Jagdpächter rechnet mit Drückjagd ab

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Gelöschtes Mitglied 9073

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#61
"Wenn Sie, als Zahnarzt, meinen MIR Forstwirschaft erklären zu können, dann kann ich doch, als Förster, mit derselben Berechtigung IHNEN die Zahnmedizin erklären!"
Gegen Jäger sehen Forstwissenschaftler, Biologen, Betriebswirtschaftler, Juristen und Politiker prinzipiell schlecht aus. Alles totalverblödete Balkonbiologen, Laborratten, arbeitsscheues Gesindel, Geschäftemacher und weltentrückte Schreibtischhengste.

Ganz blöd wirds, wenn der Jäger dann selbst Forstwissenschaftler, Biologe, Betriebswirtschaftler, Jurist oder Politiker ist.
 
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Gelöschtes Mitglied 21531

Guest
#63
Moos schrieb: "Gegen Jäger sehen Forstwissenschaftler, Biologen, Betriebswirtschaftler, Juristen und Politiker prinzipiell schlecht aus. Alles totalverblödete Balkonbiologen, Laborratten, arbeitsscheues Gesindel, Geschäftemacher und weltentrückte Schreibtischhengste. "

genau, das ahnte ich auch schon....:LOL:(y)

Dazu ist passend, was kürzlich durch unseren segensreichen messenger Wapp reinkam:

IMG-20181126-WA0002.jpg
:ROFLMAO::ROFLMAO:
 
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#64
DU kommst noch 'mal und willst Kartoffeln oder Tomaten oder Mais oder ...!
...
WaiHei
Der Vergleich von Kartoffeln und Douglasien unterbietet den Vergleich von Äpfeln und Birnen ja noch bei weitem ...

Aber welche "Expertise" will man von einer Bürokratie mit einem Faible für "Fremdländerversuchsanbauten" auch schon erwarten ?
Die Amerikanische Traubenkirsche (Prunus serotina) "verdanken" wir ja auch den selbsternannten Halbgöttern in Fichtengrün, und dazu habe ich auch einen „Witz“ :

"... Bis in die 50er Jahre wurde mit der Späten Traubenkirsche aufgeforstet.
Unmittelbar danach begann die Bekämpfung als schädlicher invasive Pflanze ..." lollol.gif

https://de.wikipedia.org/wiki/Spätblühende_Traubenkirsche

Und hier noch weitere harte Fakten :

„An der Douglasie sind in ihrer Heimat circa 140 Arten phytophager Gliedertiere nachgewiesen“

... und dann haben wir noch überhaupt nicht über die ganze Palette an phytopathogenen Pilzen, Viren, etc. gesprochen, von der die Douglasie ebenfalls befallen werden kann und die ev. auch auf andere Arten überspringen können.

„In Mitteleuropa scheinen in Wechselwirkung mit altbekannten abiotischen Gefährdungen vor allem holzbesiedelnde Käfer und Pilze die Douglasie zunehmend als Brutbaum zu „entdecken“.
...
Aus dem natürlichen Verbreitungsgebiet der Douglasie wurden nur die Douglasien-Wolllaus (Gilletteella cooleyi) und die Samenwespe (Megastigmus spermotrophus) nach Bayern „importiert“.
...

Die gefährlichste Pilzerkrankung der Douglasie in ihrem Heimatgebiet, die Laminierte Wurzelfäule (Phellinus weirii) (Thies und Schöne 1990), verbreitet sich über Wurzelkontakte zwischen infizierten und gesunden Bäumen. Sie befällt und tötet Douglasien aller Altersklassen.“

https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/waldschutz/dateien/lwf-wissen-59-09.pdf

Welche dramatischen Folgen schon eine simple Mutation bei einer bisher harmlosen Pilzart wie dem Falschen Weißen Stengelbecherchen (Hymenoscyphus pseudoalbidus) haben kann, sieht man ja gerade am Eschen(trieb)sterben.

