Katzen zu Besuch

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#79
Was in letzter Zeit hier im Forum los ist. Gefühlt kann man sich überall mit Popcorn eindecken und einfach nur mitlesen. Irgendwo gehts immer rund. :biggrin:
 
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#80
G

Gelöschtes Mitglied 7846

Guest
#81
Hi Gipfl,
ich implodiere nicht, ich amüsiere mich...:twisted:
:lol:

Alles schon dagewesen. Trotzdem schieße ich nicht sofort auf den Hund.
Hund eingefangen, seinem Besitzer zugeführt und gehörigen Einlauf erteilt. Mit Hinweis auf die Berechtigung das Tier schießen zu dürfen.
Schießen würde ich aber nur im äussersten Notfall, wenn nichts anderes fruchtet und der Schaden größer wäre.
das Thema Jagdschutz ist bei uns auch heiss... um einen Hund zu nieten, bedarf es der voherigen schriftlichen Ermahnung des Halters...
Bedeutet im Falle des Falles aber nichts als einen haufen Ärger, denn Schuld hat immer der Jagdausübende.

Nein!
Ich bin ein Gegner des Verbots von Katzenabschüssen in NRW.
Ich habe auch schon mehrfach hier gesagt, das es Situationen gibt, in denen ein Abschuß sicher gerechtfertigt und auch notwendig ist.
wenn ich andrerseits sehe, wie viele Katzen aus Jägerhaushalten Freigänger sind, habe ich dahingehend keine Ambitionen

Mich regt nur auf, wie hier über das Geschöpf "Katze" geschrieben wird. Mit wieviel Abscheu, teilweise sogar Hass, diese Tiere hier überzogen werden.
Katzen erregen Aversionen bei manchen Menschen.. damit muss man leben.

Das hängt vielleicht damit zusammen, dass eine Katze ein Leben lang niemals so sein wird, wie ein Hund!

Eine Katze ist eine Hure... im Grunde ihres Wesens. Dankbarkeit kennt sie nicht.
Du gibts ihr zu fressen, dafür haut sie Dir bei nächster Gelegenheit ihre Krallen rein.
Ich kenne da so ein besonderes Exemplar :twisted:

Als wäre der generelle Abschuß freilaufender Katzen das Allheilmittel der Niederwildhege. Und das aus Mündern, die die Hege im eigenen Revier nicht im Ansatz auf die Kette bringen.
naja, das kann ich jetzt nicht so beurteilen..

Es gibt aber bei uns Landstriche, da findest Du selbst in der Nacht mehr Katzen draussen, als Fuchs oder Marder...

Nicht mehr, als jeder andere Prädator...
Und das relativiert den Begriff "Schaden".
die Sache hat aber einen bedeutenden Haken: geht es ihr schlecht, so wird für sie gesorgt. In der Regel...
Und das macht sie so ausserordentlich übermächtig!

Es gibt aber auch Katzen, die leben völlig auf sich gestellt, ohne menschliche Unterstützung.
Also im Grunde genommen zu Waschbär, Marderhund, Mink oder sonstigen Neozoen weiterer Prädatorendruck.

Und die überleben nicht nur von Mäusen. Die schleppen auch Junghasen an.

Zusätzlich zu allen anderen Fressfeinden unterschiedlichster Art!

Gruß

gipfl :thumbup:
 
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#82
Liegt das nicht in DER NATUR eines Prädators im Allgemeinen?
Sticht die Katze dort wirklich so sehr hervor?
Nehmen nicht alle Prädatoren, was sie kriegen können?
Schleppen die Fähen nicht auch mehr an, als der Nachwuchs aufnehmen kann, wenn das Habitat es hergibt?

Die domestizierte Katze verwertet nicht alles was sie jagd, weil sie von "Herrchen u. Frauchen"schon sattgemästet wurde.
Deshalb hat sie aber nicht mehr oder weniger Jagdtrieb, als alle anderen Prädatoren auch.



