beiträge
8.947
Gefällt mir
4.187
Irgendetwas muss ich falsch gemacht haben: ich führe jetzt meinen 8.HS, habe alle bisher auf VP und so sie das entsprechende Alter erreicht hatten, auch auf HP geführt - aber ich hatte noch nie einen derart erfolgreichen Hund wie Blutwürstchen, der alles, was angeflickt ist, auch findet! Das muss ja ein Traumhund sein!
Oder ist es etwa so, dass alles, was er nicht findet, für gesund erklärt wird?
 
Mitglied seit
14 Dez 2000
Beiträge
1.605
Gefällt mir
1.444
....... aber ich hatte noch nie einen derart erfolgreichen Hund wie Blutwürstchen, der alles, was angeflickt ist, auch findet! Das muss ja ein Traumhund sein!
Oder ist es etwa so, dass alles, was er nicht findet, für gesund erklärt wird?
Nein, es übermittelt ausschließlich die Disqualifikation des Posters.

wipi
 
Gefällt mir: H.PB
Mitglied seit
25 Apr 2019
Beiträge
94
Gefällt mir
110
Die Hundevermehrung ist doch auf die JGHV-Zucht angewiesen, weil die immer wieder Nachschub an durchgeprüften, gut veranlagten Zuchthunden brauchen. Ohne diesen Nachschub läuft sich die ganze Vermehrung schnell tot. Das habe ich in den letzten Jahren immer daran gemerkt, daß die Hunde ohne Papiere im Durchschnitt mehr Wesensmängel und auch mehr Anlagenmängel hatten. Ohne Anlagenprüfungen kann man auf Dauer nicht erfolgreich züchten!
Nö, in meinem Umfeld wird seit Jahrzehnten munter nach Leistung und Gesundheit „vermehrt“ ohne, dass überhaupt auf JGHV organisierte Rassen zurückgegriffen wird. Ich würde keinem Erstlingsführer, ohne Support von erfahrenen und vernetzten HF, empfehlen sich solch einen „Mischlingshund“ zuzulegen, aber das liegt einfach an der mangelnden Fähigkeit die Elterntiere einzuschätzen.
Ich hab mir seit langer Zeit keinen Welpen,sei es mit oder ohne JGHV-Papiere, zugelegt ohne dass ich beide Eltern und manchmal auch die bucklige Verwandschaft ausgiebig bei der Arbeit begutachten konnte. Nachdem ich Hunde durch das JGHV-Prüfungssytem zur Zuchttauglichkeit gebracht habe und mich dann bewusst zur Kastration entschieden habe, da Leistung und Sozialverträglichkeit aus meiner Sicht nicht vermehrungswürdig waren, sehe ich die Sache nicht mehr in schwarz-weiß!
Der JGHV hat gute Zuchtverbände, prima Prüfungsordnungen und kann somit immer für einen Hund mittlerer Güte garantieren....auch hier gibts es sicher Ausnahmen, aber es gibtgerade bei den Stöberhunden fantastische Leistungszuchten außerhalb dieses Verbandes, auch wenn das mancher JGHV-Jünger nicht wahrhaben möchte.

Gruß mcmilan
 
Mitglied seit
4 Feb 2009
Beiträge
8.947
Gefällt mir
4.187
Ich habe gerade bei den Stöberhunden noch keine brauchbaren Hunde o.P. oder dubioser Eigenschöpfung gesehen.
Vielleicht sollte man sich dann über den Begriff Stöberhund im Klaren sein - Fifis bunter Mixe, die beim Durchgehen um ihren Führer herumwuseln, sind sicherlich keine Stöberhunde, auch wenn sie durchaus Sauen aus den Brombeeren jagen können!
Nicht jeder zum Stöbern eingesetzte Hund ist ein Stöberhund, genauso wenig wie ein apportierender Vorstehhund kein Retriever ist oder der auf Verbandsschweissprüfung geführte Labby ein Schweisshund und der zum Stöbern missbrauchte BGS ein Stöberhund!
 
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Oben