Jahrhundertkaliber 9,3x64 Brenneke Fanclub

G

Gelöschtes Mitglied 19461

Guest
Ich habe vorgesorgt.................
Noch 8 Boxen DWM orginal versiegelt "am Lager"
Schussleistung........wie eine Matchbüchse - Rückstoss.............Great
V o mehrfach gemessen 785 m/sec.

Wie gesagt: wo die hinschlägt da wächst kein Gras mehr.
Das kann ich nicht nachvollziehen.
Das TUG wurde nach deiner Aussage nicht für Büffel entwickelt, ist kein Rundkopf, beißt daher nicht, ist außerdem kein Nosler Partition.
Wie kann die GREAT sein?

Ich wollte dich nur ein wenig kitzeln.
Ernsthaft: Die Mun ist wirklich alt. Hast du keinerlei Probleme festgestellt?
Ich frage mich das ernsthaft. Ein sehr erfahrener Wiederlader sagte mir, dass Munition (gemeint ist hier das Pulver als einzig wirklich alternder Stoff) nach sauberer Verarbeitung in der Hülse nicht altert. Die Hersteller behaupten anderes.
Wie ist das denn nun wirklich? Wird Pulver mit den Jahren schärfer, weil sich die Additive abbauen? Oder ist es eine Mär ebenso wie das Entmischen bei Zweitaktmischungen, wo normalerweise gutes Schütteln reicht oder sogar nutzlos ist (schonmal Öl mit Benzin "weggespült"? Geht echt gut -> das mischt wie Wasser und Alkohol. Schnaps entmischt sich auch nicht).
 
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Das kann ich nicht nachvollziehen.
Das TUG wurde nach deiner Aussage nicht für Büffel entwickelt, ist kein Rundkopf, beißt daher nicht, ist außerdem kein Nosler Partition.
Wie kann die GREAT sein?

Ich wollte dich nur ein wenig kitzeln.
Ernsthaft: Die Mun ist wirklich alt. Hast du keinerlei Probleme festgestellt?
Ich frage mich das ernsthaft. Ein sehr erfahrener Wiederlader sagte mir, dass Munition (gemeint ist hier das Pulver als einzig wirklich alternder Stoff) nach sauberer Verarbeitung in der Hülse nicht altert. Die Hersteller behaupten anderes.
Wie ist das denn nun wirklich? Wird Pulver mit den Jahren schärfer, weil sich die Additive abbauen? Oder ist es eine Mär ebenso wie das Entmischen bei Zweitaktmischungen, wo normalerweise gutes Schütteln reicht oder sogar nutzlos ist (schonmal Öl mit Benzin "weggespült"? Geht echt gut -> das mischt wie Wasser und Alkohol. Schnaps entmischt sich auch nicht).
Ich hab noch 10 Gramm DWM Starkmantel in 7x57 , alles wunderbar .
 
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Ich hab noch 10 Gramm DWM Starkmantel in 7x57 , alles wunderbar .
Doch das gibt es. Pulver kann altern. Auch in der Hülse. Eine Charge DWM 7x65R hatte sich so verändert, das lt DEVA Messung der zulässige Gasdruck spürbar überschritten war.
Mein Jagdfreund hatte das an stärkerem Rückstoß und schlechterer Schussleistung bemerkt.
Wie gesagt, das gibt es. Muss nicht immer so sein, kann aber.
 
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Wie alt war diese Munition und was hat sie alles "erlebt" (Lager- und Transport-Temperaturen von der Herstellung bis zum und inkl. Endverbraucher)?
War evtl. das ganze Los schon "sehr heiß" geladen?
Hat der Betreffende dasselbe Los über Jahre verwendet oder war das ein "Altbestand" eines Jagdfreundes o.ä. (wie wurde die Mun von diesem gelagert/tansportiert)?


WaiHei
 
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Das war ein größerer Posten den er direkt beim Händler (Engels in Ffm) gekauft hatte. Diese Munition wurde von ihm immer fachgerecht gelagert und war über Jahre gleichmäßig. Plötzlich eines Tages roch es aus dem Munischrank unangenehm "scharf". Das habe ich auch selbst geschnuppert.
Die bisherige Superpräzision war hin, der Schussknall anders und der Rückstoß stärker. Wir haben bei der DEVA messen lassen. Gasdruck war über P-max.
Unterlagen sind mit dem Nachlass leider vernichtet worden.
Wenn ich es nicht selbst erlebt hätte, würde ich es hier nicht posten.
 
