Julia Klöckner und Wölfe

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Und das sind dann oft noch die, die ihren Mitbürgern die Qualifikationen für direkte Demokratie in Form von Volksabstimmungen wegen angeblich fehlendem Durchblik absprechen.

Genau der Durchblick würde bei einer Volksabstimmung den meisten auch fehlen.
In den 5 größten Stadten Deutschlands wohnen mehr Menschen als in Meck-Pomm.,Sachsen-Anhalt,Thüringen und Brandenburg zusammen.
Was bei entsprechenden Volksabstimmungen rauskommt die vor allem ländliche Bereiche betreffen kann ja nicht so schwer zu begreifen sein.
Dito Jagd und Waffenrecht.
 
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Politik ist ein dreckiges Geschäft und Adenauer sagte ja schon das ihn sein Geschwätz von gestern nicht mehr interessiert, das ist schon klar. Hier aber die Risse zu verharmlosen, weil ja in Zukunft eh reduziert werden müsse, ist für die betroffenen Viehhalter bestimmt nicht witzig. Eher wie ein Schlag in die Fresse.

Niemand verharmlost Risse. Aber wer als Viehhalter noch nicht mitbekommen hat, dass seine Tätigkeit keine rosige Zukunft hat, der ist naiv. Sorry, auch da bin ich nur der Bote.
 
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Genau der Durchblick würde bei einer Volksabstimmung den meisten auch fehlen.
In den 5 größten Stadten Deutschlands wohnen mehr Menschen als in Meck-Pomm.,Sachsen-Anhalt,Thüringen und Brandenburg zusammen.
Was bei entsprechenden Volksabstimmungen rauskommt die vor allem ländliche Bereiche betreffen kann ja nicht so schwer zu begreifen sein.
Dito Jagd und Waffenrecht.
Dass du solche Angst davor hast, ist ein perfekter Positiv-Indikator.
 
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Eben.

Frau K. hat auch übersehen, dass die vom BMUB eingebrachten und auch von ihr abgesegneten Klimaschutzziele im Landnutzungsbereich absehbar nur durch u.a. weniger Nutztierhaltung erreicht werden können, diese 3000 Schafe und Co. also nicht wieder aufgestockt werden dürften.

Einen solchen Unsinn glaubst du doch wohl selber nicht.

Die Abschaffung / Reduzierung der Weide- und Nutztierhaltung unter freiem Himmel als maßgeblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele anzusehen, erfordert den übermäßigen Konsum gesundheitsschädlicher Substanzen.
Klar ist die industrielle Massentierhaltung ein weltweites Klimaproblem, das man überall regional angehen sollte. Aber unsere Weidetiere als Bestandteil der regionalen Kulturen sind dafür unerheblich.
Wir haben in D über 11 Mio. Rinder (60 % davon in Ställen) und 26 Mio. Schweine, bei denen Freilandhaltung so gut wie keine Rolle spielt. 67 Mio. Hühner werden in deutschen Stellen gemästet.
Ob es bei solchen Verhältnissen dann 2.500, 3000 oder 4000 Biorasenmäher gibt, spielt klimapolitisch keine Rolle.
Die ungezügelte Ausbreitung des Wolfes weit über einen überlebensfähigen Bestand hinaus hat allerdings erhebliche Folgen.
Die Schweden dulden im Rentierweidegebiet auch keine Wölfe zum Schutz einer Minderheit (der Samen). Nur in Deutschland soll man nach dem Willen von ein paar unmaßgeblichen Schreibtischideologen am Besten alles abschaffen, was begrüßenswert ist und ökologisch aufgrund geringer Zahlen in keinem Falle schadet, blos damit der Wolf hier artgerecht und papiergemanaget leben kann.
 
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Einen solchen Unsinn glaubst du doch wohl selber nicht.

Du hast anscheinend nicht kapiert, worum es geht.

Die Abschaffung / Reduzierung der Weide- und Nutztierhaltung unter freiem Himmel als maßgeblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele anzusehen, erfordert den übermäßigen Konsum gesundheitsschädlicher Substanzen.

