Jagdpächter rechnet mit Drückjagd ab

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#4
Naja. Vllt hat ja auch nicht jeder einzelne Pächter Rehwild bei sich freigegeben an dem Tag und deshalb war die Strecke mau? Oder die Schützen haben tatsächlich strikt nur stehendes Rehwild beschossen, Oder durch viele schnelle Hunde war das Rehwild zu schnell unterwegs? Oder Fehler bei der Jagdplanung? Oder, oder, oder...

Und die vier Rehe, die er auf 300ha geschossen hat sind ja auch mau. Vllt jagd er einfach Sch***e.

Ohne Revierkenntnusse kann man da wohl kein Urteil fällen.
 
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#5
Nun er treibt ja schon länger sein Unwesen! Die Idee jedes Reh tot zu schießen zieht er schon viele Jahre durch. Besser man hält größstmöglichen Abstand zu solchen Leuten. In dessen Dunstkreis würde ich nicht jagen oder pachten. Er ist schon ein Culler, blöd halt das diesmal die Strecke so bescheiden war.
 
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#6
Wieso sollte man da nicht pachten? An der Dj Teilnehmen und nur Raubwild freigeben ist doch nicht verboten und wenn man die richtigen Leute einlädt wirds auch den Kreis nicht verlassen........... da kann der eine Drückjagen bis er schwarz wird, wenn man ihm das drumherum schön ad absurdum führt............
 
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#7
Wieso sollte man da nicht pachten?
Weil er auch Abschussvorgaben von 18 Stück Rehwild zu erfüllen hat auf seinen paar Ha. Da kannste Dir mal schön "Schwielen" an den Allerwertesten sitzen, bei der (Reh-)Wilddichte und den Vorgaben. Zudem werden Drückjagden in seinem Revier durchgeführt, ob er will oder nicht! Typische Pirschbezirksjagden eben! Wer so was pachtet erklärt sich ja vertraglich damit einverstanden und braucht dann auch nicht jammern.
 
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#8
Sorry, aber bei Aussagen wie "Mir ist quasi jedes Reh bekannt" oder "Aus Erfahrung wisse er zudem, dass die Regel, nur zu schießen, wenn sich alle vier Hufe des Rehwilds auf dem Boden befinden, in rund 95 Prozent der Fälle bei Drückjagden nicht eingehalten werde" kann man ja absehen, dass es da in erster Linie um wenig sachliches persönliches Wohlbefinden geht.
 
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#9
Fürstenberg lebt vom Wald, sie sind bekannt dafür, stark zu bejagen um Schäden zu vermeiden. Ich war selber auf Jagd dort, die Strecken waren immer eher mau. Deshalb vermute ich eine geringe Wilddichte von Anfang an. Vielleicht macht er nur seinen Job, bei dem Forst über Jagd steht.

Die Ansagen bei der Einladung und vor der Jagd sind interpretationsfrei in Richtung Waidgerechtigkeit, Unfallverhütung und Hundeeinsatz. Alles etwas (zu) professionell, Brauchtum gibt es da kaum. Aber das ist weitgehend bekannt bzw. sollte nach 14 Jahren auch bekannt sein.

Wenn es eine rechtliche Verpflichtung zu DJ gibt, muss man die einhalten, dazu gibt es Verträge.

Sehr trocken gesagt... eigentlich ist es rechtlich sauber und dazu bekannt.

Warum der Jäger mit seinen Ansicht zur Presse geht ist, ist ziemlich kontraproduktiv bis tendenziös. Er mag ein guter Waidmann sein, aber - sinngemäß- zu sagen, bei mir ist alles in Ordnung und die anderen hetzen Hunde aufs Wild ist doch Futter für die ganzen Petas dieser Welt.
 
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#10
Zudem ist die tragbare Wilddichte zumeist so definiert, dass es keine Maßnahmen zum Verbisschutz braucht. Dass der Betreffende dies ankreidet, ist seine persönliche Meinung. Der Forst hat mit dieser Ansicht jedoch das Recht auf seiner Seite.
 
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#11
Aus Erfahrung wisse er zudem, dass die Regel, nur zu schießen, wenn sich alle vier Hufe des Rehwilds auf dem Boden befinden, in rund 95 Prozent der Fälle bei Drückjagden nicht eingehalten werde
Ich frage mich wo er jagen geht...
Ich habe diese DJ-Saison bisher 7 Stück Rehwild erlegt, sogar alle in BW.
Auch dort war die Ansage "Strecke machen, Wilddichte zu hoch, zu viel Verbiss"
Was soll ich sagen, da standen deutlich mehr als 5% bei Schussabgabe.
Es waren genau 100%, sonst wäre der Finger gerade geblieben.
Es kamen noch ca. 50 andere in Schussweite, die waren aber nicht zum Verhoffen zu bringen.
 
