Kleine Kugel fürs Niederwildrevier

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Klinke mich im Faden mal mit einer Frage ein:
Macht bei gezielten weiten Schüssen eine kombinierte Sinn (falls mal doch der Fuchs nahe kommt) oder sind kombinierte nie so präzise wie normale Büchsen? Zumindest den ersten Schuss sollten doch beide Waffen (bei entsprechender Qualität und Zusammenspiel von Munition + Waffe) gleich gut können?
Jede Kombinierte mit nur einem Kugellauf schießt diesen präzise beim 1. Schuss. Ist dies nicht der Fall Büma oder Schrottpresse.


Ob man den Schrotlauf braucht hängt viel vom Revier und der Jagdart ab.

Ich habe knapp 20 Jahre dafür eine Brünner zh in 5,6x50R und 12/70 geführt.

Jetzt ist der Bestand etwas umgebaut.
R93 in 222
B95 in 22H und 12/70
D99 in 8x57, 222 und 20/76

Was man letztendlich benötigt liegt am Revier und dem haben wollen ...
 
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Hab ich noch nie gesehen. Gibt es Mauser Wechselläufe in .22-250 für die 66S?

Ich würde die Mauser allein wegen des Schlossgangs kaufen, finde aber immer nur 8x68. Antwort gerne per PN

Können die anderen auch gerne wissen, daher öffentlich: Mauser hat die .22-250 allenfalls auf Sonderbestellung in die 66 (S) gebaut, also ist eine fertige Büchse in dem Kaliber nicht oder kaum zu bekommen.

Es gibt aber diverse Anbieter von Wechselläufen für die Mauser 66(S), bei denen man sich einen Lauf bestellen kann. Die .22-250 hat den gleichen Stoßbodendurchmesser (12mm) wie die Standard-Mittelkaliber (308, .30-06, 8x57 usw). Man kann daher problemlos einen .22-250-Lauf in einer Standard-Mauser 66S verwenden, die Patrone wird sicher aus dem Magazin repetiert, ausgezogen und ausgeworfen. Den Originallauf kann man ja verkaufen, wenn man die Waffe nur in .22-250 verwenden will.

Otto Repa hat auch schon Mauser 66 auf 223 umgebaut, ich weiß allerdings nicht, ob das dann noch ein Mehrlader sind. Definitiv sind bei einem solchen Umbau aber Arbeiten am System erforderlich und man kann danach keine Normalkaliber mehr aus dem Verschluss verschießen. Daher käme für mich bzw. einen Wechsellauf nur die .22-250 in Betracht.

Wenn man schon einen R8 im Standardkaliber hat, hätte die .22-250 aus den o. g. Gründen den Vorteil, dass man keinen zusätzlichen Verschlusskopf benötigt, wie für .222 und .223.
 
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Können die anderen auch gerne wissen, daher öffentlich: Mauser hat die .22-250 allenfalls auf Sonderbestellung in die 66 (S) gebaut, also ist eine fertige Büchse in dem Kaliber nicht oder kaum zu bekommen.

Es gibt aber diverse Anbieter von Wechselläufen für die Mauser 66(S), bei denen man sich einen Lauf bestellen kann. Die .22-250 hat den gleichen Stoßbodendurchmesser (12mm) wie die Standard-Mittelkaliber (308, .30-06, 8x57 usw). Man kann daher problemlos einen .22-250-Lauf in einer Standard-Mauser 66S verwenden, die Patrone wird sicher aus dem Magazin repetiert, ausgezogen und ausgeworfen. Den Originallauf kann man ja verkaufen, wenn man die Waffe nur in .22-250 verwenden will.

Otto Repa hat auch schon Mauser 66 auf 223 umgebaut, ich weiß allerdings nicht, ob das dann noch ein Mehrlader sind. Definitiv sind bei einem solchen Umbau aber Arbeiten am System erforderlich und man kann danach keine Normalkaliber mehr aus dem Verschluss verschießen. Daher käme für mich bzw. einen Wechsellauf nur die .22-250 in Betracht.

