Kleiner Erfahrungsbericht

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21 Jun 2014
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#16
Macht der "Züchter" Fokus Sinn?
DD/Bracke, ... "Jagdunfall" etc. keine Option?

Hier kauft jeder versierte Hundemann regional, von Bekannten und Hunde die man öfter live Erlebt hat. Der ganze dt. Zirkus fehlt jedoch...
 
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#17
Bei mir ganz frisch aus diesem Jahr. Nachdem nun zeitlich und räumlich alles passte war die Entscheidung im Winter gefallen einen Welpen zu kaufen.
Die Rasse stand schon vorher nach einigen Überlegungen fest.
Also erstmal möglichst viele Informationen von der Website und in persönlichen Gesprächen beim Verband und Führern dieser Rasse geholt. In den Gesprächen bekam ich auch ein paar Namen genannt an die ich mich wenden solle. So also im Januar gleich angefangen zu telefonieren. Allein das Telefonat wie man auf den Zwinger kommt war schon ein beeindruckendes Erlebnis. Klare und konkrete Fragen warum ein Wachtelhund, wie ist die jagdliche Situation über das Jahr verteilt. Wie ist die familiäre Situation und wie viel Zeit kann man dem Hund bieten. Soll er geprüft werden und und und...
Also haben wir dann einen Termin vereinbart um uns persönlich kennen zu lernen. Es war ein fantastischer Tag! Haben nochmal alles durchgesprochen, konnten uns das gesamte Grundstück und die Mutter (die Welpen waren noch nicht da) anschauen. Haben lange Gespräche geführt, es wurde uns deutlich erklärt wie die Welpen geprägt und aufgezogen werden. Es war einfach ein Traum. Meine Frau und ich waren von der Ruhe und der Ausstrahlung der Züchterin, wie auch der Mutterhündin extrem beeindruckt. Wir wurden uns einig und das große Warten auf den Geburtstermin begann. Alles weitere war abgeklärt besuche nach der vierten Woche bis zur Abholung.
Dann endlich kam der Anruf...leider mit sehr ernüchternden Nachrichten. Die Welpen sind bei der Geburt ums Leben gekommen. 😭😢
Wir wurden jedoch trotz der schlimmen Umstände professionell weiter betreut und beraten und bekamen von ihr die Kontaktdaten eines anderen Züchters. Dann das ganze Spiel wieder von vorne.... als der andere Wurf dann gesund und munter zur Welt kam war die Freude riesengroß. Nach der vierten Woche konnten wir dann auch endlich die Welpen anschauen fahren. Es war himmlisch.😊
In den Gesprächen vorher hatten wir bereits abgeklärt was wir auch später für Anforderungen an den Hund haben. Es erwarteten uns 4 aufgeweckte, neugierige Welpen die anfingen die Welt zu erkunden. Wir wurden sehr freundlich und offenherzig vom Züchter, der Mutterhündin und den Welpen empfangen. Es passte alles zusammen. Wenn man dieses Gefühl hat sollte einem auch kein weg zu weit und keine fahrt zu oft sein. Schließlich entscheidet man sich für ein "Familienmitglied", wie auch für einen Jagdkameraden für eine hoffentlich sehr, sehr lange Zeit.

Wmh
 
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11 Feb 2014
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#19
Macht der "Züchter" Fokus Sinn?
DD/Bracke, ... "Jagdunfall" etc. keine Option?

Hier kauft jeder versierte Hundemann regional, von Bekannten und Hunde die man öfter live Erlebt hat. Der ganze dt. Zirkus fehlt jedoch...
Kommt auf die Rasse und die typischen Erbkrankheiten an, wie verbreitet die sind und ob man damit leben kann - und vermutlich auch, wie oft es gut geht oder man auf die Nase fällt. Bei meiner Rasse ist z. B. die Progressive Retinaatrophie stark verbreitet, die zu einer frühzeitigen Erblindung führt. Finde ich absolut unlustig, daher lieber Eltern mit Gentest. Bei der vorherigen Rasse war's HD/ED. Meine Hunde sind bisher dennoch nie alt geworden (mit 5/6 totkrank, mit 7/8 tot, aber keine erblichen Krankheiten). Muss jeder selber wissen. 90% der belgischen Hundeführer/Förster, die ich kenne, haben übrigens ihre Hunde extra aus Deutschland vom Verbandszüchter gekauft.

Man kann mit beiden Methoden Glück oder Pech haben.
 
