Keiler ankirren?

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Nimm genug Vorräte mit zum Ansitz, Tarnung nicht vergessen, auch wen nur Gesicht und Hände rausschauen und dann Geduld
 

JEF

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An einer ruhigen Ecke im nahezu reinen Feldrevier haben wir einen kleinen Teil Wald hineinragen. Dort ist eine Kirrung kaum 300 m vom Einstand der Sauen weg. Die Kirrung ist nahezu durchgehend extrem gut angenommen.

Ein starker Keiler wurde dort mehrfach gefährtet. Eines morgens ist er mir in dem Beritt dort fast über die Füße gelaufen - zu perplex und zu schnell ging alles, sodass er unbehelligt davon zog.

Auf der Wildkamera an der Kirrung ist er noch nie gewesen. Diese umschlug er immer brav und ignorierte sie konsequent.
 
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Bei mir funktionierte über die Jahre Buchenholzteer ganz gut. Das hat zwar nicht selektiv gewirkt aber die Frequenz insgesamt war in den ersten drei Tagen nach Ausbringung wesentlich höher. Ich habe allerdings nur geteert, wenn ich das Gefühl hatte es wäre nötig.
Wenn also mehr Schweine kommen, ist er vielleicht dabei.

P.S. Bei mir kamen sie durchaus um 18.30 Uhr statt 22.00 Uhr nachdem ich geteert hatte.
Gerade der Buchenholzteer ist doch das Mittel der Wahl, den Sauen zu bestätigen, dass hier Tod und Verderben herrscht. Gibt es eine Kirrung die nicht nach dem Dreck riecht? Klar gehen sie gerne hin, aber wer der Versuchung nachkommen und überleben will, muss besonders vorsichtig sein. Ich kenne Kirrungen, die waren erst mal 14 Tage verwaist nachdem der Teer ausgebracht wurde. In meiner Garage steht ein 5 kg Kanister. Keiner meiner tschechischen Freunde will ihn haben. Die Verwertung einer Sau die grad am Malbaum war ist auch kein Spaß.
 
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An einer ruhigen Ecke im nahezu reinen Feldrevier haben wir einen kleinen Teil Wald hineinragen. Dort ist eine Kirrung kaum 300 m vom Einstand der Sauen weg. Die Kirrung ist nahezu durchgehend extrem gut angenommen.

Ein starker Keiler wurde dort mehrfach gefährtet. Eines morgens ist er mir in dem Beritt dort fast über die Füße gelaufen - zu perplex und zu schnell ging alles, sodass er unbehelligt davon zog.

Auf der Wildkamera an der Kirrung ist er noch nie gewesen. Diese umschlug er immer brav und ignorierte sie konsequent.
Dieses Verhalten kenn ich auch. Hab in der Dickung immer kleine Leckerbissen versteckt. Und es war immer interessant wer da vorbei kam, sich aber an der eigentlichen Kirrung nie blicken lies.
 
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Auf der Wildkamera an der Kirrung ist er noch nie gewesen. Diese umschlug er immer brav und ignorierte sie konsequent.
Im Februar/März dieses Jahres saß ich des Öfteren Nachts in einem reinen Waldrevier auf Schweine an.
Das Revier hat 3 Kirrungen welche mit jeweils einer Ansitzeinrichtung Ausgestattet sind.

Ich saß abwechselnd immer mal wieder an jeder Kirrung und wurde dabei mehrmals diesem "Geist" gewahr, welcher auch dem Pächter unbekannt war.
PHOTO-2022-05-25-05-39-57-2.jpg
PHOTO-2022-05-25-05-39-57-1.jpg
Man hatte immer den Eindruck das Stück wollte nur sehen was da so los ist, es blieb immer Abseits, egal was sich da auf der Kirrung tollte.
Nie kam es selbst auf die Kirrung, nie war es in Begleitung und mit traumtänzerischer Sicherheit stand es immer verdeckt oder spitz so das nie ein sauberer Schuss möglich war.
Einmal Umschlug es meine Ansitzeinrichtung und holte sich von hinten Witterung woraufhin es laut schimpfend absprang.

Am Anschluss sah ich ihn/sie (ich weiß es bis heute nicht) noch einmal wieder, danach verschwand es so schnell wie es gekommen war.

Einige Zeit später schickte mir der Pächter die Wildkameraaufnahme von diesem Stück, welches nur das eine Mal auf der Kirrung aufgetaucht war.
Ob es das selbe ist wissen wir natürlich nicht.
1653452122872.png
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Hallo,

ich hatte in den letzten Wochen sporadisch einen reifen Keiler auf der Wildkamera.

Habt ihr Tip`s wie ich den ein bisschen "ankirren" kann, damit er vielleicht regelmäßiger kommt.