Solche Fremdländerversuchsanbauten oder die Aufforstung mit nicht einheimischen Baumarten sind potentiell nicht beherrschbare und damit unverantwortliche Freilandversuche mit im Ernstfall nicht mehr rückholbarem Schadpotential.
Und davon wären auch alle anderen Waldbesitzer betroffen, die verantwortungsvolle Forstwirtschaft ohne Exoten betreiben und das „können“.

Die Motivation für den Einsatz solcher florenfremden Elemente rührt wohl vor allem auch aus dem Unvermögen, mit heimischen Arten ordentlichen Waldbau zu betreiben und / oder aus forstlicher Selbstinszenierung, um sich als besonders "innovativ" zu präsentieren.

So was nennt man wohl Fatalismus :
„Angesichts der Herausforderung des Klimawandels für die Forstwirtschaft ist der Wunsch nach sicheren Aussagen zu den Waldschutzrisiken an der Douglasie verständlich. Allerdings lassen sich kaum Prognosen zu zukünftigen Gefahren erstellen. Erst mit der Zunahme der Douglasien-Anbaufläche wird sich zeigen, wie sich die einheimischen Schaderreger verhalten werden. Risiken bergen vor allem Douglasienschädlinge aus Nordamerika, wenn diese in derZukunft eingeschleppt werden sollten.“
https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/waldschutz/dateien/a72-douglasie.pdf

Während bei der Ansiedlung und sogar nur der Umsiedlung von Tierarten aufgrund zahlreicher negativer Erfahrungen mittlerweile strengste Standards gelten oder entsprechende Aktionen ganz verboten sind, wird im forstlichen Bereich munter weiter verschlimmbessert und im grossen Masssstab unkontrollierbar herumexperimentiert.
Dabei ist das mögliche Schadenspotential weit höher als alle Verbisschäden, die das bevorzugt gebashte Schalenwild je anrichten könnte.

So bestätigt und verfestigt sich eben immer wieder das Bild einer unbelehrbaren, beratungsresitenten und ignoranten Institution mit ebensolchen Repräsentanten.

Und die Praktiker sind schon weiter :
Ein studierter Forstwirtschaftler aus meinem Bekanntenkreis, der das Gut eines ehemaligen Forstamtsleiters bewirtschaftet, klagt mir regelmässig sein Leid über die zahllosen Probleme und enormen Ausfälle bei dem vom „Chef“ angeordneten Anbau von Douglasien.
Mit grosser Erheiterung erinnere ich mich noch daran, wie ein ganzer Douglasien-Stangenholzbestand im Frühjahr in der schönsten "Herbstfärbung" errötete, dann noch vom Kupferstecher befallen wurde und anschliessend komplett gerodet werden musste ... lollol.gif

Und hier noch ein paar Ausblicke :

"Das nur drei Millimeter kleine Insekt ist eigentlich in Nordamerika beheimatet. 2016 wurde erstmals Befall im Süden, Südwesten und Osten Deutschlands gemeldet. Jetzt hat es punktuellen Befall erstmals auch in NRW gegeben "
https://www.nrz.de/region/neuer-schaedling-bedroht-douglasien-in-nrw-id213180005.html

„Die Douglasie galt bei uns noch vor einigen Jahren als risikoarme Baumart. Sie wird auch heute noch oftmals undifferenziert für den Anbau auf vielfältigen Standorten empfohlen. Dabei sind jedoch eine ganze Reihe biotischer Forstschutzprobleme zu berücksichtigen. Auch in ihrer amerikanischen Heimat hat die Douglasie unter einigen Insekten- und Pilzarten zu leiden. In Mitteleuropa scheinen in Wechselwirkung mit altbekannten abiotischen Gefährdungen vor allem holzbesiedelnde Käfer und Pilze die Douglasie zunehmend als Brutbaum zu „entdecken“.
https://www.lwf.bayern.de/waldschutz/monitoring/024571/index.php
 
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#65
@waldameise: Falls Du meine Beiträge gelesen haben solltest, könnte Dir aufgefallen sein, daß ich bezüglich der Verwendung der Douglasie ziemlich exakte Angaben zur Standortwahl gemacht habe. Ich könnte noch sehr viel mehr dazu schreiben, kann man allerdings auch alles den entsprechenden Waldbau-Ratgebern entnehmen. Für fehlerhafte Forstwirtschaft sollte man nicht die Forstwirtschaft als solches verantwortlich machen, sondern denjenigen, der sie fehlerhaft betreibt.

