Jagdlicher 98er und Umbau auf deutschen Stecher?

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#76
Ich verstehe auch nicht ganz diese Abneigung entgegen des Stechers und der Stress der dabei entsteht.

Sicher ist das Beste heutzutage ein fein , nach Wunsch und Bedarf , einstellbarer Flintenabzug , keine Frage , aber das hindert mich nicht weiterhin Jagdwaffen mit deutschem Stecher oder sogar Druckpunktabzügen in Gebrauch zu haben. Ich komme in allen Fällen damit klar.
 
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#77
Ich verstehe auch nicht ganz diese Abneigung entgegen des Stechers und der Stress der dabei entsteht.

Sicher ist das Beste heutzutage ein fein , nach Wunsch und Bedarf , einstellbarer Flintenabzug , keine Frage , aber das hindert mich nicht weiterhin Jagdwaffen mit deutschem Stecher oder sogar Druckpunktabzügen in Gebrauch zu haben. Ich komme in allen Fällen damit klar.
Na wenn das keine Ansage ist !!
Alles bestens (y)
 
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#78
Mann Mann Henry, was schreibst Du heute für Quark;)
Die Abzüge von60/ 70er Jahre Repetieren waren ohne Stecher kaum zu gebrauchen, wenn man aber so ein Schätzchen gern führt und es gibt einen Meister seines Fachs, der den 1. Abzug brauchbar macht, warum nicht?
Das Gefährliche an einem Stecher hat sich mir noch nicht erschlossen, aber die Angst davor gleicht ja einer Manie...:cool:
Noch immer war der 98er Maß der Dinge und der eben mit deutschem Stecher.
Erst mit dem Frankonia-abzug trat ein Wandel ein, der sich analog bei den neueren Modellen langsam mit Kombiabzügen einführte.
Na welche Repetierer gab es denn in den 60ern und 70ern?
und dann die Amis und Skandinavier, die alle keinen Stecher hatten, heute die Japaner.

Wer einen Stecher am Gewehr hat, muss immer zusätzlich etwas machen, ob er schießt oder nicht zu Schuss kommt.
Die 22, die sich hier zu dem Thema melden (viele sind es eh´ nicht,) beherrschen ohnehin alle Abzüge im Schlaf, was ja auch echt toll ist. Der Stecher ist ein Schönwetterabzug, der sich mit kalten Fingern oder mit Handschuhen nicht kontrolliert schießen lässt. Wer das anders sieht, malt sich das schön.
Den Finger auflegen zu können und nicht auf Abstand halten zu müssen, ist ein Komfort beim Schuss.
Es empfiehlt sich daher, einen Kombiabzug (falls der dran ist), auch einmal ungestochen zu probieren.
 

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#79
Stecher sind hochgefährliche Abzüge und an kombinierten Gewehren noch gefährlicher als an einläufigen.
Also wenn ich so die letzten Jahre repliziere in denen ich so manches Gewehr von Jagdkollegen eingeschossen habe, erschien mir so mancher von seinem ach so kundigen Besitzer selbst eingestellter "Feinabzug" wesentlich gefährlicher als ein Stecher dessen Handhabung man ein paarmal trocken übt und dann für lange Zeit kapiert hat.
 
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#80
Also wenn ich so die letzten Jahre repliziere in denen ich so manches Gewehr von Jagdkollegen eingeschossen habe, erschien mir so mancher von seinem ach so kundigen Besitzer selbst eingestellter "Feinabzug" wesentlich gefährlicher als ein Stecher dessen Handhabung man ein paarmal trocken übt und dann für lange Zeit kapiert hat.
Ach die Stecher werden wohl nicht "eingestellt"??
Oder wie stehen die denn so in aller Regel??
Sind die Stecherschrauben keine Spielobjekte?
Warum haben denn deine Kumpels ihre Gewehre nicht selbst eingeschossen??
Kamen oder kommen wohl mit den Stechern nicht zurecht??
Wie viele Feinabzüge werden denn im Vergleich zu Stechern "verstellt"??
Fragen nix als Fragen.
 
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#81
Wo wir grade beim "Verstellen" sind.
Was kann eigentlich der Kombi-Abzug von Frankonia?
 
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#82
Ach die Stecher werden wohl nicht "eingestellt"??
Oder wie stehen die denn so in aller Regel??
Du kannst davon ausgehen das kaum Laien an den Einstellungen eines Stechers rumspielen, an den großartig als einstellbar beworbenen Feinabzügen aber schon.
Warum haben denn deine Kumpels ihre Gewehre nicht selbst eingeschossen??
Kamen oder kommen wohl mit den Stechern nicht zurecht??
Nun ich bin bei uns als sicherer Schütze bekannt drum kommt immer wieder mal vorbei, ich tue das gerne und denen ist geholfen, dabei sind Gewehre mit allen Abzugsarten, ob die das bringen weil sie nicht zurechtkommen bezweifle ich, denn sie gehen danach durchwegs erfolgreich damit jagen. Ich habe kein Problem damit zurechtzukommen darum kann ich nicht verstehen was da für eine Paranoia vor Stecherabzügen herrscht
Wie viele Feinabzüge werden denn im Vergleich zu Stechern "verstellt"??
Siehe oben.
 