Nein, das ist logische Schlussfolgerung wenn man sich mit der Materie etwas auskennt und die Novelle zum KSG sowie Stellungnahmen dazu von gewissen Forschungseinrichtungen gelesen und verstanden hat. Es geht dabei dann auch nicht nur um die Haltung unter freiem Himmel, sondern wir reden dann wegen der gekoppelten Effekte z.B. von der mittelfristigen Reduktion des Rinderbestandes um einen deutlich zweistelligen Prozentsatz als EIN Beitrag zur Erreichung der im Gesetzesentwurf aufgeführten Sektorziele.

Klar ist die industrielle Massentierhaltung ein weltweites Klimaproblem, das man überall regional angehen sollte. Aber unsere Weidetiere als Bestandteil der regionalen Kulturen sind dafür unerheblich.

Nein, bezogen auf den deutschen Beitrag eben nicht, kannst Du im Nationalen Inventarbericht nachlesen.

Wir haben in D über 11 Mio. Rinder (60 % davon in Ställen) und 26 Mio. Schweine, bei denen Freilandhaltung so gut wie keine Rolle spielt. 67 Mio. Hühner werden in deutschen Stellen gemästet.
Ob es bei solchen Verhältnissen dann 2.500, 3000 oder 4000 Biorasenmäher gibt, spielt klimapolitisch keine Rolle.

Richtig, es ging mir aber auch nicht um diese 3000, sondern darum, dass wir generell weniger Vieh halten (sollen, können, dürfen, ...) und dass deshalb diese 3000 außer für die Halter und unter Klimaschutzgesichtspunkten keinen Verlust darstellen.

Das auf den Wolf zu beziehen ist auch verkehrt. Um den gehts nicht. Aber ich rede mir ja seit Jahren den Mund fusselig dass da ganz andere Sachen anstehen und trotzdem wird wegen solcher Peanuts wie 3000 Tiere rumge-mimimi-et. Es geht nicht um 3000, das sind nur Promille des zur Disposition stehenden Wertes. Man könnte fast meinen die Grynen hätten die Wölfe angesiedelt, damit die als Aufreger den Blick für die anderen Dinge verschleiern. Funktioniert ja anscheinend ganz gut ...
 
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Niemand verharmlost Risse. Aber wer als Viehhalter noch nicht mitbekommen hat, dass seine Tätigkeit keine rosige Zukunft hat, der ist naiv. Sorry, auch da bin ich nur der Bote.

Das wird stimmen, wenn nicht dagegen gesteuert wird. Auf der anderen Seite müssen wir die Schreibtischideologen mit allen Mitteln daran hindern, dass sie auch noch den Viehhaltern das Geschäft kaputt machen, die es geschafft haben, sich eine kleine aber feine Existenz damit aufzubauern.
Ich glaube, das kann gelingen. In meiner Nachbarschaft habe ich so einen Bauern und das etwas teuerer verkaufte Fleisch geht zu 90 Prozent direkt an Städter oder Metzgereien in der Stadt. Sogar die Fleischabteilung eines inhabergeführten Supermarktes wird mittlerweile beliefert. ;) Deshalb sollten wir auf alle Fälle versuchen, die Schreibtischideologen kaputt zu machen, anstatt die Weidetierhalter in den Ruin zu treiben.
 

z/7

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Richtig, es ging mir aber auch nicht um diese 3000, sondern darum, dass wir generell weniger Vieh halten (sollen, können, dürfen, ...)
Und Du meinst, dann solle man am besten beim Reduzieren mit der Weidetierhaltung anfangen? Oder wie darf man diese Äußerungen verstehen?

Bin grade einigermaßen sprachlos.

Falls diese Haltung auf den vor einiger Zeit von Dir verlinkten Bericht zurückgehen sollte, lt dem Weidetiere angeblich mehr klimaschädliche Gase produzieren: mir sind da vor allem unglaubliche Toleranzen bei der Wertermittlung aufgefallen. Wurde sogar darauf hingewiesen. Da sollte auf jeden Fall ein Abwägungsprozeß vorgeschaltet werden, bevor man auf der Basis tierfreundliche Haltungsformen plattmacht.
 
