"Jagdschein" in Frankreich auf nicht mal einem Tag

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#2
Wo ist das Problem?

Für den französischen Jagdschein musst Du einen Kurs absolvieren, vormals etwa 60 Stunden. Die Prüfung in der Praxis und die Schießprüfung sind anspruchsvoller, als in Deutschland. Und was man in Frankreich wann erlegen darf, ist von Département zu Département unterschiedlich, die Angabe über die Anzahl der bejagbaren Arten als Gradmesser der Schwierigkeit einer Prüfung ist daher völlig unsinnig.

Wenn in Belgien nur 20 Arten bejagt werden dürfen, dann ist das ein Zeiger für die belgische Jagdbürokratie und den Einfluß jagdfeindlicher Kräfte, nichts weiter. Dazu passt dann auch trefflich, dass die Wallonen, die in Frankreich den Jagdschein machen, verpflichtet werden sollten, in Belgien die gesetzliche Regelungen zu verinnerlichen und sich darüber prüfen zu lassen ...

Gruß,

Mbogo
 
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#3
Wo ist das Problem? Für den französischen Jagdschein musst Du einen Kurs absolvieren, vormals etwa 60 Stunden.
"Vormals"? Von welcher Zeit sprichst du?

In Frankreich braucht man "gar nichts". Man nimmt an einem "Kurs" von einem halben Tag statt und macht dann am gleichen Tag den "Jagdschein".

Diese Leute kommen dann und lassen sich diesen "Jagdschein" in einen belgischen umschreiben und gehen "jagen".

Ohne alle über einen Kamm zu scheren, aber warst du mal auf einer Jagd in Frankreich oder Wallonie? Dann wüsstest du, wovon ich rede....

Die Prüfung in der Praxis und die Schießprüfung sind anspruchsvoller, als in Deutschland.
Ich kenne nur die Ausbildung und Prüfung in NRW und in den Départements in Grenznähe zu Belgien. Und mit diesem Hintergrund kann ich sagen, dass genau das krasse Gegenteil der Fall ist.

Wenn in Belgien nur 20 Arten bejagt werden dürfen, dann ist das ein Zeiger für die belgische Jagdbürokratie und den Einfluß jagdfeindlicher Kräfte, nichts weiter. Dazu passt dann auch trefflich, dass die Wallonen, die in Frankreich den Jagdschein machen, verpflichtet werden sollten, in Belgien die gesetzliche Regelungen zu verinnerlichen und sich darüber prüfen zu lassen ...
edit Kennst du die belgische Jagdgesetzgebung? Ich schon und auch den Winkelzug, sich an einer belgischen Ausbildung und Prüfung vorbeizumogeln, indem man mal für ein Wochenende über die Grenze geht und dann mit einem übertragenen Jagdschein loszieht und die korrekte Jägerschaft nicht nur bei der Gesellschaft in den Schmutz zieht. Genau aus diesem Grund ist vor zwei Jahren die Prüfung für den Jagdschein in Belgien ein wenig erleichtert worden, um zu vermeiden, dass zu viele einen Wochenendausflug zu den Nachbarn machen. Scheint leider nicht wirklich geholfen zu haben.

Ich bin der Meinung, dass es entweder eine europaweite Basis für einen Jagdschein geben müsste oder aber das Übertragen eines Jagdscheins in ein anderes europäisches Land mit einem belegbaren Beweis bzw. einer zusätzlichen Prüfung der Kenntnisse/Fähigkeiten für einen in diesem Land benötigten Jagdschein gekoppelt werden müsste.
 
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#4
@Mbogo
Ich finde es sehr wichtig, zumindest die wichtigsten Jagdgesetze des Landes zu kennen in dem ich jagen moechte.
Das kann bei Jagd mit einem Fuehrer minimal sein, wenn ich aber selbststaendig jage, sollte ich die Gesetze gut kennen.