Moin @Pest-Tec,

das kann so sein, aber die Hauskatze ist mMn gezüchtet worden, um möglichst viele Nager zu töten. Stell dir mal vor, die Katze wäre nach ein, zwei Mäusen satt und würde die Jagd einstellen (was viele Prädatoren auch so machen). Das konnten sich unsere Vorfahren sicher nicht leisten, da wäre viel zu viel Getreide etc. abhanden gekommen. Also musste eine Katze so viele Mäuse als möglich erbeuten - auch wenn sie anscheinend schon satt gefüttert wurde. Das die heutigen Stubentiger das auch so machen, dürfte klar sein. Ich habe bewusst nur von Mäusen gesprochen - mir ist klar, dass Katzen auch noch weitere Arten im Beuteschema haben. Ich glaube tatsächlich, dass die Hauskatze in diesem Fall gegenüber anderen Prädatoren hervor sticht.

Vielleicht kennt ja einer von Euch Untersuchungen über Wildkatzen und deren Beuteverhalten. Wäre interessant zu erfahren, ob die Wildkatze ein anderes Jagdverhalten als die Hauskatze hat.

munter bleiben!!

hobo
 
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#83
Was in letzter Zeit hier im Forum los ist. Gefühlt kann man sich überall mit Popcorn eindecken und einfach nur mitlesen. Irgendwo gehts immer rund. :biggrin:
Och, im eigenen Revier bin ich für heute erstmal durch. Drückjagdeinladungen habe ich erst wieder an den kommenden Wochenenden.
Da gönne ich mir das einfach mal.:biggrin:

Enjoy it...
 
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#84
gipflzipfla; hat gesagt.:
Katzen erregen Aversionen bei manchen Menschen.. damit muss man leben.

Das hängt vielleicht damit zusammen, dass eine Katze ein Leben lang niemals so sein wird, wie ein Hund!
Katzen dürften die einzigen Haustiere sein, die von Ihren Besitzern bewusst frei laufen gelassen werden. Begründung ist meist, dass das artgerecht sei. Bei allen anderen Tieren wäre die Haltung verboten, wenn man sie nicht artgerecht auf dem eigenen Grundstück halten kann.

Ich kenne einige, die mit der Jagd nichts am Hut haben, aber auf Katzen schon deswegen nicht gut zu sprechen sind, weil sie immer deren Hinterlassenschaften im Garten haben.

Nach meinem Eindruck ist das Problem in den letzten Jahren auch größer geworden, es gibt immer mehr Katzen und viele haben inzwischen auch mehrere.
 
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Gelöschtes Mitglied 7846

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#85
servus

Katzen dürften die einzigen Haustiere sein, die von Ihren Besitzern bewusst frei laufen gelassen werden. Begründung ist meist, dass das artgerecht sei. Bei allen anderen Tieren wäre die Haltung verboten, wenn man sie nicht artgerecht auf dem eigenen Grundstück halten kann.

Ich kenne einige, die mit der Jagd nichts am Hut haben, aber auf Katzen schon deswegen nicht gut zu sprechen sind, weil sie immer deren Hinterlassenschaften im Garten haben.

Nach meinem Eindruck ist das Problem in den letzten Jahren auch größer geworden, es gibt immer mehr Katzen und viele haben inzwischen auch mehrere.
mit der Katzenlobby will sich die Politik auch nicht anlegen, da hängen zu viele Wählerstimmen dran :thumbdown:

Dort wo ich jagdlich unterwegs bin, gibt es eine Ecke am Ortsrand, da werden ~ 20 Katzen angefüttert und die streunen dann von dort aus einer alte Scheune in die umliegende Umgebung.

Dass auf diversen Bauernhöfen schon mal mehr als 8 Katzen hausen, ist die Normalität

Da sind einige mit auffälliger Färbung dabei.. es ist echt erstaunlich, in welcher Ecke des Revieres die dann auftauchen.

Die genießen allerdings keinen Vollkaskoschutz durch irgendeinen Besitzer.. einmal krank heisst Leiden bis zum Verrecken.

Was bei Hauskatzen mit Familienanschluss eben nicht der Fall ist.
Die bekommen zusätzlich ein Floh- und zeckenhalsband drauf, damit sie sich nur ja nichts einfangen.

