Katalogpreis Krieghoff Trumpf 1977 ? Gebrauchtpreis heute ?

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#1
Hallo Foristi,

kann mir jemand sagen was ein Krieghoff Trumpf in 7x65R mit Einstecklauf in Hornet und 16er Schrot damals -1977- gekostet hat ?
Auf der Waffe ist mit SEM ein Zeiss 2,5-10x52 montiert.

Ich spiele mit dem Gedanken einem Händler diese Waffe abzukaufen. Die Waffen selbst scheint mehr getragen als geschossen worden zu sein. Die Basküle scheint Stahl zu sein (Magnet haftet daran). Schaft ist gut, mit den unvermeintlichen Macken.
Das Zielfernrohr war offensichtlich bereits auf einer anderen Waffe montiert und ist heftig verschrammt. Optik ist aber ok.

Was wäre ein realistischer Preis ? Ich habe so den Eindruck, dass der Preis für die 37 Jahre alte Waffe nahe am Originalpreis*2 = Europreis liegt :help:

WMH
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#2
Hallo,
ich habe zwar keine Ahnung, was der ehemalige Neupreis war, jedoch dürfte die Waffe mit € 2.000 bis maximal € 2.200 gut bezahlt sein. Dies allerdings nur, wenn der Schaft nicht abgesägt wurde und es sich um eine Waffe mit verlötetem Kugellauf handelt. Krieghoff hat auch Drillinge mit frei liegendem Kugellauf gebaut, bei denen gab es aber immer wieder Probleme mit der Schussleistung, weshalb man sie nicht kaufen sollte. Ich habe für meinen Neptun (!) in sehr gutem Zustand, ohne EL und mit reparaturbedürftigem (€ 200) Zeiss 2,5-10x52 übrigens € 2.700 gezahlt.

Wenn sich der Verkäufer nicht runterhandeln lässt, ist das auch egal. Trümpfe wie den von Dir beschriebenen gibts immer mal wieder.

WH, Bo
 
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#4
Stimmt der ist relativ günstig weil:

es ein 12er ist
es ein 3006 Kugel ist (kein Rand , jaja vielen heute egal)
er eine SEM hat
er .22 Hornet Estl hat der nicht RW tauglich ist

auf dem letzten Bild meine ich deutlich Rostnarben zu erkennen

wenn einem das alles egaal ist ist er günstig, aber nur dann:cool:

Füxlein
 
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#5
Von diesem Exemplar würde ich die Finger lassen.

@Füxlein:
Viel Erfahrung auf einen richtigen Fuchs mit der Hornet scheinst du nicht zu haben.
Auf Füxlein wirkt sogar die .22 WM ausreichend gut.
 
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#6
Hat denn keiner einen alten Katalog ? Der Verkäufer ruft 3000 Euronen auf. Das wären ja ~6000 echte D-Mark. Immerhin ist das Schätzchen ja 37 Jahre alt. Meine Vorstellung geht auch eher in die von Boris genannte Richtung also 2000 Euronen. Ausserdem bin ich ja dann an das etwas abgerockte Glas gebunden (SEM auf Schwenk umzubauen und neues Glas drauf wäre ja schnell nochmal 1,5 bis 2 k€).
Auf der anderen Seite habe ich ein gutes Verhälnis zu meinem Büma. Da ich dennoch nix zu verschenken habe möchte ich einen vernünftigen Preis finden. Nun ist es immer gut sich bei Verhandlungen auf sachliche Argumente zu stützen. Der damalige Neupreis wäre ein Kriterium, die aktuelle Nachfrage nach solchen Waffen wäre ein zweites Kriterium. Ich muss die Waffe nicht haben, ist eher ein haben wollen :lol:

Wäre echt nett wenn jemand mal einen alten Katalog wälzen könnte. Ich habe erst Kataloge ab 2010 :lol:

WMH
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Rotmilan

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#7
Der Preis ist völlig überzogen.

@boris Warum gab es Probleme mit dem freiliegenden Kugellauf?
 
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#9
Aber damit, sich selbst zu überlegen ob einem die Waffe der aktuelle Preis wert ist.

Waidmannsheil Lucas
 
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#10
@Füxlein:
Viel Erfahrung auf einen richtigen Fuchs mit der Hornet scheinst du nicht zu haben.
Auf Füxlein wirkt sogar die .22 WM ausreichend gut.
Genau, aber nur wenn Du nicht weiter als um 100 Meter hinlangst.

Darum schrieb ich REHWILDTAUGLICH Herr Oberlehrer!

Füxlein
 
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#11
Der Preis ist völlig überzogen.

@boris Warum gab es Probleme mit dem freiliegenden Kugellauf?
Warum es die gab, weiß ich nicht. Fakt ist aber, dass es sie gab und gibt. Ich weiß z.B. von einem Trumpf mit freiliegendem Kugellauf in .308, der schießt mehrere Schüsse hintereinander auf ein 1-€-Stück und plötzlich liegt einer 8cm daneben, danach geht es normal weiter. Keiner kann das erklären. Krieghoff hat es nicht abstellen können. Ein Mitarbeiter von Krieghoff hat mir auch mal bestätigt, dass man von den freiliegenden Läufen damals wegen Schussleistungsproblemen Abstand genommen hat.

@ Solms: was soll an dem von mir verlinkten Heym-Drilling nicht stimmen? Kennst Du die Waffe? Die SEM finde ich in dem speziellen Fall nicht besonders wertmindernd, weil der Drilling schon ein Glas drauf hat, welches von den meisten Jägern nicht ersetzt werden würde, so dass eine Neumontage nicht ansteht. Meiner Auffassung nach kann man den Heym mit geringem Aufwand, konkret durch eine kleine Schaftüberarbeitung, Entfernung der alten SEM-Vorderbasis und eine Neubrünierung des Laufbündels wieder in einen Topzustand versetzen. Die Waffe spielt eine Liga über dem Trumpf.