Wenn man schon einen R8 im Standardkaliber hat, hätte die .22-250 aus den o. g. Gründen den Vorteil, dass man keinen zusätzlichen Verschlusskopf benötigt, wie für .222 und .223.
Super, danke
 
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Werter Hasenhahn-

Ich bin Ihnen -gelinde gesagt- etwas beleidigt.
In Ihrem Opener fragen Sie nach einer Niederwildpatrone, um so weit wie möglich damit
schießen zu können.
Ein paar Zeilen weiter erklären Sie, daß sie keinen Plan ("...meist weniger interessieren...") haben,
und auch keine Ahnung ("...unschlüssig und unwissend..."), aber Sie wollen weit schießen.
Danach relativieren Sie mit "etwas weiter schießen".

Nun, ich muß sagen, das ist ein starkes Stück...
Und nun hocken Sie sich auf Ihr Waidloch und studieren Sie in Wikipedia den Begriff:
"Außenballistik".

Dieser Hinweis ist durchaus ernst gemeint.
Und dann lesen Sie mehr.


Zum Thema, weil es mehrere Interessenten gibt:

Die in Frage kommenden Patronen wurden ja schon weitgehend aufgezählt.
Ich erlaube mir eine Zusammenfassung:

.17HMR hat das Wort "Winddrift" erfunden.
.17Hornet hat das Zeug zum Klassiker, sehr ausgewogene Angelegenheit, gute Fabrikmunition
.17Rem extrem schnell, hart zum Lauf

.204Ruger fast schon wieder vergessener Blitz, völlig verkannt

.222Rem wird durch Dralllänge 1-356mm auf 50gr-Flachbodengeschosse begrenzt
.223Rem vielseitig, mit DL1-203mm auch schwerere Geschosse, verringert die Winddrift
.222RemMag leider gerade am verschwinden, wenig Fabriklaborierungen
.22-250Rem sehr gute Patrone, aber wie .222Rem
.22-250AckleyImproved/40° geschätzt 20Waffen im deutschsprachigen Raum,
schweineteuer, mit Abstand die Königin, benötigt DL1-203mm, nur BüMa-Arbeiten,
WiederladerAngelegenheit. Kontrollierbare Schüsse bis 1100m mit Hornady ELD-M 75gr.
5,6x50RM Klassiker, aber siehe .222Rem.
5,6x57 Klassiker, aber elend teure Munition.

Die werten Waidgenossen Andal und Hirschlaus haben nicht nur beste Erfahrungen mit der
Patrone .17Hornet, sondern ebensolche mit der Büchse Anschütz 1771 genau dafür.
Das liegt auf der Hand- die Anschütz ist unter den derzeit angebotenen Waffen
definitiv die mit Abstand beste.
Es ist eine Schießmaschine- aber nur für Leute, die im Wikipedia den Artikel "Außenballistik"
gelesen haben.
Die Winddrift der Patrone liegt keinen Deut höher als bei einer .222Rem mit
50gr-Flachboden-Geschoß, sie ist sogar geringer.
(Beweise? Wikipedia "Außenballistik" nicht gelesen?)

Die Patrone .223Rem aus Waffen mit DL-203mm/1-8" wird in der ganzen Welt geschossen,
mit dem Geschoß Hornady ELD-M 73gr (nicht 75gr!) ist sie für Ihre Vorhaben bestens geeignet.
Dazu Hundert andere Laborierungen.

Die .22-250Rem ist durch ihren Drall furchtbar gehemmt, meist werden nur 55gr-Flachboden-Geschosse VOLLSTÄNDIG stabilisiert. Es ist schlichtweg ein Jammer, lange nicht alle Waffen
bringen die 60gr-BT-Geschosse mit der Spitze in das Ziel.
Und bei Kupfergeschossen kann Ihnen der werte Löffelmann ein Liedlein singen,
und zwar ein Klagelied.

