Kimme und Korn, überholt?

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Für die meisten Anwendungsfälle gibt es heute bessere Lösungen als K&K.
Würde man mal wirklich prüfen wie viele Jäger jemals ihre Waffen über K&K geschossen haben bzw. ob sie überhaupt wissen wohin die Waffe über K&K mit der aktuellen Laborierung schießt, so würde man zum Schluß kommen, daß sicherlich 95% der K&K nur Dekoration sind.

Für die Jagd in Deutschland sehe ich für die Mehrheit keine Notwendigkeit zu K&K, Nachsuchenführer mal außen vor, aber @FSK 300 hat ja gut erläutert, daß es heute mit Aimpoint, EOTech etc. besser geht.

Auch für die Auslandsjagd sehe ich keine Notwendigkeit für K&K, da nimmt man lieber ein Ersatz-ZFR mit.
Ausnahme ist Großwild, hier ist K&K sinnvoll und notwendig. Die Sonne in Afrika ist teilweise so hell, daß man einen roten Punkt nicht mehr erkennt, da bleibt einem nur Iron Sights...

Bei meinen Waffen haben nur die Kipplaufwaffen noch K&K. Meine Repetierer werden fast alle mit Schalli geführt, also sind K&K runter geflogen bzw. wurden gar nicht erst montiert.
Die Ausnahme ist meine .416 Ruger, die erhält aktuell von Recknagel K&K und wird natürlich auf die Jagdlaborierung eingeschossen.
 
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....aber die meisten Nachsuchenführer benutzen mittlerweile auch Aimpoint und co!

Du nutzt dafür aber auch eine eigene Waffe. KuK als Nahdistanz"optik" auf der normalen Revierwaffe wird dadurch nicht ersetzt. Und wer verschiedene Waffen führt, der braucht entweder pottenhässliche Montagen wie die Dentler oder ein Reflexvisier pro Waffe.
 
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....aber die meisten Nachsuchenführer benutzen mittlerweile auch Aimpoint und co!
Diese Dinger sind bezüglich der Robustheit so weit entwickelt, dass sie den harten Nachsucheneinsatz problemlos verkraften, auch wenn das weiter oben in Frage gestellt wird!

Bei den durchgehenden HF würde ich vorsichtig 50/50 sagen. Die meisetn meiner Kollegen haben die Reflexvisiere früh getestet und sind davon wieder ab.

Je mehr HF aber mit Büchs durchgehen statt mit Flinte, umso weiter verbreitet sich auch das Rotpunkt, aber an den Büchsen ist trotzdem noch KuK dran. Das Vertrauen ist also nicht grenzenlos.


CdB
 
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Du nutzt dafür aber auch eine eigene Waffe. KuK als Nahdistanz"optik" auf der normalen Revierwaffe wird dadurch nicht ersetzt. Und wer verschiedene Waffen führt, der braucht entweder pottenhässliche Montagen wie die Dentler oder ein Reflexvisier pro Waffe.

Klar, aber hier wurde wiederholt erwähnt, dass für die Nachsuche nach wie vor K u K benutzt wird und das stelle ich eben in Frage!
 
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Is wie alles eine Frage der presönlichen Umstände(Fehlsichtigkeiten) und dann auch des Zweckes.
Als gelernter Ordonnanzschütze kann ich mit Kimme und Korn und auch mit Lochvisier(Dioter is anders) umgehen.
Hab ja auch letztlich meine Erste Sau mit K&K auf 5m mit dem Drilling erlegt. OK, da hätte man wohl gar nicht zielen müssen, aber naja.
So bis 50m traue ich mit da schon zu, drüber wird enge. Offenes Visier kommt ja wohl eher bei Drückjagdsituationen zum Einsatz oder eben bei der Waldpirsch.
Wenn man da eine gut passende Waffe hat, kan man da sicher punkten. Üben sollte man es aber trotzdem aufm Stand, auch bei nicht idealem Licht.
Mit Rotpunkt tut ich mich aber schwer, warum auch immer. Mit 1x vergrößerndem ZF geht es besser. DieDrückjagdwummen haben bei mit immer K&K(eingeschossen!) und ein 1-6x DJ Glas.
Da kann ich flexibel reagieren.
Ich leiste mir eben den Luxus, da extra Waffen für vorzuhalten.
 
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Bei den durchgehenden HF würde ich vorsichtig 50/50 sagen. Die meisetn meiner Kollegen haben die Reflexvisiere früh getestet und sind davon wieder ab.

Je mehr HF aber mit Büchs durchgehen statt mit Flinte, umso weiter verbreitet sich auch das Rotpunkt, aber an den Büchsen ist trotzdem noch KuK dran. Das Vertrauen ist also nicht grenzenlos.


