Keine Lust auf Technik!

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Eigentlich steht alles schon im Betreff.

Ich habe keine Lust mit Technik zu jagen.

Im Falle ausufernder Wildschäden okay, ASP Prävention okay. Solange die nicht da sind, reichen mir die Morgen- und Abendansitze und ab und an eine Mondnacht gut aus. Und wenn ich dann nix erlege, ist es halt so.

In stockfinsterer Nacht eine Sau mit Technik orten und mit Technik erlegen macht mir keinen Spass.

Warum Frage ich? Was ich so im Umfeld mitbekomme, ist es vielfach gerade diese Form der Jagd die Begeisterung auslöst (Gott sei Dank nicht im Revier wo ich mitgehe)....

Geht es noch jemandem so, oder bin ich alleine auf weiter Flur ?
 
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Die Frage ist, was verstehst Du unter Technik?
Ich gehe mal von moderner Nachtsicht- und Wärmebildtechnik aus, weil ich nicht glaube, dass Du auf dem Hochsitz lauerst und dich mit bloßen Händen auf das unten vorbeiziehende Stück Wild fallen lässt?
Denn auch ein Fernglas und erst Recht deine Waffe sind Technik.

Ich persönlich kann je nach jagdlicher Situation mit beiden Seiten gut leben.
Nachts auf Schwarzwild mit Wärmebild und Nachtsicht hat auch aus Sicht der Waidgerechtigkeit klare Vorteile, wenn ich dank moderner Technik sauberer ansprechen und den Schuss antragen kann.
Außerdem ist ein Nachtansitz auch durch die Wärmebildkamera recht interessant, wenn man Wild beobachtet, das einem sonst (nur mit FG) niemals zu Gesicht gekommen wäre.
Auf Rehwild brauche ich auch nicht mehr als Fernglas und Waffe.
 
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Streng gesehen ist ein Zielfernrohr mit Rotpunkt schon Technik. Wo fangn wir an wo hören wir auf?
 
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das geht vielen in meinem Umfeld ebenso....man muss aber auch berücksichtigen das sich die Jagdarten wohl auch insbesondere auf SW verändert haben. In der Zeit vor Technik war es eher selten eine Rotte anzupirschen. Auf größere Distanz hatte man die noch gar nicht mit und auf geringere Distanz hatte die Rotte oft den Jäger eher mit. Klare Mondnächte mal ausgenommen. Ich liege da gefühlt mit meiner Einstellung so ein bisschen dazwischen, detektieren mit Technik ja, erlegen am liebsten ohne. Wobei aber auch Technik für den Schuss vorhanden ist.
 
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Streng gesehen ist ein Zielfernrohr mit Rotpunkt schon Technik. Wo fangn wir an wo hören wir auf?
...mit Wegfall des sichtbaren Lichtes.

Wenns duster wird, gehe ich nach Hause. Ausser im Winter und ausreichend Mondlicht. Ich bin aber auch nicht vom Wildschaden gepeinigt, der mich vor sich hertreibt

Aber jagen mit "Technik" ist schon geil ;)
 

Westwood

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Alleine bist du damit sicherlich nicht auf weiter Flur.

Was mich aber immer wieder bei beiden Lagern wundert ist die Besessenheit eine moralisch bessere Stellung für sich zu beanspruchen.
(Das möchte ich dir in keiner Weise unterstellen bevor das falsch ankommt)

Die einen sind der Auffassung Sie bieten dem Wild mehr Chancen weil es die dunkle Nacht für sich hat und zur Ruhe kommt und die andere Seite schreibt sich auf die Fahne das weniger schief geht weil man mehr sieht.
Ich bin absoluter Befürworter von Technik, nicht weil ich durch Zeitmangel dazu getrieben bin mich bei Neumond in die Bürstendickung zu setzen, sondern viel mehr weil sie meine Ansitze spannender, abwechslungsreicher und für mich persönlich auch effektiver macht.
Allerdings liebe ich auch den Ansitz bei Schnee auf Raubwild bei dem ich ein altes 6x42 auf dem Drilling habe oder nur mit Leuchtkorn Jage.

Die Jagd, die Mittel zur Jagd und auch die Jäger selbst verändern sich ständig mit dem Wandel der Zeit, jemand der heute in seinen Augen ohne ``Technik´´ Jagd würde von manch Jäger aus Anfang der 20 Jahrhunderts verachtet werden auf Grund seiner Ausrüstung.
So war es schon immer und so wird es auch immer bleiben.

Ich würde mich freuen wenn beide Seiten ein wenig offener für die andere Seite wären und zumindest dann wenn es um Interessen der Gemeinschaft geht zusammen stehen würden, dass ist aber unter Jägern leider Wunschdenken.
 
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Westwood

Moderator
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Wenn es um den reinen ``Spassfaktor´´ geht ist mir das pirschen mit dem Drilling ohne Visierung im Herbst wenn so ziemlich alles offen ist aber man noch leichte Klamotten tragen kann am liebsten.
Oder das Kreisen auf Waschbär, Marder und Sauen bei gutem Neuschnee.
 
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Ich mach das wie Bananenjoe, obwohl ich manchmal eine WBK zum Ansprechen und Auffinden nutze. Da wir keine übermässigen Schwarzwildschäden haben, reicht mir das Licht zum Schießen ohne (Vorsatz-) Technik. Gerad jetzt, wo die Tage lang sind kann man die Sauen morgens und abends auch bei gutem Licht bejagen. Ansonsten muss der Mond auf SW reichen...kann aber jeder machen, wie er es für richtig und notwendig hält.
 
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n stockfinsterer Nacht eine Sau mit Technik orten und mit Technik erlegen macht mir keinen Spass.
Da ich zwar noch keine Vorsatzgerät habe, aber eins in Planung ist, mir macht es keinen Spaß in stockfinstrer nacht auf einen schwarzen Klumpen zu schießen.

Niemand nutzt ein Vorsatzgerät bei gutem Licht.... :rolleyes:
 
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Das stimmt, ich hatte nur heute ein Telefonat, an dessen Ende ich mich einfach wieder einmal gefragt habe ob ich denn so ein Exot bin....

Wahrscheinlich bist du einer aussterbenden Spezies angehörig.
Ich nutze eine WBK zum erkennen und schieße noch(!) ohne Vorsatz. Unsere Schäden halten sich in Grenzen. Wenn sich das mal ändern sollte, wird sich das wahrscheinlich auch ändern.
 
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Einmal im Jahr, wenn grad kein Covid ist, bin ich für 14 Tage in Südafrika.

Da zieht eine Gruppe mit dem Ochsenwagen in den Busch raus, mit allem was man 1884 dabei hatte.

Kein Plastik, nix elektrisches, nur zeitgemäße Klamotten, keine Zielfernrohre, es gibt nur zu essen was erlegt wird und der Busch so hergibt..... von wenigen Startervorräten a la 1884 abgesehen.

Das handwerkliche Können des Einzelnen bekommt eine ganz andere Wertigkeit.

Die Fähigkeit eine Wärmebildkammera ein- und auszuschalten ist eher weniger gefragt.

Wer mal Lust hat, mitzumachen, gern PM


Gruß

HWL
 
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