Kanzel-/Leiterbau - Nagler oder Schrauber?

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Ich schraube in der Regel mit Torx Schrauben. In meinen Augen ist es wichtig, bei wirklich entscheidenden Verbindungen das eine Holzstück vorzubohren. Man bekommt sonst schon sehr viel Zug im oberen Holz auf die Schrauben, wo es noch garnicht erforderlich ist.
Ich hatte auch einige spätere Abreißer. Allerdings führe ich das darauf zurück, dass ich dabei oft mt der Einstellung "bohren" am Akkuschrauber gewerkelt habe...
 
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Holzbauschraube heißt das Zauberwort. Ob von Heco, Würth, Spax, Eurotec, Rhotoblaas, etc. Ist (fast) egal. Leitersprossen nagle ich diagonal über Kreuz, plus decklatte mit unterstützende Schraube. Beim Nageln Druckluft mit verzinkten Rillennägeln 3,6 x 90 mm. Mit Blanken Nägeln machst aber auch nix verkehrt, vorbohren aber nicht vergessen.
Grüße vom Zimmerermeister
 
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Ich sehe schon, bei den meisten wird geschraubt.
Bei Leitern sind sich aber fast alle einig, da werden Nägel verwendet.
Wir schrauben die Sprossen und setzen dann links und rechts noch starke Nägel drunter.

Aber da wir auch die Kanzeln selbst bauen, gehe ich jetzt hin und versuch es mit einem Nagler. Damit sollte die Beplankung schneller gehen. Die Rahmenteile kann man damit noch gerade heften, so das man die mit Schrauben befestigen kann, ohne das einem die Wände wieder aufklappen und runterfallen ;)
Als nächstes versuche ich Kanzelwände, also die Rahmen, gleich verzapft zu bekommen.
Abbundanlage heisst da offenbar das Zauberwort. Hatte ich bisher noch nie mit zu tun.
 
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Gibts. Brauchst du aber nicht. 100er reichen völlig, wenn du Ankernägel nimmst. Die kriegst du nie mehr auseinander - was übrigens in erster Linie der Grund war, warum Leute überhaupt mit Schrauben angefangen haben. Einen in trockenem Holz festgerosteten Nagel kriegt man nicht so einfach raus...
Für 80-120 mm Rundholz einen 100er Nagel? 🤔

Festgerostete Spax reißen auch eher ab, als dass sie sich rausdrehen lassen.
Okay, bei 8xirgendwas brauchts schon Schmalz im Schrauber...
 
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Ich sehe schon, bei den meisten wird geschraubt.
Bei Leitern sind sich aber fast alle einig, da werden Nägel verwendet.
Wir schrauben die Sprossen und setzen dann links und rechts noch starke Nägel drunter.

Aber da wir auch die Kanzeln selbst bauen, gehe ich jetzt hin und versuch es mit einem Nagler. Damit sollte die Beplankung schneller gehen. Die Rahmenteile kann man damit noch gerade heften, so das man die mit Schrauben befestigen kann, ohne das einem die Wände wieder aufklappen und runterfallen ;)
Als nächstes versuche ich Kanzelwände, also die Rahmen, gleich verzapft zu bekommen.
Abbundanlage heisst da offenbar das Zauberwort. Hatte ich bisher noch nie mit zu tun.

Man kann die Leiterholme auch einkerben, sodass die Unterkante der Sprosse in der Kerbe ein Auflager hat. Damit sollte pro Seite eine (stärkere) Schraube genügen. Ich nehme idR 8mm Tellerkopf mit Torx-Anschluss.

Allen Flüchen zum Trotz, sollte man nicht alle Schrauben mit Kreuzkopf wegwerfen. Gerade in schwierig zugänglichen Ecken könnten diese hilfreich sein; bei Torx muss man das Bit quasi 100% fluchtend aufsetzen, mit Philips Kreuz-Anschluss darf da auch mal ein Winkel drin sein.
 
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Bei Schrauben haben wir mittlerweile ausschliesslich Torx.
Bei den Nägeln im Nagler versuche ich es nun mit Rillennägel. Bisher waren es blanke.
 
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Man kann die Leiterholme auch einkerben, sodass die Unterkante der Sprosse in der Kerbe ein Auflager hat. Damit sollte pro Seite eine (stärkere) Schraube genügen. Ich nehme idR 8mm Tellerkopf mit Torx-Anschluss.

Allen Flüchen zum Trotz, sollte man nicht alle Schrauben mit Kreuzkopf wegwerfen. Gerade in schwierig zugänglichen Ecken könnten diese hilfreich sein; bei Torx muss man das Bit quasi 100% fluchtend aufsetzen, mit Philips Kreuz-Anschluss darf da auch mal ein Winkel drin sein.


