Juckreiz Hund Abhilfe

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scaver

Guest
#32
Um welche Rasse handelt es sich?

Atopien nehmen offensichtlich zu, beim Menschen wie beim Hund. Das ist beunruhigend.
Wenn der Hund keine sonstigen behandelbaren Hauterkrankung und auch keine Ektoparasiten hat, aber heftigen Juckreiz, dann hat er eine Atopie/Allergie gegen was auch immer. Oclacitinib Apoquel wirkt rein symptomatisch bei Juckreiz, atopischem usw. Das Medikament f√ľr Menschen w√§re noch teurer. Wenn man Gl√ľck hat, kann man durch Futterwechsel das Problem l√∂sen. Ansonsten hat man einen Hund quasi mit Neurodermitis und oder generell einer Atopie. Um eine Vorstellung zu bekommen was man da an der Backe hat, bittesch√∂n.
Hunde leiden ja nicht so wie Kinder, aber so kann man sich das auch vorstellen.
Grasmilben sind nur ein Trigger, eher keine alleiniger Auslöser. Wenn Hund so extrem auf GM reagiert, hat er eine allergische Anlage mitbekommen.

Wenn einer einen Hund hat, bei dem die Desensibilisierung geholfen hat, dann hier mal verbellen. Meist d√ľrften Setter, Labradore, Terrier (toitoitoi) Dalmatiner betroffen sein.

Ich bin weiß Gott "Wissenschaftler", aber bei Atopien hätte ich keine Bedenken bei meinen Hunden die Gegensensibilisierung nach Theurer oder die Bioresonanzentgiftung bestimmter Menschenheilpraktiker anzuwenden. Leider findet man unter 1000 höchstens 1 der was taugt.

Da man seine Hunde liebt, ist man schnell bereit, viel Geld in die Hand zu nehmen. Dabei muss man immer erst Hirn einschalten. Sonst wirds teuer.

Neben Apoquel (ca. 90 Euro im Monat) gibts noch einen monoklonalen Antikörper (Lokivetmab) Kosten 160 Euro (großer Hund) im Monat lebenslänglich. Erfolg um 70% der Hunde ca. 50% Linderung. Man sieht, hier ist gut Geld machen.

Wenn der Hund anfängt "allergisch zu lecken", kann das von Jahr zu Jahr schlimmer werden, wenn man Pech hat. Man sollte dann im Verlauf die Rasse wechseln.

Die schulmedizinische Desensibilisierung kann man selber spritzen, das erleichtert dem Hund das Ganze, da muss man sich mal √ľberwinden. Schwerapport ist wesentlich h√§rter f√ľr den Hund, genauso wie Schneeharsch f√ľr die Pfoten.

Verlauf bitte hier Posten.
sca
 
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#33
Mich w√ľrd ja interessieren, ob wer Erfahrung mit dem Sanieren der Darmflora hat. Nach meiner uma√ügeblichen √úberzeugung ist das der eigentliche Ansatzpunkt f√ľr jegliche Immunsystemprobleme. Nen Welpen, der ab 3. Woche schwere Durchfallerscheinungen hatte, hab ich mit Gabe von Perenterol und vor allem Omniflora √ľber den Berg bekommen.

Ein weiterer Teil des Problems ist der Mangel an Dreck. Das ist beim Menschen so, und bei den Hunden nicht anders. Komischerweise sind es immer dieselben F√ľhrer, die Probleme mit ihren Hunden haben in der Hinsicht. Evtl. mal der Frau des Hauses die Sagrotan-Subventionen streichen.

Mehr Pansen, Käserinde und Sauerkraut auf den Speiseplan. Und nicht gleich wieder absetzen, wenn sich nicht unmittelbar Erfolg einstellt. Die Darmflora ist in gewissem Rahmen lernfähig, aber das braucht Zeit, je älter der Hund, desto mehr, weil sich auch der restliche Stoffwechsel umstellen muß. Ungesättigte Fettsäuren und Fischöle sind auch wichtig. Also z.B. Leinöl regelmäßig ins Futter.