Ob eine Jaegerpruefung besser oder schlechter ist wie eine Andere, ist von vielen Faktoren abhaengig. Besonders von der Vorbildung und Erfahrung des Schuelers.

tømrer
 
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#5
Moin

Je weniger Prüfungszeit man zur Verfügung hat, desto anspruchsvoller. Es kommt auf die vorherige Menge an Stoff an und was drankommen kann. Habe ich drei Prüfungstermine mit je zwei Tagen Abstand kann ich in den zwei Tagen dazwischen immer noch eine gezielte Vorbereitung machen.
Wenn alles an einem Tag ist, muss ich an dem Tag alles! parat haben und abrufen können.


Waidmannsheil

Meetschloot
 
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#6
:unsure:..ich wills mal so ausdrücken ( unabhängig von Art und Umfang von Jagdkurs, Prüfung oder Staat) es gibt Leute, die können längste Lehrgänge und strengste Prüfungen absolviert haben und werden doch nie ein Jäger werden und andere sind schon vor - irgeneiner Jägerprüfung- Waidmänner von rechter Art und Weise:cool:
 
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#9
Ich will nicht pauschalisieren, aber leider wissen viele Frankophonen nicht mal, was ein Waidmann ist. Und das hängt nicht damit zusammen, dass sie das deutsche Wort nicht verstehen...
du pauschalisiertst also nicht?
Interessant.
Ich habe beide Prüfungen abgelegt. Die Prioritäten sind andere. In Frankreich wird unglaublicher Wert auf Sicherheit und Handhabung gelegt. Kein Vergleich, zu dem wie ich es in D. in der Prüfung erlebt habe.

Ansonsten reicht es im Wesentlichen, wenn du eine Sau vom Hirsch und Reh unterscheiden kannst. Federwild ist recht umfangreich... Aber Sicherheit ist der Götze schlechthin.
Bei mir war es so, 4 Veranstaltungen von einem Tag, dann Prüfung. Lernen mußte selber. Daheim, in deiner Kammer.

Ich meine, es waren 120 Fragen, aus denen 10 in der Prüfung vorkamen. Und nein, Zahnformeln interessieren keine Sau. Das ist richtig. Und Brüche interessieren auch niemanden, lodenjockeliche Traditionen auch nicht. Darin kann man nun den Untergang des Abendlandes sehen, kannn man. Muß man aber nicht.

Aber dann von Rambos zu schwadronieren, finde ich schon ein bissi heftig.

Sind wir doch mal ehrlich, hast du die heroische toitsche Prüfung abgelegt, bist du bis über die Ohren mit theoretischem Wissen überfrachtet, von dem man(n) mMn getrost 2/3 vergessen kann. Lernen tuste in der Praxis. Ganz ehrlich, was muß ich über Rassestandards von z.B. einem Vizsla wissen, um ein verantwortungsvoller Jäger zu sein? Oder welche Rolle spielt das Wissen um die Zahnformel eines Steinmarders? Kannste mir das verraten?
 
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#10
Sollten uns um das Jagdrecht in Deutschland kümmern. Mir sind die Jagdgesetze und Waffengesetze anderer Länder egal. Außer ich möchte dort jagen.

Ich bin schon etwas rumgekommen in der Welt und muss sagen, klar ist mancherorts die Mentalität und Einstellung eine andere. Aber es steht mir nicht zu darüber zu urteilen.

Ansonsten habe ich in jeden Land die gleiche Verteilung von Idioten bemerkt. Von 100 hast immer 3 Deppen dabei. Egal ob nach 800 Std. Jagdkurs oder ganz ohne Jagdprüfung.

Robert
 
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#11
du pauschalisiertst also nicht?
Interessant.
Ich habe beide Prüfungen abgelegt. Die Prioritäten sind andere. In Frankreich wird unglaublicher Wert auf Sicherheit und Handhabung gelegt. Kein Vergleich, zu dem wie ich es in D. in der Prüfung erlebt habe.

Ansonsten reicht es im Wesentlichen, wenn du eine Sau vom Hirsch und Reh unterscheiden kannst. Federwild ist recht umfangreich... Aber Sicherheit ist der Götze schlechthin.
Bei mir war es so, 4 Veranstaltungen von einem Tag, dann Prüfung. Lernen mußte selber. Daheim, in deiner Kammer.