Setzen Sie als Nicht-Wiederlader lieber auf die .17Hornet oder auf die .223Rem mit DL1-203mm.

Der Wind ist waffenseitig abhängig von Geschoßform&Masse, Geschwindigkeit und Drall.
Umweltseitig sind Windrichtung, Windstärke, Temperatur und Höhe über NN die wichtigsten
Faktoren.
Windrichtung sogar doppelt, also als Versatz in der Höhe,
denn Wind in Drallrichtung ergibt Tiefschuß, Wind gegen Drallrichtung ergibt Hochschuß, so bei der .17Hornet jeweils 3cm- auf 100m!
Wo das geschrieben steht?
Verdammt richtig!

Einige Beispiele von Serienmunition, jeweils mit dem gegebenen Drall gerechnet:
Angaben für 15°C, NN+400m, Entfernung 200m, jeweils Wind aus 90°,
Geschwindigkeit 10m/s (diese Größe damit Sie den Respekt vor dem Wind erlernen!)

.17HMR schafft die Entfernung gar nicht im Überschallbereich
.17Hornet 20gr VMAX = 365mm
.17Rem 25gr VMAX = 261mm

.204Ruger 40gr VMAX = 235mm

.222Rem 50gr GameHead (SAKO) = 456mm
.223Rem 73gr ELD-M = 223mm
.22-250Rem 55gr GameHead (SAKO) = 326mm

Als Zuckerl:
.22-250AckleyImproved/40° 75gr ELD-M = 138mm

Als Vergleich:
.308Win 165gr AccuBond = 193mm.

Die Winddrift wirkt bei Richtung 45° immer noch mit 70%
bei Richtung 30° noch mit 50% und
bei Richtung 15° noch mit 25%.


So, hiermit überlasse ich Ihnen die Wahl für Ihren zukünftigen Lebensweg.
Vor Ihnen liegt ein gewaltiger Berg Arbeit.
Sie entscheiden, ob sie sich jetzt hinsetzen und pauken, oder ob Sie zum Aasjäger verkommen.

Ich wiederhole- Sie entscheiden.

derTschud
 
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Verehrter Tschud,
in der Sache pflichte ich Ihnen vollständig bei.
Den überheblich-belehrenden Ton Ihres Posts empfinde ich - obwohl nicht selbst betroffen - als mindestens unangemessen. Vielleicht sollten Sie sich in derartigen Fällen eines Kommentars enthalten, wenn Sie den Drang verspüren, einen unbekannten Mitmenschen belehren zu wollen.
Nichts für ungut!
 
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Werter checkinthedark-

Gewiß ist Ihre Rüge nicht ganz unangebracht!

Vielleicht ist es die meine auch nicht.

Mir grauts...

derTschud
 
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Kann mir mal jemand erklären wie man von einem Kleinkaliber ohne Schalenwildzulassung 17hmr zum Schluß auf eine 22-250 kommt?

Um die Liste oben zu ergänzen, alles was kleiner als ein Fuchs ist beschiesse ich erfolgreich bis 100m mit der 22mag.
Größer als Fuchs auch über 100m mit 308 oder 30/06. Fertig.
 
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Kann mir mal jemand erklären wie man von einem Kleinkaliber ohne Schalenwildzulassung 17hmr zum Schluß auf eine 22-250 kommt?

Gerne helfe ich Dir bei Deinem Problem. Der TS schrieb: Wichtig wäre mir gestreckte Flugbahn für etwas weitere Schüsse, ein 17er oder 22er Kaliber und kleinstmögliche Windanfälligkeit. Ganz wichtig wären auch Verfügbarkeit von Fabrikmunition,"

Ich habe da nicht gelesen, dass er eine 17 HMR oder sonst ein Kaliber ohne Schalenwildzulassung haben will oder bevorzugt. 17 HMR war vielmehr wohl von Anfang an keine Option, wegen der Winddrift. Und Deine .22 Magnum wohl auch, weil man damit nicht seriös weit schießen kann. Demnach hattest Du offensichtlich den genauen Inhalt des Eingangspostings vergessen, als Du die vg Frage stelltest.

