Jagdmöglichkeit bei den Bayerischen Staatsforsten

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#1
Servus zusammen,

ich habe meinen Jagdschein jetzt schon seit gut einem Jahr und durfte auch schon ein paar Erfahrungen bei befreundeten Jägern machen. Jedoch konnten mir diese in Sachen Jagdgelegenheit nicht wirklich weiterhelfen.
Nun ist mir in den Sinn gekommen mich um einen Jagdmöglichkeit bei den Staatsforsten zu bewerben.
Jetzt stellt sich mir aber die Frage ob es überhaupt Sinnvoll ist sich mit relativ wenig jagdlicher Erfahrung
bei den Staatsforsten zu bewerben, da man dort wie ich mitbekommen habe, relativ auf sich allein gestellt ist. Zusätzlich würde mich noch interessieren wie ich eine solche Bewerbung aufbauen sollte und zu welchem Zeitpunkt man die Bewerbung ansetzten sollte, wenn man sich für das kommende Jagdjahr bewerben möchte.

Ich weiß es ist eine etwas seltsame Frage, aber ich hoffe ( weil ich kaum einen andere Möglichkeit habe mich zu informieren), dass ihr mir trotzdem weiterhelfen könnt.

Vielen Dank!

Lg

Gamsla
 
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#3
Warum rufst nicht bei dem in Frage kommenden Forstamt an???
Hier bekommst du kompetente Auskunft. Ist ja immer verschieden. Kenne Ein Forstamt, die wollen die Bewerbung per Mail, dann kenn ich eins, da bekommen die Blutdruck, wenn ne Mail kommt.

Also anrufen (weiß is altmodisch) dann weißt Bescheid.

Robert
 
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#4
Nicht anrufen,.... da sitzt, wenns schlecht läuft, jemand am anderen Ende, der grad schlecht gelaunt ist, und es ist schon zu Ende.

Setz einen schönen Brief oder email auf, in dem du beschreibst, was du für ein Held bist und alles leisten kannst und bitte ganz höflich um einen "Prischbezirk".

..."gehe gern einmal im Monat am Wochenende auf kapitale Trophenträger" und "habe den Rehwildhegepreis in Gold des DJV errungen" kommt dabei eher weniger gut an...


Gruß

HWL
 
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#5
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#6
Warum rufst nicht bei dem in Frage kommenden Forstamt an???
Hier bekommst du kompetente Auskunft. Ist ja immer verschieden. Kenne Ein Forstamt, die wollen die Bewerbung per Mail, dann kenn ich eins, da bekommen die Blutdruck, wenn ne Mail kommt.

Also anrufen (weiß is altmodisch) dann weißt Bescheid.

Robert
Vielen Dank, ja das kann ich mir vorstellen, dass das von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich ist.
Lg Gamsla
 
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#7
Nicht anrufen,.... da sitzt, wenns schlecht läuft, jemand am anderen Ende, der grad schlecht gelaunt ist, und es ist schon zu Ende.

Setz einen schönen Brief oder email auf, in dem du beschreibst, was du für ein Held bist und alles leisten kannst und bitte ganz höflich um einen "Prischbezirk".

..."gehe gern einmal im Monat am Wochenende auf kapitale Trophenträger" und "habe den Rehwildhegepreis in Gold des DJV errungen" kommt dabei eher weniger gut an...


Gruß

HWL
Vielen Dank für den Tipp!
Lg Gamsla
 
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#8
Vielen Dank für den Tipp!
Lg Gamsla
Du kannst zumindest vorab immer anrufen und mit der Jagdsachbearbeiterin reden. Bei keinem Forstbetrieb der Bayr. Staatsforsten hab ich jemals eine (n) unfreundlichen oder schlecht gelaunte (n) Mitarbeiter(in) angetroffen.
Dort erhältst du dann Auskunft in welcher Form die Bewerbung stattfinden soll. Die einen mögen Brieferl, den anderen reicht eine knappe E-Mail.
Vor dem alleine wurschteln braucht du keine Angst haben. Du hast dann wenigstens niemanden, der dir alten Sermon, der lange schon out ist, weis machen will.
Es werden dir Fehler unterlaufen, aber lernen tust du wenigstens aus eigener Erfahrung.
 