Ich meine, es waren 120 Fragen, aus denen 10 in der Prüfung vorkamen. Und nein, Zahnformeln interessieren keine Sau. Das ist richtig. Und Brüche interessieren auch niemanden, lodenjockeliche Traditionen auch nicht. Darin kann man nun den Untergang des Abendlandes sehen, kannn man. Muß man aber nicht.

Aber dann von Rambos zu schwadronieren, finde ich schon ein bissi heftig.

Sind wir doch mal ehrlich, hast du die heroische toitsche Prüfung abgelegt, bist du bis über die Ohren mit theoretischem Wissen überfrachtet, von dem man(n) mMn getrost 2/3 vergessen kann. Lernen tuste in der Praxis. Ganz ehrlich, was muß ich über Rassestandards von z.B. einem Vizsla wissen, um ein verantwortungsvoller Jäger zu sein? Oder welche Rolle spielt das Wissen um die Zahnformel eines Steinmarders? Kannste mir das verraten?
Dann braucht man in Zeiten von Google und Wikipedia auch nichts mehr lernen. Man kann ja im Netz alles innerhalb kürzester Zeit nachforschen. Gewisse Standards halte ich schon wichtig. Ich würde bei der Ausbildung und Prüfung auch mehr Richtung Praxis gehen. Handwerk und Verhalten im Revier sind wichtiger als theoretisches Wissen. Außerdem lernt man bei der Jagd sowieso nie aus. Eine gewisse Anfangshürde sollte als Selektionskriterium schon vorhanden sein.
 
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#12
Schon erstaunlich. Erst wird sich hier ständig über die "schnellbedampften" Deutschen aufgeregt die Jagdkurse innerhalb drei Vollzeitwochen ablegen und nun ist ein Tageskurs (!!) mit anschließender Prüfung von 10 Fragen (!!) anscheinend völlig ausreichend.

Ob eine Jaegerpruefung besser oder schlechter ist wie eine Andere, ist von vielen Faktoren abhaengig. Besonders von der Vorbildung und Erfahrung des Schuelers.
Nur dann wenn die Vorbildung und Erfahrung Voraussetzung zur Prüfungszulassung ist.
Was hier ja nicht der Fall ist.

bist du bis über die Ohren mit theoretischem Wissen überfrachtet, von dem man(n) mMn getrost 2/3 vergessen kann.
Und das 1/3 Wissen was man benötigt ist in 120 Fragen enthalten von denen 10 abgefragt werden ?
 
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#13
Ich denke, man darf da schon Unterschiede von Land zu Land zulassen.
Warum sollen die Hürden auch überall gleich hoch sein? Wenn "jagen" in einem Land "einfach dazu gehört" in einem anderen Land aber einer kleinen Gruppe Leute vorbehalten werden soll, dann macht die Unterscheidung ja Sinn.
Was sicher nicht zielführend ist, eine fordernde Prüfung mittels andersweitig abgelegter Prüfung zu umgehen und dann gleiche Rechte einfordern.
Bei uns hat man diese Mängel erkannt und einen entsprechenden Riegel geschoben.
Kenntnis über die gesetzlichen Anforderungen zu haben lohnt sich auf alle Fälle und schont den Geldbeutel.
 
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#15
du pauschalisiertst also nicht?
Interessant.
Ich habe beide Prüfungen abgelegt. Die Prioritäten sind andere. In Frankreich wird unglaublicher Wert auf Sicherheit und Handhabung gelegt. Kein Vergleich, zu dem wie ich es in D. in der Prüfung erlebt habe.

Ansonsten reicht es im Wesentlichen, wenn du eine Sau vom Hirsch und Reh unterscheiden kannst. Federwild ist recht umfangreich... Aber Sicherheit ist der Götze schlechthin.
......
Also, wenn ich mir die Youtube- Stirnkamera- Filmchen unsrer Nachbarn so anschaue, kann ich das nur schwer glauben. Wie die teilweise ohne jeglichen Kugelfang über's freie Feld auf hochflüchtiges Wild ballern, da fragt man sich schon, ob die alle wissen was sie da tun.
 
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