CdB

Ich hatte auch mal ein Docter sight1 drauf - das war zu empfindlich, aber dasAimpoint ist eine ganz andere Hausnummer!
 
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Klar, aber hier wurde wiederholt erwähnt, dass für die Nachsuche nach wie vor K u K benutzt wird und das stelle ich eben in Frage!

Denk vielleicht mal daran, dass ein nicht unerheblicher Anteil an Nachsuchen von relativen Durchschnittsjägern mit ihren Nicht-HS-BGS-Hunden durchgeführt wird und die nicht unbedingt ihre Ausrüstung so spezialisiern wie Du und andere Leute Deines Kalibers. ;)
 
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Die ist noch drauf, aber das Aimpoint ist mit Festmontage befestigt, insofern hat K u K nur noch untergeordnete Bedeutung!
Schade eigentlich, da sowohl Kimme wie auch Korn mit Ringen recht aufwändig befestigt sind!
Aber es geht mit dem Aimpoint einfach besser!
 
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Die ist noch drauf, aber das Aimpoint ist mit Festmontage befestigt, insofern hat K u K nur noch untergeordnete Bedeutung!
Schade eigentlich, da sowohl Kimme wie auch Korn mit Ringen recht aufwändig befestigt sind!
Aber es geht mit dem Aimpoint einfach besser!
Hallo,

welches Aimpoint und welche Montage nutzt Du?
 
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Also, für mich gibt es da zwei Gruppen von Waffen:

Die fürs Grobe (Durchgehen, kleine Streife etc.) und die als Schütze.

Die einen müssen leicht und robust sein. Da ist nur eine offene Visierung und kein SD drauf. Bei der anderen Gruppe ist das Gewicht relativ egal, aber da möchte ich den SD nicht missen und brauche aber keine offene Visierung. Auf 5m reichts zum seltenen Fangschuss auch so.
 
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Aber: wer von Euch hat neben dem eingeschossenen ZF auch K&K eingeschossen?

Ich habe alle meine Waffen, die K&K haben auch darüber geschossen und kenne die Treffpunktlage, manche sind auch über K&K eingeschossen. Früher, als Sauen bei uns noch eine große Seltenheit waren, habe ich das wesentlich häufiger genutzt. Bei Nachsuchen und auf kurze Entfernung auch bei den wenigen Drückjagden, heute nutze ich da eher das Aimpoint, hatte ich früher halt nicht.

An eine schöne Geschichte kann ich mich immer noch gut erinnern, ist jetzt über 30 Jahre her. Mein Vater und ich waren auf dem Weg zum Morgenansitz, dabei ist meinem Vater die angelehnte Büchse umgefallen. Noch nicht richtig wach und im Dunklen hat er sie kontrolliert, ihm ist nichts aufgefallen und dann ging es auf den Ansitz, beide auf unterschiedlichen Leitern.

Irgendwann in der Dämmerung höre ich einen Schuss meines Vaters, ein paar Sekunden später noch einen und dann einen weiteren. Danach ist kurz Ruhe und dann der vierte Schuss.

Später hat sich herausgestellt, es galt einem Jährling, der die ersten drei Fehlschüsse nicht weiter übel genommen hat. Dann dämmerte es meinem Vater, mittlerweile war es auch heller und er konnte den Knick im ZF erkennen. Da der Bock immer noch auf der Wiese stand hat er dann das ZF von der Steyer abgenommen und ihn über K&K erlegt.

Moral von der Geschichte: Umgefallene Waffen immer zur Kontrolle schießen!
 
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Gerade das Einser mit feiner Spitze ist prima für "Schusspflaster aufsitzend". Wenn man das natürlich so eingeschossen auf Kleintiere auf 400m einsetzen will hat man ein Problem.
Diejnigen die das verlässlich können kann man wohl an einer Hand abzählen und meine Meinung zu denjenigen die es nur immer wieder probieren darf ich nicht schreiben.
 
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@H.PB
das ging mir mit meinem Drilling auch so, den hab ich auch in die Wesermarsch zur Hasenjagd mitgenommen und hier auf jeder Jagd geführt, wo alles kommen kann und frei ist. Dem Überläufer ist es egal womit, aber wenn Du nur 5 m Schußfeld hast und die Sau kommt mit Tempo auf 15 m Entfernung in Querfahrt (breit) brauchst Du nicht viel zielen. Eine, mich annehmende, hab ich mal aus der Hüfte geschossen, da hat meine Angst wohl Steuermann gespielt:unsure:
Östlich oder westlich der Weser?
 
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