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#83
Du kannst davon ausgehen das kaum Laien an den Einstellungen eines Stechers rumspielen, an den großartig als einstellbar beworbenen Feinabzügen aber schon.Nun ich bin bei uns als sicherer Schütze bekannt drum kommt immer wieder mal vorbei, ich tue das gerne und denen ist geholfen, dabei sind Gewehre mit allen Abzugsarten, ob die das bringen weil sie nicht zurechtkommen bezweifle ich, denn sie gehen danach durchwegs erfolgreich damit jagen. Ich habe kein Problem damit zurechtzukommen darum kann ich nicht verstehen was da für eine Paranoia vor Stecherabzügen herrscht
Siehe oben.
Und warum konnten sie vorher nicht damit jagen??
Aber nachher schon??
Der deutsche Stecher lässt sich in aller Regel von außen einstellen, der Feinabzug oft nur bei ausgebautem System.
Nur dass es klar ist, ich komme durchaus mit einem Stecherabzug an einem fremden Gewehr zurecht. An einem eigenen habe ich keinen mehr. Zu was auch, er hält mich nur auf, wenn es mal flotter möglich wird.
Für einen gemächlichen Schuss, der auch weil zu langsam kein Unglück ist, ist die Stecherspielerei eine nette Beschäftigung. Nach dem Entsichern oder Spannen habe ich lieber nix mehr zum rummachen.
Aber wir wollen ja nicht zu Schießern mutieren, sondern den gepflegt eingestochenen Kugelschuss zelebrieren.
 
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#85
Beim Kauf meiner ersten Waffe habe ich explizit darauf geachtet, dass sie über einen Flintenabzug verfügt, da ich damals nichts von einem deutschen Stecher hielt.

Dann kamen meine ersten Martini-Gewehre hinzu. Diese sind mit reinen Stecher-Abzügen versehen, bei denen der Schuss nur durch Einstechen des hinteren und Betätigen des vorderen Abzuges, losgeht.

Natürlich kam dann auch die eine oder andere Jagdwaffe mit deutschem Stecher hinzu, weshalb ich meine ursprüngliche Abneigung nicht mehr nachvollziehen kann.
 
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#86
Und warum konnten sie vorher nicht damit jagen??
Aber nachher schon??
Weil man mit einem nicht eingeschossenen Gewehr nicht jagen geht. Ist das wirklich so schwer zu begreifen, das kann viele Ursachen haben. Umgefallen, andere Munition, neues Zielfernrohr usw. aber für so klug das zu Wissen hätte ich dich schon gehalten
Nur dass es klar ist, ich komme durchaus mit einem Stecherabzug an einem fremden Gewehr zurecht. An einem eigenen habe ich keinen mehr. Zu was auch, er hält mich nur auf, wenn es mal flotter möglich wird.
Niemand zwingt dich wenn es flotter gehen muss einzustechen, oder?
Aber wir wollen ja nicht zu Schießern mutieren, sondern den gepflegt eingestochenen Kugelschuss zelebrieren.
Man muss nichts zelebrieren, man nutzt etwas so wie es gedacht war, oder eben nicht.
Ich würde nie so weit gehen jemanden unbedingt einen Stecher ans Herz zulegen, es liegt mir aber fern die Panik die so mancher vor dieser Höllenmaschine hat zu teilen. ;)
 
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Die Panikmache um den deutschen Stecher kann ich nicht nachvollziehen. Ursprünglich hatte ich zwar eine Abneigung vor diesem "Teufelszeug", aber nach etwas Übung und Angewöhnung ist diese restlos verflogen. Inzwischen kann ich auch unseren Jüngsten auf den Schiessstand mitnehmen und er durfte sowohl Büchsen mit Direktabzug wie auch mit deutschem Stecher schiessen. Die unterschiedliche Handhabung bereitet ihm dabei keinerlei Probleme; ein "Favorit" ist nicht erkennbar bzw. hängt mehr vom Kaliber ;) als vom verbauten Abzug ab (selbstverständlich haben wir dies vorgängig zuhause mit Manipulier-Patronen geübt).

Wer aber keinen deutschen Stecher mag, soll sich einfach eine Büchse mit einem anderen Abzug zulegen. Punkt.

Im #2 wurde ernsthaft gefragt, ob "in der Ausbildung die JS-Anwärter immer noch damit gef!ckt werden"...
Dazu kann ich nur sagen: Hoffentlich werden die JS-Anwärter weiterhin in der Handhabung der verschiedenen Abzug-Systeme unterrichtet, damit sie in einer Notsituation (z.B. Herzinfarkt des Jagdkollegen u.Ä.m.) wissen, wie eine allenfalls eingestochene Waffe zu "entschärfen" ist.
 
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#89
Dazu kann ich nur sagen: Hoffentlich werden die JS-Anwärter weiterhin in der Handhabung der verschiedenen Abzug-Systeme unterrichtet, damit sie in einer Notsituation (z.B. Herzinfarkt des Jagdkollegen u.Ä.m.) wissen, wie eine allenfalls eingestochene Waffe zu "entschärfen" ist.
Das sind dann die Dinge die man nie vergisst?
Nach meiner Meinung würde die meisten Jäger bei einer spontanen Wiederholungsprüfung am DZS scheitern.
Ich halte es für sinnvoller mal an aktuellen Systemen zu lernen.
Die meisten JJ holen sich eher einen modernen HA statt einem DZS.
 
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