Jungfüchse

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Die Ersten testen schon fleißig ihe Branten.
Vorgestern Nacht ist einer vor meinem Wagen aus einem Rapsfeld auf die Straße gelaufen.
Hat ca. 30 Sek. verhart und gespannt in die Scheinwerfer geschaut. Danach war er wieder im Raps verschwunden.

Landrover kennt er jetzt.
 
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Hallo alle,
Bin gerade heim gekommen vom Ansitz habe dabei zwei Jungfüchse Strecken können.
Sie kamen mir beide gegen 8UHr als der eine ca. fünf meter neben dem anderen war schoss ich. Der beschossene war gleich um aber den anderen sah ich nicht mehr,ich mir nichts dabei gedacht und sitzen geblieben um 10 Uhr bin ich dann runter als ich zu meinem ersten Fuchs lauf liegt der zweite genau dort wo ich ihn das letzte mal gesehen habe er war mause tot.


WMH und MFG aus Baden

p.s.Die Füchse waren übrigens Katzen groß.


ne Bauerndoublette :lol: WmH
 
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Moin,

wir haben letztes jahr einen Mitjäger rausgeschmissen, weil er Jungfüchse geschossen hat, obwohl er wußte das wir keine Füchse schießen!

Wenn Ihr Euch mal ein bisschen mit Wildbiologie beschäftigen würdet, dann wüßtet Ihr das der Fuchs ein wichtiges Bestandteil unserer Natur ist.

Ich vergesse immer wieder mit wem ich es in diesem Forum zu tun habe...

Gruß vom fuchsverschonenden Inselförster
 

steve

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Inselförster schrieb:
Wenn Ihr Euch mal ein bisschen mit Wildbiologie beschäftigen würdet, dann wüßtet Ihr das der Fuchs ein wichtiges Bestandteil unserer Natur ist.

Wie doch wohl alle Tiere auf die wir jagen, oder? :roll:
 
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Moin,

Absolut richtig!

Normalerweise werden die Wildtiere bejagt, aber der Fuchs wird bekämpft. Es gibt kaum eine Situation aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt keine Entfernung aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt kein Licht das nicht ausreichen würde einen Fuchs zu schießen und es gibt kaum eine Wildart deren Nachkommen so an Bau, Kessel oder Nest dezimiert werden. .

Das ist bekämpfen!

Gruß vom Inselförster
 
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Das mit dem "Inselförster" ist auch so eine Sache, denn gibt Inseln wo selbst der Naturschutz den Fuchs nicht durch die Öko-Brille anschaut. :shock:

Wenn der Pächter oder Förster oder sonst jemand der was zu sagen hat, keine Füchse schießen lässt, ist zumindest formal i.O. Hat aber mit Öko nicht das geringste zu tun (siehe oben) :?
 
G

Gelöschtes Mitglied 3798

Guest
Inselförster schrieb:
Moin,

wir haben letztes jahr einen Mitjäger rausgeschmissen, weil er Jungfüchse geschossen hat, obwohl er wußte das wir keine Füchse schießen!

Wenn Ihr Euch mal ein bisschen mit Wildbiologie beschäftigen würdet, dann wüßtet Ihr das der Fuchs ein wichtiges Bestandteil unserer Natur ist.

Ich vergesse immer wieder mit wem ich es in diesem Forum zu tun habe...

Gruß vom fuchsverschonenden Inselförster


Ich nehme an ihr habt soviel Niederwild das ihr den Hasen, Fasanen und Rebhühner nicht herr werdet und den Fuchs als Regulierer benötigt, oder ?!?!?!? :roll: :wink:

Was schießt ihr denn so ?

Hauptsächlich Schalenwild, oder ?

Die sind aber auch kein Bestandteil der Natur, schon gar kein wichtiger (Irrt hier Steve ? ), sondern Schädlinge, gelle ?! :roll: :wink:

Lass mal hören.....