Viel scheint auch Fertigfutter ein Problem zu sein. Umstieg auf selbstgekocht/gemischt, und gut ist es.

Was ich extrem kritisch sehe, sind die Verpackungen. Aluminium wird beim Impfen eingesetzt, um das Immunsystem zu einer stärkeren Reaktion zu veranlassen. Das Metall ist omnipräsent in der Lebensmittelverarbeitung, Konservierung und vor allem Verpackung. In Magensäurehemmern (Sodbrennen) ist es entscheidendes Agens. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
 
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#34
Du sprichst die Darmsanierung an. Wegen dem und zur St√§rkung des Immunsystems bekommt meiner seit √ľber einem halben Jahr selbstgemachten Kefir. Den Tip hatte ich aus irgendeinem Hundeforum, weil Hund auch noch von den Demodexmilben √ľberm√§ssig geplagt wurde. Die √ľbliche Behandlung mit Advokat folgte und zeitgleich die Gabe von Kefir. Beim Kefir bin ich geblieben, das Kratzen hat deutlich abgenommen und das Fell ist auf dem Kopf jetzt auch richtig dicht, ausser er ist im Schilf unterwegs ;)
Vertragen wurde der Kefir von Anfang an ohne Probleme. Generell seltenst Darmwinde seitdem. Hab aber auch etwas später noch das Futter auf Weizenfrei umgestellt. Weiß jetzt nicht was welche Rolle dabei spielt, aber den Kefir werde ich auf seiner Speisekarte beibehalten. Er liebt diesen.
 
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#35
Demodex sind typische Opportunisten, die ein schwaches Immunsystem gnadenlos ausnutzen. Haben tut die jeder Hund, zum Problem werden sie nur, wenn sie eine Einfallst√ľr finden. Manche Rassen sind von Haus aus anf√§lliger, das geht auch in die Richtung, da√ü Genetik und Darmflora bzw. die gesamte bakterielle Besiedlung des Organismus (auf der Haut ja auch, auch bei Felltr√§gern) nur im geeigneten Zusammenspiel funktionieren. Hatte z.B. mal den Fall, da√ü eine tr√§chtige H√ľndin ne bakterielle Hautentz√ľndung entwickelte. Typischer Fall von organischer √úberforderung durch die Tr√§chtigkeit. Mit immunsystemst√ľtzenden Ma√ünahmen war das schnell gegessen.

Kefir, Joghurt, Buttermilch sind gute Nahrungsergänzungsmittel und werden meist auch gern genommen.
 
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#37
Mich w√ľrd ja interessieren, ob wer Erfahrung mit dem Sanieren der Darmflora hat. Nach meiner uma√ügeblichen √úberzeugung ist das der eigentliche Ansatzpunkt f√ľr jegliche Immunsystemprobleme. Nen Welpen, der ab 3. Woche schwere Durchfallerscheinungen hatte, hab ich mit Gabe von Perenterol und vor allem Omniflora √ľber den Berg bekommen.

Ein weiterer Teil des Problems ist der Mangel an Dreck. Das ist beim Menschen so, und bei den Hunden nicht anders. Komischerweise sind es immer dieselben F√ľhrer, die Probleme mit ihren Hunden haben in der Hinsicht. Evtl. mal der Frau des Hauses die Sagrotan-Subventionen streichen.

Mehr Pansen, Käserinde und Sauerkraut auf den Speiseplan. Und nicht gleich wieder absetzen, wenn sich nicht unmittelbar Erfolg einstellt. Die Darmflora ist in gewissem Rahmen lernfähig, aber das braucht Zeit, je älter der Hund, desto mehr, weil sich auch der restliche Stoffwechsel umstellen muß. Ungesättigte Fettsäuren und Fischöle sind auch wichtig. Also z.B. Leinöl regelmäßig ins Futter.