Gerne geschehen!
 
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Moin,
habe mir für etwa den selben Einsatzbereich eine .17 Hornet gegönnt. Es ist eine CZ527 mit Lochschaft geworden.
Das Glas ist natürlich auch wichtig, ich konnte ein gebrauchtes Zeiss 3-12 günstig bekommen.
Bin damit sehr zufrieden!
Habe bisher etwa 15 Füchse erlegt, auf 50 bis 150m, lagen bei gutem Schuss alle im Knall. Bumm und um. Mit einem Schalldämpfer ist es wirklich angenehm leise, obwohl es der Schalli für meine dicke 8mm ist.
Einen Marder auf 120m konnte ich ebenfalls erlegen. Er hatte keinen Ausschuss!
Krähen sind auch einige gefallen.
Bin mit der Waffe und besonders dem Kaliber sehr zufrieden. Und das, obwohl es hier an der Küste eigentlich immer Wind weht.
 
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Werter Hasenhahn-

Ich bin Ihnen -gelinde gesagt- etwas beleidigt.
In Ihrem Opener fragen Sie nach einer Niederwildpatrone, um so weit wie möglich damit
schießen zu können.
Ein paar Zeilen weiter erklären Sie, daß sie keinen Plan ("...meist weniger interessieren...") haben,
und auch keine Ahnung ("...unschlüssig und unwissend..."), aber Sie wollen weit schießen.
Danach relativieren Sie mit "etwas weiter schießen".

Nun, ich muß sagen, das ist ein starkes Stück...
Und nun hocken Sie sich auf Ihr Waidloch und studieren Sie in Wikipedia den Begriff:
"Außenballistik".

Dieser Hinweis ist durchaus ernst gemeint.
Und dann lesen Sie mehr.


Zum Thema, weil es mehrere Interessenten gibt:

Die in Frage kommenden Patronen wurden ja schon weitgehend aufgezählt.
Ich erlaube mir eine Zusammenfassung:

.17HMR hat das Wort "Winddrift" erfunden.
.17Hornet hat das Zeug zum Klassiker, sehr ausgewogene Angelegenheit, gute Fabrikmunition
.17Rem extrem schnell, hart zum Lauf

.204Ruger fast schon wieder vergessener Blitz, völlig verkannt

.222Rem wird durch Dralllänge 1-356mm auf 50gr-Flachbodengeschosse begrenzt
.223Rem vielseitig, mit DL1-203mm auch schwerere Geschosse, verringert die Winddrift
.222RemMag leider gerade am verschwinden, wenig Fabriklaborierungen
.22-250Rem sehr gute Patrone, aber wie .222Rem
.22-250AckleyImproved/40° geschätzt 20Waffen im deutschsprachigen Raum,
schweineteuer, mit Abstand die Königin, benötigt DL1-203mm, nur BüMa-Arbeiten,
WiederladerAngelegenheit. Kontrollierbare Schüsse bis 1100m mit Hornady ELD-M 75gr.
5,6x50RM Klassiker, aber siehe .222Rem.
5,6x57 Klassiker, aber elend teure Munition.

Die werten Waidgenossen Andal und Hirschlaus haben nicht nur beste Erfahrungen mit der
Patrone .17Hornet, sondern ebensolche mit der Büchse Anschütz 1771 genau dafür.
Das liegt auf der Hand- die Anschütz ist unter den derzeit angebotenen Waffen
definitiv die mit Abstand beste.
Es ist eine Schießmaschine- aber nur für Leute, die im Wikipedia den Artikel "Außenballistik"
gelesen haben.
Die Winddrift der Patrone liegt keinen Deut höher als bei einer .222Rem mit
50gr-Flachboden-Geschoß, sie ist sogar geringer.
(Beweise? Wikipedia "Außenballistik" nicht gelesen?)

