Jagdpraxis Forst Pirschbezirk mit Rotwild

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Hallo Forum,

ich bräuchte mal Ratschläge für folgende mögliche neue jagdliche Herausforderung.

60ha Pirschbezirk beim Forst mit Reh, Rot und Schwarzwild inmitten eines Waldgebietes durchzogen mit Rückegassen und Wegen welche von Wanderen genutzt werden. Rotwild wohl häufiges Wechselwild in den möglichen Bereich.

Der Forst hat sicherlich das Interesse an relevanten Strukturen den Verbiss möglichst gering zu halten. Ob der Forst den gesamten Pirschbezirk als relevant ansieht oder tatsächlich einzelne Bereiche als Rückzugsraum fürs Wild ansieht, weiss ich jetzt nicht.

Habt Ihr jagdpraktische Tips für mich?

Wie bekomme ich denn eine Schwarzwildbejagung hin ohne, das Rehwild immer tiefer in die Dickung zu treiben durch zu hohen Jagddruck? Lässt sich Rotwild als Wechselwild überhaupt von Jagddruck in seinen Wegen lenken?

Wie erlebt Ihr das?

Ich tendiere im Moment dazu ein Intervalljagdkonzept zu probieren auf Rehwild und in einem Randbereich versuchen die Sauen an eine Kirrung zu binden.
 
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Hallo Forum,

ich bräuchte mal Ratschläge für folgende mögliche neue jagdliche Herausforderung.

60ha Pirschbezirk beim Forst ....
....
Ich tendiere im Moment dazu ein Intervalljagdkonzept zu probieren auf Rehwild und in einem Randbereich versuchen die Sauen an eine Kirrung zu binden.
Eine Herausforderung, stimmt. Inkl. aller weiteren Beeinträchtigungen.

Die Lenkung vom Rotwild, als Wechselwild, kannst du bestimmt vergessen.
Rotwild schätzt ruhige Einstände und ruhige Äsungsflächen.


Lesenswert: Lebensraumnutzung des Rehwildes

ebenfalls lesens- und beachtungswert:

Reh, wo bist du?

Sauenkirrung?
Im erlaubten Maß ausprobieren. Die Sauen entscheiden...

Du musst das alles auf dein Handtuchrevier umlegen bzw. betrachten.

Weidmannsheil 🍻
 
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@der Herr A.

Ich stimme @Mitch zu, was die Möglichkeiten betrifft, auf dieser kleinen Fläche so etwas wie eine (an sich löbliche) "Jagdstrategie" auszuüben.

Bedenken solltest Du ja auch, dass diese kleinen Pirschbezirke oftmals auch gewünscht sind, damit auf ganzer Fläche alles Wild (zumindest das Schaden machende) scharf bejagt wird. Von daher musst Du echt erst mal abklären, was überhaupt gewünscht ist.

Gruß

Michel
 
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Setz dich erst mal raus und beobachte das Geschehen. Nach einiger Zeit wirst du mitkriegen wo es läuft oder nicht. Je nach Lage deines Pirschbezirkes kann das easy oder unmöglich sein.
 
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kennst Du das Revier bereits oder bist Du neu?
wie hoch war die Jahresstrecke (beim Schalenwild) bis dato, was wird von Dir gefordert?

Irgendwie bekommt mich das komische Gefühl eines "leergeschossenen" Reviers wo man mit der "Tittenansage" Rot-/ Schwarzwild nen zahlungskräftigen Trottel sucht der nach 1-2 Jahren das Handtuch wirft und der nächste Depp schon auf der Kante steht.

Kann mich natürlich täuschen (und für Dich hoffen) ......
 
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sorry, aber was willst du mit 60ha planen und Strategie entwickeln. Da kannst nicht mal regelmäßig raus, ohne den Bereich zu verstänkern.
Frag den Förster, was da großflächig seinerseits geplant ist und gut ist es.

Robert
 
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Mich wundert, dass der FB hier keine eindeutige Ansagen macht ? Das gibt doch sonst bei „60ha Handtüchern“ nur Chaos ...
 

Westwood

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Das ist der neue Trend

Was soll daran neu sein? Pirschbezirke werden hier in der Ecke schon lange Angeboten, solange da einer obendrüber ein Konzept für hat und die Bejagung entsprechend lenkt finde ich es sogar nicht unsinnig...


@der Herr A.
Wenn ich das Recht herauslese ist der Bezirk dir ja noch nicht sicher bzw. du stehst erst in den Verhandlungen.
Welche Informationen hast du denn vom RL bisher bekommen? Jahresstrecke, Regeln, Jagdkonzept etc.
Für viele deiner Denkansätze gibt es bei vielen Forsten nämlich recht klare Strukturen um die du so oder so nicht herum kommst.
 
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Möglichst viele Jäger auf möglichst kleiner Fläche sind kontraproduktiv fürs Strecke-Machen, weil der Faktor Jagddruck ausgeblendet wird.

Regie-Jagdleiter, die Ahnung von Jagd haben, verhindern solchen Blödsinn.

60 ha mit Rotwild kannst sowieso vergessen, da wetzen die an einem Morgen mal eben durch oder sie meiden den Bereich total, wenn da ständig rumgefahren und gehockt wird.

Sei klug, jage in den interessanten Jagdphasen auf Rehwild und nimm Hochwild mit, falls es passt, ansonsten vergiss es...
Ich kenne keine Rotwildreviere, in denen so kleine (feste) Begeher-Flächen eingeteilt werden...
 
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Der einzige Tipp den man dir geben könnte wäre, eine evtl. erkennbar ruhige Ecke auch
ruhig zu halten und die Zahl seiner Ansitze selbst und auf die ohnehin beunruhigten
Bereiche zu beschränken. Ob die 60 ha auch noch Platz für eine Sauenkirrung hergeben,
kann man von hier nicht sagen zumal bei der "Größe" auch deine nachbarlichen Begeher
einen großen Einfluss auf diesen Winzbezirk haben. Ein Trampeltier genügt da völlig.
 
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Was soll daran neu sein? Pirschbezirke werden hier in der Ecke schon lange Angeboten, solange da einer obendrüber ein Konzept für hat und die Bejagung entsprechend lenkt finde ich es sogar nicht unsinnig...
Beim Hessen Forst und wohl auch vom Thüringer Forst sind einige ganz neue Pirschbezirke dabei. Manch ein Forst wird da wohl zum Flickenteppich aus Pirschbezirken gemacht.
 
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