Waihei und Gruß

Kastljaga
 
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wenn die Natur 100%ig funktioniert ist Sie aus menschlicher Sicht oft grausam.
Da ist es dem jagenden Tier egal ob er seiner Beute die Mutter nimmt oder die Seuche auch die kleinen süßen.
man sollte z.B auch darüber nachdenken das der Mensch ( nicht der Jäger )der Natur die Regulierungsfunktion Tollwut nimmt und somit einige Raubtiere in größerer zahl vorkommen, als vieleicht vor 50ig Jahren als die Natur angeblich noch i.O war

die Natur hällt sich nicht an Schonzeiten

der Mitjäger kann froh sein, auch wenn es ihm vieleicht nicht gleich bewußt ist
 

steve

Moderator
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Inselförster schrieb:
Normalerweise werden die Wildtiere bejagt, aber der Fuchs wird bekämpft. Es gibt kaum eine Situation aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt keine Entfernung aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt kein Licht das nicht ausreichen würde einen Fuchs zu schießen und es gibt kaum eine Wildart deren Nachkommen so an Bau, Kessel oder Nest dezimiert werden. .

Na weißt Du Inselförster, es ist nicht ganz einfach immer umzuswitchen. Dein erstes Argument war ja sinngemäß "Wir bejagen Füchse nicht weil wichtiger Bestandteil der Natur". Jetzt störst Du Dich nicht am ob, sondern am wie der Fuchsbejagung.

Mal zur Frage des 'Wie', die ja nichts über Sinn oder Unsinn aussagt: Es gibt ja ein paar Gründe weswegen Füchse anders bejagt werden. So muss ich sagen, dass ich einem Fuchs durchaus die Kugel spitz von vorne auf den Brustlatz setze, was ich mir bei einem Reh verkneife. Auch kann ich auf den Fuchs bei anderem Licht als auf Reh- und Sau jagen, das das Ansprechen als Fuchs ja bereits ausreicht.

Naja, zum Ausräumen der Gehecke wurde hier ja schon viel diskutiert. Ehrlich gesagt, ich finde es auch nicht toll. Gleichwohl machen wir das. Den Fuchs können wir als Jungfuchs sehr einfach dezimieren, er macht danach keine Schäden und wird - im Gegensatz zu Reh und Sau - nicht in einem späteren Entwicklungsstadium verwertbar. Im Idealfall läufts m.E. wie bei rotfuchs2. Der erlegt seine Füchse zu (von mir geschätzten) 80% am helllichten Tag, aus nächster Nähe, mit einem sauberen Schuss und hat keine Gehecke im Revier. Dafür hat er eine Erfolgsrate bei Bodenbrüterbruten die nahezu einmalig sein sollte...das Patent-Rezept für einige Vogelschutzgebiete in D. :wink:

Zum 'Ob' der Fuchsbejagung nur kurz soviel, wer sich mal damit auseinandergesetzt hat, der wird nicht drumherumkommen wenigstens theoretisch den Nutzen einer Reduktion des Fuchsbesatzes zu bejahen. In jagdlicher Hinsicht ist das eben die Grundlage für jegliche Niederwildjagd, vielleicht mit Ausnahme der Rehwildjagd, aber selbst das Rehwild hat ganz andere Nachwuchsraten bei niedrigem Fuchsbesatz (Das dies so ist wird selbst von verbohrtesten Jagdgegner kaum bestritten. Wer uns vorwirft Füchse zu schießen, um selbst Strecke zu machen, der hat ja bereits erkannt, dass der Fuchs signifikanten Einfluss auf Hase & Co. hat :wink: ). Und wie es eben in der Natur so ist, die Arten die ähnliche Ansprüche wie Hase, Fasan, Rebhuhn und Ente haben profitieren auch davon.

