Kapatenhirsch 300Win oder 9,3x62

Registriert
11 Jun 2009
Beiträge
4.327
Die 300 Norma Mag wurde schon genannt?

Ich habe für einen Bekannten die 180gr. Barnes X-BT für seine R8 300 Ultra Mag geladen. Feine Patrone, mit dem alten alten Barnes habe ich drei Labos gefunden, welche alle schossen unter 10mm/100m aus dem kannelierten Atzl Lauf. Damit ist man für beliebigen Hirsch mehr als ausreichend ausgestattet.

Ich habe auch mal die Patrone 300 RUM in einer Repetierbüchse Remington 700 Sendero geführt. Die Präzision war sehr gut, aber trotz guter Schussplatzierung auf einen Hirschen über 370m hatte ich eine nicht ausreichende Tiefenwirkung des 180gr Scirocco Geschosses von Swift und ihn nachsuchen müssen. Ich habe schon darüber auf dem Forum berichtet. Es gibt leider keine Wunderpatrone und auch keine Wundergeschosse. Trotzdem vertraue ich auf Grund meiner bescheidenen Erfahrung eher den Patronen größeren Kalibers und deren schweren Geschossen.
 
Registriert
24 Mai 2019
Beiträge
8.583
Heisst das denn nicht vielleicht, dass man sich in der
Entfernung auch beschränken sollte, in Übereinstimmung mit dem Vorrang schwererer Geschosse? ;)
 
Registriert
11 Jun 2009
Beiträge
4.327
Man sollte sich so weit wie möglich beschränken, das ist richtig, aber darüber haben wir ja auch schon sehr ausführlich bei Themen über den Jagdlichen Weitschuss diskutiert.

Ich kenne das Gelände der Karpaten nicht, aber auf Grund einiger Videos die hier eingestellt wurden, wäre es vielleicht doch eher ratsam um seine Erfolgschancen zu steigern den Weitschuss nicht auszuschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
1 Aug 2007
Beiträge
1.473
von den Jägern (Genossenschaften oder staatl Förster) die ich dort kennenlernte,führt keiner die .308.Zumindest jene nicht, die sich in den letzten 10/15 Jahren eine Waffe zulegen /leisten konnten.Und das sind nicht wenige dort.Meine Erfahrung aus fünf Reisen in diese Hochwildreviere
.30-06 Unterkante
Hier einer unserer Hirsche(8,5 kg).Ihr seht den (Ein-)Schuß und die Masse des Hirsches.
Auf der Pirsch von mir geschossen auf 60m .Da hätte es ja die .308 auch getan,dennoch stand er nach 10 Minuten wieder auf und bekam abermals die .300 WM von mir (Leihwaffe)
Hirsche in der Brunft können schon zähe Brocken sein und den Nerv für den guten Schuss zu haben ist schwer kalkulierbar bei aufregenden Jagden.Es klappt nicht immer so wie erhofft..


@BGSoderNIX,
besser kann man es nicht beschreiben.
"Wenn der reife Recke röhrend durch den Nebel auf einen zuzieht, die Trophäe mit den Resten einer unglücklichen Pflanze behangen und man in der kühlen Morgenluft seinen Atem sieht, weiß man eh nicht mehr, welches Kaliber man gerade führt"



hirsch (Medium).JPG
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
31 Aug 2016
Beiträge
611
Zu der Diskussion möchte ich noch sagen das der Hersteller der Waffe, nur die 2 Kaliber 9,3&300win in der Leistungsklasse anbietet darunter halt Standard
 
Registriert
22 Dez 2004
Beiträge
8.434
Ich habe meinen Lebenshirsch auf 90m mit der 8x57IRS mit 198grs ,damals noch RWS TIG erlegt. Da nahe der Grenze voll aufs Blatt. Er machte noch einen Satz nach vorn und aus.
9kg und 200,5 CIC trocken. Ungerader 18 Ender. Das soll aber nicht heißen das dies Kaliber/Geschoß nun das Nonplusultra ist. Nur mein bescheidenes Erlebnis.
 
Registriert
21 Mai 2007
Beiträge
2.821
Ich denke, alles ab der 30-06 ist ok, etwas Reserve schadet nicht sofern man das Kaliber beherrscht. Viel wichtiger ist ein gutes Geschoss und ein tödlicher Treffer.

