Jagdlich relevante Präzision

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#1
Moin Zusammen,

Ich diskutiere derzeit mit einem Waidkameraden wie sich jagdlich relevante Präzision definiert.

20190710_164000.jpg Was versteht ihr darunter? Welche Streukreise müssen es sein bei Euch? Spielt der cold bore shot für Euch eine Rolle? Inwieweit bezieht ihr Konstruktion, Bauart und Baujahr des Repetierers mit in Eure Überlegungen?

Stein des Anstosses war folgender Streukreis, den ich gerne mit Euch teilen möchte.

Bin gespannt

JL
 
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#2
hallo. Im Großen und Ganzen passts doch. Ausreisser sind immer drin. Für mich muss der Streukreis so klein wie möglich sein, damit der Schützenfaktor nicht übermäßig wird. An deinem Beispiel 6cm hoch: fährt man selber zu hoch ins Ziel kommen die 6cm dazu und schon ist ein Krellschuss oder zerschossener Rücken fabriziert. Hat der Schütze ein Problem mit dem Zielauge? Hineinschauen ins Zielfernrohr beeinflusst den Treffersitze: Parallaxe!!!
Nachfrage: auf wieviel Meter wurde das geschossen????
 
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#4
Das auf dem Foto reicht fürs normale Jagen allemal. Theoretisch trifft man damit auf 100m jedes Stück Schalenwild ins Herz und vieles spielt sich unter 100m ab.

Damit wäre ich aber auch nicht zufrieden, weil einfach mehr machbar ist, ohne besonders großen Aufwand.
 
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#5
Jagdlich relevant - dafür muss man erstmal für sich selbst definieren was man auf der Jagd macht. Welches wild(Größe), welche Entfernung.

Cold bore shot ist definitiv interessant.

Zwecks Baujahr, Bauart etc: es gibt keinen „Rentner Bonus“. Nur weil die Büchse 30 Jahre auf dem Buckel hat darf sie nicht schlechter schießen, ansonsten muss ich mich beschränken (siehe oben, Entfernung und Zielgröße)

Welche streukreise: so klein wie möglich! Es wird ja mit ner wackeligen Auflage auf der Kanzel nicht besser, oder durch Witterungseinflüsse, Dunkelheit etc..

Zu dem gezeigten schussbild: ich wäre damit unzufrieden und hätte nicht übermäßig viel Vertrauen. Bis 100 Meter und Reh-große Ziele sicherlich zu gebrauchen.... aber wenn der Jungfuchs kommt, hmm..

Hier meine Anschussscheibe zum Aufgang der bockjagd, mit „jagdlicher Auflage“ geschossen, von Meiner alten sauer 200, wahrscheinlich schon so alt wie ich aber die darf bleiben...

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#6
Ich halte von solchen Diskussionen lieber Abstand. Ich bin aber der Meinung:

Wer weit schießt, braucht bessere Streikreise, im Gegensatz zu einem reinen Waldjäger mit max 80m Entfernung.
Logisch. Ich schaue immer besorgt auf Standbesucher, die 35mm mit 3 Schuss/100m hinbekommen, aber die ASV bis 300m einschießen möchten.


Ich selbst habe das Limit 5 Schuss <20mm Mitte-Mitte. Schieße bis max 250m, wenn nicht anders möglich.
Bezüglich cold bore Shot. Hab's unzählige Male getestet, spielt für mich jagdlich keine Rolle.
Wmh
 
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#8
Kommt drauf an was ich mit der Waffe machen will. Bei meiner durchgeh Waffe mit FLG reicht mir ein Streukreis wie oben auf 50m (würde auch auf 30 reichen da ich die eh nur im absoluten Notfall im nahbereich einsetze). Bei meinem normalen Repetierer suche ich mir Munition die Loch an Loch trifft da ich damit auch auf 250+m auch mal einen Fuchs oder Raubzeug bejagen können will.

Wenn ich eh max 100m weit schieße würde das oben evtl. reichen aber das ist ja jagdlich eher selten der Fall. Für Reh und Hochwild ist aus meiner Sicht ~3cm auf 100m okay. Wenn das Wild kleiner wird oder die Entfernungen deutlich weiter dann muss der Streukreis auch deutlich kleiner werden für saubere Schüsse...
 
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#9
hallo. wenn das das Maximum an Streukreis ist, das ZFR 1cm/Klick hat, dann das Absehen um 2Klicks rechts und 1Klick runter stellen. Schon passt das auf durchschnittliche Schussentfernung unter 100m auch für Jungfuchs. Raubwild ist überwiegensd nachts und da beschränkt man sich ja in der Schussweite wohl selber??? Man muss dieses 7mm oder 8mm Kaliber allerdings auch dementsprechend beherrschen und selber gut sein;););)
Erster Schuss aus kaltem Lauf spielt natürlich eine Rolle auf den schieße ich mein Jagdgewehr dann ein!!! Einen zweiten Schuss brauchts normalerweise nicht und wenn dann gibt den nur der Nachsuche Hundeführer ab:whistle::whistle::whistle::whistle:
 
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#12
jagdl. bis 100m vollkommen ausreichend. Evtl. bei Schuß 3 nicht ganz sauber abgekommen. Projeziere das Quadrat 3 cm nach oben und einen nach links, dann sitzen alle Schuß im Schwarzen!
 
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#13
Wenn du den 3. als Schützenfehler abziehst kommst du auf ca 1 MOA locker über den Daumen. Sollte eigentlich passen...

Ansonsten noch ein bis zwei saubere 3 oder 5 Schuss Gruppen versuchen, dann kristallisiert sich meistens raus ob der Streukreis realistisch ist.
 
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#14
Das Schussbild ist von mir. Jagdliche Schussdistanzen (über alles bislang erlegte Wild in den letzten Jahren) ~50 mtr im Durchschnitt.

Ausgangsbasis ist eine Mauser 66 in 7x64 mit Barnes TTSX (soll aber keine Kaliber/Munitionsdiskussion werden)
 
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#15
Das Schussbild ist von mir. Jagdliche Schussdistanzen (über alles bislang erlegte Wild in den letzten Jahren) ~50 mtr im Durchschnitt.

Ausgangsbasis ist eine Mauser 66 in 7x64 mit Barnes TTSX (soll aber keine Kaliber/Munitionsdiskussion werden)
Schöne Waffe, top Kaliber und prima Geschoss. Selbstgeladen kriegt man den Streukreis auch enger ;)
 
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