Entscheidet sich nun jemand aus wirtschaftlichen Gründen - Fuchs frisst mir im Wald die Rehe, Hasen und Mäuse, eben die Schädlinge - gegen die Bejagung des Fuchses, so soll mir das recht sein. Aber eine landesweite Patentlösung in Form einer "Musternichtbejagung" stellt das jedenfalls nicht da. Und weshalb sich die Raubwildbejagung (es ist ja nicht nur der Fuchs allein) auf einzelne, privilegierte Schutzgebiete beschränken soll, erschließt sich mir auch nicht. Im "normalen" Offenland sind uns Niederwild und Bodenbrüter egal? Ja doch hoffentlich nicht... :roll:

Wh

Steve
 
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Aus meiner Sicht sieht das er so aus

Normalerweise werden die Wildtiere bejagt, aber das Reh wird bekämpft. Es gibt kaum eine Situation aus der nicht auf ein Reh geschossen wird, es gibt keine Entfernung aus der nicht auf ein Reh geschossen wird, es gibt kein Licht das nicht ausreichen würde ein Reh zu schießen und es gibt kaum eine Wildart die so bejagd wird.

Das ist bekämpfen!



:evil: :evil: :evil:
 
G

Gelöschtes Mitglied 3257

Guest
Inselförster schrieb:
Moin,

Absolut richtig!

Normalerweise werden die Wildtiere bejagt, aber der Fuchs wird bekämpft. Es gibt kaum eine Situation aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt keine Entfernung aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt kein Licht das nicht ausreichen würde einen Fuchs zu schießen und es gibt kaum eine Wildart deren Nachkommen so an Bau, Kessel oder Nest dezimiert werden. .

Das ist bekämpfen!

Gruß vom Inselförster

Das sowas aus dem Munde eines ÖJV'lers kommt, ist doch kein Wunder. Je mehr Füchse um so besser, schließlich dezimiert dieser auch die Kitz, Hasen und Mäuse. Alles Wildarten, die aus Sicht eines Waldbauern gänzlich ausgerottet gehören. Und das ist jetzt nicht einfach nur dahin gesagt, sondern ein O-Ton der mir gegenüber schon mehrmals geäußert wurde.

Man gucke sich mal genauer die Homepage des ÖJV an, wo steht denn da wirklich was über das Niederwild? Guckt man sich diesen "Jagdverband" mal genauer an, kann doch der Eindruck entstehen dass es in diesem Land nur noch ums Schalenwild geht, beim Niederwild interessiert unterm Strich nur das Rehwild.

Und wenn sich dann gerade Leute aus diesem Verband zu den Bewahrern der deutschen Weidgerechtigkeit aufschwingen, könnte ich gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte. Allein in unserem Landkreis gibt es aus der jüngeren Vergangenheit zig Beispiele wie diese hochbeschworene Weidgerechtigkeit mit Füßen getreten wird. Nicht selten gehts dabei um die Bejagung auf Rehwild. Aber gut, wenn:

- das Erlgen von Böcken in der Schonzeit
- Abschuss von führenden Ricken im Juli
- Fehlende Nachsuchengespanne auf "Drück- und Treibjagden"
- Schüsse aus sämtlichen Lagen auf Rehwild

im Gegensatz zur Bejagung von Jungfüchsen am Bau oder sonst wo Tier- und Weidgerecht ist, dann gute Nacht deutsches Weidwerk...
 
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Forestgump schrieb:
Inselförster schrieb:
Moin,

Absolut richtig!

Normalerweise werden die Wildtiere bejagt, aber der Fuchs wird bekämpft. Es gibt kaum eine Situation aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt keine Entfernung aus der nicht auf den Fuchs geschossen wird, es gibt kein Licht das nicht ausreichen würde einen Fuchs zu schießen und es gibt kaum eine Wildart deren Nachkommen so an Bau, Kessel oder Nest dezimiert werden. .

Das ist bekämpfen!

Gruß vom Inselförster

Das sowas aus dem Munde eines ÖJV'lers kommt, ist doch kein Wunder. Je mehr Füchse um so besser, schließlich dezimiert dieser auch die Kitz, Hasen und Mäuse. Alles Wildarten, die aus Sicht eines Waldbauern gänzlich ausgerottet gehören. Und das ist jetzt nicht einfach nur dahin gesagt, sondern ein O-Ton der mir gegenüber schon mehrmals geäußert wurde.