Vom Einkerben des Leiterholmes würde ich abraten.

Feuchtigkeit bleibt dadurch im Schatten der Sprossen stehen. Der Leiterholm wird so nicht besser.

Ps. Bei uns werden alle Hochsitze genagelt. Hält gut und kostet einen Bruchteil.
Kanzeln werden in Fertigteilen zu Hause vorgefertigt und dann am stehenden Unterteil montiert. Hier wird geschraubt.
 
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Vom Einkerben des Leiterholmes würde ich abraten.

Feuchtigkeit bleibt dadurch im Schatten der Sprossen stehen. Der Leiterholm wird so nicht besser.

dem Stimme ich zu. Etwas Lasur und Materialstärke schaden da nicht. Wie erfolgreich das am Ende sein wird, muss die Zeit zeigen...

Gammeln die Holme nicht unter den Kerben durch, dann schaffen die das doch an anderer Stelle - so zumindest meine Erfahrung.
 
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Bei mir ist in jeder Kanzel/Leiter beides zu finden.
Ich entscheide hier je nach Anwendungsfall ob es hier auf Zug (Schrauben) geht oder eher auf Scherkräfte wie Leitersprossen (Nägel)
 
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Zum Bauen von Reviereinrichtungen wird 'alles' verwendet.
Da gibt es Spax, standard Zimmermannsnägel, Nägel aus dem Druckluft-Automat,
Holzschrauben (bis 10mm) und auch Gewindestangen (8 & 10 mm).
Da meine Reviereinrichtungen i.d.R. 2-plus Jagdperioden machen sollen, setze ich
bei den Verbindungsmaterialien eher auf 'mehr Material'.
 
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Unsere Kanzelböcke verschrauben wir mit 8 mm Schlüsselschrauben in Edelstahl und in verschiedenen Längen. Dazu verwenden wir breite Unterlegscheiben. Die Schrauben werden mit einem Akku-Schlagschrauber eingeschraubt. Wir bohren die zu verschraubenden Hölzer in Nenndurchmesser vor. Dort, wo die Schraube eingeschraubt wird, geht sie ins volle Holz ohne vorbohren. Vorteil ist hierbei, dass wir auch nach Jahren noch problemlos einzelne Hölzer austauschen können. Genagelt wird an unseren Einrichtungen nix. So verschraubte Leitersprossen lassen sich jährlich problemlos nachziehen. Abrisse hatten wir bei den Edelstahlschrauben noch nie.

Ist es denn grundsätzlich richtig, dass Edelstahlschrauben bei Belastung eher zum Abbrechen/ Abreißen neigen? Ich wurde immer mal wieder damit 'indoktriniert' und habe bei Hochsitzkonstruktionen bis dato entsprechend Edelstahlschrauben (Holzbauschrauben) gemieden.


grosso
 
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Ist es denn grundsätzlich richtig, dass Edelstahlschrauben bei Belastung eher zum Abbrechen/ Abreißen neigen? Ich wurde immer mal wieder damit 'indoktriniert' und habe bei Hochsitzkonstruktionen bis dato entsprechend Edelstahlschrauben (Holzbauschrauben) gemieden.


grosso
Für die Belastungen, die bei einem Kanzelbock auf die Schrauben wirken, reichen Edelstahlschrauben allemal aus. Um eine 8 mm Schlüsselschraube abzuscheren, bzw. abzureißen müssen relativ große Kräfte wirken. Die kommen bei einem Kanzelbock gar nicht auf. Beim Akkuschlagschrauber achten wir darauf, dass die Zugkräfte nicht zu hoch werden. Bisher ist uns noch nie eine abgerissen. Der große Vorteil von Edelstahl ist, dass die Schrauben im Holz nicht festgammeln, wie das bei verzinkten Stahlschrauben immer passiert. So kann man nach vielen Jahren problemlos Hölzer austauschen.Die Schrauben und Unterlegscheiben bleiben wiederverwendbar.

Edelstahlschrauben sind nicht so hart wie Stahlschrauben, dafür aber sehr zäh. Auch wenn ich an unseren Oldtimertreckern schraube, tausche ich die alten metrischen Stahlschrauben durch Edelstahl aus. Die knalle ich genauso fest an und es ist noch nie eine weich geworden oder abgerissen.

Also nur Mut zum Kanzelbau mit Edelstahlunterstützung. Es ist teurer aber durch die Wiederverwendbarkeit rechnet sich das, solange man für länger, als nur eine Pachtzeit im Revier bleibt. Und so viel teuer sind die edlen Schrauben ja nun auch nicht. HH
 
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