Kitz abfangen rechtliche Sicherheit

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Bei mir mähen die Bauern seit 3 Jahren von innen nach außen. Seither wurde bei mir noch ein Kitz tot gemäht. (letztes Jahr) das Jahr davor nichts und heuer auch nicht.
Oben am Berg ist es eh noch nie Problem gewesen, da mähen sie nicht bzw. einige bessere Flecken mit dem Handbalkenmäher.

Robert
 
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Ich glaube, bei vielen Traktorfahrern ist noch nicht angekommen, dass es nicht ureigenste Aufgabe des Jägers ist, die Kitze aus der Wiese zu tragen - wir machen das gern und haben ein gewisses Interesse daran, aber der Tierschutzaskpekt überwiegt.

Und genau deswegen ist halt der Maschinenbediener (zurecht) verantwortlich, wenn er Kitze und Junghasen ausmäht, ohne vorher alles/vieles getan zu haben, um dies zu vermeiden. Die schon angesprochene Verkettung Wetter/Lohnunternehmer/sonstige Gründe mit Terminverschiebungen führt halt dazu, daß einige Wiesen mehrfach abgesucht werden müssen. Blöd, aber ist dann halt so, muss man im nächsten Jahr anders kommunizieren. Der Jagd-Pächter ist für das Innenverhältnis des womöglich) anderen Pächters (Landwirts) zum Lohnunternehmer nicht zuständig.

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen - mein Jagdschein ist mir lieb und ich unterlasse es dann lieber, in fremdem Revieren bei Wildunfällen oder Mähunfällen "abzuhelfen", so leid es mir tut. Wenn da irgendwem der Furz quersitzt, ist man dran.
 
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Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen - mein Jagdschein ist mir lieb und ich unterlasse es dann lieber, in fremdem Revieren bei Wildunfällen oder Mähunfällen "abzuhelfen", so leid es mir tut. Wenn da irgendwem der Furz quersitzt, ist man dran.

Wiege dich da mal nicht zu sehr in Sicherheit, gab schon Fälle, da wurde genau in so einem Fall wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz angezeigt....
 
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Wiege dich da mal nicht zu sehr in Sicherheit, gab schon Fälle, da wurde genau in so einem Fall wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz angezeigt....
Da Du Quellen für solche "Fälle" zu haben scheinst: Gab es auch schon solche Fälle, wo Polizeikräfte wegen tierschutzwidrigem Verhalten angezeigt wurden, weil sie auf irgendeinen "jagenden Helfer" gewartet haben, anstatt die eigenen Fähigkeiten zum Beenden des Tierleids einzusetzen?
 
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Wie soll das gehen, da müsst einer der Anwesenden ja wissen, dass der Vorbeifahrende Jäger ist.

Genau so...

Da Du Quellen für solche "Fälle" zu haben scheinst: Gab es auch schon solche Fälle, wo Polizeikräfte wegen tierschutzwidrigem Verhalten angezeigt wurden, weil sie auf irgendeinen "jagenden Helfer" gewartet haben, anstatt die eigenen Fähigkeiten zum Beenden des Tierleids einzusetzen?

Ist mir nichts bekannt. Wobei bei Polizei sich mir die Frage stellt: Ist da die notwendige Sachkunde (theoretisch und praktisch) vorhanden?
 
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Naja, worauf soll das System reagieren ? Es braucht ja irgendeinen „Kontrast“, damit es nicht übersteuert.

Bsp:
- Ultraschall wird an Objekten reflektiert. Funktioniert gut in ebenen Gelände, schlecht in der Wiese (s. Einparkassistent).
- Video braucht definierte Konturen, getarnte Objekte haben das gerade nicht.
- IR: Wärmekontrast, wird allerdings schon durch jeden Grashalm gestört (geht nur vin oben)
- Radar: Kitze reflektieren die Strahlen kaum
usw.

Stand der Technik ist allenfalls eine Drohne die dem Trecker vorausfliegt oder ein Sensor an einer 10m langen „Angel“ vorne am Trecker geeignet. Und dann ist bei warmen Steinen usw. die Fehlerrate immer noch extrem hoch. Schließlich muss es ein Computer und kein Mensch beurteilen, dh es muss sehr sensibel geschaltet sein.

Möglich ? Mit großer Anstrengung. Praktisch für jeden Bauern einsetzbar (Kopplung Maschine - System): Schwierig zu harmonisieren.

Da ist die Beschaffung von Drohnen und Kitzrettungsteams wahrscheinlich effektiver.

Ich finde die Idee mit einer X-m langen Stange und Wärmebildsensor vor dem Mähwerk am praxistauglichsten. Die Kosten hierfür dürften sich in Grenzen halten, aber es müsste mal jemand entwickeln.
Denn wie oft hat man warme Steine in einer Wiese in der Größe eines Kitzes?
Und falls tatsächlich, dann wäre es ja auch ein Schutz für das Mähwerk, was ja sonst Schäden von diesem Stein davon tragen könnte.
Aber ich denke, dass es auch einen gewissen Druck und auch finanzielle Unterstützung durch die Politik geben muss, da sich ein Landwirt wohl sonst kaum sowas leisten wird.
Bei Drohnen funktioniert ja die staatliche Förderung auch.
 
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Ich finde die Idee mit einer X-m langen Stange und Wärmebildsensor vor dem Mähwerk am praxistauglichsten. Die Kosten hierfür dürften sich in Grenzen halten, aber es müsste mal jemand entwickeln.
Denn wie oft hat man warme Steine in einer Wiese in der Größe eines Kitzes?
Und falls tatsächlich, dann wäre es ja auch ein Schutz für das Mähwerk, was ja sonst Schäden von diesem Stein davon tragen könnte.
Aber ich denke, dass es auch einen gewissen Druck und auch finanzielle Unterstützung durch die Politik geben muss, da sich ein Landwirt wohl sonst kaum sowas leisten wird.
Bei Drohnen funktioniert ja die staatliche Förderung auch.