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#21
Merkt man denn nicht vor Ort oder durch Herumhören, mit welchem Typ Züchter man es zu tun hat? Ich bilde mir zumindest ein, dass man das schon herausfindet. Im Zweifel erfährt man doch, ob der Zwinger/Züchter in jedem Jahr Würfe (!) abzugeben hat, im Zweifel sollte der Verband darüber Auskunft geben können, er muss ja die Meldungen haben. Ob der Verband tätig wird, wenn es Beschwerden gibt, sei dahin gestellt, da es ja Beispiele geben soll, in denen lange nichts passierte.
Und wie ist das Vorgehen? Ein erster Anruf oder eine erste Mail dient sicher der Klärung, ob überhaupt ein Welpe frei ist. Aber dann würde man sich doch auf den Weg machen, den "Zwinger" zu besuchen und spätestens in dem Augenblick wird man sich doch ein Bild machen können.
In der Realität kommt es aber auch vor, dass Interessenten quasi zusagen und sich dann nicht mehr melden. Vielleicht hat der zweite Zwinger ja so etwas schon häufig erlebt.
Im übrigen hielte ich nichts davon, meine Lebensgeschichte einem wild fremden Menschen darlegen zu müssen. Dass ich ein eigenes Revier habe reicht und wenn ich mich so umschaue, das wird hier im Forum ja auch häufig berichtet, dann haben viele in Jägerhaushalten befindliche Jagdhunde nur ganz selten die Möglichkeit zu jagen und viele werden noch nicht einmal angemessen ausgebildet, was man auch an Prüfungsergebnissen ablesen kann, die Hunde haben nämlich nicht immer schlechte Tage.
Gruss und Waidmannsheil, DKDK.
 
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#22
Moin!

@Lightweight
.....
Was den Welpen anbelangt: wenn der Züchter die wichtigen Prägephasen nicht verbaselt hat: ist es nicht sinnvoll, den Hund aus dem "uninteressierten" Milieu zu herauszuholen, wenn der Rest (Stammbaum etc.) passt?

Viele Grüße
Joe
Wie verschiedentlich bereits angedeutet, ist der Ankauf eines Welpen für die meisten potentiellen Käufer reine Vertrauenssache, also ein primär zwischenmenschliche Angelegenheit (die übrigens auch umgekehrt besteht).
Wenn diese zwischenmenschliche Ebene zwischen Züchter und dem potentiellen Welpenkäufer nicht funktioniert, können die Hunde eine noch so gute Papierform haben und ggfs. sogar eine tadellose Betreuung und Aufzucht genießen, dat wird meist nix.
Auch das gilt aber für beide Seiten; den potentiellen Welpenkäufer, der mit hohen Erwartungen, großen Ansprüchen und den schwachsinnigen "Topfdeckelspielchen" zu mir an den Welpenzwinger kommt, komplimentiere ich als verantwortungsvoller Züchter auch sanft aber bestimmt zur Tür hinaus!

Ich persönlich würde allerdings nicht so weit gehen, aus einer persönlichen Antipathie heraus sofort auch eine "schlechte" Aufzucht bzw. ein "´unninteressiertes´ Milieu" zu unterstellen...
 
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#23
Nach einem Erbhund habe ich den ersten Eigenen auf einem Viehmarkt gekauft - gesehen, gefallen, Papiere kontrolliert, Scheck ausgestellt und mitgenommen. Er war 15 Jahre lang ein treuer Begleiter.
Die folgenden zwei je einmal den Wurf angeschaut und einen daraus ausgesucht und mit 9 Wo abgeholt.
Beim letzten bin ich hingefahren, 2 Welpen waren noch frei - einen ausgewählt, bezahlt und mitgenommen.

Keiner wollte meine Lebens- oder Jagdgeschichte hören und ich hätte sie auch keinem erzählt!
Nagut, bei den letzten dreien hatte ich jeweils den Althund dabei ;)
 
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#24
Bei mir isses auch komisch gerade, aber in völlig anderer Weise...

Erster Kontakt im Dezember, Anfrage für Welpen 2018. Züchter hat im Telefonat abgeklopft, was an Erfahrung da ist, wie die häuslichen Umstände sind, wie es beruflich aussieht... Soweit alles in Ordnung. Zwei Monate später dann die Nachricht über die Auswahl der Elterntiere mit Bildern und Prämierungsnachweisen und der Bitte um Rückmeldung, ob die "Bewerbung" noch steht. Das haben wir auch zurückgemeldet und Bestätigung erhalten.
Seitdem keine Meldung mehr. Ich habe dann noch zweimal angerufen, bin aber nicht durchgekommen und habe noch eine Mail geschrieben, die aber nicht beantwortet wurde...
Wird wohl nix mit dem Hund dieses Jahr...
 
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#25
Bei mir isses auch komisch gerade, aber in völlig anderer Weise...

Seitdem keine Meldung mehr. Ich habe dann noch zweimal angerufen, bin aber nicht durchgekommen und habe noch eine Mail geschrieben, die aber nicht beantwortet wurde...
Wird wohl nix mit dem Hund dieses Jahr...
Kommt drauf an... was solls denn werden ?
Prinzipiell klingt das doch so, als hättest Du alles richtig gemacht. So würde man sich als Züchter das doch wünschen, vom potentiellen Welpenkäufer.
Oder ist dort etwas mit dem Züchter selbst (Unfall, Krankheit) oder der Hündin passiert ? Sonst wäre solch ein Verhalten schon recht unüblich und grob !
 
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#26
Ein Gonczy Polski soll es werden.
Auf Unfall oder Krankheit habe ich auch schon getippt, nachdem der telefonische Kontakt soweit echt nett war. Ich kann das aber leider nicht näher recherchieren, da ich zu weit weg bin. Mal schauen, ob und was da noch kommt...
 
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