Daß eine Baumart auch Schädlingen ausgesetzt ist, ist nichts neues. Dem kann man durch Vermeidung von Monokulturen und richtige Standortwahl vorbeugen. Gilt für die Douglas wie für alle anderen.

Du zitierst das Eschentriebsterben. Das ist eine ausgesprochen heimische Baumart. Mit einem ausgesprochen heimischen Pilz gone awry. Da hilft kein noch so "nationalistischer" Ansatz, und den Waldbau kann man da auch nicht verantwortlich machen, die packen selbst auf optimalstem Standort bei perfektem Waldbau ein.

Was soll man Deiner Auffassung nach tun? Hände in den Schoß legen? Dann haben wir hier irgendwann gar keine Baumart mehr, die waldbildend tätig werden könnte. Und dabei von der Gesellschaft verwertbares Holz produziert. Ach ja, ich vergaß, die Gesellschaft ist sowieso überflüssig, am besten, der Mensch subtrahiert sich kollektiv.
 
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#66
Der Vergleich von Kartoffeln und Douglasien unterbietet den Vergleich von Äpfeln und Birnen ja noch bei weitem ...
Und das genau weshalb?
Kartoffelfäule - schon mal gehört?
Also offensichtlich etwas ähnliches, wie Du es bei der Douglasie befürchtest.
WO also ist der Unterschied?

Auch beim, für Dich scheinbar "heimischen", Getreide (das ja auch von einem anderen Erdteil stammt) traten verschiedene Krankheiten auf.

Und die bei den "heimischen" Pflanzenarten auftretenden Schadorganismen sind alle importiert - und zwar alle mit Douglasie & Co?
Ohne den Anbau von Douglasie, Küstentanne, ... hätte es also z.B. die großen Nonnenkalamitäten, das Ulmensterben, die Probleme mit dem Lärchenbock, ... alle nicht gegeben?

Was empfiehlt denn die von Dir offensichtlich so gerne zitierte LWF - die konsequente Ausrottung von Douglasie & Co?

Auf was für einem Kreuzzug bist Du eigentlich?
Die Taliban und PETA sind ja geradezu tolerant gegen Dich ...


Ja! Natürlich sind auch Fehler gemacht worden - das bleibt nicht aus, sobald man etwas tut.

Es soll ja auch Menschen geben, die der Meinung sind, dass schon der Urknall ein Schritt in die falsche Richtung gewesen sei.


WaiHei
 
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#67
Und das genau weshalb?
Kartoffelfäule - schon mal gehört?
Also offensichtlich etwas ähnliches, wie Du es bei der Douglasie befürchtest.
WO also ist der Unterschied?

Auch beim, für Dich scheinbar "heimischen", Getreide (das ja auch von einem anderen Erdteil stammt) traten verschiedene Krankheiten auf.

Und die bei den "heimischen" Pflanzenarten auftretenden Schadorganismen sind alle importiert - und zwar alle mit Douglasie & Co?
Ohne den Anbau von Douglasie, Küstentanne, ... hätte es also z.B. die großen Nonnenkalamitäten, das Ulmensterben, die Probleme mit dem Lärchenbock, ... alle nicht gegeben?

Was empfiehlt denn die von Dir offensichtlich so gerne zitierte LWF - die konsequente Ausrottung von Douglasie & Co?

Auf was für einem Kreuzzug bist Du eigentlich?
Die Taliban und PETA sind ja geradezu tolerant gegen Dich ...


Ja! Natürlich sind auch Fehler gemacht worden - das bleibt nicht aus, sobald man etwas tut.

Es soll ja auch Menschen geben, die der Meinung sind, dass schon der Urknall ein Schritt in die falsche Richtung gewesen sei.