Fett genährt müssen die draussen nichts zum Überleben töten.. wenn sie es aber tun, bleibt zu Hause der Napf unberührt.

Wie gesagt.. ich kann Aversionen gegen Katzen durchaus nachvollziehen!
 
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#86
Katzen dürften die einzigen Haustiere sein, die von Ihren Besitzern bewusst frei laufen gelassen werden. Begründung ist meist, dass das artgerecht sei. Bei allen anderen Tieren wäre die Haltung verboten, wenn man sie nicht artgerecht auf dem eigenen Grundstück halten kann.
Katzen sind seit zig-Jahrtausenden Kulturfolger der Menschen. Nicht alle lassen sich komplett zähmen, so das sie sich in eng begrenzten Gebieten aufhalten. Anderen Tieren hat man das durch die Zucht ausgetrieben, ebenso vertragen bestimmte Katzen-Rassen die Wohnungshaltung.


Ich kenne einige, die mit der Jagd nichts am Hut haben, aber auf Katzen schon deswegen nicht gut zu sprechen sind, weil sie immer deren Hinterlassenschaften im Garten haben.
Ich kenne einige, die mit der Jagd nichts am Hut haben, aber über Hunde schimpfen, weil deren Besitzer die Kackhaufen nicht wegräumen obwohl sie tatsächlich daneben stehen.
Dann kenne ich noch einige, die mit der Jagd zu tun haben, gerne eine angeblich pöse Katze schießen und auch damit auch noch kokettieren, aber dann geradezu kindlich herum heulen wenn mal ein Hund erschossen wurde.
 
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#87
Was hier bei den Katzenbefürwortern auffällt, ist das Unter-den-Tisch-fallen-lassen der schieren Zahl* der Katzen in der Gegenwart! in Deutschland.
Für viele Menschen ist ein Haustier weit davon entfernt noch einen wirtschaftlichen Nutzen zu haben, sondern es sind Familienmitglieder und Kinderersatz. Damit könnte ich gut leben, ABER normal sollte man auch bereit sein für solche Familienmitglieder Verantwortung zu übernehmen!!! Und das fällt den meisten Katzenhaltern anscheinend nicht ein.

*Wir reden hier von geschätzt 4-8 Millionen Katzen in Deutschland es gibt Quellen die noch mehr angeben. Wenn nur die Hälfte davon frei rumläuft, frage ich mich wie man dann noch die Stirn haben kann, das als normal oder natürlich darzustellen. Das sind übrigens rund 12 Tiere pro km².
Wildkatzen brauchen unter optimalen Bedingungen 1-3 km² für eine Katze.


CdB
 
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#88
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Moin @Pest-Tec,

das kann so sein, aber die Hauskatze ist mMn gezüchtet worden, um möglichst viele Nager zu töten. Stell dir mal vor, die Katze wäre nach ein, zwei Mäusen satt und würde die Jagd einstellen (was viele Prädatoren auch so machen). Das konnten sich unsere Vorfahren sicher nicht leisten, da wäre viel zu viel Getreide etc. abhanden gekommen. Also musste eine Katze so viele Mäuse als möglich erbeuten - auch wenn sie anscheinend schon satt gefüttert wurde. Das die heutigen Stubentiger das auch so machen, dürfte klar sein. Ich habe bewusst nur von Mäusen gesprochen - mir ist klar, dass Katzen auch noch weitere Arten im Beuteschema haben. Ich glaube tatsächlich, dass die Hauskatze in diesem Fall gegenüber anderen Prädatoren hervor sticht.
Glaube ich nicht. Auch die europäische Hauskatze ist nur "Opfer der eigenen Evolution". Das machte sie zum Kulturfolger.

Eigentlich auch logisch: Das Habitat bildet die Population.
Will sagen: Wo viel Getreide, da viel Mäuse. Wo viele Mäuse, da viele Katzen.
Das bedurfte keiner Züchtung.
Heute sind moderne Getreidelager praktisch mäusesicher. Also schlussendlich weniger Katzen in diesen Bereichen.
Auf den Höfen wurden Katzen nie gezüchtet, meist nicht einmal gehalten.
Sie wurden lediglich aufgrund dieser Symbiose mit dem Menschen als Schädlingsbekämpfer geduldet.
Im übrigen geht es bei Mäusen im Getreidelager weniger um den Fraßschaden, als vielmehr um die Genussuntauglichkeit durch Kot und Urin der Mäuse.