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Politik ist ein dreckiges Geschäft und Adenauer sagte ja schon das ihn sein Geschwätz von gestern nicht mehr interessiert, das ist schon klar. Hier aber die Risse zu verharmlosen, weil ja in Zukunft eh reduziert werden müsse, ist für die betroffenen Viehhalter bestimmt nicht witzig. Eher wie ein Schlag in die Fresse.
Richtig !
Insbesondere vor dem Hintergrund das genau diese Nutztiere auf der Weide standen und nicht in irgendeinem Verließ der Massentierhaltung. Wenn reduzieren, dann dort !
 
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Und Du meinst, dann solle man am besten beim Reduzieren mit der Weidetierhaltung anfangen? Oder wie darf man diese Äußerungen verstehen?

Nein, das meine ich explizit nicht. Aber die Weidetierhaltung wird aus verschiedenen Gründen massiv unter Druck kommen, z.B. auch wegen Moorschutz / Wiedervernässung etc. Stallhaltung wird wegen Futterbau und Gülleentsorgung betroffen sein. Und was die Landwirte nicht hinbekommen wird man versuchen, im Wald zu holen, der hat das bisher immer ausgeglichen.

Bin grade einigermaßen sprachlos.

Das geht mir und vielen Kollegen seit Bekanntwerden der KSG-Novelle auch so.

Falls diese Haltung auf den vor einiger Zeit von Dir verlinkten Bericht zurückgehen sollte,

Geht es nicht.

Es geht darum, was das hier in den nächsten Jahren erfordern könnte und wird. Insbesondere der §3a hat enormes Konfliktpotenzial.
 
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Du hast anscheinend nicht kapiert, worum es geht.



Nein, das ist logische Schlussfolgerung wenn man sich mit der Materie etwas auskennt und die Novelle zum KSG sowie Stellungnahmen dazu von gewissen Forschungseinrichtungen gelesen und verstanden hat. Es geht dabei dann auch nicht nur um die Haltung unter freiem Himmel, sondern wir reden dann wegen der gekoppelten Effekte z.B. von der mittelfristigen Reduktion des Rinderbestandes um einen deutlich zweistelligen Prozentsatz als EIN Beitrag zur Erreichung der im Gesetzesentwurf aufgeführten Sektorziele.



Nein, bezogen auf den deutschen Beitrag eben nicht, kannst Du im Nationalen Inventarbericht nachlesen.



Richtig, es ging mir aber auch nicht um diese 3000, sondern darum, dass wir generell weniger Vieh halten (sollen, können, dürfen, ...) und dass deshalb diese 3000 außer für die Halter und unter Klimaschutzgesichtspunkten keinen Verlust darstellen.

Das auf den Wolf zu beziehen ist auch verkehrt. Um den gehts nicht. Aber ich rede mir ja seit Jahren den Mund fusselig dass da ganz andere Sachen anstehen und trotzdem wird wegen solcher Peanuts wie 3000 Tiere rumge-mimimi-et. Es geht nicht um 3000, das sind nur Promille des zur Disposition stehenden Wertes. Man könnte fast meinen die Grynen hätten die Wölfe angesiedelt, damit die als Aufreger den Blick für die anderen Dinge verschleiern. Funktioniert ja anscheinend ganz gut ...

Wir werden nicht überein kommen, sind uns aber dahingehend einig, dass es unter Klimaaspekten nicht um die 3000 geht.
Und der deutsche Beitrag ist nicht nur an dieser Stelle unbedeutend. Relevant ist auf jedem Gebiet die Summe der Nationen, die was tut oder sich weigert, etwas zu tun.

Mir geht es ganz einfach darum, dass ich nicht einsehen will, weshalb Schreibtischideologen damit durchkommen sollen, mit ihrer eindimensionalen Sichtweise bezogen auf den Wolf das landeskulturelle Bild so umzuformen, wie es eigentlich keiner haben will. Notfalls braucht es genauso radikale Gegenströmungen wie die Ideologen selber ihre Sicht auf Wölfe durchsetzen wollen. Und dafür kann man in den Städten Anhänger finden, solange die Vegetarier und Veganer nicht den Bundeskanzler bestimmen.

