"jagdliche" KW wandeln?

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#1
Sehr geehrte Foristi,

wie stellt sich das rechtliche Procedere beim direkten Tausch bzw. Ersatz einer jagdlichen erworbenen KW da?

Wenn ich zB. eine über das Jagdscheinbedürfnis vor über 20 Jahren erworbene KW, hier Pistole im Kaliber .45ACP,
in einen Revolver .357 Mag. beim Waffenhändler wandeln will?

Die .45ACP Pistole konnte trotz 3 maliger Büchsenmacher Reparaturversuche nicht mehr in einem sicheren den jagdlichen Ansprüchen genügenden Funktionszustand gebracht werden. Sie doppelt leider ab und an mehr als heftig!
Eine baugleiche Ersatzwaffe ist nicht mehr zu bekommen, da der Hersteller der damaligen Kleinstserie mittlerweile im verdienten Ruhestand gegangen ist.

Geht das ohne großes TamTam, im direkten Austausch?

Oder gilt da wie bei sportlichen Bedürfnissen der Grundsatz "neue Waffennummer = neuer Antrag mit entsprechend aufwändiger Bedürfnisprüfung etc. pp.?
Bei einer über das "sportliches Bedürfnis" erworbenen KW ist ja die einfach Möglichkeit eines Tausch für eine Ersatzwaffe so jedenfalls nicht im WaffG vorgesehen.
Hier müsste nach dem Austragen der bisherigen KW das volle Programm für eine erneute EWB gefahren werden.

WaiHei!!!
 
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#2
mit Deinem Jagdschein hast Du ja waffenrechtlich das Bedürfnis, zwei KW zu besitzen - ohne weitere Prüfung. Falls die Pistole also derzeit Deine einzige KW ist: Voreintrag f. weitere KW eintragen lassen und fertig.
Fall Du bereits zwei KW hast, ist es am einfachsten, erst die abzugebende austragen und dann den neuen Voreintrag vornehmen zu lassen.
Dürfte aber so oder so unproblematisch sein.
 
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#3
wenn du mehr als 2 Kurzwaffen hast , dann könnte es etwas diskussion geben.

Mehr als 2 KW gab es bereits zum damaligen Zeitpunkt des ursprünglichen Erwerbs.
Aber ich konnte das aufgrund der seinerseits vorhanden "reinen Sportwaffen", die sich nicht für eine jagdliche rauhere Verwendung eignen erfolgreich begründen. Seither ist nurmehr ein .357er Sportrevolver anno 2000 dazu gekommen, der aber für die Jagd wegen der empfindlichen Visierung und dem 6" Lauf auch nicht unbedingt perfekt geeignet ist.

WaiHei!!!
 
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#5
Ein einfacher Austausch ist nicht möglich, da die neue Waffe ja egal wie neu erworben wird.
Also alte Waffe vernichten lassen. Mit dem Schreiben zur Behörde gehen, austragen lassen und im gleichen Atemzug neuen Voreintrag für die neue Waffe ausstellen lassen.
Ist sicher auch kein größerer Aufwand, als von dir angedacht.
 
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#7
Interessant für uns wäre zu wissen um welche KW es sich handelt, das die von einem Buechser nicht wieder hinzubekommen ist.
 
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#8
Interessant für uns wäre zu wissen um welche KW es sich handelt, das die von einem Buechser nicht wieder hinzubekommen ist.
Es ist eine PO8 in .45ACP, diese wurde damals von Karl Nedbal anno 1998 für mich angefertigt.
Hatte die Waffe beim Karl in Vössendorf kurz vor seiner Pensionierung und bei Herbert Werle zur Durchsicht, aber leider konnte man das "Problem" immer nur für einige Zeit beseitigen.
Es ist halt nicht besonders lustig, wenn es einem ab und an die ganze restliche Magazinladung "full-auto" unkontrolliert durch die 08 jodelt!
WaiHei!
 
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#12
SODELE,
jetzt habe ich mir die Problemzonen der 08 mal unter dem OP Mikroskop genauer angeschaut und mit Bremsenreiniger die Federbereiche perfekt gereinigt und einen kleinen kaum fühlbaren Grat mit einem black Arkansas Stein beseitigt. Dann dezent alles mit WD-40 benetzt.. Offenbar war das über die Jahre verharzte Balistol zusammen mit dem Mikrograt an der Blattfeder die Spassbremse. Anschliessend 100 Schuss verballert ohne Gezicke ;-)
Jetzt herrscht wieder Frieden im Land!
Horrido!!!
 
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#14
Die hat eine tief schwarze Streichbrünierung und es wurden damals 12 Stück vom Karl in .45ACP gefertigt. Herbert Werle hat vom Karl die noch vorhanden Ersatzteile übernommen und soweit mir bekannt noch einmal 5 Exemplare gefertigt. Herbert Werle hat auch bei meiner den Abzug wirklich perfekt überarbeitet. Ob da nochmal was an P08 in .45ACP kommen wird ???
Who knows.........
 

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