Klettersitz / Baumsitz in der Praxis

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17 Jan 2017
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#1
Hi,

ich habe mir im Mai einem Klettersitz von Summit (180) gekauft und war paar mal Ansitzen damit. Im Grunde eine klasse Sache und grade jetzt, da an den Kirrungen nix los ist, will ich ihn wieder nutzen.

Was mich lediglich stört ist der Transport ins Revier und das getragen zum passenden Baum - bei uns geht es teilweise gut steil zu und da wollte ich es, wenn möglich, etwas einfacher halten.
z.B. Donnerstags Nachmittag passende Stelle und Baum aussuchen, Sitz befestigen und mit Schloss sichern, um dann Freitags Abends aufzubaumen.

Wie haltet Ihr das?

Nutzt jm die Summit Bucksteps?
 
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#2
Hi asani,
interessantes Thema, habe selbst schon die Anschaffung überlegt aber du bestätigst meine Zweifel. Das Ding ist doch etwas sperrig und einfach im Revier lassen ist auch so eine Sache hinsichtlich Diebstahl oder missbräuchlicher Anwendung. Ich denke für die Blattjagd zu der wir in aller Regel mit leichtem Gepäck anpirschen macht das Sinn nicht aber in der kalten Jahreszeit. Einen Kompromis sehe ich in der klassischen mobilen Kanzel die man auf der Basis eines alten Anhänger problemlos selber bauen kann. Holz und Beschlagteile lagen bei mir so um 400€ dafür bekomme ich keinen Summit. Die Grundidee des Baumsitzes finde ich echt clever aber im Sinne der Alltagstauglichkeit habe ich Zweifel. Sehr gerne würde ich weitere Erfahrungsberichte hier im Forum lesen...

Viel Anblick und Waidmannsheil
 
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#3
Bei der letzten Drückjagd wurde das Nachmittagstreiben von ein paar Klettersitz-Schützen umstellt. Ich konnte mir in der Mittagspause mal die Vorbereitungen anschauen mit Hüftgurt, Brustgurt, Baumschlinge, Prüssig-Schnüren, Seilbeutel, Karabinern, Sicherungsgerät, Verbindungsschnüren für die beiden Sitzelemente, Ratschengurte für die zusätzliche Sicherung am Baum usw. Das komplette Sicherheitsequipment ist teurer als der Sitz selber, aber natürlich auch fürs normale Klettern/Bergsteigen schon bei vielen vorhanden oder in Parallelbenutzung. Für den Morgenansitz mit Aufbau im komplett Dunklen nutzen die Leute, mit denen ich bis jetzt gesprochen habe den Klettersitz nicht. Das macht nur Sinn, wenn man mit einer normalen klappbaren Anstell-Leiter aus Alu nicht hoch genug kommt für ausreichend Schussfeld. Die häufigste Nutzung war bis jetzt in meinen Umfragen die Drückjagd und weniger der alltägliche Ansitz.
 
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#4
Hallo,

sicherlich ist ein Ansitzwagen eine prima Sache. Vom Komfort her auch nicht zu toppen.

Es gibt aber Reviere, so wie asani schrieb, die gebirgig sind und es aufgrund dessen nicht so einfach ist, einen Wagen beliebig aufzustellen.

Da ist die Stärke des Klettersitzes. Man ist relativ schnell überall im Revier. Und ein paar Tage später wieder woanders. Gerade im Nadelholzbestand mit untergepflanztem Laubholz ist man aufgrund der erreichbaren Höhe perfekt platziert. Das Wild rechnet an diesen Stellen nicht mit dem Jäger.

Ich nutze ihn gerade jetzt, wo das Laub verschwindet, sehr gerne und trage ihn immer direkt zum Ansitz. Ca. eine Stunde früher als sonst üblich, damit wieder ausreichend Ruhe einkehrt.

Horrido

Emmerthaler
 
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#8
Ich finde ihn, bis auf das aufstellen, klasse. Man sitzt bequem und kann Höhe und Blickfeld selbst bestimmen und auch noch während des Ansitzes ändern.

Wenn es am Wochenende trocken bleibt, dann stell ich ihn auf und sichere das ganze mit einem Schloss.

Zur Eigensicherung habe ich einen Kettergurt, Snakeanchor und Spanngurte.
Sichern tue ich nur den oberen Teil, weil ich da sitze und sollte der untere Teil mal den flöten gehen, ist dieser noch mit dem oberen durch ein Seil verbunden
 
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#9
Und wie kommst du nach einem Sturz aus dem Sitz oder nach Herunterfallen des Sitzes wieder runter wenn du in ein paar m Höhe mit Snake anchor im Baum hängst? Nutzt du nur einen Hüftgurt oder auch einen Brustgurt?
 