Ich will überhaupt nichts ausschließlich auf den Wolf beziehen und mir ist völlig klar, dass das klimapolitische Peanuts sind.
Aber du hast mich nicht verstanden. Wer die 3000 und noch andere Weidetiere erhalten will, muss sich um den Wolf kümmern, sonst sind die 3000 und viele Andere eines Tages weg und der Wolf begrüßt uns in den Vorgärten.

Wie du selbst erkannt hast, spielt das klimapolitsch keine Rolle und deshalb kann gerade die Weidetierhaltung bleiben, wo sie der Identität und Schönheit unserer Kultur Nutzen stiftet.

Wir werden den Rinderbestand in D reduzieren, wenn sich das Nachfrageverhalten und somit das Konsumentenbewusstsein freiwillig ändert. Ansonsten wird das Rind woanders produziert und es liegt Importware im Kühlregal.
Daran werden Preissteigerungen nicht viel ändern. Warten wir lieber ab, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung ändert, wenn in den nächsten Jahren alles teuerer wird ....

Weidetierhaltung ist blos eine kleine, unbedeutende Möglichkeit, einer kleinen Gruppe von Nachfragern ein anderes Konsumverhalten zu ermöglichen, fördert aber die kulturelle Identität und das Verständnis einer viel viel größeren Bevölkerungsgruppe. Ob es dagegen ein paar weniger Wölfe und Ideologen gibt, ist sch... egal.
 
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Nein, das meine ich explizit nicht. Aber die Weidetierhaltung wird aus verschiedenen Gründen massiv unter Druck kommen, z.B. auch wegen Moorschutz / Wiedervernässung etc. Stallhaltung wird wegen Futterbau und Gülleentsorgung betroffen sein. Und was die Landwirte nicht hinbekommen wird man versuchen, im Wald zu holen, der hat das bisher immer ausgeglichen.



Das geht mir und vielen Kollegen seit Bekanntwerden der KSG-Novelle auch so.



Geht es nicht.

Es geht darum, was das hier in den nächsten Jahren erfordern könnte und wird. Insbesondere der §3a hat enormes Konfliktpotenzial.

Wir haben in D nicht so viel Weidetierhaltung. Und wo stellt sich die Frage des Morschutz? Bei wieviel Prozent der Weideflächen? Wieso sollte dadurch der Wald gefährdet sein? Der hat seine eigenen Probleme und ich sehe mehr die Gefahr, dasss man Flächen ökologisch aus der Produktion nimmt und die bekommtanschließend bestimmt nicht die Landwirtschaft. :D

Die KSG-Novelle ist Sprengstoff, ja sicher. Gerade weil die Folgen niemand kalkulieren kann, bin ich mir nicht sicher, ob es so kommen und bleiben wird. Das Gesetz macht Pläne für Jahrzehnte, die nur verwirklicht werden können, wenn gleichzeitig der Wohlstand wächst oder annähernd gleich bleibt.
Wir machen Experimente, die funktionieren können oder in 6,10 oder 12 Jahren korrigiert werden müssen, vielleicht sogar beendet sind. Denn die große Frage ist nicht, ob wir die Klimaziele schaffen, sondern woher kommt der Zaster um das alles zu finanzieren, o h ne hunderte Mio. von Menschen in D bzw. Europa kräftig zu entsparen und es niemand merkt (d. h. die Rechten in Europa starken Zulauf kriegen). :D Deshalb lass einfach mal die Novelle kommen und alle fünf Jahre wird man sich ein bissl davon verabschieden, wenn man noch gefällige Koallitionen haben will.
 
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Klöckner hat viel Routine mit "Klimaschutz" ohne Klimaschutz :

"Kritik an EU-Agrar-Geldern

100 Milliarden für den Klimaschutz – wirkungslos verpufft"


von 100 sind im Schnitt ca. 25 von uns.
 
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Und der deutsche Beitrag ist nicht nur an dieser Stelle unbedeutend. Relevant ist auf jedem Gebiet die Summe der Nationen, die was tut oder sich weigert, etwas zu tun.

Und in dem Konzert hat sich Deutschland dazu verpflichtet, etwas zu tun und damit der versprochene Beitrag geleistet wird muss auch der Sektor Landwirtschaft etwas beitragen.


