Juckreiz Zeckenbiss

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#1
Letzte Woche habe ich mir mal wieder eine Zecke gezogen. Und wie immer bei Zeckenbissen juckt und juckt der Biss danach bei mir. Mit Mücken, Bremsen, Stechfliegen etc. habe ich keine Probleme. Juckt, schwillt evtl etwas an, aber nach spätestens einer Woche ist das wieder vergessen. Bei Zecken juckt das immer einen Monat lang wie blöd. Komischerweise bei jeder Zecke. Fragt mich nicht...

Soforthilfe Wärme, wenn machbar, ist klar. Zwiebel, naja, soll helfen, da habe ich aber nie einen Unterschied gemerkt.

Aber was macht man am besten, wenn das nach 2 oder 3 Wochen immer noch juckt? Ausser Fenistil oder ähnlichen Mittelchen...
 
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#2
Geht mir fast genau so. Seit dem 1. Mai habe ich mir bestimmt schon 20 Zecken vom Körper gezogen.

Jedes Mal jucken sie tagelang wie Sau.
Zugegeben manch einen habe ich schon aufgekratzt in der Nacht. :giggle:

Ansonsten achte ich auf das Aussehen der Haut in Umgebung der Stiche in Hinblick auf Borelliose Merkmale...

Eine Lösung fürs Jucken kenne ich nicht....

Weiß auch nicht, was ich anders mache als meine Mitjäger, welche kaum Probleme mit Zecken haben....
 
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#3
Letzte Woche habe ich mir mal wieder eine Zecke gezogen. Und wie immer bei Zeckenbissen juckt und juckt der Biss danach bei mir. Mit Mücken, Bremsen, Stechfliegen etc. habe ich keine Probleme. Juckt, schwillt evtl etwas an, aber nach spätestens einer Woche ist das wieder vergessen. Bei Zecken juckt das immer einen Monat lang wie blöd. Komischerweise bei jeder Zecke. Fragt mich nicht...

Soforthilfe Wärme, wenn machbar, ist klar. Zwiebel, naja, soll helfen, da habe ich aber nie einen Unterschied gemerkt.

Aber was macht man am besten, wenn das nach 2 oder 3 Wochen immer noch juckt? Ausser Fenistil oder ähnlichen Mittelchen...
Mach die Zecken mal raus, das hilft...:cool:
 
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#6
Aber nicht dran drehen. Dann gehen sie zwar problemlos MIT Kopf raus, aber die Experten sagen, lieber rauswürgen und den Kopf abreissen, der eitert dann irgendwann raus. Und nun bitte die übliche Hauerei der Für- und Gegendreher ... ;)
Ich drehe immer noch dreimal mit der Zecke an der Schlinge nach, wenn sie bereits draussen sind - aus Rache für den Juckreiz soll ihnen wenigstens schwindelig werden. :p
 
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#7
Ich drehe immer noch dreimal mit der Zecke an der Schlinge nach, wenn sie bereits draussen sind - aus Rache für den Juckreiz soll ihnen wenigstens schwindelig werden. :p
Ich lasse sie immer in der (selbstschliessenden) Pinzette, bis sie vertrocknet und verhungert sind. Es sei denn, ich brauche die Pinzette vorher wieder. Dann lasse ich sie in warmem Wasser mit etwas Spüli elendig ertrinken.
 
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#8
Worauf man wirklich achten muss, ist dass Erythema chronicum migrans als erste Phase und klinisches Symptom einer Borrelien Infektion.



Das ist eigentlich allgemein bekannt, aber da viele Patienten die Symptome und das klinische Bild in kompletter Lehrbuch Ausprägung erwarten, gibts dann doch gelegentlich überraschte Gesichter in der Rettungsstelle.

Was den Juckreiz betrifft, so ist das ein typisches Zeichen für die T-Zelluläre Reaktion gegen Zecken-Speichel-Antigene o.ä. oder andere Bakterien als Borrelien, die sich ja auch in einer kleinen Schwellung um die Bißstelle zeigt. Kann durchaus auch mal einige Tage oder sogar 1-2 Wochen persistieren kann.

Bei juckenden Stichen und nur wenn KEIN Borreliose Zeichen vorliegt, kann man auch mal Fucicort Creme (rezeptpflichtig) verwenden. Wirkt antimikrobiell durch die Fusidinsäure und durch das Cortison darin auch antientzündlich. Hilft dann binnen weniger Tage.
 
