Jagdlicher Unterschied .222 zu .223?

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25 Aug 2007
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Horrido!

Da bei uns in Revier die Devise gilt:"Sau kann immer kommen!" :D habe ich bei der Jagdausübung stets meinen Repetierer in 7x64 dabei und kenne mich mit den "kleinen Pillen" nicht aus.
Habe im I-net eine Interessante Anfrage in einem andern Forum entdeckt und dabei gemerkt, wie wenig Ahnung ich doch von so ballistischen Geschichten habe (hat mich nun auch noch nie betroffen).
Es interessiert mich nun aber:
Gibt es jagdlich gesehen einen relevanten Unterschied zwischen der .222 und der .223?

Bei der Schießausbildung haben wir stets mit der Krico in .222 geschossen und gelernt, daß die .222 das kleinste zugelassene Kaliber auf Rehwild ist. Ist sie denn nun auch uneingeschränkt für diesen Einsatz zu empfehlen?

Bin für aufklärende Worte dankbar
 
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18 Jun 2007
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hab nur ne 222!!!die 223 hat ne gestraektere flugbahn und nen bischen mehr power!wuerde aber sagen das es im jagdbetrieb keinen unterschied macht!!!!!!!!
 
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23 Feb 2006
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Hi,

die .223 hat bei gleichen Geschoßgewichten deutlich mehr Dampf, entsprechend ist die Wildbretentwertung größer, aber auch die "Reichweite" und Wirkung.
Habe sehr viele Rehe und Füchse mit der .222 erlegt. gerade bei den schweren Geschoßen (glaube 4,1 Gramm) hielt sich Wildpretzerstörung und Balgentwertung sehr in Grenzen.

Gruß Schweißarbeiter (der jetzt fast alles mit der 9,3 schießt) :wink: :lol:
 
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29 Dez 2006
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Mit der .222 mit normalen TM(3,5g) liegt Rehwild mit guten Schüssen im Bereich von 0-max.50m(eigene Erfahrung)(gerade wenn das Wild einen schon spitz hat, sind die Fluchtstrecken rel. lang, ist es vertraut, liegt es oft auch im Knall)
Aber allzu schlechte Schüsse kann man sich damit nicht erlauben.
Hämatome hat man oft auch reichlich.

Da die .223 noch schneller ist, wird die Entwertung auch höher sein, dazu hab ich aber keine konkreten Erfahrungen.
 
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21 Jul 2006
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Die .222 wird wegen Dralllänge und Vo Geschosse über ca. 4 g nur ausnahmsweise präzise verschießen.
Die .223 gibts auch in kürzeren Dralllängen für schwerere Geschosse.
Für Rehwild reicht die Leistung sicher gut aus, aber nach meiner Erfahrung zeichnet Rehwild bei ordentlichen Kammertreffern
mit diesen Patronen manchmal überhaupt nicht und geht ab wie nicht getroffen.
Das ist mir mit hochwildtauglichen Patronen noch nicht passiert.
Ich würde bei der 7x64 bleiben.

Grüße
 
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24 Feb 2006
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Hallo,

unsere Erfahrung ist (Vater und mir) .222 Rem in Sako Vixen System. Mein Herr hat sicher die meisten Rehe mit der .222 geschossen. Meine ersten Stücke ebenfalls mit der Waffe erlegt. Die Wirkung ist mit der .222 als ausreichend auf Rehe zu bewerten. Reserven sind nicht vorhanden. Bei Schüssen auf die Schulter steckt die Kugel öfters auf der Ausschussseite unter der Decke und gibt keinen Ausschuss. Flucht 0-50m. Einsatzweite bis 200m.
Die .222 verdaut leider oft nur die 50grn Geschosse gut. 55grn werden oft nicht optimal stabilisiert. Bei Bekannten wurden oft auch die 55grn jahrelang gut verschossen und nach einer Zeit geht nur mehr die 50grn optimal. Warum auch immer?
Jagdfreunde mit der 5,6x50 (Leistung ident zur 223) bezeichnen die Wirkung aber mit 55grn Geschossen als besser gegenüber 50grn.
In Summe liefert die 223 ca. 200Joule mehr Energie als die 222. Sollte ich die Wahl haben zwischen 222 oder 223 würde ich die zweitere wählen obwohl ich mit der 222 immer gut gefahren bin.
 
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Die .222 hat den Ruf, präziser zu sein, nur getoppt von den PPC Patronen. Die .223, mit kürzerem Drall, verträgt schwerer ( eig. längere ) Geschosse.

Übungs- und Matchmuni ist in .223 ( für Puristen: "5.56" ) DEUTLICH mehr Auswahl vorhanden.

Sieht so aus, als wär die .222 auf dem absteigenden Ast - schade, ist eine tolle Parone!

( Abgesehen vom Drall und ´n paar Metersekunden Speed ist nicht viel um! Für grösseres Wild reichts nicht, also kann man mit der .222 bloss ein paar Meter weniger rauslangen : 275 zu 225 m (?))