Katzen jagen eindeutig mehr, als sie verwerten. Sie sind "Triebtäter". Das sind sie aber schon seit ein paar Jahrhunderten in Deutschland. Sie sind ein Teil des Ökosystems.
Unsere Aufgabe als Jäger besteht doch darin, die Folgen von land-, forst- und kulturwirtschaftlichen Eingriffen in die Naturlandschaft zu kompensieren.
Einer Naturlandschaft, die es garnicht mehr gibt. Nennen wir sie also Kulturlandschaft.
In dieser Kulturlandschaft gab und gibt es immer Gewinner und Verlierer.
Wer das nicht wahr haben will, ignoriert die Realität.
Als Jäger hätten wir eigentlich die Aufgabe, schwache Arten zu stützen und überstarke Arten zu reduzieren um somit für mehr Gleichgewicht zu sorgen. Ein Gleichgewicht, das wiederrum nur menschengemacht ist.
Stattdessen sind wir Sklaven des Wildschadens geworden.
Wer nicht genug Knospenbeisser oder Sauen schießt, riskiert schnell Haus und Hof.
Ist doof, ist aber so. Gemeinschaftlich betachtet, sogar hausgemacht.
Daher habe ich durchaus Verständnis dafür, das in vielen Revieren die Niederwildhege zu kurz kommt.
Das legitimiert uns Jäger, die wir als Naturschützer auftreten, aber immernoch nicht, einzelne Arten als niederwildvernichtendes Monster darzustellen.

Vielleicht kennt ja einer von Euch Untersuchungen über Wildkatzen und deren Beuteverhalten. Wäre interessant zu erfahren, ob die Wildkatze ein anderes Jagdverhalten als die Hauskatze hat.

Das wäre wirklich imteressant. Ich persönlich glaube es allerdings nicht.

Sonst wäre ich nicht hier...:thumbup:
 
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#89
Sie sind ein Teil des Ökosystems.
Dem wiederspreche ich, sie sind kein Teil des Ökosystems. Schon gar nicht in diesen Zahlen.

Zudem sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass Katzen in den vergangenen Jh sowohl aus dem Aberglauben als auch aus realen Gesichtspunkten zeit- und landstrichweise nicht gehalten wurden.


CdB
 
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#90
Dem wiederspreche ich, sie sind kein Teil des Ökosystems.
Das ist Dein gutes Recht.
Bitte definiere "Ökosystem"
Möglich...
Zudem sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass Katzen in den vergangenen Jh sowohl aus dem Aberglauben als auch aus realen Gesichtspunkten zeit- und landstrichweise nicht gehalten wurden.




CdB
Das habe ich auch nicht behauptet. Vielmehr bin ich der Auffassung, wie bereits geschrieben, das sie als "Schädlingsbekämpfer" im urbanen Raum geduldet wurden, da man sich ihrer positiven Eigenschaften in dieser Hinsicht bewusst war.

Heute gibt es bei Problemen mit Schadnagern den Kammerjäger. Der kommt mit moderner Chemie.

Ändert aber nichts an ihrer Anwesenheit als wildlebende Prädatoren.

Wenn heute der Mensch meint, er müsse sich diese Art als "Kuscheltier" zunutze machen, wäre es dumm, das Tier hierfür verantwortlich zu machen.

Grundsätzlich sollten wir in dieser Diskussion eine klare Trennlinie zwischen wildlebender (Haus)katze und domestizierter Hauskatze ziehen.
Erste füllt eine Nische in einem von Menschen erschaffenen, geprägten und gesteuerten Ökosystem namens Kulturlandschaft.

Letztere tut es der ersten triebbedingt nur gleich.

Schuld ist und bleibt der Mensch. Einzig er wäre in der Lage rationell und logisch neben seiner Kulturlandschaft auch eine Naturlandschaft zu dulden. Tut er aber nicht. Ätsch...!
 
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