Die Patrone .223Rem aus Waffen mit DL-203mm/1-8" wird in der ganzen Welt geschossen,
mit dem Geschoß Hornady ELD-M 73gr (nicht 75gr!) ist sie für Ihre Vorhaben bestens geeignet.
Dazu Hundert andere Laborierungen.

Die .22-250Rem ist durch ihren Drall furchtbar gehemmt, meist werden nur 55gr-Flachboden-Geschosse VOLLSTÄNDIG stabilisiert. Es ist schlichtweg ein Jammer, lange nicht alle Waffen
bringen die 60gr-BT-Geschosse mit der Spitze in das Ziel.
Und bei Kupfergeschossen kann Ihnen der werte Löffelmann ein Liedlein singen,
und zwar ein Klagelied.

Setzen Sie als Nicht-Wiederlader lieber auf die .17Hornet oder auf die .223Rem mit DL1-203mm.

Der Wind ist waffenseitig abhängig von Geschoßform&Masse, Geschwindigkeit und Drall.
Umweltseitig sind Windrichtung, Windstärke, Temperatur und Höhe über NN die wichtigsten
Faktoren.
Windrichtung sogar doppelt, also als Versatz in der Höhe,
denn Wind in Drallrichtung ergibt Tiefschuß, Wind gegen Drallrichtung ergibt Hochschuß, so bei der .17Hornet jeweils 3cm- auf 100m!
Wo das geschrieben steht?
Verdammt richtig!

Einige Beispiele von Serienmunition, jeweils mit dem gegebenen Drall gerechnet:
Angaben für 15°C, NN+400m, Entfernung 200m, jeweils Wind aus 90°,
Geschwindigkeit 10m/s (diese Größe damit Sie den Respekt vor dem Wind erlernen!)

.17HMR schafft die Entfernung gar nicht im Überschallbereich
.17Hornet 20gr VMAX = 365mm
.17Rem 25gr VMAX = 261mm

.204Ruger 40gr VMAX = 235mm

.222Rem 50gr GameHead (SAKO) = 456mm
.223Rem 73gr ELD-M = 223mm
.22-250Rem 55gr GameHead (SAKO) = 326mm

Als Zuckerl:
.22-250AckleyImproved/40° 75gr ELD-M = 138mm

Als Vergleich:
.308Win 165gr AccuBond = 193mm.

Die Winddrift wirkt bei Richtung 45° immer noch mit 70%
bei Richtung 30° noch mit 50% und
bei Richtung 15° noch mit 25%.


So, hiermit überlasse ich Ihnen die Wahl für Ihren zukünftigen Lebensweg.
Vor Ihnen liegt ein gewaltiger Berg Arbeit.
Sie entscheiden, ob sie sich jetzt hinsetzen und pauken, oder ob Sie zum Aasjäger verkommen.

Ich wiederhole- Sie entscheiden.

derTschud
Danke für die ausführlichen Beispiele.

Zum Thema weit schießen: mit weit schießen meine ich bis maximal 300m. Ich weiß sehr wohl bis zu welcher Distanz ich einen Schuss sicher abgeben kann, und ab wann bei mir Schluss ist. Nur weil mich Kaliberdiskussionen nicht interessieren, heißt das nicht dass ich nicht schießen kann oder meine Grenzen nicht kenne, sondern lediglich dass es mir egal ist ob Jäger A mit einer 30-06 und Jäger B mit einer 7x64 oder was auch immer zur Jagd geht, umfallen tut das Stück eh wenn Energie und Treffer sitz passen. Da Fuchs und Krähe aber doch etwas kleiner sind und diverse Streukreise vlt schlechter verkraften als ein Stück Rotwild, wollte ich mich vor Anschaffung einer solchen Waffe etwas schlau machen. Den Artikel lese ich mir gerne durch, trotzdem habe ich auch explizit nach Erfahrungen mit diversen Kalibern in diesem Einsatzbereich gefragt.
 