Mir geht es ganz einfach darum, dass ich nicht einsehen will, weshalb Schreibtischideologen damit durchkommen sollen, mit ihrer eindimensionalen Sichtweise bezogen auf den Wolf das landeskulturelle Bild so umzuformen, wie es eigentlich keiner haben will.

Sorry, aber der Wolf interessiert in dem Kontext so wenig wie das aus umgekippten Sektkühlern verschüttete Wasser auf der Titanic. Der Wolf reisst ein paar Nutztiere, aber er macht die Freilandhaltung nicht unmöglich.

Aber du hast mich nicht verstanden. Wer die 3000 und noch andere Weidetiere erhalten will, muss sich um den Wolf kümmern, sonst sind die 3000 und viele Andere eines Tages weg und der Wolf begrüßt uns in den Vorgärten.

Nein, der Wolf spielt da eine viel kleinere Rolle als viele andere Faktoren. Jedenfalls noch auf absehbare Zeit.

Wie du selbst erkannt hast, spielt das klimapolitsch keine Rolle und deshalb kann gerade die Weidetierhaltung bleiben, wo sie der Identität und Schönheit unserer Kultur Nutzen stiftet.

Du hast das Problem nicht erkannt. Im §3a sind feste Sektorziele für die Landnutzung gesetzt, die Landwirtschaft hat auch ihre Minderungsvorgaben und damit spielt die Viehhaltung eine Rolle. Und Identität etc. spielen in dem Kontext keine.


Wir werden den Rinderbestand in D reduzieren, wenn sich das Nachfrageverhalten und somit das Konsumentenbewusstsein freiwillig ändert. Ansonsten wird das Rind woanders produziert und es liegt Importware im Kühlregal.

Teilweise richtig. Du kannst alles von ", wenn" bis "ansonsten" durch "dann" ersetzen. Man kann die Ziele des KSG prima durch Klimakolonialismus und Export von Emissionen erreichen, sich die eigene Weste "grün" rechnen und sich damit international komplett isolieren und lächerlich machen.

Daran werden Preissteigerungen nicht viel ändern. Warten wir lieber ab, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung ändert, wenn in den nächsten Jahren alles teuerer wird ....

Och, dann kommt irgendwann Retorten"fleich" schön billig und das wars.

Weidetierhaltung ist blos eine kleine, unbedeutende Möglichkeit, einer kleinen Gruppe von Nachfragern ein anderes Konsumverhalten zu ermöglichen, fördert aber die kulturelle Identität und das Verständnis einer viel viel größeren Bevölkerungsgruppe. Ob es dagegen ein paar weniger Wölfe und Ideologen gibt, ist sch... egal.

Die Wölfe machen keine Schäden, die diese Käuferklientel nicht auch mitbezahlen könnte. Die sind deshalb nicht das Problem.


Wir haben in D nicht so viel Weidetierhaltung. Und wo stellt sich die Frage des Morschutz? Bei wieviel Prozent der Weideflächen?

Guggst Du hier. Etwas über 5% der Landfläche sind (An-)Moorböden und in vielen dieser Bereiche gibt es keinen oder wenig Wald.

Wieso sollte dadurch der Wald gefährdet sein? Der hat seine eigenen Probleme und ich sehe mehr die Gefahr, dasss man Flächen ökologisch aus der Produktion nimmt und die bekommtanschließend bestimmt nicht die Landwirtschaft. :D

Der Wald ist an sich nicht gefährdet, aber wird zusammen mit den Böden im Sektor LULUCF (Land Use, Land-Use Change, and Forestry) verrechnet und hat da die Emissionen aus der landwirtschaftlichen Bodennutzung (sprich: auch den Moorböden etc.) kompensiert. Es ist fraglich, ob das in Zukunft noch passt und dann geht das Hauen und Stechen darüber los, wer die Deckungslücke zu schliessen hat: Landwirte oder Waldbesitzer. Sollen das die Waldbesitzer tun wird uns viel Holz fehlen (das muss dann im Wald bleiben), auch für Klimaschutz in anderen Sektoren (Gebäude, Energie) und dann werden entweder da die Emissionen steigen, es wird Importholz verwendet (was aber auch eine höhere Emission bedingt als heimisches) oder, wenn die Emissionen gedeckelt sind und keine regenerativen Energien zur Verfügung stehen, werden die entsprechenden Leistungen eben nicht realisierbar sein. Das ist dann auch ein Verlust an Wohlstand, der zu vermeiden wäre.