Viel scheint auch Fertigfutter ein Problem zu sein. Umstieg auf selbstgekocht/gemischt, und gut ist es.

Was ich extrem kritisch sehe, sind die Verpackungen. Aluminium wird beim Impfen eingesetzt, um das Immunsystem zu einer stärkeren Reaktion zu veranlassen. Das Metall ist omnipräsent in der Lebensmittelverarbeitung, Konservierung und vor allem Verpackung. In Magensäurehemmern (Sodbrennen) ist es entscheidendes Agens. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Ist ein ganz interessantes Thema. Was das Thema Darm anbelangt, hab ich mich zB entschieden, dass ich meinem Hundl nicht einfach so die Entwurmungs"kuren" antue, denn die sind auch nix f√ľr die Darmflora. Ich nehm alle paar Wochen mal Proben und geb die ins Labor. Wenn nix ist, dann kriegt der auch keine Tabletten.

Ansonsten habe ich mir auch √ľberlegt, vom Metzger frisches Fleisch, Herz, Lunge vom Rind zu holen und alles selbst zu machen. Da der Hund abe noch in der Wachstumsphase ist, war ich mir nie so sicher, ob der dann auch immer alles hat, was er braucht. Trockenfutter kommt mir net in den Napf aber Nassfutter schon.
Klar, wenn ich vom Aldi oder Penny das billige Hundsfutter kauf, ist da nix Gescheites drin und da wunderts einen auch nicht, dass sich m√∂glicherweise irgendwann mal Allergien zeigen. Aber bei den hochwertigen Produkten in Lebensmittelqualit√§t sollte das doch hoffentlich net der Fall sein und sieht auch appetitlich aus bzw. richt nicht unangenehm. K√§serinde und Sauerkraut hab ich mich jetzt noch nicht getraut zu geben, aber zus√§tzlich bekommt er noch seinen "Obsteller" und Gem√ľse zus√§tzlich (Rohfaser). Auf meinen "Fitnessnapf" ist er auch vogelwild. Wenn ich den zubereite und er siehts, dreht er fast durch (Banane, Apfel, zwei Karotten, Lachs√∂l und ein paar getrocknete Kr√§uterl). Ein paar Tropfen Schwarzk√ľmmel√∂l bekommt er auch noch am Tag und Zecken sind (fast) kein Problem gewesen im Sommer.

Wir sind jetzt nicht so gasig und setzen regelm√§√üig Hygienereiniger wie Sakrotan im Haushalt ein, aber Sauberkeit spielt im Zusammenhang mit dem Hund schon ne Rolle. Immunprovokationen im Haus braucht er aber net unbedingt. Die hat er draussen zu gen√ľge. :cool:

Wenn Hundl D√ľnnpfiff hatte, gab ich Morosche Karottensuppe mit einem L√∂ffel Honig drin, Fenchel-Kamillen-Tee, ein paar Kohletabletten und gut wars. Bis auf einmal und da hatte er W√ľrmer lt. Labor. Dann mussten es halt Tabletten sein.
Ansonsten kriegt der nix Chemisches. Weder in der Nahrung noch in Tablettenform. Ich w√ľsste nicht, wie da der Darm durcheinander kommen sollte, auch wenn ich ein bissl √∂fters mal sein Bettl auswisch und die "Kuschleinlage" auf 60 Grad durchwasche.

Ich find, das ist wie beim Menschen. Der eine frisst die abgepackten Schnitzel vom Aldi oder Fertigsalat / Gerichte mit haufenweise Mist drin und der andere weis, wof√ľr er in erster Linie Geld ausgibt. Und beim Hundsfutter ist es f√ľr meine Begriffe net anders. Je bedachter man das Futter ausw√§hlt, desto stabiler wird sich die Darmflora entwickeln und dann ist der Hund gsund.
 
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