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#9
Du kannst zumindest vorab immer anrufen und mit der Jagdsachbearbeiterin reden. Bei keinem Forstbetrieb der Bayr. Staatsforsten hab ich jemals eine (n) unfreundlichen oder schlecht gelaunte (n) Mitarbeiter(in) angetroffen.
Dort erhältst du dann Auskunft in welcher Form die Bewerbung stattfinden soll. Die einen mögen Brieferl, den anderen reicht eine knappe E-Mail.
Vor dem alleine wurschteln braucht du keine Angst haben. Du hast dann wenigstens niemanden, der dir alten Sermon, der lange schon out ist, weis machen will.
Es werden dir Fehler unterlaufen, aber lernen tust du wenigstens aus eigener Erfahrung.
Danke! Vielleicht hast du ja recht und es ist wirklich gut wenn ich meine eigenen Erfahrungen sammle.

Lg Gamsla
 
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#10
..."gehe gern einmal im Monat am Wochenende auf kapitale Trophenträger" und "habe den Rehwildhegepreis in Gold des DJV errungen" kommt dabei eher weniger gut an...
Vor dem alleine wurschteln braucht du keine Angst haben. Du hast dann wenigstens niemanden, der dir alten Sermon, der lange schon out ist, weis machen will. Es werden dir Fehler unterlaufen, aber lernen tust du wenigstens aus eigener Erfahrung.
Damit ist eigentlich alles gesagt (y)

Ein paar Sachen kann ich aus eigener Erfahrung noch hinzufügen:

Jagdneid wirst du bei den BaySF nicht erleben. Dort freut man sich über jedes Stück das du in die Wildkammer hängst. Diejenigen, die dort jagen, sind auf Waldumbau und die dafür notwendigen hohen Abschusszahlen getrimmt und ausgesprochene Zweck- und Fleischjäger. Der Trophäenkult wurde beim Bayerischen Staat schon vor langer Zeit abgeschafft und durch andere Götzenbilder ersetzt. Was aber nicht heisst, dass du dich über einen guten Bock nicht freuen darfst - du wirst nur kaum Leute finden, die deine Begeisterung für die gute Trophäe teilen können. Bei den wirklich wichtigen Dingen wie Zuverlässigkeit, Schießfertigkeit, Sicherheit usw. wirst du dagegen viel Gegenliebe und Anerkennung erfahren.

Grad beim Rehwild gilt beim Staat: „Zahl vor Wahl" (Auf gut Deutsch: Erlege alles, was der Jagdschein hergibt und mach dir keinen Kopf wg. „zu stark", „zu gut", „soll noch alt werden" usw.). Das muss man halt mögen bzw. den Hintergrund verstehen und davon überzeugt sein. Wenn du eher der Typ bist, der „seinen Bock" über Jahre hinweg begleiten und sein Heranreifen beobachten will, dann bist du da definitv an der falschen Adresse.

Eines sollte man dir fairerweise auch noch verraten: Die BaySF schaffen den Waldumbau mancherorts ohne Zäunung. Das geht nur mit entsprechend verringertem Wildbestand, und Ansitze ohne Anblick sind daher keine Seltenheit.
 
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#11
Damit ist eigentlich alles gesagt (y)

Ein paar Sachen kann ich aus eigener Erfahrung noch hinzufügen:

Jagdneid wirst du bei den BaySF nicht erleben. Dort freut man sich über jedes Stück das du in die Wildkammer hängst. Diejenigen, die dort jagen, sind auf Waldumbau und die dafür notwendigen hohen Abschusszahlen getrimmt und ausgesprochene Zweck- und Fleischjäger. Der Trophäenkult wurde beim Bayerischen Staat schon vor langer Zeit abgeschafft und durch andere Götzenbilder ersetzt. Was aber nicht heisst, dass du dich über einen guten Bock nicht freuen darfst - du wirst nur kaum Leute finden, die deine Begeisterung für die gute Trophäe teilen können. Bei den wirklich wichtigen Dingen wie Zuverlässigkeit, Schießfertigkeit, Sicherheit usw. wirst du dagegen viel Gegenliebe und Anerkennung erfahren.

Grad beim Rehwild gilt beim Staat: „Zahl vor Wahl" (Auf gut Deutsch: Erlege alles, was der Jagdschein hergibt und mach dir keinen Kopf wg. „zu stark", „zu gut", „soll noch alt werden" usw.). Das muss man halt mögen bzw. den Hintergrund verstehen und davon überzeugt sein. Wenn du eher der Typ bist, der „seinen Bock" über Jahre hinweg begleiten und sein Heranreifen beobachten will, dann bist du da definitv an der falschen Adresse.

