Jagdpächter rechnet mit Drückjagd ab

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#46
Der florenfremden Douglas ging es in diesen Gefilden einstmals recht gut. Der eigentliche Wahnsinn ist, in Zeiten des Klimawandels aus ideologischen Gründen auf Arten zu verzichten, gegen die ökologisch nichts, aber auch gar nichts spricht.
Es mag schon sein, dass Förster (IMMER NOCH) nicht erkennen können, was gegen florenfremde Elemente und Fremdländerversuchsanbauten spricht.
Für Fachleute spricht dagegen u.a. z.B. die erwiesene Gefahr bzw. die schon erfolgte Einschleppung von neuen Parasiten, Schädlingen und Krankheitserregern.
Und es gibt einheimische Arten, die statt der Douglasie verwendet werden können, auch wenn das für die forstliche Selbstdarstellung vielleicht nicht so "innnovativ", "schick", "trendy" und "exotisch" ist.
Ein wirklich ökologische Zertifizierung muss die sinnvolle ausschliessliche Verwendung heimischer Arten mit als Bedingung haben.
 
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#47
Wir sprechen nicht über Feuer frei für alles, was sich hier etablieren kann. Wir sprechen über EINE Baumart, dies seit über hundert Jahren hier wächst und gedeiht, die hier auch vor der letzten Eiszeit mitsamt ihren Schädlingen gedieh, und die ein wesentliches Produkt der Forstwirtschaft auf mäßig frischen, kalkarmen Standorten sein kann. Es gibt eben kein heimisches Nadelholz, das damit in dieser Weise konkurrieren könnte. Kiefer und Tanne haben ihre eigenen Probleme, werkstofftechnisch und standörtlich.

Daß Du Begriffe wie "innnovativ", "schick", "trendy" und "exotisch" in diesem Zusammenhang verwendest, läßt tief blicken. Es sind jedenfalls keine Kriterien, die eine Entscheidung über eine forstliche Baumartenwahl beeinflussen sollten. Private Gartenbesitzer und Landschaftsgärtner mögen das anders bewerten.
 
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#48
Im fraglichen Gebiet gibts v.a. Buchen. Douglasien: Fehlanzeige.
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#49
Wo Forstplantagen mit der florenfremden Douglasie angelegt werden, ist jede Öko-Zertifizierung lächerlich und unglaubwürdig.
DU kommst noch 'mal und willst Kartoffeln oder Tomaten oder Mais oder ...!
Nix gibt's!
Die sind nämlich genau so "florenfremd", wie die Douglasie - stammen allesamt vom selben Kontinent.
Also gibt's für Dich künftig nur noch Haferbrei und "trocken Brot"! :p

Oder wolltest Du etwa bei "florenfremden" Arten mit zweierlei Maß messen?

Wobei genau genommen das Getreide auch aus dem "fruchtbaren Halbmond" stammt, also genau so "florenfremd" ist.
Wie lange müsste Deiner Meinung nach denn eine Pflanzenart da sein, damit sie "heimisch" ist?


WaiHei
 
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#50
Im fraglichen Gebiet gibts v.a. Buchen. Douglasien: Fehlanzeige.
Ein paar Douglas hat er schon. Auf Kalk ist das nicht die erste Wahl, aber der typische Buchenstandort eignet sich in der Regel auch gut für Douglas und weniger gut für Fichte. Die Länge ist Deckenschotter über Phonolith?
 
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#51
Im fraglichen Gebiet gibts v.a. Buchen. Douglasien: Fehlanzeige.
Die Douglasien habe ich ins Spiel gebracht. Ich gebe zu, ich kenne die dortigen Verhältnisse nicht. Jedoch kann man im Pfälzer Wald in vielen eigentlich rotwildfreien Gebieten an jungen Douglasien oftmals Schälschäden sehen (und in der Nähe dann abgeäste Brennesselköpfe). Denke mal, dass Sika ähnliche Vorlieben hat.
 
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#52
DU kommst noch 'mal und willst Kartoffeln oder Tomaten oder Mais oder ...!
Nix gibt's!
Die sind nämlich genau so "florenfremd", wie die Douglasie - stammen allesamt vom selben Kontinent.
Also gibt's für Dich künftig nur noch Haferbrei und "trocken Brot"! :p

Oder wolltest Du etwa bei "florenfremden" Arten mit zweierlei Maß messen?

Wobei genau genommen das Getreide auch aus dem "fruchtbaren Halbmond" stammt, also genau so "florenfremd" ist.
Wie lange müsste Deiner Meinung nach denn eine Pflanzenart da sein, damit sie "heimisch" ist?


WaiHei
Abgerundet mit Brennnesselspinat und Knoblauchsraukensalat.
 
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#53
DU kommst noch 'mal und willst Kartoffeln oder Tomaten oder Mais oder ...!
...
WaiHei
Hat da vielleicht jemand den Unterschied zwischen Wald (ev. sogar im LS-, NS-, SPA- oder FFH-Gebiet) und Acker nicht so ganz verstanden ... ?