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THX für die Info!
Dieses "plötzlich" macht mich stutzig (und damit meine ich nicht, dass Du "Käse" schreibst!).
Normalerweise müsste doch so ein Zersetzungsprozess sofort nach der Produktion des TLP beginnen und dann "irgendwie" weitergehen - mglw. auch "nicht-linear".
Dass irgendwann die menschliche Wahrnehmungsschwelle überschritten wird ist auch klar.
Könnte natürlich Zufall sein - "Super-Sommer 2003" und wochenlang nicht am Mun-Schrank gewesen o.ä.
Komischerweise gibt es ja auch Munition, bei der jahr(zehnt)elang nichts passiert.
Vielleicht bei der Produktion des TLP die Säurereste nicht völlig neutralisiert o.ä.


WaiHei
 
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Selbst warme Sommer haben thermodynamisch keine besonderen Auswirkungen auf chemische Prozesse.

Entscheidend ist immer die Durchschnittstemperatur x Zeit.

Als Faustformel: Lagertemperatur steigt um 10° K erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit um ca. 100%.

Das ist natürlich nur ganz grob.

Hinzu kommt, dass es Zersetzungstemperatur-Schwellen gibt, wo sich der Stoff dann wirklich schnell zersetzt. Das ist bei NC-Pulver aber nicht im Rahmen der erreichbaren Temperaturen gegeben. (Schmelzp 170°C, Entzündung bei 180°C)


Was JMB geschrieben hat wird eher zutreffen: Nicht ausreichend neutralisiertes Pulver führt zu schnellerer Zersetzung.
 
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Hallo,

bes. kritisch wird es bei alter, engl. Munition (N.E.-Patronen, .303er-Surplus) die mit Cordit geladen sind.
Cordit ist keine chem. Verbindung wie NC-Treibladungsmittel, sondern ein Gelantine-Dynamit und somit ein physikal. Gemisch.
Wie Schwarzpulver (ebenfalls ein physik. Gemisch) sich mit der Zeit wieder in seine Bestandteile entmischt, haben Dynamite die Angewohnheit mit der Zeit (durch klimat. Schwankungen noch begünstigt), das enthaltene Nitroglycerin wieder "auszuschwitzen".
Und wenn reines Nitroglycerin durch einen Zünder (in diesem Fall das Zündhütchen) gezündet wird, dann...:devilish: :evil:

Grüße
Sirius
 
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Genau so ist es. Der nominelle Unterschied zwischen "Sprengstoff" und "Treibladungsmittel ist die Abbrandgeschwindigkeit und die Umsetzung nach "Gas".

TNT liegt da imho bei 6000 m/s während NC-Pulver unter Druch(!) imho maximal auf 3500 m/s kommt.

Ich meine mal was von Plastiksprengstoff mit 8000 m/s gelesen zu haben, bin mir aber nicht mehr sicher.
 
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Die gute, alte Sprengschnur hatte 7.000 m/s.

@Sirius
Wenn Cordit Nitroglycerin ausschwitzt, kann letzteres dann schon bei Stoß o. Fall "reagieren"?


WaiHei
 
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Nochmalerweise ist im Cordite ein Stabilisator dabei.

Das mit dem Auschwitzen von Nitroglycerin aus dem Cordite ist mir nicht bekannt. Ich habe in delaborierten mit Cordite geladene Patronen nie flüssiges Nitroglycerin gefunden , eher sehr ausgetrocknete brüchige Stränge. Schließt aber nicht alles aus.

Das sich das Cordite im Laufe der Jahren , insbesondere wenn die Patronen schlecht gelagert werden , verändert ist bekannt. Ich habe noch einige mit Cordite geladene Patronen Kaliber 577 Nitro Express von Kynoch aus den Fünfziger und frühen Sechziger. Die lose Patronen hatten einen zersetzten Inhalt , im Gegenteil zu der gut verpackten Munition in den original Schachteln deren Inhalt noch vom Aspekt her im guten Zustand war.

Wir sprechen hier von Cordite , aber die Patrone 9,3x64 wurde , so viel ich weis , nie mit so was geladen.
 
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Einbasige Pulver gehen nahezu nicht kaputt, weil der Stabilisator darin nur sehr langsam aufgebraucht wird.

Mehrbasige Pulver hingegen degenerieren deutlich schneller, so dass nach Jahrzehnten da definitiv mit Veränderung zu rechnen ist.
 
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