Eines sollte man dir fairerweise auch noch verraten: Die BaySF schaffen den Waldumbau mancherorts ohne Zäunung. Das geht nur mit entsprechend verringertem Wildbestand, und Ansitze ohne Anblick sind daher keine Seltenheit.



Vielen Dank für deine ehrliche und ausführliche Antwort! Jetzt muss es nur noch mit einer Jagdgelegenheit dort klappen.

Lg Gamsla
 
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#12
Nicht anrufen,.... da sitzt, wenns schlecht läuft, jemand am anderen Ende, der grad schlecht gelaunt ist, und es ist schon zu Ende.
Setz einen schönen Brief oder email auf, in dem du beschreibst, was du für ein Held bist und alles leisten kannst und bitte ganz höflich um einen "Prischbezirk".
..."gehe gern einmal im Monat am Wochenende auf kapitale Trophenträger" und "habe den Rehwildhegepreis in Gold des DJV errungen" kommt dabei eher weniger gut an...
Gruß
HWL
(y)
"Sehr gut ankommen" tun alle Anfragen wo nicht mal der vollständige Name in der Email steht (neue Mode), geschweige denn die Anschrift oder sonst etwas...
Etwa in der Form: "Bitte teilen Sie mir ihre aktuellen Drückjagdangebote mit, regelmäßiger Besuch des Schießkinos ist für mich selbstverständlich" Grüße A. X
Was denken sich diese Leute? Eine Jagdbeteiligung ist ein Stück Vertrauenssache!
 
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#13
Der bayerische Staatswald ist groß, und so groß ist auch die Bandbreite der Förster und der jagdlichen Vorstellungen der Forstbetriebe.
Und ein bayrischer Förster muss bekanntlich zwei Augen haben: Eines, mit dem er alles sieht und eines, das er auch 'mal zudrücken kann. Will sagen: Wenn Du einen Fehler machst, wird Dir nicht gleich der Kopf abgerissen. Aber das ist natürlich auch individuell unterschiedlich - siehe mein erster Satz.
Und eine Aussage eines Försters zum Thema "alles niederschiessen": "Nee, muss nicht sein, wir wollen ja nächstes Jahr auch noch was schießen". Klar ist aber auch, dass der Betriebszieltyp "Kiefer plus Kronenhirsch" der Vergangenheit angehört.
Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn die Vorgaben passen und Du Dich mit dem Revierleiter verstehst, dann kann das ein sehr entspanntes Jagen sein.
Und bitte: Der Vertrag läuft ein Jahr. Wenn sich dann herausstellt, dass es eben nicht passt, dann ist nicht viel verloren.

Grüße
 
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#14
Der bayerische Staatswald ist groß, und so groß ist auch die Bandbreite der Förster und der jagdlichen Vorstellungen der Forstbetriebe.
Und ein bayrischer Förster muss bekanntlich zwei Augen haben: Eines, mit dem er alles sieht und eines, das er auch 'mal zudrücken kann. Will sagen: Wenn Du einen Fehler machst, wird Dir nicht gleich der Kopf abgerissen. Aber das ist natürlich auch individuell unterschiedlich - siehe mein erster Satz.
Und eine Aussage eines Försters zum Thema "alles niederschiessen": "Nee, muss nicht sein, wir wollen ja nächstes Jahr auch noch was schießen". Klar ist aber auch, dass der Betriebszieltyp "Kiefer plus Kronenhirsch" der Vergangenheit angehört.
Der langen Rede kurzer Sinn: Wenn die Vorgaben passen und Du Dich mit dem Revierleiter verstehst, dann kann das ein sehr entspanntes Jagen sein.
Und bitte: Der Vertrag läuft ein Jahr. Wenn sich dann herausstellt, dass es eben nicht passt, dann ist nicht viel verloren.

Grüße
Vielen Dank für deine Antwort!

Lg Gamsla
 
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#15
edit
@Gamsla: Ist nicht gesagt, daß Du da völlig allein werkeln mußt. Pirschgruppen werden gern gesehn, und es gibt durchaus Reviere, wo Förster und/oder andere Pirschbezirkler sich eines engagierten Jungjägers auch annehmen. Wer will, kann auf diesem Weg sehr wohl jagdlichen Anschluß finden.
 
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