@futterbär: Erfahrungsgemäß lässt sich ein BüMa nicht um 1/3 runterhandeln. Ich würde mich auch nicht auf diesen Drilling versteifen, denn Trümpfe in der von Dir beschriebenen Ausführung und vergleichbare Drillinge von anderen Herstellern gibts immer wieder. Hier ist zB ein Trumpf für € 2.000:http://egun.de/market/item.php?id=4796705 .


WH, Bo
 
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#12
Genau, aber nur wenn Du nicht weiter als um 100 Meter hinlangst.

Darum schrieb ich REHWILDTAUGLICH Herr Oberlehrer!

Füxlein
Setzen sechs. Du schriebst RW tauglich.
Da schon ein Jungjägeranwärter in der Ausbildung weiß, dass eine .22 Hornet auf Rehe nicht geschossen werden darf, man sich also über eine "Tauglichkeit" keine Gedanken machen muss, konnte das nur Raubwildtauglich heißen, denn Rotwildtauglich schied auch aus.

Das kommt von der Faulheit, immer Abkürzungen benützen zu müssen, die kein Gemeingut sind und schnell missverstanden werden.
 
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#13
Hallo Foristi,

kann mir jemand sagen was ein Krieghoff Trumpf in 7x65R mit Einstecklauf in Hornet und 16er Schrot damals -1977- gekostet hat ?
Auf der Waffe ist mit SEM ein Zeiss 2,5-10x52 montiert.

Ich spiele mit dem Gedanken einem Händler diese Waffe abzukaufen. Die Waffen selbst scheint mehr getragen als geschossen worden zu sein. Die Basküle scheint Stahl zu sein (Magnet haftet daran). Schaft ist gut, mit den unvermeintlichen Macken.
Das Zielfernrohr war offensichtlich bereits auf einer anderen Waffe montiert und ist heftig verschrammt. Optik ist aber ok.

Was wäre ein realistischer Preis ? Ich habe so den Eindruck, dass der Preis für die 37 Jahre alte Waffe nahe am Originalpreis*2 = Europreis liegt :help:

WMH
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1977 habe ich nicht, aber
1971 kostete der Trumpf bei Kettner DM 2486.-, das Glas war 1971 nicht im Katalog.
1986 hat Frankonia den Trumpf für DM 7285.- verrkauft. Das Glas kostete 1986 DM 1607.-.
 
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#14
Danke dir wildfänger. Ich vermute die Preise sind ohne Einstecklauf, gelle ? Nehme ich einen linearen Preisanstieg zwischen 1971 ( bestes Baujahr überhaupt ;) ) und 1986 an, dann läge die Waffe bei ca4400 DM in 1977. Mit Ei stecklauf und glas dann vielleicht bei 6000 DM. ...

Was meine vermutete Formel bestätigt ;)


Wmh

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#15
@Futterbär
Moin hier mal.
Kann zum damaligen Katalogpreis nichts beitragen. Bilder zu dem ausgeguckten Stück sind nicht verfügbar, eine objektive Beurteilung mithin "schwierig".
Die Frage nach dem richtigen Preis ist doch, was Dir der Püster "wert" ist bzw. was Du Dir leisten kannst.
Wo liegt für Dich der effektive Nutzwert?
Thema Kaliber. Was willst Du damit hauptsächlich erlegen? Rehwild schwerpunktmäßig?
7x65 R ist auf Rehwild mitunter sehr heftig.
Da würd' ich eher die Finger vom diesem Kugelkaliber lassen.
Schau Dich mal nach Gebrauchtwaffen im altbewährten 8 x 57 IRS. Schrot kann dann faktisch egal sein. Keines der Kaliber 20/76 (nicht 70!), 16 oder 12 ist per se schlecht. Treffen und damit klarkommen wirst Du mit jedem davon. Ist eher eine Frage der Ästhetik.
Jedoch: Da der Drilling die Waffe des Ansitzjägers darstellt solltest Du absolut mit Schrot Probeschüsse über ZFR abgeben, und sei nicht enttäuscht, wenn die Garbe nicht dort liegt, wo sie sein sollte. In dem Fall lass die Finger von der Waffe. (Rest der SL sei unterstellt, passt auch)
ESL? Muss sein "vvv". Ab .22 WMR aufwärts reine Geschmacksache und abhängig von Deiner Erfahrung und Art zu jagen. Mir würde die .22 WMR vollauf genügen. (Tut sie auch seit sehr langer Zeit) Ist wunderbar leise. Wenn Du meinst auf den Mündungs-/Geschossknalll käme es nicht an oder Du weiter hinlangen willst, dann nimm die .22 Hornet. Wobei Du dann auch gleich die gr. Kugel schon einsetzen könntest...

Und dann würde ich zunächst einmal keinen der renommierten Hersteller über den anderen stellen. Ich würd' mir mal anschauen, welcher denn in meiner Nähe sitzt für den Fall, dass ich an der Waffe "Problemchen" beseitigen will. In so einem Fall ist es stets von Vorteil, der sitzt mehr oder weniger um die Ecke. Und Du kannst ihm die Waffe evtl. vor dem Kauf mal zur Beurteilung vorlegen.
Meine Meinung dazu.
Glückwunsch übrigens, wenn :cheers: Du thematisch beim "Drilling" als Jagdwaffe angekommen bist. Jungjäger kannst somit nicht mehr sein.
WH - TME
 
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