WaiHei
Das BFN hat die Douglasie auf die schwarze Liste invasiver Arten gesetzt.
 
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#69
Genau das macht unser Nachbar Förster auch ......Hunde ohne Führer die überjagen....Dazu fast nur DD und Schweißhunde . ....Kein Mensch der gefangene Rehe erlöst .....Über 100 geladene Bezahlgäste vom Forst , usw usw usw, für mich weder waidmännisch noch Gesetzeskonform .....Da hat sich etwas übles jagdlich nicht konformes eingeschlichen. ....und keiner sagt was .....Ich werde es aber tun und wir verweigern uns der sgn Revierübergreifenden Hetzjagd. ....andere Nachbarn machen seit kurzem jedes Wochenende kleine Dj'n. ....weil sie Sauen festmachen in der Dickung .....mit einer Drohne und Wärmebildgerät. ....tolle Jagdmethoden ....die ASP hat die Jagd so langsam zum Schiesszirkus gemacht....Clowns gibt es ja mehr als genug. ......!!!!! Gruß, Olli
 
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#72
Keine Rückegassen die haben selektiv gearbeitet. ......wo letztes Jahr angeblich die Naturverjüngung in Gefahr war , sind jetzt Jungwaldleichen. ....so ein Schwachsinn. ....Es fehlt wie immer der GsMVs....!!
Grüße +WMH Olli
 
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#74
News vom Rehculler Borchers
Er sei zur Teilnahme an der Drückjagd gezwungen worden, behauptet Sebastian Back. Zudem erhebt er Vorwürfe gegen die Jagdpraktiken auf der Länge und die Rechtfertigungen von Fürstenberg-Forst-Betriebsleiter Jens Borchers
https://www.schwarzwaelder-bote.de/...-ab.0922b042-237a-4ca5-947f-3f74af9886e4.html
Also ich lese da folgendes raus:
Heul:cry: :sad:heul:cry: :sad:heul:cry: :sad:
Ich habe nicht genug Geld um mir selber einen Wald zu kaufen, deshalb möchte ich gerne über das Eigentum anderer Menschen (Waldeigentümer) bestimmen. Denn ich weiß was für andere gut ist (typisches Grünes und Linkes Denken:rolleyes:)

Spezi sagt dazu:
Also lieber Jagdpächter: Entweder Du kaufst Dir selber einen Wald (Revier) oder Du akzeptierst die Vorgaben der Verpächter, da diese und nicht Du über ihren Grund und Boden zu bestimmen haben. Aber Vorsicht: Wenn Du dann selber einen Wald besitzt und dann evtl. auch bewirtschaften bzw. davon Leben musst, dann kann es sein, dass Du die Jagd bzw. den Verbiss auf einmal ganz anders siehst.;)
 
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#75
Genau. .....Spezi , Links Grünes Denken zB des ÖJV .....Wild als Waldschädlinge ausmerzen , Wölfe und Luchse rein .....die können sich ja von Nutzvieh ernähren .....wie der Waldmärchenonkel Wohlleben neulich im Radio sagte " natürlich sind Bäume fühlende Wesen " dabei vergaß er anscheinend die Waldbewohner ......Gut von Rot-/Reh-/Schwarzwild als hochentwickelte Säuger mit "Gefühlen " ähnlich wie wir , redet natürlich keiner, sind ja Schädlinge. ...!!! Mann, mir wird schlecht. ..... neben den Bahnhofsklatschern und Gutmenschen gibt es jetzt auch noch Baumgutmenschen.....und die Wildtiere sind dann die Schalennazis nur weil sie keine Bäume und Wölfe kuscheln wollen und nicht ins waldgrüne Weltbild passen....! Wsgs Tiere denken und fühlen aufgrund der gleichen "Hardware" so wie wir , nur die "Software" ist different. ......Das kann einem jeder Biologe bestätigen. .....Ich finde dieses homozentrische Weltbild zum kotzen. .......grüße +WMH Olli
 
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