kleinstes Wohlfühlkaliber

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Liebe alle,
in den letzten Jahren schoss ich alle meine Rehe mit .223 Rem, meist über 100 Meter.
Zuvor schoss ich ausschliesslich .30-06, hier hatte ich nie Zweifel, bumm-um.
Mit .223 Rem sind die auch umgefallen, aber meist noch ein zwei Schritte gelaufen. War also nicht nur glücklich damit.
Letztes Jahr 5,6x57, umwerfend, dieses Jahr .308, umwerfend.
So sehr ich meine .223 Rem liebe (liegt vielleicht auch an der Büchse), etwas "unterbewaffnet" fühlte ich mich gelegentlich.
Mit der .222 Rem würde ich wohl erst gar nicht auf Rehjagd gehen (>100 Meter).
Geht es Euch auch so?
 
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Hab eine 222 Steyer mannlicher Jagdmatch, Die Jägerprüfung und verschiedene Meisterschaften damit geschoßen.
Ansonsten steht sie rum, hab mich eigentlich nie getraut auf Rehwild.
Die 308 passt für fast alles was hier kreucht und fleucht.

Marzipanplätzchen bitte :whistle:
 
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Treffen muß man schon.
Aber wegen immer wieder möglichen Sauen hab ich auch meist die 7x57 dabei, damit ist mal immer safe, EGAL was da kommt.
.223 hab ich hier halt für Gans und Hase am Start, oder wenn es explizit auf Raubwild geht. Rehe hab ich damit noch nicht erlegt.

Wobei ich bei Rehen mit der 7x65R auch schon längere Fluchten hatte, trotz 1A Kammertreffer.
Oder Bumm&um. Je nach dem. Die Biester sind eben auf Drogen, wie mir scheint.
Oder anders: Man schießt beim Reh hinter das Blatt, wegen wenig Schaden. Da is aber nicht viel, was Widertand bietet oder sofort immobilisiert. Bei der Sau aufs Blatt oder Teller, Flucht 0mm.
 

Westwood

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Alles unter 9.3x62 im Wald auf kurze Distanz oder 9.3x64 im Feld ist Makulatur.
Auf Rehe eh nur mit Kurzwaffe (mind. 454. Casull)
Damit hoffe ich dem ein oder anderen schon Vorgegriffen zu haben :p

Ich habe vor ein paar Jahren mit meiner Steyr Match in 222. ein paar Rehe geschossen, umgefallen sind die alle aber ich kann dich schon verstehen, so richtig wohl hab ich mich damit nicht gefühlt. Inzwischen schieß ich alles mit der 308. oder der 7x65R... Ob ich da am ende ein halbes Kilo mehr weg schneiden muss oder nicht ist mir relativ Wumpe.
 
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Anfangs erlegte ich Rehe mit der .222, weil ich mir eine Anschütz zum Jagdkurs gekauft hatte (durfte man damals noch, Wahnsinn...). Entfernungen zwischen 50 und 120m. Die waren regelmäßig schnell im Totenreich, aufs Blatt gehalten, aber die Blutergüsse waren derart heftig (mit der 3,24 gr TM von RWS), dass ich die Lust an dem Kaliber verlor. Ich habe sie mal auf bleifreies Sako umgeschossen und das schrottige Hunter ZF durch ein altes Swaro Habicht ersetzt, das ich über hatte, aber eigentlich braucht niemand das Teil. Steht halt rum und stört nicht weiter. Über den Irrweg der .30-06 bin ich bei der .308 angekommen. Die .30-06 würde ich wieder ausgraben, wenn sich hier plötzlich Rotwild zeigen würde. Aber das ist ja nicht zu erwarten.
 
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Kollege hat mit der .223 schlechte Erfahrung gemacht wegen Wildbretentwertung bei Rehen, wahrscheinlich unglücklich getroffen, vielleicht in Verbindung mit falschem Geschoss. Mit passendem Treffersitz ist noch keines entkommen.

Ich persönlich nehme die .308 für alles bodengebundene Wild.
 
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Nix gegen 222/223, sind wirklich schöne Kaliber, kaum Rückstoß und einfach auf Präzision zu bringen. Hab mein allererstes Reh mit .222RemMag erlegt und gleich eine Totsuche fabriziert. Die BBF war dann bis zum Verkauf nur noch Schrankwaffe.

Sportlich setzte ich ein AR-15 ein, das ist so zusammen gebaut, dass es auch auf Fuchs und Reh gehen würde.