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#12
Weil er auch Abschussvorgaben von 18 Stück Rehwild zu erfüllen hat auf seinen paar Ha. Da kannste Dir mal schön "Schwielen" an den Allerwertesten sitzen, bei der (Reh-)Wilddichte und den Vorgaben. Zudem werden Drückjagden in seinem Revier durchgeführt, ob er will oder nicht! Typische Pirschbezirksjagden eben! Wer so was pachtet erklärt sich ja vertraglich damit einverstanden und braucht dann auch nicht jammern.
Pacht und Pirschbezirk sind aber 2 Grundverschiedene Dinge, wenn ich pachte, habe ich jagdlich das sagen in meinem Revier und nicht Försterchen oder sonst irgendwer. Und 18 Stücke Rehwild auf 300ha ist auch möglich, wir haben wo ich vorher war 28 auf 450 ha p.a. erlegt. alles eine Frage der Organisation und wir haben nicht Zahl vor Wahl geschossen.
Im Pirschbezirk sagt der Förster was Sache ist und entweder richte ich mich danach oder ich muss gehen...........
 
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#15
Ich kann nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.
"Mir ist quasi jedes Reh bekannt", "Ich habe einen guten Überblick, wie viel es hier von allem gibt". Solche Aussagen sind absoluter Blödsinn und jeder Jagdscheininhaber mit einem Minimum an Erfahrung und gesundem Menschenverstand sollte das wissen.

"Das [auf stehendes Wild zu schießen] ist auf solch einer Veranstaltung so gut wie unmöglich. Das Wild wird ja getrieben, und da bleibt es eigentlich nie stehen." Abgesehen davon, dass die Annahme, nur auf stehendes Wild könne man tierschutzgerecht schießen irrig ist, weiß jeder Jäger, dass auch auf Drückjagden nicht nur hochflüchtiges Wild unterwegs ist. Außerdem bezieht er sich im Satz vorher ("Aus Erfahrung wisse er zudem, dass die Regel, nur zu schießen, wenn sich alle vier Hufe des Rehwilds auf dem Boden befinden[...]") ausschließlich auf Rehwild, was impliziert, dass das flüchtige schießen auf beispielsweise Schwarzwild vollkommen in Ordnung geht. Davon werden sogar DVDs gedreht, auf denen Leute in den wildesten Situationen auf Sauen ballern und die Jägerschaft jubelt. Aber wehe jemand schießt auf ein Reh, das nicht alle vier Hufe auf dem Boden hat. Doppelmoral in ihrer schönsten Form.

"Aber ich frage mich ehrlich gesagt, wo die sein sollen, wenn auf einer Jagd mit so vielen Schützen gerade einmal 30 Sikas und zehn Rehe geschossen werden." Drückjagdstrecken schwanken jedes Jahr. Teilweise sogar beträchtlich. Im nächsten Jahr könnte das doppelte liegen oder noch weniger. Das würde aber nicht bedeuten, das Wild wäre kurz vor der Ausrottung.

"In seinem Revier weise jedenfalls kein einziger Baum Verbiss auf[...]" Sollte der gute Mann nicht gerade ein reines Feldrevier bejagen wage ich zu behaupten, dass das nicht stimmt. Selbst bei uns gibt es noch genug Verbiss und wir schießen jährlich 50 Rehe auf 400ha.

"Ich denke, das Forstamt scheut schlicht die Kosten der Schutzmaßnahmen gegen Verbiss." Sagte er und lachte sich ins Fäustchen, weil die Wuchshülsen und Zäune in seinem Revier die dummen Waldbesitzer zahlen müssen. "Die grünen Tupex-Rohre seien beispielsweise sehr wirksam und verwesen nach Ablauf von 25 Jahren automatisch." Diese Aussage ist die pure Verhöhnung aller Waldbesitzer, die versuchen ihren Wald einigermaßen sinnvoll zu bewirtschaften und kein Minusgeschäft zu machen. Ein guter Einblick in die Denkweise von Jägern, die den Grundbesitzern, die ihnen quasi ausgeliefert sind, noch gute Ratschläge geben, für was sie doch Geld ausgeben sollten, um ihr Eigentum vor den herangezüchteten Wildbeständen zu retten.
 
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