WH H
 
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Ich gebe zu bedenken, dass die .222 Rem kaum noch gefertigt wird. Es wird wohl immer noch einige wenige Munitionshersteller geben. Die Hülsenproduktion der .222 Rem läuft aus. Daher ist der .223 Rem der Vorzug zu geben, auch für die jagdliche Verwendung, da die .223 Rem besser mit den schweren Geschossen zurechtkommt (wegen der allgemein kürzeren Drallänge) .
 
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(wegen der allgemein kürzeren Drallänge) .

der kurze Drall ist aber ein Tribut an die Präzision. Das ist nicht nur bei der 6PPC so, sondern auch bei allen anderen Patronen.

Und das die .222 Rem bald weg vom Fenster ist täuscht denke ich. In den letzten Jahren haben immer mehr Billiganbieter aus Fernost, (PMC, Wolf, etc..) die .223Rem gepuscht, weil sie wußten das mit den immer häufigeren Halbautomaten mehr Geschäft zu machen ist, als mit einer Patrone welche so gut wie ausschließlich aus einem Repetierer verfeuert wird.

Die .222 Rem wird noch immer von allen namhaften Herstellern im Programm geführt.
Wenns also die .222Rem bald nicht mehr geben soll, dann frag ich mich was dann mit den ganzen metrischen Patronenprogramm (5,6x50, 5,6x50R, 5,6x57, 6,5x57, 6,5x57R, 7x64, 8x68, 9,3x62/64/72/74 usw....)aus dem RWS Laden werden soll.
 
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@arminius
das mit dem absteigenden Ast dürfte zu deiner Zeit kaum eintreten.
Aktuell fertigen mindestens 10 firmen die 222 in 2 Dutzend Labos.
Was Energie angeht schfft die 222 max. 1260J/E100, die 223 kommt auf über 1500J , was immerhin rund 15'% mehr ausmacht.

Und was "Puristen angeht:
222 wäre 5,56 mm, was Felddurchmesser ist.
223 ist gar nix, wäre aber 5,66 mm
224 ist der GESCHOSS-durchmesser der allermeisten 5,6er und entspricht mit 5,7 mm praktisch dem Zugdurchmesser.
Nur mal so für die "Puristen" :wink:
 
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Arminius schrieb:
... bloss ein paar Meter weniger rauslangen : 275 zu 225 m (?))

WH H

Verwende beide, meine Erfahrung bei Rehen ist eher so bei 160 m für die 222 und bei knapp 200 für die 223 sollte man Schluß machen.
Also der Unterschied ist nicht groß, würde aber bei Wahlmöglichkeit die 223 nehmen.
marchfelder
Ps: Habe ein Match Gewehr in 222, einen Repetierer und 1 HA in 223
 
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Vielen Dank für die Infos!

Habe ich das richtig verstanden?

1. sowohl die .222 als auch die .223 haben das gleiche Kaliber (Geschoßdurchmesser)
2. die .223 hat mehr Energie (ca. +200J)
3. die .223 hat deshalb eine größere jagdliche Reichweite
4. mit der .223 können schwerere Geschosse verschossen (stabilisiert) werden
5. Es gibt mehr und günstigere Laborierungen für die .223

Wenn ich mich nicht irre, dann ist doch die .223 deutlich universeller als die .222 einsetzbar und bietet mehr Leistungsreserven.
Wieso ist dann die .222 bei Jägern noch so weit verbreitet?
Wieso haben die meisten KJV mehrere .222 Repetierer zur JJ Ausbildung?

Grüße
 
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18 Jun 2007
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da die 222 keine militaer partone ist sie aelter als die die 223 ist und sie eine lange zeit das kleineste auf rehwild zugelassene kalieber war!!!!!und sie laeSt sich schieSen wie nen KK nur mit knall!!!!!!! mfg waidmansheil
 
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Ich habe zuletzt vor 2 Wochen einen Bock auf gut 100 Meter mit der Bockbüchsflinte in 222 Rem. gestreckt.
Insgesamt habe ich bislang 3 Stück Rehwild mit diesem Kaliber/ Waffe geschossen und sie eigentlich nur gelegentlich auf Rehwild mitgenommen, wenn der Repetierer 30/06 nicht zur Verfügung stand.
Aber sie hat jedes mal sehr gute und präzise Arbeit geleistet. Alle Stücke lagen im Knall bei wenig Entwertung.
Dazu kommt, dass die 222 Rem. zu den leisen und rückstoßarmen Patronen zählt und sich somit sehr angenehm schießt.
Solange sich die Schussentfernung in Grenzen hält, würde ich sie nach meinen bisherigen Empfehlungen auf Rehwild uneingeschränkt empfehlen.
Das 3,24 g TM Geschoss sieht offenbar schwächer aus, als es ist. Deswegen habe ich mir zunächst (unberechtigte) Sorgen gemacht, die sich jedoch als unbegründet entpuppt haben. Die Wirkung spricht für sich.
Zur 223 kann ich aber leider nichts sagen.
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