Die KSG-Novelle ist Sprengstoff, ja sicher. Gerade weil die Folgen niemand kalkulieren kann, bin ich mir nicht sicher, ob es so kommen und bleiben wird. Das Gesetz macht Pläne für Jahrzehnte, die nur verwirklicht werden können, wenn gleichzeitig der Wohlstand wächst oder annähernd gleich bleibt.

Nein. Eine der Folgen können eben auch Wohlstandsverluste sein, künstlich gefördert durch den §3a.

Wir machen Experimente, die funktionieren können oder in 6,10 oder 12 Jahren korrigiert werden müssen, vielleicht sogar beendet sind. Denn die große Frage ist nicht, ob wir die Klimaziele schaffen, sondern woher kommt der Zaster um das alles zu finanzieren, o h ne hunderte Mio. von Menschen in D bzw. Europa kräftig zu entsparen und es niemand merkt (d. h. die Rechten in Europa starken Zulauf kriegen). :D Deshalb lass einfach mal die Novelle kommen und alle fünf Jahre wird man sich ein bissl davon verabschieden, wenn man noch gefällige Koallitionen haben will.

Das Verabschieden wird nicht gehen, dafür sorgt notfalls wieder das BVerfG* und das mit dem "ohne Wohlfahrtsverlust" wird aktuell erschwert. Man hatte "sie" gewarnt, aber gewisse Leute können ja nicht hören. :mad:





*In der Anhörung heute gab es die Meinung, selbst diese Novelle sei noch nicht konkret und scharf genug und deshalb nach BVerfG-Urteils-Maßstab immer noch verfassungswidrig.
 
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Niemand verharmlost Risse. Aber wer als "beliebiger Platzhalter" noch nicht mitbekommen hat, dass seine Tätigkeit keine rosige Zukunft hat, der ist naiv. Sorry, auch da bin ich nur der Bote.
Ich wage nicht, dieses Szenario für alle Diejenigen zu durchdenken, die ebenfalls von den aktuellen ideologischen Politikansätzen / Parteiprogrammen nach dem September betroffen sein könnten.
 
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Und in dem Konzert hat sich Deutschland dazu verpflichtet, etwas zu tun und damit der versprochene Beitrag geleistet wird muss auch der Sektor Landwirtschaft etwas beitragen.




Sorry, aber der Wolf interessiert in dem Kontext so wenig wie das aus umgekippten Sektkühlern verschüttete Wasser auf der Titanic. Der Wolf reisst ein paar Nutztiere, aber er macht die Freilandhaltung nicht unmöglich.



Nein, der Wolf spielt da eine viel kleinere Rolle als viele andere Faktoren. Jedenfalls noch auf absehbare Zeit.



Du hast das Problem nicht erkannt. Im §3a sind feste Sektorziele für die Landnutzung gesetzt, die Landwirtschaft hat auch ihre Minderungsvorgaben und damit spielt die Viehhaltung eine Rolle. Und Identität etc. spielen in dem Kontext keine.




Teilweise richtig. Du kannst alles von ", wenn" bis "ansonsten" durch "dann" ersetzen. Man kann die Ziele des KSG prima durch Klimakolonialismus und Export von Emissionen erreichen, sich die eigene Weste "grün" rechnen und sich damit international komplett isolieren und lächerlich machen.



Och, dann kommt irgendwann Retorten"fleich" schön billig und das wars.



Die Wölfe machen keine Schäden, die diese Käuferklientel nicht auch mitbezahlen könnte. Die sind deshalb nicht das Problem.




Guggst Du hier. Etwas über 5% der Landfläche sind (An-)Moorböden und in vielen dieser Bereiche gibt es keinen oder wenig Wald.