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Werter Hasenhahn-

Leider geht es jenseits einer variablen Distanz -abhängig von den oben genannten Parametern-eben nicht mehr nur um schießen können, sondern um schießen wissen.
Jede noch so gesteckte Flugbahn wird dann zur geistigen Falle.

Leider verfüge ich nur über Erfahrungen bezüglich .17Hornet, .223Rem (befristet als Leihgabe),
.22-250Rem mit 75gr (als Feuerformlaborierung) und .22-250AI/40° mit 75gr.
Diese Erfahrungen gipfeln in der Erkenntnis, daß man unter allen Umständen ein Zielmedium
von 68x88mm (eine große Zigarettenschachtel) immer treffen sollte.
Dann ist das Wild für gewöhnlich tot.
Die Schachtel auch, besonders wenn man diese mit Kies und Kalk anfüllt.

Da Ihnen die besten Patronen als Nicht-Wiederlader verwehrt bleiben, bleibt als sicherste
Patrone dafür nur die .223Rem mit schweren Geschossen aus kurzem Drall übrig.

Diese Wahl ist also sehr einfach.

derTschud
 
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oder eine auf Maß mit kurzem Drall gefertigte .22-250, wenn man einen Repetierer mit Normalsystem verwenden möchte. Spukt mir seit Jahren als Mauser-66-Wechsellaufoption im Kopf rum.
 
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Ich führe seit ca. 10 Jahren in einem noch gut besetzten Niederwildrevier einen Rep. im Kal. .17hmr zur vollsten Zufriedenheit auf gefiedertes sowie auf Haarraubwild auf Entfernungen bis zu 120 m um einen sicheren Treffer zu gewährleisten. Bei stärkerem Wind bleibt sie zuhause. Zum nächtlichen Fuchsansitz sowie zur Rehwildjagd verwende ich eine .223er. Damit auf Krähen ec. zu schiessen erachte ich als übertrieben und gefährlich. Der .17er Lauf wird alle 50 Schuss generalgereinigt, sonst nur trocken durchgezogen. Verschwende keinen Gedanken mehr an einen Kaliberwechsel oder Zukauf. WH.! St.-Wolf
 
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oder eine auf Maß mit kurzem Drall gefertigte .22-250, wenn man einen Repetierer mit Normalsystem verwenden möchte. Spukt mir seit Jahren als Mauser-66-Wechsellaufoption im Kopf rum.
In der Sache hast du recht. (y)

Der Thread an sich KANN aber keine Problemlösung bieten. Schlicht weil der Threadstarter keinerlei Tendenz für gewisse Favoriten seinerseits hinsichtlich der Waffenwahl preis gibt.

Für einen R8 beispielsweise ist die 22-250 echt interessant. Sie lässt sich quasi als einzige Patrone im Sinne der Threadfrage mit dem "Standard"-Verschlusskopf schießen.
Selbiges Spiel falls man einen 98er im Hinterkopf hat.
Und mit anderen Waffen kann eine sinnvolle Auswahl komplett anders aussehen!

Der Threadstarter hat das gestartet was er selber am liebsten beim Lesen ignoriert: Einen Kaliberthread der hin und her wogt - und am Ende im Sande verläuft.


Ohne sich mit dem Drall zu beschäftigen geht es bei den .224er Patronen (leider!) nicht.
Bei den .17ern kommt es stark drauf an welche Waffe man sich für sich selber "vorstellen" kann. So riesig ist das Angebot ja nicht.

In diesem Sinne, außer einer Bockbüchsflinte in 5,6x50R mit einem .17er Hornet-Einstecklauf im Schrotlauf fällt mir persönlich nix ein womit man bei dem Thread zu einem sinnvollen Kontext kommen könnte. :rolleyes::devilish: :evil:
 

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