S

scaver

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#11
Ich fand und finde die Dinger Sau unbequem zum Sitzen, daher baue ich in Rowild Revieren hohe Sitze + 8 m an die Wechsel.
Grunsätzlich sollten die Klettersitze am Wechsel schon frühzeitig in den Baum kommen, und man steigt mit Hilfsmittel hoch. Ansonsten, schlechtere Wahl: Baum vorbereiten, Sitz bleibt vorgeschnallt am Baum unten und man wechselt ohne Gedöns an. Klauen darf den halt keiner. In D ein Problem. Ansonsten gut auf heimliche Hirsche.
sca
 
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#12
Ich werd ihn jetzt mal wieder nutzen. Der 180 Max von Summit ist bequem und 3-4h kein Problem. Werd Ihn vorinstallieren - entweder unten am Baum gesichert oder oben, um dann mit der Teleskopleiter hochzukommen. Auf lange Sicht will ich mir noch die Bucks Steps holen
 
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#13
Nutze seit gut 2 Jahren den Summit Viper.
Nach einigem rumprobieren bin ich jetzt bei -der für mich optimalen- Sicherung gelandet. Bin damit auch in maximal 10 Minuten einsatzbereit.
Nutze:
Klettergurt - 3 Karabiner - 1 Tuber - Bandschlinge - Kletterseil

Auf Ansitzhöhe angekommen leg ich das Kletterseil um den Baum (1.Karabiner) und fädel das in meinen Tuber am Klettergurt ein (2.Karabiner), unterhalb des Tubers leg ich die Bandschlinge als Prusikknoten an und hänge die Schlaufe am Gurt ein (3.Karabiner). Damit hänge ich nach einem Absturz sicher freihändig am Baum und kann mich ohne Probleme abseilen.
Zusätzlich hab ich meine Knarre mit ner 1m langen Schnur am Klettersitz gesichert. Die Waffe nimm ich beim Aufstieg gleich mit hoch, alles andere Material findet in den Jacken und Hosentaschen genügend Platz.

Für den Ansitz leg ich den Sitz entweder am Abend vorm Morgenansitz schon unten um den Baum oder eben Morgens/Mittags vorm Abendansitz.
Die 10 Minuten gedämpftes Klappern und rascheln kann auch die Oma mit Rollator oder die örtliche NordicWalking Runde sein. Bis jetzt hat das noch kein Wild wirklich nachhaltig verstört.

An zusätzlichen Gimmicks am Sitz habe ich dran:
Schnur für die Waffe,
Filzstreifen auf der Auflage, damit der Lauf nicht verkratzt
Anti-Rutschbeläge auf dem Fußteil
Die Gummiumantelung der Halteseile hab ich entfernt und dafür mit Chromspray behandelt!
Die Zähne des Ober- und Unterteils hab ich mit Schläuchen umwickelt um Fichten und Buchen zu schonen.
 
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#14
Das klingt nach einer praktikablen minimalen Ausrüstung. Aber zieht es den Prussigknoten nicht im Ernstfall in den Tube rein? Vielleicht hab ich ja auch noch einen Denkfehler, kletter nur Vorstieg in der Halle bis jetzt und sichere mit Tube.
 
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#15
Moin.
Ich bin seit kurzer Zeit auch begeisterter Nutzer eines Klettersitzes (Naturwerk KS17). Die Möglichkeiten damit sind einfach unglaublich. Alerdings gebe ich auch zu das ich damit nur auf Abendansitz gehe,morgens im Dunkeln habe ich es noch nicht Probiert,stelle es mir aber mehr als schwierig vor.
Ich trage den Sitz immer, brauche zum Auspacken, mit Gewehrfutteral anknoten und aufsteigen auf 5m ungefähr 5-7min.
Ich muss dazu sagen das ich Versuche auf übermäßige Geräusche zu verzichten.
Ich sicher mich auch per Prusikschlinge,aber in einer Langausführung und trage meinen Tuber in der Jackentasche. Der Tube macht mir sonst zuviel Geräusche.(Daher knote ich das Futeral auch..) Den Tube würde ich auch niemals über den Knoten setzen. Wenn du den Knoten in den Tube gefahren hast ist es ohne weitere Hilfsmittel nahezu unmöglich das wieder zu lösen, daher nutze ich eine lange Prusikschlinge so das ich Zweifelsfall den Tube darunter bekomme. Hab dieses aber schon durch SKT und Sportklettern wirklilch häufig praktiziert und weiß wovon ich da rede...

Meine Krallen/Zähne am Sitz sind auch mit einem Schauch abgedeckt.

Wie handhabt ihr die Sicherung des Sitzes in der Ansitzposition? Nehmt ihr die Spanngurte mit Ratsche?
Ich mache das derweil noch mit Zurrgurten,natürlich in vernünftiger Qualität) weil mir Ratschen zu laut sind.

Ich finde es super sich über das Thema austauschen zu können :)
 
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