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#9
Ich habe sicher schon 10 Jahre keine Zecke gehabt, obwohl es massenweise Zecken gibt, habe ich von meinem Großvater. Mein Vater sammelt Zecken wie ein Hund bzw. eine Katze ein, hat nach einen Spaziergang oft 3 Stück, ich sage immer weniger Alkohol, Zecken stehen auf die Alkausdünstungen :p Ich selbst trinke kaum Alkohol, nur mal zum Anstoßen in einer Runde.
Zeckenzange funktionieren die billigen aus Kunststoff am besten, bei Hund und sowie bei Mensch, da reißt nichts ab, selbst die Punktgroßen gehen raus.
Zecken werden dann ins Biotop geworfen, meine Moderlieschen freuen sich immer darauf.
Borreliose ist nicht zu spaßen, Vater hatte schon 2x Borreliose, musst eine Zeitlang Antibiotika schlucken.

wmh Sepp
 
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#10
Dann lasse ich sie in warmem Wasser mit etwas Spüli elendig ertrinken.
Anders als Flöhe sind Zecken durchaus wasserfreudig. Darum hilft Wäschewaschen auch mitnichten. Ich bevorzuge das Grillen auf der heißen Herdplatte oder noch in der Zeckenzange über dem offenen Feuer.

Bekennender Dreher, übrigens.🙃
 
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#11
Ist die Gewindesteigung bei den Biestern immer identisch und / oder normiert? :unsure:
Kein Gewinde, Zecken verwenden Klebstoff mit Härter zur Befestigung ihrer Nahrungsaufnahmewerkzeuge am Opfer. Daher lassen sie sich auch durch die bei der Torsion auftretenden Scherkräfte sehr viel leichter lösen, als bei senkrecht zur Klebefläche wirkendem Zug.

Was daher gegen das Drehen sprechen soll, ist mir nicht ganz klar. Die Gefahr, daß bei direktem Ziehen mit ungeeignetem Werkzeug Mageninhalt in das Opfer gedrückt wird erscheint mir erheblich größer, als bei einfachem Drehen ganz ohne Druck auf den Bauch.
 
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#12
Mal danke für die Hinweise. (y)

Fürs Protokoll: natürlich achte ich auf rote Ringe o.ä.. FSME Impfung ist natürlich auch vorhanden. Wie gesagt: Den elenden Juckreiz habe ich bei JEDER Zecke, schon seit Jahren. Deshalb nehme ich auch eine allergische Reaktion an.

Nicht-Dreher, Pinzettenzieher, Seebestatter (Toilette) :D:giggle:
 
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#13
beim drehen ist mir noch nie eine Zecke abgerissen, manche Ärzte ziehen mit der Pinzette, da reissens oft ab, tja Städter sind selbst mit einem Medizinstudium überfordert. :p
 
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#14
Mal danke für die Hinweise. (y)

Fürs Protokoll: natürlich achte ich auf rote Ringe o.ä.. FSME Impfung ist natürlich auch vorhanden. Wie gesagt: Den elenden Juckreiz habe ich bei JEDER Zecke, schon seit Jahren. Deshalb nehme ich auch eine allergische Reaktion an.

Nicht-Dreher, Pinzettenzieher, Seebestatter (Toilette) :D:giggle:
Habe in der Medline eben gelesen, dass man durch Zecken-Bisse auch eine Fleischallergie bekommen kann...brrr..

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/29986992

Das Problem mit vielen Zeckenzangen ist (für mich selber verwende ich die Zecken-Haken in zwei Größen, die es in den Zoohandlungen gibt) dass nur die Pinzetten aus Metall sterilisierbar und wiederverwertbar sind. In jedem Fall gibts die wirklich zuverlässig funktionierenden in der Klinikversorgung zumindestens meiner Klinik nicht, und die ist sicher nicht eben klein...;)

Von daher müssen auch bei uns die diensthabenden Assistenzärzte mit den blöden Pinzetten rumfummeln und zerreissen so manche Zecke, was mir mit den Hunde-Zeckenhaken noch nie passiert ist.
Wobei, wie ich eben sehe, es im medizinischen Fachhandel ja inzwischen eigentlich zertifiziertes Material gibt...muss mal sehen, ob wir das nicht anschaffen können....:unsure:
 
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#15
Das Problem mit vielen Zeckenzangen ist (für mich selber verwende ich die Zecken-Haken in zwei Größen, die es in den Zoohandlungen gibt) dass nur die Pinzetten aus Metall sterilisierbar und wiederverwertbar sind. In jedem Fall gibts die wirklich zuverlässig funktionierenden in der Klinikversorgung zumindestens meiner Klinik nicht, und die ist sicher nicht eben klein...;)
Kann ich so bestätigen, die Hebel funktionieren sehr gut. Die Zecke wird nicht gequetscht und dass die Zecke ihren Kopf im Sand stecken lässt kommt sehr selten vor.

Ehrlich gesagt kam ich noch nie auf die Idee, die Hebel zu desinfizieren oder gar zu sterilisieren o_O
 
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