Forest, nicht jedes ÖJV Mitglied wird diese Aussage unterstützen, im Gegenteil. In einem intakten Ökosystem gehören diese Wildarten genauso dazu wie alle anderen auch. Mir selbst erschließt sich die Logik nicht im Wald Füchse zu jagen, im Feld ist das ein anderer Schnack.
Ich wage mal eine Prognose, in 15-20 Jahren hat der Enok zumindest in den östlich gelegen Revieren den Fuchs gänzlich ersetzt.


Man gucke sich mal genauer die Homepage des ÖJV an, wo steht denn da wirklich was über das Niederwild? Guckt man sich diesen "Jagdverband" mal genauer an, kann doch der Eindruck entstehen dass es in diesem Land nur noch ums Schalenwild geht, beim Niederwild interessiert unterm Strich nur das Rehwild.

Und wenn sich dann gerade Leute aus diesem Verband zu den Bewahrern der deutschen Weidgerechtigkeit aufschwingen, könnte ich gar nicht soviel fressen wie ich kotzen möchte. Allein in unserem Landkreis gibt es aus der jüngeren Vergangenheit zig Beispiele wie diese hochbeschworene Weidgerechtigkeit mit Füßen getreten wird. Nicht selten gehts dabei um die Bejagung auf Rehwild. Aber gut, wenn:

- das Erlgen von Böcken in der Schonzeit
- Abschuss von führenden Ricken im Juli
- Fehlende Nachsuchengespanne auf "Drück- und Treibjagden"
- Schüsse aus sämtlichen Lagen auf Rehwild

im Gegensatz zur Bejagung von Jungfüchsen am Bau oder sonst wo Tier- und Weidgerecht ist, dann gute Nacht deutsches Weidwerk...

Viele der ÖJV DJ sind besser mit Nachsuchengespannen ausgerüstet als alle anderen. Ich wehre mich gegen solche Pauschalaussagen. Es gibt in unseren ach so super herkömmlichen Verbände mindest genauso viele schlechte Beispiel.

Mit Verlaub, ein bischen differenzierter hättest du schon Antworten können. So ist es Polemik pur.
 
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Wenn Ihr Euch mal ein bisschen mit Wildbiologie beschäftigen würdet, dann wüßtet Ihr das der Fuchs ein wichtiges Bestandteil unserer Natur ist.

Gruß vom fuchsverschonenden Inselförster
_________________
Da ich mich ebenfalls als "Bestandtei der Natur" ansehe, vielleicht nicht ganz so wertvoll wie ein Fuchs, nehme ich mir auch das Recht der Fuchsbejagung heraus und ich glaube das ist gut so.

Baikal, der heute schon wieder garkeinen Fuchs gesehen hat :-(
 
G

Gelöschtes Mitglied 3257

Guest
Ok, ich hätte vielleicht nochmals betonen sollen, dass dies natürlich nur auf den eigenen Erfahrungen bzw. Begegnungen im dem ÖJV bzw. den Geschehnissen aus der näheren Umgebung beruht. Aber vielleicht habe ich auch nur das Zweifelhafte Glück, hier in der Ecke auf ein paar besonderes bemerkenswerte Mitglieder dieses Verbandes gestoßen zu sein. Und natürlich hast Du recht, auch bei anderen Verbänden oder losgelöst davon allgemein auf der Jagd gibt es solche und solche. Allerdings, und das hat mich zu obiger Aussage bewogen, finde ich es nahezu heuchlerisch wenn sich Leute aus solchen Verbänden dazu aufschwingen großartig über Weid- und Unweidgerechtigkeit philosophieren.

Beim Thema Fuchsbejagung im Wald versus Feld sollte man nicht vergessen, dass sich Füchse nicht strikt ausschließlich im Wald ODER Feld aufhalten. Will heißen dass man bei strikter "Schonung" im Wald auch die Bestände im Feld nicht in den Griff bekommt, Füchse legen ja bekanntlich einige Kilometer in einer Nacht zurück. So haben wir die Kitze, welche eine überfahrene Ricke inne hatte, 2 Tage spätere mehrere KM entfernt an einem Geheckbau gefunden.
 
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