Schon probiert, wenig praxistauglich. Der Fahrer kann sich nicht die ganze Zeit auf die Anzeige konzentrieren - schwer. Auch wenn es nach vorne ragt wird es schwierig in Ecken zu mähen. Für Straßenfahrt müsste es wieder abgebaut werden....

Was die Steine angeht: Ein Stein, der einfach im Gras liegt, da hast du recht. Die meisten Steine sind aber eben mit der Wiese, da wurde schon zig mal drüber gemäht, da passiert nichts. Typisch für hügellige Wiesen, die genau aus diesem Grund nicht als Acker taugen.
 
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Stimmt. Es müsste natürlich eine automatisierte Warnung, Stopp oder Ähnliches geben.
der Fahrer kann sich darauf nicht konzentrieren.
 
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Ich finde, daß von all den tollen Meinungen selbstgerechter Jäger nur Wurzelsepp und Nachtsau wirklich Ahnung haben von der Problematik.
Streng rational betrachtet hat Wurzelsepp die wirklich richtige Einschätzung.
Die überwiegend geäußerten Meinungen sind doch wirklich schon mehr oder weniger von der Pest der immer mehr um sich greifenden Gutmenschenansichten
geprägt.
Niemand, der nicht selbst in diesem Themenkreis steckt, also der nicht selbst auf dem Trecker saß, die Entscheidung treffen mußte wann gemäht werden soll oder kann, ob eigene Technik eingesetzt wird oder die Arbeit "outgesourced" wird, die praxistaugliche Technik kennt und nicht nur die Wunschlösungen, wer eine Vorstellung von Flächengrößen hat die nahezu gleichzeitig gemäht werden müssen, kann ernsthaft mitreden.
Die Problematik ,wer für die Verhinderung der "Kollateralschäden" zuständig ist , ist doch wohl durch die Verpflichtung zur Hege und Erhaltung eines angepassten gesunden Wildbestandes geregelt:Sowohl LW als auch Jäger.
Zum Thema Vergiftung des Erntegutes durch Kitzkadaver.
Außer Kitzen sind auch noch so süße Geschöpfe wie Junghäschen, weniger süße Tiere wie brütende Vögel aller Art, häßliche wie glibbrige Kröten und Frösche unheimliche wie sich windende Blindschleichen und die lästigen Mäuse und Maulwürfe Opfer des unbarmherzigen, profiorientierten Mähterrors.
Da regt sich keiner so wirklich auf. Doch, über die getöteten Grashüpfer.
Das die vor solchen Mähgeräten einfach Fersengeld geben, sie erfahren ihre Umwelt ja vor allem durch Schwingungen, Vibrationen, die von der Mordgeräten in nicht geringem Maße reichlich vorausgeschickt werden, und den innerhalb von Minuten auftauchenden, eigentlich vom Verhungern betroffenen Roten Milanen dann gnadenlos zum Opfer fallen, das hat keiner auf dem Schirm der nie diese Arbeit verrichtet hat.
Zurück, all die Mahdopfer gelangen so gut wie nie in die Futterkette, Ausnahme ist aus dem Stand häckseln auf Ladewagen die ihre Frischfracht direktemang zur BG Anlage fahren wo die Ladung zur Siliering abgeladen wird.
Für Futterzwecke muß das Mähgut angewelkt werden. Dauert in der Regel mindestens einen Tag.
Und nun der nächste Punkt: Die Jägerei jammert über den Rückgang des NW, weil ja viel zu viel Prädatoren sich in der freien Landschaft rumtreiben die jedes Gelege und jedes Häschen meucheln.
Aber gerade diese fiese Fraktion ist durchaus in der Lage auch die gemeuchlten Mähopfer binnen spätesten einer Nacht nahezu vollständig zu entsorgen. Dann ist eigentlich nix mehr mit Futterverseuchung.
OK, ist wohl für den überwiegenden Teil zumindest der Jägerschaft, hier der nicht selbstverantwortlichen für ein Revier, bösartig provokant. Ist aber trotzdem Tatsache.
OK. Kill me
 
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Die Problematik ,wer für die Verhinderung der "Kollateralschäden" zuständig ist , ist doch wohl durch die Verpflichtung zur Hege und Erhaltung eines angepassten gesunden Wildbestandes geregelt:Sowohl LW als auch Jäger.
Zum Thema Vergiftung des Erntegutes durch Kitzkadaver.....

Zurück, all die Mahdopfer gelangen so gut wie nie in die Futterkette, Ausnahme ....
In Deutschland gilt immer noch das Verursacherprinzip. Und wer hier der "Gefährder" ist, steht ohne Zweifel fest.
Wir haben hier einen Landwirt, der geht fest davon aus, dass er mit einem Händyanruf seiner Verantwortung genüge getan hat. Der wird nur durch Schmerzen lernen!!!
Dass der Jäger auch eine selbst auferlegte Verpflichtung hat, steht für mich auch fest. Aber Verursacher ist ein Anderer.

Bei fünf ausgemähten Kitzen kam in meinem Revier ein Silowagen mit Fleisch auf dem Silohaufen an. Wovon das Fleisch stammte hat die "Festfahrer Mannschaft" auf dem Fahrsilo nicht festgestellt. Es war aber so viel, dass es dem Radladerfahrer aufviel.
 
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