Da fällt mir wieder ein, wie energisch teilweise die 6,5 CR von manchen als geeignet für Moos und Elk verteidigt wird, da hätte ich echt bedenken…

Andererseits soll vor 100 Jahren auch die 6,5x54 erfolgreich in den Karpaten verwendet worden sein!?
 
Zuletzt bearbeitet:
Registriert
26 Feb 2014
Beiträge
1.379
Ich denke, alles ab der 30-06 ist ok, etwas Reserve schadet nicht sofern man das Kaliber beherrscht. Viel wichtiger ist ein gutes Geschoss und ein tödlicher Treffer.

Da fällt mir wieder ein, wie energisch teilweise die 6,5 CR von manchen als geeignet für Moos und Elk verteidigt wird, da hätte ich echt bedenken…

Andererseits soll vor 100 Jahren auch die 6,5x54 erfolgreich in den Karpaten verwendet worden sein!?
Und wie viele Stücke sind vor 100 Jahren verludert, von denen nichts niedergeschrieben ist? Man ging damals mit dem jagern, was man organisieren konnte.

Kleine Anekdote aus meiner Jagdschulzeit: Wir hatten Läufe vom Reh, Damwild und Isarhirsch zu bestimmen. Dann war da noch ein Lauf, bestimmt 2 - 3 mal so stark vom Durchmesser, den wir erst nicht wirklich zuordnen konnten. Mancher tippte auf Elch, weil Hirsch hatten wir ja schon. Des Rätsels Lösung: Ungarnhirsch...

Wmh
Flo
 
Registriert
22 Aug 2012
Beiträge
1.883
Bei dem Setting 300 WM.
Kann nicht garantieren dass du das wirklich brauchst, aber schaden wird es auch nicht.
Es wird hier ja immer betont, dass die Magnum das gleiche könne wie die 30-06, nur auf weitere Entfernung. Voilá
Ich fand die extra Reichweite und Rasanz immer sehr angenehm, wenn es Mal weiter rausgehen sollte. Klar kann man bei weniger rasanten Kaliber auch was mit ASV machen oder Training aber für den Fall sind Magnums doch gemacht.
Selbst bei Verzicht auf weite Schussdistanzen bietet sich die Möglichkeit ein längeres Geschoss zu verwenden.
Wie gesagt, bei mir hat es mit der 7x64 geklappt, das nächste Mal kommt trotzdem was Stärkeres mit, da war nix über.
 
Registriert
11 Jun 2009
Beiträge
4.327
Ich stand vor 35 Jahren mal vor so einer Entscheidung, ich hab dann die 300wby und 9,3x64 genommen.
Heute würde es direkt die 338Lapua.

Vor Jahrzehnten habe ich auch auf allen Auslandsjagden außerhalb von Afrika nur die Patrone 9,3x64 geführt. Ich war damit zufrieden, aber sie kam an ihre Grenze wenn es um weitere Schussdistanzen ging. Ich habe das vor allem bei der Bejagung von schweren Hirschen bemerkt. Deswegen habe ich auch auf etwas anderes zurückgegriffen und kam dann letztendlich über die Patronen 338 Lapua Magnum und 300 RUM zu der Patrone 340 WBY-Magnum. Letztere hat halt im Vergleich mit der Patrone 338 Lapua Magnum den Vorteil das man sie in gut handlichen Büchsen führen kann, was schon von Vorteil ist insbesondere im Hochgebirge. Eine Büchse des Kalibers 338 Lapua Magnum fällt, wie ich schon geschrieben habe, eher aus wie eine Großwildbüchse was auf schwierigem Gelände hinderlich sein kann. Trotz allem ist das Kaliber .338 für schwerere Wildarten ein sehr gutes, denn die Patronen dieses Kalibers machen eigentlich alles was die Patronen Kaliber .308 machen, aber mit den schweren Geschossen auch noch das was die Patronen Kaliber 9,3mm machen, die Magnum Klasse dazu noch auf größeren Distanzen.
 

Online-Statistiken

Zurzeit aktive Mitglieder
110
Zurzeit aktive Gäste
393
Besucher gesamt
503
Oben