Der Wald ist an sich nicht gefährdet, aber wird zusammen mit den Böden im Sektor LULUCF (Land Use, Land-Use Change, and Forestry) verrechnet und hat da die Emissionen aus der landwirtschaftlichen Bodennutzung (sprich: auch den Moorböden etc.) kompensiert. Es ist fraglich, ob das in Zukunft noch passt und dann geht das Hauen und Stechen darüber los, wer die Deckungslücke zu schliessen hat: Landwirte oder Waldbesitzer. Sollen das die Waldbesitzer tun wird uns viel Holz fehlen (das muss dann im Wald bleiben), auch für Klimaschutz in anderen Sektoren (Gebäude, Energie) und dann werden entweder da die Emissionen steigen, es wird Importholz verwendet (was aber auch eine höhere Emission bedingt als heimisches) oder, wenn die Emissionen gedeckelt sind und keine regenerativen Energien zur Verfügung stehen, werden die entsprechenden Leistungen eben nicht realisierbar sein. Das ist dann auch ein Verlust an Wohlstand, der zu vermeiden wäre.




Nein. Eine der Folgen können eben auch Wohlstandsverluste sein, künstlich gefördert durch den §3a.



Das Verabschieden wird nicht gehen, dafür sorgt notfalls wieder das BVerfG* und das mit dem "ohne Wohlfahrtsverlust" wird aktuell erschwert. Man hatte "sie" gewarnt, aber gewisse Leute können ja nicht hören. :mad:





*In der Anhörung heute gab es die Meinung, selbst diese Novelle sei noch nicht konkret und scharf genug und deshalb nach BVerfG-Urteils-Maßstab immer noch verfassungswidrig.

Erachtest du 5% als viel? Es ist nicht unbeachtlich aber isoliert betrachtet auch nicht die Welt. Du schreibst selbst, das Thema ist konfliktbehaftet. Die Entscheidung des Verfassungsgerichts lässt sich auf verschiedenen Wegen umsetzen, auch wenn es etwas länger dauern sollte. Du sagst selbst, das Thema ist konfliktbehaftet ...

Meinungen gibt es viele. Wie Karlruhe in Zukunft noch entscheiden wird, weis jetzt noch niemand und die Richter werden es glaube nicht darauf anlegen, das Land zu spalten. DIe Folgen des eingebrachten Gesetzes haben für mich jedenfalls das Potential dazu, weil ich befürchte, dass dieses Gesetz vor dem Hintergrund der gigantischen Pandemieauswirkungen und den Verpflichtungen als Hauptlastenträger D in der EU unsere Leistungsfähgkeit überfordern wird.

Ich sage, warten wir einfach ab. Wir haben viele Baustellen. Es kommt schwere Kost und die "Volksparteien" werden immer schwächer. Wir waren vor der Pandemie schon in einer Situation mit vielen ungelösten Problemen. Jetzt haben wir noch mehr ungelöste Probleme.
Schauen wir, wen es treffen wird und wie dann der Wähler reagiert....

Das geht aber alles am Wolf vorbei. Das Thema ist der Wolf und an der Stelle stellt sich blos die Frage, ob und warum man akzeptieren will, soll oder muss, was mit der unkontrollierten Ausbreitung abgeht.
So wie du spricht, halte ich dir entgegen, na ja gut wenn der Konsument das alles beim Wolf mitbezahlt, ist es doch beim Wild nicht anders.

Die Frage aber ist, - w i l l - man diese Haltung aktzeptieren, damit ein paar Wolfsfreunde ihren totalen Willen bekommen oder genügt es nicht, wenn wir - analog zum Schalenwild - den Wolf so einregeln, dass wir ihn akzeptieren, nur dort nicht wo er inakzeptable Schäden macht und die Weidewirtschaft als ökologisch wie ethisch sinnvollste Form der Tierhaltung verdrängt. Auch dann nicht, wenn die Schäden reguliert werden - analog zum Schalenwild.

Es stellt sich blos die Frage, ob wir wg. diesem Viech den Streit völlig sinnlos zur Eskalation treiben wollen. Darum geht es und um sonst nichts. Der sich unregeliert ausbreitende Wolf schafft Probleme und unnötigen Ärger innerhalb der unterschiedlichsten Interessengruppen. Und genau diese Probleme gehören in diesen Faden. Du ziehst aber mit deinen Argumenten und Problemfeldern den sinnvollen Wolfsabschuss in ein politsches Feld hinein, wo er gar nicht hin gehört. ;)
 
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