Ankirren im klassischen Sinn wird eher nicht gelingen. Jede Veränderung an ihm zweifellos bekannten Stellen (Suhle, Kirrung) wird er kritisch meiden.
Sofern er immer im selben Bereich auftaucht und ggfs. Rückschlüsse auf seinen Tageseinstand möglich sind, wäre ein Abpassen an den Wechseln aus meiner Sicht die einzig halbwegs Erfolg versprechende Möglichkeit.
Buchenholzteer wird bei uns gerne von den Sauen genommen. Allerdings wäre dies ggfs. ebenfalls eine Veränderung, welche Misstrauen verursacht. Außerdem werden dann dort ggfs. weitere/andere Sauen auftauchen, dessen Gesellschaft ihm als Einzelgänger nicht in den Kram passen.

wipi
 
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Noch besser, Du übergießt Dich mit dem Urin einer rauschigen Bache und bietest Dich dem Keiler aufreizend an. Aber die griffbereite, schußfertige Bixn nicht vergessen. 🤣 :D
Meine Mutter hat sich mal in jungen Jahren unfreiwillig mit dem Urin eines Keilers eingesaut, als sie beim Aufbrechen auf die Blase getreten ist. Mußte dann an der Jagdhütte in einer Regentonne baden. 😅
 
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@Sauenjäger1985
Da dich hier der eine oder andere aufzieht, oder mit Ratschlägen versorgt, ist dem geschuldet das der ein oder andere die gleiche Situation im Jägerleben durch hat.
Bei uns im Revier ist kein Keiler an der Kirrung gefallen.
Wenn dann im milchreifen Getreide oder am Maisacker. Und da war es auch Zufall.
Ich hatte 2018/19 jeweils im Januar einen an der Kirrung. Da hätte alles gepasst, aber er umschlug immer im weitem Bogen die Kirrung. Der wusste genau was los ist! Sein Wechsel war so, dass er nur in dichter Deckung kam...
Gekommen ist der nur wegen den rauschigen Stücken..... Dann war er wieder verschwunden wie er gekommen ist, ein Geist 🙄
Und ich habe 3 erlegt (die den Namen Keiler, Basse, Hauptschwein tragen) in nun fast 3 Jahrzehnten der Jagd im heimischen Revier.
Die Zeiten für Keiler sind vorbei im Zeichen der ASP und Nachtsichttechnik, welcher ÜK soll da ins "Alter" kommen...
 
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Je nach örtlicher Gegebenheit ist es auch sinnvoll sich an der Kirrung einen
alternativen Ansitzplatz, z.B. von einem Stuhl aus einzurichten. So weit es geht
entfernt von der Kirrung.

Hier treibt sich ein Keiler rum, der zwar recht regelmäßig erscheint, aber wehe Du sitzt auf der
Kanzel. Mit der WBK habe ich ihn schon öfter durchs Gestrüpp gesehen. teilweise steht er 10 Minuten am Stück wie versteinert da und lauscht/ wittert.
Die Krönung war, als er von hinten an die Kanzel kam und quasi an der Leiter gerochen hat.
Natürlich gab es kein Fenster in diese Richtung....
 
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Einen erfahrenen Keiler zur Strecke zu bringen hat oft auch mit Glück, bzw. zur rechten Zeit am rechten Ort sein, was zu tun.
Es sind hier schon einige Strategien empfohlen worden welche zum Erfolg führen können.
Meiner Meinung nach ist es aber weder das Kirren noch der Buchenholzteer.
Wenn sich so ein Kandidat doch mal an die Kirrung begibt, dann entweder wegen den rauschigen Bachen oder den Konkurrenten, welche kurz davor da waren.
Es ist ratsam mal den Finger gerade zu lassen, wenn die Rotte gerade an der Kirrung ist und man sitzt, und zu warten was danach passiert. Vor allem zu Beginn der Rauschzeit.
Mein letzer starker Kieler hat die Kirrung über 2 Stunden umschlagen und stand oft mehrere Minuten wie versteinert in der Dickung, selbst mit WBK kaum zu erkennen.
Obwohl die Temperaturen deutlich unter null lagen, habe ich alles andere als gefroren bei dem Geduldspiel.
Erlegen konnte ich ihn ca. 30m weg von der Kirrung.
Obwohl die feiste Sau aufgebrochen 96kg auf die Waage brachte, kann von "reif" keine Rede sein. Der lag ihrgendwo zwischen 3-4 Jahren.
 

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Ein Keiler, der bei uns rumlief, mochte keine Veränderungen. Mo-Do war er regelmäßig auf der Wildkamera an der Kirrung, meist tief nachts oder früh morgens, aber ab freitags war er weg. Was war anders? Ab Freitag kirrten Pächter und Jagdgäste/Begeher, Mo-Do der Jagdaufseher. Ich denke, die riechen das :)
 
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Für Sauen ist nicht jeder Baum mit Buchenhholzteer und jede Kirrung und Suhle gleich, sie können anhand der gemachten Erfahrungen sehr wohl unterscheiden an welchen es Feuer gibt und an welchen nicht. Wir nutzen die Stellen mehr zu Bestätigung der Sauen und nicht zur Bejagung. Setzt dich in einem anständigen Abstand auf den Wechsel zur Kirrung und auf den Hauptwechsel von der Kirrung weg. Mit der Methode steigt auch die Wahrscheinlichkeit die Schwarzkittel zu sehen und zu erwischen, die die Kirrung etc. umschlagen oder nur aus der Ferne kontrollieren.

Edit meint, ich sollte noch erwähnen, dass es hierfür unerlässlich ist sich etwas mit seinem Wild und dem Revier auseinanderzusetzen.
 
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Gezielt auf ein hauendes Schwein oder gar ein Hauptschein zu jagen, es wurde schon erwähnt, klappt nicht. So eine Sau zu erwischen ist Glücksache und ist einem sehr selten vergönnt. Hat man die Chance, muss man sie nutzen. WMH.
 
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