Aber hier brauch ich mit nix unter 6,5 raus gehen, Sau kann immer kommen. Und da will ich legal bleiben, um den Grunzer mitnehmen zu können. Wenn der Grunzer liegt, ist es noch kein Thema. Aber weh man braucht Unterstützung und ich müsste Beständer und NS- Führe erklären, ich hätte versucht, die Wutz mit irgendwas unter 6,5 zum bleiben zu überreden. Die Nachsuche würde sicher durchgeführt werden, aber danach brächte ich eine neue Jagdgelegenheit oder müsste selber pachten. Die rechtliche Seite mal außen vor.
 
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@mogelmaus:

Als kleinstes Kaliber (die .22lfB im Russen-KK und die .22Hornet in der L.W.-Adapterpatrone mal außenvor) habe ich die 5,6x57, die du ja auch selber führst.
Ich schieße sie aus einem Steyr Mannlicher Stutzen L mit variablem 42er Swaro Habicht drauf.
Durch den Gesetzgeber ist sie bei uns (inkl. der präventiven ASP-Ausnahmereglung für Rheinl.-Pfalz auch SW bis max. 25kg damit jagen zu dürfen) ja leider in ihrem durchaus potenten Wirkungsspektrum arg beschränkt worden (wie meine 9,3x72R mit dem 12,5g TMF auch).

5,6x50Mag. und .22-250Rem., die sich von der Leistung sehr ähnlich sind, liegen halt zwischen der 5,6x57, der seltenen 5,6x61SEvHofe und der .222Rem.Mag. bzw. .223Rem., mit der du ja nicht immer gute Erfahrungen gemacht hast.

Die .222Rem. kenne ich von meinem Vater, der sie aus einem Remington-Repetierer verschoß.
Rehwild im Sommer war bis 180m machbar, bei guter Wirkung des 3,24g/50grs TM-Geschosses. In der Winterdecke allerdings reduzierte sich die maximale Schußentfernung auf 120-130m und dann zeigte sie auch nur gute Wirkung wenn das Stück richtig breit stand.
Für Rehwild auf der Waldjagd mit kurzen Distanzen (da wo auch mein Vater sie zuerst führte) also ausreichend, für die Feldjagd (wohin er nach zwei Jahren wechselte) im Hinblick auf Geschoßaufbau, Zieldichte und Schußdistanz schon mit Vorsicht zu genießen.

Daher kann man sagen, daß das kleinste "Wohlfühlkaliber" (immer geeigneter Geschoßaufbau vorrausgesetzt) für Rehwild wohl die 5,6x50Mag. bzw. die .22-250Rem. oder deren Randversion .225Win. ist.

Ich sähe jetzt aber keinen Sinn, wenn du eine 5,6x57 und eine .223Rem. hast, noch eine 5,6x50 oder .22-250 zuzulegen. Verwende auf Rehwild einfach weiter die 5,6x57.
 
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Kollege hat mit der .223 schlechte Erfahrung gemacht wegen Wildbretentwertung bei Rehen, wahrscheinlich unglücklich getroffen, vielleicht in Verbindung mit falschem Geschoss. Mit passendem Treffersitz ist noch keines entkommen.

Ich persönlich nehme die .308 für alles bodengebundene Wild.

Ich bin da auch immer skeptisch, unser aktueller JJ rennt allerdings recht erfolgreich mit einer 5,6x50Mag rum und Hase und Reh damit nicht zerstört. Je nach Geschoss kann man die ja durchaus vergleichen (zur .223).

Mein kleinstes Kaliber ist eine 7x57R, ich war noch nie in Versuchung ein kleineres anzuschaffen, da ich dafür keine Verwendung habe.
Evtl. kommt mal eine Hornet her in ferner Zukunft.
 
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Ich wundere mich immer wieder über die @Sirius vorgestellten kleinkalibrigen Wunderbringer auf Reh.
Bei der 9,3x72R 12,5gFlK verdreht er fast im orgastischen Rausch die Augen, wenn er an den (leider) ungesetzlichen Hochwildeinsatz denkt - aber beim dt. Panzerreh bewirkt die 5,6x57 wohl noch nicht mal Hämatome...
Wenn schon 5,6 - dann bitte doch die von erfahrenen Rehwildbringern (und von mir) in anerkennenswerter Tradition eingesetzte 5,6x52R, egal ob mit klassischem 4,6gHalbspitz oder mit bleifreien der 56 - 58grs Klasse (z.B. HDB) - je im .227/.228cal.
 
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