Sika ist übrigens in etwa das faunistische Pendant zur Douglasie.
 
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#56
Die mit so zwischen 5 und 15 cm Stammdurchmesser. (Habe keine Astquirle gezählt. Bin kein Förster.) Die älteren sind anscheinend nicht mehr so lecker. Wenn aber durch Windwurf umgeworfen, werden ältere auch im oberen Bereich geschält.
 
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#57
Paßt schon, genau das wollt ich wissen. Kiefer in dem Stadium wird auch geschält, die Spiegelrinde.

Ich dachte, das wären vllt eher Schlagschäden.
 
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#58
Es mag schon sein, dass Förster (IMMER NOCH) nicht erkennen können, was gegen florenfremde Elemente und Fremdländerversuchsanbauten spricht.
Für Fachleute spricht dagegen ...
Also sind Förster per se keine Fachleute?!
Und was qualifiziert jemanden dessen Meinung bezüglich des "Fremdländeranbau" DIR gefällt mehr, als diejenigen, die das Fach studiert haben?
Wer genau sind denn die von Dir angeführten "Fachleute"?
NABU, BUND, BfR, ...

Vor vielen Jahren erzählte mal ein Förster folgende Anekdote:
Am Biertisch meinte ein Zahnarzt über Waldbau und Forstwirtschaft "referieren" zu müssen. Der Förster habe ihn dann gefragt, wann er denn Sprechstunde habe.
"Haben Sie Zahnschmerzen?"
"Nein! Ich wollte nur mal vorbeikommen, um Ihnen zu erklären wie das mit Füllungen und Kronen richtig gemacht wird."
"Wie kommen Sie darauf ....?"
"Wenn Sie, als Zahnarzt, meinen MIR Forstwirschaft erklären zu können, dann kann ich doch, als Förster, mit derselben Berechtigung IHNEN die Zahnmedizin erklären!"

Ende der Diskussion.


... die erwiesene Gefahr bzw. die schon erfolgte Einschleppung von neuen Parasiten, Schädlingen und Krankheitserregern.
Einige dieser Schädlinge, ... sind gar nicht schon mit diesen Baumarten eingeschleppt worden, sondern viel später, sei es im Holz von Anlagenverpackungen, importiertem Holz (Rohholz oder (teil-) bearbeitet) oder gar als "Mitbringsel" von Touristen.
Mit Südfrüchten wurde auch so einiges Getier eingeschleppt. Einige Fisch- und Krebsarten sollen als "Blinde Passagiere" in den Ballasttanks der Transportschiffe eingeschleppt worden sein.
Also sollten wir konsequenterweise Ferntourismus, -handel, ... auch verbieten, damit es "wirklich ökologisch" wird.


Und es gibt einheimische Arten, die statt der Douglasie verwendet werden können, ...
Die da wären?
Standortansprüche, Wuchsleistung, Holzeigenschaften, ...?



..., auch wenn das für die forstliche Selbstdarstellung vielleicht nicht so "innnovativ", "schick", "trendy" und "exotisch" ist.
Zu diesem komischen Halbsatz wurde Dir ja schon geantwortet.


Ein wirklich ökologische Zertifizierung muss die sinnvolle ausschliessliche Verwendung heimischer Arten mit als Bedingung haben.
Und das Verbot von Kahlschlägen und Nutzung der letzten Urwälder - zumindest in D UND erzählen müssen das die jeweiligen Zertifizierer!
Nicht zu vergessen: Jagen nur noch bleifrei - ist ja eine ökologische Zertifizierung.

Welche "wirklich ökologische Zertifizierung" schlägst Du denn vor?
Den Bericht über die Forst-Zertifizierung (v.a. international) hast Du gesehen?


WaiHei
 
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#59
Hat da vielleicht jemand den Unterschied zwischen Wald (ev. sogar im LS-, NS-, SPA- oder FFH-Gebiet) und Acker nicht so ganz verstanden ... ?
DEN Unterschied habe ICH schon verstanden (und das schon vor Jahrzehnten)!
Aber DU solltest doch mal erklären welchen Unterschied "florenfremde" Arten im Wald oder im Feld machen!
Also entweder ist man gegen "florenfremde" Arten, dann aber bitte konsequent oder das Ganze ist nur gefühlsduseliges Geschwafel.

Auch wenn es viele nicht begreifen wollen:
FORST ist genau so Wirtschaftsfläche, wie Acker!
Beides ist KEINE "Urlandschaft"!
Die Produktionszeiten im Forst sind erheblich länger, dafür die Verwendung von Pestiziden um Potenzen geringer.


WaiHei
 
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#60
Paßt schon, genau das wollt ich wissen. Kiefer in dem Stadium wird auch geschält, die Spiegelrinde.

Ich dachte, das wären vllt eher Schlagschäden.
Wir haben v. A. Kiefer. Die wird selten geschält. Die Douglasien mögen sie eindeutig lieber. Riechen auch einfach zu lecker.
 
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